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News des 9. Januar 2023

Im Fall der GeForce RTX 4070 (non-Ti) gibt es einige Entwicklungen, welche der These von zwei weiteren AD104-basierten Grafikkarten nicht zuträglich sind. Denn bei den Grafikchips AD104-250 und AD104-251 soll es sich laut HKEPC @ Twitter nur um einen minimalen elektrischen Unterschied handeln – nichts, was mit den eigentlichen Spezifikationen des Grafikchips zu tun hätte. Im Endeffekt verlegt nVidia wohl eine Funktion vom Grafikboard in den Grafikchip, womit eine Kostenreduktion um immerhin 1 Dollar eintritt. In einem Feld, wo um Bruchteile von Cents gerungen wird, ist dies enorm viel und daher eine nahezu automatische Aktion. Damit läuft es wiederum auf nur eine weitere AD104-Variante hinaus – allem Anschein nach die GeForce RTX 4070 non-Ti mit 46 Shader-Clustern, 192-Bit-Interface und 12 GB Speicher.

AD104-250 / 251 = GeForce RTX 4070
AD104-250 requires an comparator circuit , AD104-251 no need , GeForce RTX 4080 will change to AD103-301 soon.

Quelle:  HKEPC @ Twitter am 9. Januar 2023
 
Update: The only difference between AD104-250 and AD104-251 is that AD104-250 requires kicker (comparator) circuit, and AD104-251 doesn’t. PCB BOM reduced by ~US$1.
Quelle:  HKEPC @ Twitter am 9. Januar 2023
 
The SKU number is wrong. It is PG141-SKU343/344/345. It is possible to continue to reduce power consumption.
Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 9. Januar 2023
 
RTX 4060 Ti FE can also use this cooler.
Maybe RTX 4070 FE is PG141-SKU344.

Quelle:  Kopite7kimi @ Twitter am 10. Januar 2023

Allerdings hat Twitterer Kopite7kimi @ Twitter nun doch noch eine niedrigere TDP (gegenüber früheren Verlautbarungen) in Aussicht gestellt, womit die eben erst gemeldeten 200 Watt für die GeForce RTX 4070 durchaus korrekt sein könnten. Red Gaming Tech zeigen zudem Bilder einer Karten-Verpackung, woraus zwei Dinge ablesbar sind: Erstens einmal wird die GeForce RTX 4070 non-Ti beachtbar kleiner als die bisherigen RTX40-Modelle – und zweitens wird nVidia für diese Karte augenscheinlich wieder eine "Founders Edition" auflegen. Terminlich gibt es leider noch keine neuen Informationen, aber gemäß den gestrigen Infos könnte es zu einem Launch der vierten Ada-Lovelace-Karte Richtung Ende März bis Anfang zweites Quartal kommen.

Mit dem Montag Nachmittag haben sich die Launch-Reviews zu Ryzen 7000 non-X einen Tag vor Marktstart eingefunden. Ausnahmsweise für diese nicht-Spitzenmodelle hat AMD jene Prozessoren mal mit einem regelrechten Launch beglückt, sprich gab es ausreichend Teststellungen für die Hardware-Tester und somit einige Tests zu lesen. Ob dies ausreichend ist für eine Launch-Analyse, wird sich noch zeigen. In jedem Fall fehlen hier jedoch etwas die natürlichen Intel-Gegner in Form der non-K-Modelle von Raptor Lake – welche technisch gesehen veröffentlicht sind, aber zu welche Intel (wie üblich) keine Teststellungen vornimmt. Das komplette Performance-Bild zu diesen kleineren Modellen von Zen 4 und Raptor Lake wird sich also wahrscheinlich erst in einigen Wochen ergeben, wenn dann die einzelnen Tests zu Raptor Lake non-K hereintrudeln.

Bei der Arbeit an der Launch-Analyse zur GeForce RTX 4070 Ti ergab sich auch die Erkenntnis, dass nunmehr weitere RTX30-Karten und aber auch einige RX6000-Modelle in den offensichtlichen EOL-Status gehen. Offiziell erklärt ist dies in keinem Fall, aber wenn die Preise steigen und das verfügbare Angebot bemerkbar zurückgeht, dann ist dies ganz augenscheinlich der Fall. Je geringer hier die Nachlieferungen sind, um so schneller kann der Marktabschied über die Bühne gehen. Sobald dann nur noch Angebote zu Mondpreisen erhältlich sind, wäre dies faktisch erreicht, wie beispielsweise bei der GeForce RTX 3080 Ti schon geschehen. In dieses Risiko gehen nun aber auch GeForce RTX 3080 10GB, Radeon RX 6800, 6800 XT, 6900 XT und 6950 XT hinein. Zu manchen dieser Karten gibt es noch gute Einstiegspreise, aber der deutliche Rückgang bei der Verfügbarkeit und den sinnvollen Preisnotierungen macht klar, das es sich hierbei nur noch um ein kurzweiliges Vergnügen handeln kann.

16. Okt. 22. Nov. 20. Dez. 9. Jan. akt. Verfügb. *
Radeon RX 6800 540-600€ 550-660€ 580-750€ 580-850€ ★★☆☆☆
Radeon RX 6800 XT 650-700€ 670-750€ 690-830€ 680-1000€ ★☆☆☆☆
Radeon RX 6900 XT 740-800€ 750-1000€ 830-1000€ 910-1200€ ★★☆☆☆
Radeon RX 6950 XT 900-1000€ 900-1130€ 860-1080€ 880-1100€ ★★★☆☆
GeForce RTX 3070 Ti 680-730€ 650-740€ 670-750€ 650-740€ ★★★★☆
GeForce RTX 3080 10GB 800-850€ 770-870€ 830-1000€ 880-1100€ ★☆☆☆☆
GeForce RTX 3080 12GB 850-960€ 1000-1200€ 1200-1600€ 980-1400€ ★☆☆☆☆
GeForce RTX 3080 Ti 1000-1100€ 1260-1600€ 1300-1850€ 1530-1800€ ☆☆☆☆☆
GeForce RTX 3090 1080-1200€ 1300-1600€ 1290-1700€ 1350-1700€ ★★☆☆☆
GeForce RTX 3090 Ti 1200-1300€ 1550-2000€ 1390-1830€ 1380-1600€ ★☆☆☆☆
lieferbare Einzelhändler-Angebote gemäß des Geizhals-Preisvergleichs ..... "akt. Verfügb." = aktuelle Verfügbarkeit zu sinnvollen Preisen

Sobald die guten Angebote abverkauft sind, kommen wahrscheinlich keine Nachlieferungen mehr an, sprich kann man sich auch zu diesen Karten auf Mondpreise oder gar keine Preisnotierungen einstellen. Dies bedeutet, dass alles von der Alt-Generation ab Radeon RX 6800 und GeForce RTX 3080 derzeit eigentlich EOL-Status hat und demnächst vom Markt verschwinden wird. Wer hierzu noch Bedarf an Neuware hat, sollte demzufolge umgehend zuschlagen. Auch bei den kleineren Karten sind im übrigen derart Tendenzen schon zu sehen, die Angebots-Menge zu GeForce RTX 3070 & 3070 Ti ist schon etwas zurückgegangen. Noch halten deren Bestpreise, aber auch dies ist somit eine endliche Geschichte. Augenscheinlich sind AMD & nVidia recht erfolgreich gewesen beim Abverkauf der Ampere/RDNA2-Generation. Nur deren Mainstream-Modelle dürften noch für einige Monate zu vernünftigen Preisen im Markt verbleiben, da entsprechende Ada/RDNA3-Lösungen nicht vor dem zweiten Quartal anstehen.