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News des 3./4. Mai 2008

Gemäß Fudzilla sollen RV770-basierende Grafikkarten breit im Juli ausgeliefert werden. Sollte dies so passen, dürfte ATI anscheinend etwas vor dem GT200-Chip von nVidia im Markt sein – dieser soll zwar auch noch im Sommer vorgestellt werden, eine Auslieferung von GT200-Grafikkarten im Juli ist aber eher nicht zu erwarten. Fudzilla sprechen im übrigen auch an, wieso diese neuen Grafikchips ausgerechnet im Sommer erscheinen werden – was ja genauso auch auf einige andere neue Grafikchips von ATI und nVidia zutrifft, welche in den nächsten drei Monaten zu erwarten sind.

Der Grund hierfür liegt schlicht darin, dass die Vorbestellungen bzw. Vorproduktion für die Back-to-School-Saison in den USA bis zum Juli und spätestens August abgeschlossen sein muss, um sich ein Stück vom Kuchen in dieser sehr umsatzstarken Zeit zu sichern, in welcher sich Schüler und Studenten in den USA oftmals IT-technisch komplett neu "einkleiden". Demzufolge ist die sonst eigentlich eher lieblose Sommerzeit für die Hardware-Hersteller oftmals Hochsaison, müssen Produkte vorbereitet, evaluiert und letztlich hergestellt werden. Und auch deswegen ist die Computex in Taiwan Anfang Juni die für das Geschäft bedeutungsvollere Messe (noch vor der CeBIT), weil auf dieser viele Vertragsabschlüsse eben für das Geschäft zur Back-to-School-Saison getätigt werden.

Die ComputerBase hat sich mal wieder mit dem Thema beschäftigt, wieviel Grafikkartenspeicher heutzutage notwendig ist. Positiverweise hat man dieses Thema nicht versucht mit nur einer Grafikkarte erschöpfend zu behandeln, denn in diesem Punkt erreichen Mainstream-, Performance- und HighEnd-Lösungen nun einmal teilweise grundverschiedene Ergebnisse, weil auch die an solche Karten gestellten Anforderungen grundverschieden sind. So fährt man gerade bei Mainstream-Grafikkarten selten solcherart hohen Auflösungen und Filtersettings, um an die Grenze des Grafikkartenspeichers zu kommen.

Auf der anderen Seite werden gerade HighEnd-Modelle dafür gekauft, um superhohe Auflösungen gemixt mit hohen Filtersettings zu nutzen – und weil die Grundschnelligkeit solcher Karten dann auch sehr hoch ist, können diese durchaus in einen Bereich kommen, wo der Grafikkartenspeicher ausgeht und damit auch die Performance deutlich nach unten stürzt. Besonders beachtenswert ist aber, dass ATI die Sache anscheinend deutlich besser hinbekommen hat als nVidia: So sind die Performance-Nachteile einer 256-MB-Ausführung der Radeon HD 3850 gegenüber deren (gleichgetakteten) 512-MB-Äquivalent selbst bis 1600x1200 samt 4x Anti-Aliasing noch vertretbar, während beim selben Vergleich auf einer GeForce 8800 GT gleich Welten zwischen den (gleichgetakteten) 256- und 512-MB-Ausführungen liegen.

Auch ergibt sich bei den ATI-Karten selbst unter sehr hohen Auflösungen (2560x1600 mit 4x Anti-Aliasing) oder sehr hohen Filtersettings (1600x1200 mit 8x Anti-Aliasing) nicht unbedingt der Zwang zu einer 1024-MB-Karte, der Performance-Gewinn zu einer regulären 512-MB-Lösung ist nach wie vor klein. Ganz anders bei nVidia, wo unter den beiden genannten Auflösungen inzwischen schon erhebliche Differenzen zwischen 512-MB- und 1024-MB-Karten liegen. Um das mal einfach zu illustrieren: Unter 2560x1600 mit 4x Anti-Aliasing liegt die GeForce 8800 GT 512MB so weit gegenüber der GeForce 8800 GT 1024MB zurück, daß sie letztlich kaum schneller ist als die reguläre Radeon HD 3850 512MB – obwohl im Normalfall eine Radeon HD 3850 kein Gegner für eine GeForce 8800 GT ist.

Als Empfehlungen aus diesem Test lässt sich erst einmal mitnehmen, daß man ab dem Performance-Bereich bei nVidia derzeit offenbar schon eine 1024-MB-Karte benötigt – wobei die DualChip-Lösungen mit 1 GB Speicher (GeForce 9800 GX2 und Radeon HD 3850/3870 X2) hier nicht als solche zählen, da diese Karten in der Realität über 512 MB Speicher pro Grafikchip verfügen und in jedem dieser beiden 512-MB-Speicherblöcke der identische Inhalt liegt. Die derzeitigen DualChip-Lösungen sind also in der Praxis als 512-MB-Karten anzusehen, was inbesondere nVidias GeForce 9800 GX2 deutlich behindert, setzt man dieser sehr hohen Auflösungen oder/und sehr hohen Filtersettings aus. Für solche Aufgaben eignet sich dann nach wie vor eine GeForce 8800 Ultra mit 768 MB Grafikkartenspeicher besser.

Ansonsten sollte es im Performance-Segment bei nVidia wie gesagt besser eine 1024-MB-Lösung sein, hier bieten sich gerade die 1024-MB-Modelle der GeForce 8800 GTS an, da diese zum Teil schon zum gleichen Preis wie die regulären 512-MB-Ausführungen zu haben sind. Aber auch bei GeForce 8800 GT und GeForce 9800 GTX kann man nach 1024-MB-Modellen Ausschau halten, mit der Zeit dürfte es da auch Angebote ohne oder nur mit geringem Preisaufschlag geben. Bei ATI kann man sich in diesem Preisbereich diese Sucherei natürlich ersparen, hier tun es die regulären 512-MB-Karten nach wie vor – aktuell ein klarer Pluspunkt für ATI im übrigen.

Im Mainstream-Bereich sollte es bei nVidia dagegen mindestens eine 512-MB-Karte sein, wobei man auch hier bei ATI mit einer 256-MB-Lösung leben kann. Für eine längere Lebensdauer sei aber auch bei den ATI-Karten hier die 512-MB-Ausführung empfohlen, da zukünftige Spiele doch vermehrt auf Karten mit gleich 512 MB Grafikkartenspeicher setzen werden. Allerdings gibt es für 512-MB-Karten im Mainstream-Bereich auch wieder eine Grenze – und die ist erreicht, wenn man die Gefilde der aktuellen Mainstream- und Performance-Chips in Form von RV670, G94 und G92 verlässt. Denn für das, was da darunter liegt (namentlich Radeon HD 2600, Radeon HD 3650, GeForce 8600 und tiefer) werden rein technisch keine 512 MB Grafikkartenspeicher benötigt.

In diesem Fällen limitiert zum einen immer zuerst die Leistungsfähigkeit des Grafikchips, ehe der Grafikkartenspeicher zu neige geht – und zum anderen sind diese Karten durch ihre Leistungsfähigkeit auf niedrige bis mittlere Auflösungen ohne hohe Filtersettings begrenzt, was automatisch Grafikkartenspeicher spart. In der Praxis ist es natürlich so, daß diese Karten des Mainstream- und gerade auch des LowCost-Segments nur geringe bis nicht vorhandenen Mehrpreise für 512-MB-Editionen aufweisen, in diesen Fällen kann man bedenkenlos zur 512-MB-Ausführung greifen. Aber man sollte in diesem Marktsegment nicht unbedingt echtes Geld für den Mehr-Speicher ausgeben, da dies bei Karten dieser Leistungsklasse nicht zu mehr Performance führt – weder jetzt noch in der Zukunft.

Gemäß Fudzilla sollen RV770-basierende Grafikkarten breit im Juli ausgeliefert werden. Sollte dies so passen, dürfte ATI anscheinend etwas vor dem GT200-Chip von nVidia im Markt sein - dieser soll zwar auch noch im Sommer vorgestellt werden, eine Auslieferung von GT200-Grafikkarten im Juli ist aber eher nicht zu erwarten. Fudzilla sprechen im übrigen auch an, wieso diese neuen Grafikchips ausgerechnet im Sommer erscheinen werden - was ja genauso auch auf einige andere neue Grafikchips von ATI und nVidia zutrifft, welche in den nächsten drei Monaten zu erwarten sind.

Der Grund hierfür liegt schlicht darin, dass die Vorbestellungen bzw. Vorproduktion für die Back-to-School-Saison in den USA bis zum Juli und spätestens August abgeschlossen sein muss, um sich ein Stück vom Kuchen in dieser sehr umsatzstarken Zeit zu sichern, in welcher sich Schüler und Studenten in den USA oftmals IT-technisch komplett neu "einkleiden". Demzufolge ist die sonst eigentlich eher lieblose Sommerzeit für die Hardware-Hersteller oftmals Hochsaison, müssen Produkte vorbereitet, evaluiert und letztlich hergestellt werden. Und auch deswegen ist die Computex in Taiwan Anfang Juni die für das Geschäft bedeutungsvollere Messe (noch vor der CeBIT), weil auf dieser viele Vertragsabschlüsse eben für das Geschäft zur Back-to-School-Saison getätigt werden.

Die ComputerBase hat sich mal wieder mit dem Thema beschäftigt, wieviel Grafikkartenspeicher heutzutage notwendig ist. Positiverweise hat man dieses Thema nicht versucht mit nur einer Grafikkarte erschöpfend zu behandeln, denn in diesem Punkt erreichen Mainstream-, Performance- und HighEnd-Lösungen nun einmal teilweise grundverschiedene Ergebnisse, weil auch die an solche Karten gestellten Anforderungen grundverschieden sind. So fährt man gerade bei Mainstream-Grafikkarten selten solcherart hohen Auflösungen und Filtersettings, um an die Grenze des Grafikkartenspeichers zu kommen.

Auf der anderen Seite werden gerade HighEnd-Modelle dafür gekauft, um superhohe Auflösungen gemixt mit hohen Filtersettings zu nutzen - und weil die Grundschnelligkeit solcher Karten dann auch sehr hoch ist, können diese durchaus in einen Bereich kommen, wo der Grafikkartenspeicher ausgeht und damit auch die Performance deutlich nach unten stürzt. Besonders beachtenswert ist aber, dass ATI die Sache anscheinend deutlich besser hinbekommen hat als nVidia: So sind die Performance-Nachteile einer 256-MB-Ausführung der Radeon HD 3850 gegenüber deren (gleichgetakteten) 512-MB-Äquivalent selbst bis 1600x1200 samt 4x Anti-Aliasing noch vertretbar, während beim selben Vergleich auf einer GeForce 8800 GT gleich Welten zwischen den (gleichgetakteten) 256- und 512-MB-Ausführungen liegen.

Auch ergibt sich bei den ATI-Karten selbst unter sehr hohen Auflösungen (2560x1600 mit 4x Anti-Aliasing) oder sehr hohen Filtersettings (1600x1200 mit 8x Anti-Aliasing) nicht unbedingt der Zwang zu einer 1024-MB-Karte, der Performance-Gewinn zu einer regulären 512-MB-Lösung ist nach wie vor klein. Ganz anders bei nVidia, wo unter den beiden genannten Auflösungen inzwischen schon erhebliche Differenzen zwischen 512-MB- und 1024-MB-Karten liegen. Um das mal einfach zu illustrieren: Unter 2560x1600 mit 4x Anti-Aliasing liegt die GeForce 8800 GT 512MB so weit gegenüber der GeForce 8800 GT 1024MB zurück, daß sie letztlich kaum schneller ist als die reguläre Radeon HD 3850 512MB - obwohl im Normalfall eine Radeon HD 3850 kein Gegner für eine GeForce 8800 GT ist.

Als Empfehlungen aus diesem Test lässt sich erst einmal mitnehmen, daß man ab dem Performance-Bereich bei nVidia derzeit offenbar schon eine 1024-MB-Karte benötigt - wobei die DualChip-Lösungen mit 1 GB Speicher (GeForce 9800 GX2 und Radeon HD 3850/3870 X2) hier nicht als solche zählen, da diese Karten in der Realität über 512 MB Speicher pro Grafikchip verfügen und in jedem dieser beiden 512-MB-Speicherblöcke der identische Inhalt liegt. Die derzeitigen DualChip-Lösungen sind also in der Praxis als 512-MB-Karten anzusehen, was inbesondere nVidias GeForce 9800 GX2 deutlich behindert, setzt man dieser sehr hohen Auflösungen oder/und sehr hohen Filtersettings aus. Für solche Aufgaben eignet sich dann nach wie vor eine GeForce 8800 Ultra mit 768 MB Grafikkartenspeicher besser.

Ansonsten sollte es im Performance-Segment bei nVidia wie gesagt besser eine 1024-MB-Lösung sein, hier bieten sich gerade die 1024-MB-Modelle der GeForce 8800 GTS an, da diese zum Teil schon zum gleichen Preis wie die regulären 512-MB-Ausführungen zu haben sind. Aber auch bei GeForce 8800 GT und GeForce 9800 GTX kann man nach 1024-MB-Modellen Ausschau halten, mit der Zeit dürfte es da auch Angebote ohne oder nur mit geringem Preisaufschlag geben. Bei ATI kann man sich in diesem Preisbereich diese Sucherei natürlich ersparen, hier tun es die regulären 512-MB-Karten nach wie vor - aktuell ein klarer Pluspunkt für ATI im übrigen.

Im Mainstream-Bereich sollte es bei nVidia dagegen mindestens eine 512-MB-Karte sein, wobei man auch hier bei ATI mit einer 256-MB-Lösung leben kann. Für eine längere Lebensdauer sei aber auch bei den ATI-Karten hier die 512-MB-Ausführung empfohlen, da zukünftige Spiele doch vermehrt auf Karten mit gleich 512 MB Grafikkartenspeicher setzen werden. Allerdings gibt es für 512-MB-Karten im Mainstream-Bereich auch wieder eine Grenze - und die ist erreicht, wenn man die Gefilde der aktuellen Mainstream- und Performance-Chips in Form von RV670, G94 und G92 verlässt. Denn für das, was da darunter liegt (namentlich Radeon HD 2600, Radeon HD 3650, GeForce 8600 und tiefer) werden rein technisch keine 512 MB Grafikkartenspeicher benötigt.

In diesem Fällen limitiert zum einen immer zuerst die Leistungsfähigkeit des Grafikchips, ehe der Grafikkartenspeicher zu neige geht - und zum anderen sind diese Karten durch ihre Leistungsfähigkeit auf niedrige bis mittlere Auflösungen ohne hohe Filtersettings begrenzt, was automatisch Grafikkartenspeicher spart. In der Praxis ist es natürlich so, daß diese Karten des Mainstream- und gerade auch des LowCost-Segments nur geringe bis nicht vorhandenen Mehrpreise für 512-MB-Editionen aufweisen, in diesen Fällen kann man bedenkenlos zur 512-MB-Ausführung greifen. Aber man sollte in diesem Marktsegment nicht unbedingt echtes Geld für den Mehr-Speicher ausgeben, da dies bei Karten dieser Leistungsklasse nicht zu mehr Performance führt - weder jetzt noch in der Zukunft.