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News des 6. Juni 2008

Der Heise Newsticker berichtet über auf der Computex zu sehende Nehalem-Mainboards sowie den kommenden Prozessor allgemein. Danach scheint Intel entgegen früheren Meldungen, wonach die 4er Chipsatz-Serie für die Nehalem-Prozessoren verwendet werden soll, doch eine eigene Chipsatz-Serie aufzulegen. Deren erster Vertreter ist der X58-Chipsatz, welcher für HighEnd-Systeme gedacht ist und hierfür 36 PCI Express 2.0 Lanes bietet. X58-Mainboards dürften zudem generell nur mit Sockel LGA1366 sowie drei Speicher-Steckplätzen erscheinen, da nur Intels HighEnd-Ausführungen des Nehalem über das volle dreifache Speicherinterface verfügen (welches den Sockel LGA1366 sowie drei oder sechs Speichersteckplätze erfordert).

Die Mainstream-Ausführungen des Nehalem werden dann für den Sockel LGA1160 erscheinen, womit diese Prozessoren dann auch nur zwei Kanäle des ursprünglich dreikanaligen Speicherinterfaces freigeschaltet bekommen. Damit wird Intel eine schon bei den technischen Daten deutliche Abgrenzung zwischen Mainstream- und HighEnd-Prozessoren bringen – ob es wirklich auch einen echten Performance-Unterschied zwischen zwei- und dreikanaligem Speicherinterface gibt, bliebe abzuwarten (der Vorteil eines integrierten Speicherinterface liegt ja eher in den deutlich geringeren Latenzen). Zumindest dürfte es einige neue Kompatibilitätsprobleme hervorrufen, weil dann nicht mehr alle Intel-Prozessoren sowie die entsprechenden Mainboards mit einem einheitlichen Sockel angeboten werden – aber einfache Aufrüstbarkeit war sowieso noch nie das Ziel eines so sattelfest im Mark stehenden Herstellers wie Intel ;).

Daneben sollen die LGA1160-Prozessoren bereits ein PCI-Express-Interface zur Ansteuerung der Grafikkarte direkt im Prozessor integriert haben – was dann aber sicherlich auch bei den LGA1366-Modellen zutrifft, nur daß dieses dort dann deaktiviert sein dürfte. Damit kann Intel die bisherige Northbridge der Nehalem-Chipsätze für LGA1160-Prozessoren (5er Chipsatz-Serie?) komplett weglassen, da dann alle dort früher angesiedelten Komponenten in den Prozessor gewandert sind. Zudem würde die direkte Anbindung der Grafikkarte im Prozessor dieser auch ein paar niedrigere Latenzen bringen – was aber sicherlich nicht so hoch einzuschätzen ist wie die niedrigeren Speicherlatenzen durch die Integration des Speichercontollers in den Prozessor.

Trotzdem kann die Grafikperformance eines LGA1160-Modells somit rein theoretisch etwas höher ausfallen als bei einem LGA1366-Modell – was aber auch noch zu beweisen wäre, zudem ist der Effekt generell nicht all zu hoch einzuschätzen. Kleinere Nachteile hat das System allerdings, wenn es um SLI- oder CrossFire-Konfigurationen geht, weil der PCI-Express-Link im Nehalem-Prozessor natürlich nur als x16 (für eine Grafikkarte) ausgelegt ist und sich zwei Grafikkarten dann diese feststehende Bandbreite teilen müssen. Hier haben dann wieder die HighEnd-Gerätschaften ihre Vorteile, da der vorgenannte X58-Chipsatz mit seinen 36 PCI Express Lanes ausreichend Reserven für zwei elektrisch als x16 ausgeführte Grafikkartensteckplätze hat.

Davon abgesehen könnte man das PCI-Express-Interface im Nehalem-Prozessor auch als Vorgriff auf spätere Nehalem-Varianten mit integrierter Grafiklösung sehen, jene könnten dann direkt über dieses Interface angebunden werden. Eher unwahrscheinlich ist dagegen, daß in den Mainstream-Nehalems das Quickpath Interface (QPI) fehlt, wie seitens Heise vermutet: Denn trotz daß der Prozessor direkt mit der Grafikkarte und dem Hauptspeicher kommunizieren kann, benötigt es doch noch irgendeine Verbindung zum Mainboard-Chipsatz, um mit allen restlichen Gerätschaften in Kontakt zu bleiben. Da dies über den Umweg Grafikkarte oder/und Hauptspeicher nicht geht sowie es den alten FrontSideBus im Nehalem nicht mehr gibt, muß es da schlicht irgendeine Anbindung geben.

Einen weiteren Benchmark eines Nehalem-Vorserienmodells gibt es bei der VR-Zone, welche einen auf 2.66 GHz taktenden QuadCore-Nehalem 3DMark Vantage ausgesetzt haben. Dabei kamen erstaunlicherweise gleich 45 Prozent mehr als bei einem gleichgetakteten Core 2 Quad heraus – erstaunlich deshalb, weil dies klar mehr ist als die gestern noch gemessenen durchschnittlich 35 Prozent mehr Leistung zugunsten von Nehalem. Intel scheint hier die für Spiele besonders interessante FPU-Power besonders erhöht zu haben, was den Ausblick auf Nehalem noch weiter freundlich gestaltet. Fehlen jetzt nur noch ein wenig diese Spiele, welche solcherart hohe Prozessorenpower auch wirklich nutzen können ;).

Golem berichten über einen (angeblich) bezahlbaren 3D-Monitor ohne Brille seitens Philips, welcher im derzeit üblichen Format 22 Zoll (Auflösung 1680x1050) daherkommt. Neben dem Punkt, daß der 3D-Effekt sich ohne extra 3D-Brille zeigt, soll der Monitor auch übliche 2D-Bilder einwandfrei wiedergeben können – ein hochwichtiger Punkt zur Durchsetzung dieser Technologie, da sich kaum jemand zwei Monitore für einen getrennten 2D- bzw. 3D-Betrieb auf den Schreibtisch stellt. Ob das Philips-Gerät in der Praxis das bringt, was es verspricht, wird man sehen müssen – genauso ist noch offen, ob es wirklich zu dem prognostizierten "bezahlbaren" Preis kommt. Nichtsdestotrotz kann man sagen, daß die ständigen Fortschritte bei 3D-Monitoren diese langsam, aber sicher in die Richtung eines Marktdurchbruchs rücken.

Nochmals der Heise Newsticker hat genauere Informationen über den Werbedienst Phorm, welchen der britische Internet Service Provider (ISP) British Telecom (BT) vor fast zwei Jahren schon einmal feldgetestet hat. Danach ist die gesamte Phorm-Technologie äußerst kritisch zu sehen – sowohl aus Sicht der ISP-Kunden als auch aus Sicht von Webseiten-Betreibern. Denn Phorm bettet in alle Webseite einfach mal so eigenen Javascript ein sowie setzt unter dem Namen dieser Webseiten eigene Cookies. Damit werden dann dann sowohl das Surfverhalten der ISP-Kunden erfasst wie auch die von diesen angesteuerten Webseiten analysiert, um für jeden ISP-Kunden angepasste Werbung generieren zu können.

Vom Grundgedanken ist das erst einmal nicht unähnlich zu dem, was Google Adsense macht – wobei Google Adsense (unseres Wissens nach) derzeit die vorhandenen Daten noch nicht dazu nutzt, um persönlich angepasste Werbung auszuliefern, sondern vielmehr nur dazu, um Werbung je nach dem Content der Webseite automatisch zu generieren. Allerdings erfolgt dieses zumindest halbwegs transparent für die Surfer, da der Google-Content immer direkt von Google kommt und sich nicht hinter einer anderen Webseite versteckt. Zudem lassen sich auch die Spähversuche von Google manuell verhindern, indem man Google schlicht verbietet, auf dem eigenen Computer irgendwelche Cookies zu setzen (oder auch gleich jeder Webseite dies verbietet und dann die Ausnahmen manuell definiert). Gerade Google Adsense funktioniert trotzdem noch, da sich dieses wie gesagt primär nach dem Content der entsprechenden Webseite richtet.

Phorm ist da gleich mehrere Klassen "schärfer", da hier wie vorgenannt der Ausspähcode und auch das entsprechende Cookie unter dem Namen der angesurften Webseite ausgeführt werden – und das natürlich ohne Wissens des Webseiten-Betreibers. Ehrlicherweise ist uns schleierhaft, wie man überhaupt auf eine solche Idee kommen konnte – das ist (vorsätzliche) Datenmanipulation und Datenverfälschung in absoluter Reinform, was heutzutage in einer Vielzahl von Staaten sogar strafrechtlich verfolgt wird. Und wenn unsere Sicherheitsorgane wieder auf diesem Auge blind sind, welches die eigentlich die Wirtschaft beobachten sollte, sind selbst zivilrechtlichen Klagen dagegen höchste Chancen einzuräumen. Schließlich könnte weltweit jeder Webseiten-Betreiber dagegen Einspruch erheben, daß seine Webseiten von einem Phorm einsetzenden ISP ungefragt mit Fremdcode versehen werden.

Daneben verlassen Phorm einsetzende ISPs in gewissem Sinne auch den gesetzlichen Schutz, welcher ISPs normalerweise zugestanden wird: Bislang wird in vielen Staaten ein ISP als ein reiner Datendienstleister definiert, welcher also mit dem Inhalt absolut nichts zu tun hat und deshalb für diesen auch nicht verantwortlich gemacht werden kann (ähnlich wie die Post bei Briefen). Spielt nun aber ein ISP an den Daten herum, greift diese Argumentation nicht mehr mehr. Jeder Phorm einsetzender Provider würde sich also dem Problem ausgesetzt sehen, für alle über sein Netz fließende Daten rechtlich in Verantwortung genommen werden zu können ;). Insofern sind der ganzen Sache keinerlei große Chancen darauf einzuräumen, irgendwann einmal in die Praxis eingesetzt zu werden. Abseits aller rechtlichen Möglichkeiten könnten zudem sowohl Webseiten-Betreiber (ISP-Blockade) als auch ISP-Kunden (Vertragskündigung) gegenüber Phorm einsetzenden ISPs auch locker mit den Füssen abstimmen, spätestens das sollte Phorm einsetzende ISPs überzeugen.

Der Heise Newsticker berichtet über auf der Computex zu sehende Nehalem-Mainboards sowie den kommenden Prozessor allgemein. Danach scheint Intel entgegen früheren Meldungen, wonach die 4er Chipsatz-Serie für die Nehalem-Prozessoren verwendet werden soll, doch eine eigene Chipsatz-Serie aufzulegen. Deren erster Vertreter ist der X58-Chipsatz, welcher für HighEnd-Systeme gedacht ist und hierfür 36 PCI Express 2.0 Lanes bietet. X58-Mainboards dürften zudem generell nur mit Sockel LGA1366 sowie drei Speicher-Steckplätzen erscheinen, da nur Intels HighEnd-Ausführungen des Nehalem über das volle dreifache Speicherinterface verfügen (welches den Sockel LGA1366 sowie drei oder sechs Speichersteckplätze erfordert).

Die Mainstream-Ausführungen des Nehalem werden dann für den Sockel LGA1160 erscheinen, womit diese Prozessoren dann auch nur zwei Kanäle des ursprünglich dreikanaligen Speicherinterfaces freigeschaltet bekommen. Damit wird Intel eine schon bei den technischen Daten deutliche Abgrenzung zwischen Mainstream- und HighEnd-Prozessoren bringen - ob es wirklich auch einen echten Performance-Unterschied zwischen zwei- und dreikanaligem Speicherinterface gibt, bliebe abzuwarten (der Vorteil eines integrierten Speicherinterface liegt ja eher in den deutlich geringeren Latenzen). Zumindest dürfte es einige neue Kompatibilitätsprobleme hervorrufen, weil dann nicht mehr alle Intel-Prozessoren sowie die entsprechenden Mainboards mit einem einheitlichen Sockel angeboten werden - aber einfache Aufrüstbarkeit war sowieso noch nie das Ziel eines so sattelfest im Mark stehenden Herstellers wie Intel ;).

Daneben sollen die LGA1160-Prozessoren bereits ein PCI-Express-Interface zur Ansteuerung der Grafikkarte direkt im Prozessor integriert haben - was dann aber sicherlich auch bei den LGA1366-Modellen zutrifft, nur daß dieses dort dann deaktiviert sein dürfte. Damit kann Intel die bisherige Northbridge der Nehalem-Chipsätze für LGA1160-Prozessoren (5er Chipsatz-Serie?) komplett weglassen, da dann alle dort früher angesiedelten Komponenten in den Prozessor gewandert sind. Zudem würde die direkte Anbindung der Grafikkarte im Prozessor dieser auch ein paar niedrigere Latenzen bringen - was aber sicherlich nicht so hoch einzuschätzen ist wie die niedrigeren Speicherlatenzen durch die Integration des Speichercontollers in den Prozessor.

Trotzdem kann die Grafikperformance eines LGA1160-Modells somit rein theoretisch etwas höher ausfallen als bei einem LGA1366-Modell - was aber auch noch zu beweisen wäre, zudem ist der Effekt generell nicht all zu hoch einzuschätzen. Kleinere Nachteile hat das System allerdings, wenn es um SLI- oder CrossFire-Konfigurationen geht, weil der PCI-Express-Link im Nehalem-Prozessor natürlich nur als x16 (für eine Grafikkarte) ausgelegt ist und sich zwei Grafikkarten dann diese feststehende Bandbreite teilen müssen. Hier haben dann wieder die HighEnd-Gerätschaften ihre Vorteile, da der vorgenannte X58-Chipsatz mit seinen 36 PCI Express Lanes ausreichend Reserven für zwei elektrisch als x16 ausgeführte Grafikkartensteckplätze hat.

Davon abgesehen könnte man das PCI-Express-Interface im Nehalem-Prozessor auch als Vorgriff auf spätere Nehalem-Varianten mit integrierter Grafiklösung sehen, jene könnten dann direkt über dieses Interface angebunden werden. Eher unwahrscheinlich ist dagegen, daß in den Mainstream-Nehalems das Quickpath Interface (QPI) fehlt, wie seitens Heise vermutet: Denn trotz daß der Prozessor direkt mit der Grafikkarte und dem Hauptspeicher kommunizieren kann, benötigt es doch noch irgendeine Verbindung zum Mainboard-Chipsatz, um mit allen restlichen Gerätschaften in Kontakt zu bleiben. Da dies über den Umweg Grafikkarte oder/und Hauptspeicher nicht geht sowie es den alten FrontSideBus im Nehalem nicht mehr gibt, muß es da schlicht irgendeine Anbindung geben.

Einen weiteren Benchmark eines Nehalem-Vorserienmodells gibt es bei der VR-Zone, welche einen auf 2.66 GHz taktenden QuadCore-Nehalem 3DMark Vantage ausgesetzt haben. Dabei kamen erstaunlicherweise gleich 45 Prozent mehr als bei einem gleichgetakteten Core 2 Quad heraus - erstaunlich deshalb, weil dies klar mehr ist als die gestern noch gemessenen durchschnittlich 35 Prozent mehr Leistung zugunsten von Nehalem. Intel scheint hier die für Spiele besonders interessante FPU-Power besonders erhöht zu haben, was den Ausblick auf Nehalem noch weiter freundlich gestaltet. Fehlen jetzt nur noch ein wenig diese Spiele, welche solcherart hohe Prozessorenpower auch wirklich nutzen können ;).

Golem berichten über einen (angeblich) bezahlbaren 3D-Monitor ohne Brille seitens Philips, welcher im derzeit üblichen Format 22 Zoll (Auflösung 1680x1050) daherkommt. Neben dem Punkt, daß der 3D-Effekt sich ohne extra 3D-Brille zeigt, soll der Monitor auch übliche 2D-Bilder einwandfrei wiedergeben können - ein hochwichtiger Punkt zur Durchsetzung dieser Technologie, da sich kaum jemand zwei Monitore für einen getrennten 2D- bzw. 3D-Betrieb auf den Schreibtisch stellt. Ob das Philips-Gerät in der Praxis das bringt, was es verspricht, wird man sehen müssen - genauso ist noch offen, ob es wirklich zu dem prognostizierten "bezahlbaren" Preis kommt. Nichtsdestotrotz kann man sagen, daß die ständigen Fortschritte bei 3D-Monitoren diese langsam, aber sicher in die Richtung eines Marktdurchbruchs rücken.

Nochmals der Heise Newsticker hat genauere Informationen über den Werbedienst Phorm, welchen der britische Internet Service Provider (ISP) British Telecom (BT) vor fast zwei Jahren schon einmal feldgetestet hat. Danach ist die gesamte Phorm-Technologie äußerst kritisch zu sehen - sowohl aus Sicht der ISP-Kunden als auch aus Sicht von Webseiten-Betreibern. Denn Phorm bettet in alle Webseite einfach mal so eigenen Javascript ein sowie setzt unter dem Namen dieser Webseiten eigene Cookies. Damit werden dann dann sowohl das Surfverhalten der ISP-Kunden erfasst wie auch die von diesen angesteuerten Webseiten analysiert, um für jeden ISP-Kunden angepasste Werbung generieren zu können.

Vom Grundgedanken ist das erst einmal nicht unähnlich zu dem, was Google Adsense macht - wobei Google Adsense (unseres Wissens nach) derzeit die vorhandenen Daten noch nicht dazu nutzt, um persönlich angepasste Werbung auszuliefern, sondern vielmehr nur dazu, um Werbung je nach dem Content der Webseite automatisch zu generieren. Allerdings erfolgt dieses zumindest halbwegs transparent für die Surfer, da der Google-Content immer direkt von Google kommt und sich nicht hinter einer anderen Webseite versteckt. Zudem lassen sich auch die Spähversuche von Google manuell verhindern, indem man Google schlicht verbietet, auf dem eigenen Computer irgendwelche Cookies zu setzen (oder auch gleich jeder Webseite dies verbietet und dann die Ausnahmen manuell definiert). Gerade Google Adsense funktioniert trotzdem noch, da sich dieses wie gesagt primär nach dem Content der entsprechenden Webseite richtet.

Phorm ist da gleich mehrere Klassen "schärfer", da hier wie vorgenannt der Ausspähcode und auch das entsprechende Cookie unter dem Namen der angesurften Webseite ausgeführt werden - und das natürlich ohne Wissens des Webseiten-Betreibers. Ehrlicherweise ist uns schleierhaft, wie man überhaupt auf eine solche Idee kommen konnte - das ist (vorsätzliche) Datenmanipulation und Datenverfälschung in absoluter Reinform, was heutzutage in einer Vielzahl von Staaten sogar strafrechtlich verfolgt wird. Und wenn unsere Sicherheitsorgane wieder auf diesem Auge blind sind, welches die eigentlich die Wirtschaft beobachten sollte, sind selbst zivilrechtlichen Klagen dagegen höchste Chancen einzuräumen. Schließlich könnte weltweit jeder Webseiten-Betreiber dagegen Einspruch erheben, daß seine Webseiten von einem Phorm einsetzenden ISP ungefragt mit Fremdcode versehen werden.

Daneben verlassen Phorm einsetzende ISPs in gewissem Sinne auch den gesetzlichen Schutz, welcher ISPs normalerweise zugestanden wird: Bislang wird in vielen Staaten ein ISP als ein reiner Datendienstleister definiert, welcher also mit dem Inhalt absolut nichts zu tun hat und deshalb für diesen auch nicht verantwortlich gemacht werden kann (ähnlich wie die Post bei Briefen). Spielt nun aber ein ISP an den Daten herum, greift diese Argumentation nicht mehr mehr. Jeder Phorm einsetzender Provider würde sich also dem Problem ausgesetzt sehen, für alle über sein Netz fließende Daten rechtlich in Verantwortung genommen werden zu können ;). Insofern sind der ganzen Sache keinerlei große Chancen darauf einzuräumen, irgendwann einmal in die Praxis eingesetzt zu werden. Abseits aller rechtlichen Möglichkeiten könnten zudem sowohl Webseiten-Betreiber (ISP-Blockade) als auch ISP-Kunden (Vertragskündigung) gegenüber Phorm einsetzenden ISPs auch locker mit den Füssen abstimmen, spätestens das sollte Phorm einsetzende ISPs überzeugen.