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News des 24. Juni 2008

Der nVidia-Treiber 177.39 erregt derzeit die Gemüter, da nVidia bei diesem erstmals die Unterstützung für PhysX integriert hat – was sich in teilweise deutlich gestiegenen Werten unter dem 3DMark Vantage äußert. Jener synthetische Benchmark unterstützt für die CPU-Tests bereits die früheren PhysX-Beschleuniger von Ageia, wobei auch diese schon gute Performance-Zuwächse erbrachten. Das Problem an den neuen Meßergebnissen zugunsten von nVidia ist weniger, daß das Ergebnis selber anzuzweifeln wären – allerdings ist deren Praxisrelevanz umstritten. Denn in den CPU-Tests des 3DMark Vantage langweilt sich die Grafikkarte im gewöhnlichen – womit sie im PhysX-Fall aber auch die Reserven übrig hat, um diesen Test auf Basis der GPU-Power erheblich zu beschleunigen.

Dies entspricht aber weniger der Praxis, wo in einem Spiel mit PhysX-Einsatz die für die Physik-Beschleunigung notwendige Rechenleistung auf der Grafikkarte ja immer von der für die eigentliche Grafik benötigten Rechenleistung abgezwackt werden muß. Die PhysX-Beschleuniger von Ageia haben dieses Problem nicht, da sie nichts anderes als nur PhysX beschleunigen, bei Physik-Beschleunigung auf der Grafikkarte leidet aber in jedem Fall die reine Grafik-Beschleunigung. Dies kann je nach Spiel mal mehr oder mal weniger sein – aber ein Zustand wie im 3DMark Vantage dürfte sich in der Praxis sicher schwerlich finden lassen. Allerdings läßt sich das genauso schwer als Fehler nVidias auslegen – wenn, dann liegt der Fehler bei Futuremark bzw. der überaus theoretischen Auslegung ihres Benchmarks.

Weitere Artikel zur GeForce 9800 GTX+ gibt es seitens Bjorn3D und Legit Reviews. Diese bestätigen primär das gestern schon gewonnene Bild, daß die Performance-Gewinne gegenüber der originalen Version der GeForce 9800 GTX vernachlässigbar gering sind. Die GeForce 9800 GTX+ mag sich zwar von der Performance her nun mit der Radeon HD 4850 messen können, hat aber nicht denselben Preispunkt, womit dieser Vergleich etwas witzlos ist. Nicht uninteressant sind allerdings die Übertaktungsleistungen der Karte: Bei letztgenanntem Artikel ging es von 740/1836/1100 MHz auf 855/2200/1275 MHz hinauf, womit der G92-Chip in 55nm die in ihm noch steckenden Reserven andeutet. Interessanterweise setzt nVidia bei der GeForce 9800 GTX+ auch auf denselben Speicher wie bei der GeForce GTX 280, ergo auf 1200 MHz spezifizierten GDDR3-Speicher.

Selbst wenn die Speicherspannung dann bei der GeForce 9800 GTX+ etwas niedriger gewählt wurde, könnte man über diese Reserve die Karte vor allem aus ihrer Abhängigkeit vom Speichertakt etwas befreien. Im Test von Legit Reviews konnte man sich jedenfalls mit den genannten Taktfrequenzen gleich einmal 15 Prozent vor eine regulär getaktete GeForce 9800 GTX+ setzen – das ist deutlich mehr als der Unterschied zwischen originaler GeForce 9800 GTX und deren Plus-Version. Es darf sogar etwas die Frage gestellt werden, ob nVidia bei den Taktfrequenzen der GeForce 9800 GTX+ nicht etwas zu konservativ herangegangen ist. Auf der anderen Seite müssen die Karte natürlich auch im Hochsommer, generell wärmeren Klima und selbst unter eher ungünstigen Bedingungen wie einem verbauten Gehäuse stabil laufen, wird diese Taktreserve eventuell in dieser Form benötigt.

Gemäß der InfoWeek will Microsoft sein schon 2001 eingeführtes Betriebssystem Windows XP nunmehr gar bis ins Jahr 2014 mit "Sicherheitsupdates und anderen kritischen Updates" unterstützen. Bislang gilt diese Wortmeldung zwar nur für Unternehmenskunden, die entsprechenden Updates dürften aber sicherlich auch der Allgemeinheit zugutekommen. Generell ist dies zudem eine positive Entwicklung, welche deutlich macht, welchen hohen Stellenwert die Microsoft-Betriebssysteme in der heutigen IT-Welt haben – und wo es dann einfach nicht mehr gangbar ist, daß Microsoft nur zugunsten des Absatzes neuerer Betriebssystem-Versionen den Support von älteren Betriebssystemen zurückfährt. Im konkreten Fall ergibt sich somit natürlich auch eine größere Wahlfreiheit für den Microsoft-Kunden: Man kann somit getrost Windows Vista überspringen und auf Windows 7 warten – und muß selbst dieses dann nicht sofort einsetzen, sondern kann auch hier (wichtig für den Unternehmenseinsatz) zuerst einmal das erste Service Pack abwarten.

Damit deutet sich immer stärker an, daß Windows Vista (trotz daß das neue Betriebssystem derzeit immer sorgenfreier wird) kaum jemals den Stellenwert von Windows XP wird erreichen können. Vielmehr ist zu erwarten, daß Windows Vista weder zum Releasezeitpunkt von Windows 7 (irgendwann 2010) noch später jemals die Marktdurchdringung von Windows XP wird erreichen können, geschweige denn in die Nähe der 50-Prozent-Marke kommen wird. Mit dem Launch von Windows 7 dürfte hingegen der Marktdurchdringungs-Zuwachs von Windows Vista abrupt abbrechen, zudem sollte sich Windows 7 durch den sich jetzt aufbauenden Investitionsstau (durch die Windows-Vista-Verweigererfraktion) dann auch deutlich schneller durchsetzen.

Für Gamer und Spieleentwickler bedeutet dies jedoch auch, daß die Marktdurchbringung von Direct3D10-fähigen Betriebssystemen vor dem Launch von Windows 7 kaum höher als auf 30 Prozent einzuschätzen ist, erst mittels Windows 7 wird diese Technologie dann wirklich durchgesetzt werden. Und selbst wenn unter reinen Gamer-Systemen dieser Anteil sicherlich höher liegen dürfte, ergibt sich hier immer noch ein relativ niedriger Wert, welcher es für die Spieleentwickler unrentabel erscheinen läßt, jetzt schon reine Direct3D10-Spiele zu entwickeln. Die Folge hiervon dürfte sein, daß der Ist-Zustand von grundsätzlichen DirectX9-Spielen mit Direct3D10-Aufsätzen noch eine ganze Weile Bestand haben sollte und reine Direct3D10-Spiele kaum vor dem Jahr 2010 eine Chance haben werden.

Noch hinzuweisen wäre auf einen neue Art von Artikeln bei uns, den sogenannten Techlets. Darunter zusammengefasst sollen in Zukunft Artikel erscheinen, welche Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik näher beleuchten, aber auch Grundlagen-Artikel zu anderen, die IT-Branche irgendwie tangierenden Fachgebieten sind hier nicht auszuschließen. Beim allerersten Techlet geht es dabei schlicht um die Frage, wie ein Spannungswandler funktioniert. Spannungswandler sind ein höchst wichtiges Bauteil auf Mainboards, Grafikkarten und weiteren Steckkarten und entscheiden gerade bei beiden erstgenannten Produkten häufig darüber, wie qualitätiv sich diese im Praxiseinsatz präsentieren.

Der nVidia-Treiber 177.39 erregt derzeit die Gemüter, da nVidia bei diesem erstmals die Unterstützung für PhysX integriert hat - was sich in teilweise deutlich gestiegenen Werten unter dem 3DMark Vantage äußert. Jener synthetische Benchmark unterstützt für die CPU-Tests bereits die früheren PhysX-Beschleuniger von Ageia, wobei auch diese schon gute Performance-Zuwächse erbrachten. Das Problem an den neuen Meßergebnissen zugunsten von nVidia ist weniger, daß das Ergebnis selber anzuzweifeln wären - allerdings ist deren Praxisrelevanz umstritten. Denn in den CPU-Tests des 3DMark Vantage langweilt sich die Grafikkarte im gewöhnlichen - womit sie im PhysX-Fall aber auch die Reserven übrig hat, um diesen Test auf Basis der GPU-Power erheblich zu beschleunigen.

Dies entspricht aber weniger der Praxis, wo in einem Spiel mit PhysX-Einsatz die für die Physik-Beschleunigung notwendige Rechenleistung auf der Grafikkarte ja immer von der für die eigentliche Grafik benötigten Rechenleistung abgezwackt werden muß. Die PhysX-Beschleuniger von Ageia haben dieses Problem nicht, da sie nichts anderes als nur PhysX beschleunigen, bei Physik-Beschleunigung auf der Grafikkarte leidet aber in jedem Fall die reine Grafik-Beschleunigung. Dies kann je nach Spiel mal mehr oder mal weniger sein - aber ein Zustand wie im 3DMark Vantage dürfte sich in der Praxis sicher schwerlich finden lassen. Allerdings läßt sich das genauso schwer als Fehler nVidias auslegen - wenn, dann liegt der Fehler bei Futuremark bzw. der überaus theoretischen Auslegung ihres Benchmarks.

Weitere Artikel zur GeForce 9800 GTX+ gibt es seitens Bjorn3D und Legit Reviews. Diese bestätigen primär das gestern schon gewonnene Bild, daß die Performance-Gewinne gegenüber der originalen Version der GeForce 9800 GTX vernachlässigbar gering sind. Die GeForce 9800 GTX+ mag sich zwar von der Performance her nun mit der Radeon HD 4850 messen können, hat aber nicht denselben Preispunkt, womit dieser Vergleich etwas witzlos ist. Nicht uninteressant sind allerdings die Übertaktungsleistungen der Karte: Bei letztgenanntem Artikel ging es von 740/1836/1100 MHz auf 855/2200/1275 MHz hinauf, womit der G92-Chip in 55nm die in ihm noch steckenden Reserven andeutet. Interessanterweise setzt nVidia bei der GeForce 9800 GTX+ auch auf denselben Speicher wie bei der GeForce GTX 280, ergo auf 1200 MHz spezifizierten GDDR3-Speicher.

Selbst wenn die Speicherspannung dann bei der GeForce 9800 GTX+ etwas niedriger gewählt wurde, könnte man über diese Reserve die Karte vor allem aus ihrer Abhängigkeit vom Speichertakt etwas befreien. Im Test von Legit Reviews konnte man sich jedenfalls mit den genannten Taktfrequenzen gleich einmal 15 Prozent vor eine regulär getaktete GeForce 9800 GTX+ setzen - das ist deutlich mehr als der Unterschied zwischen originaler GeForce 9800 GTX und deren Plus-Version. Es darf sogar etwas die Frage gestellt werden, ob nVidia bei den Taktfrequenzen der GeForce 9800 GTX+ nicht etwas zu konservativ herangegangen ist. Auf der anderen Seite müssen die Karte natürlich auch im Hochsommer, generell wärmeren Klima und selbst unter eher ungünstigen Bedingungen wie einem verbauten Gehäuse stabil laufen, wird diese Taktreserve eventuell in dieser Form benötigt.

Gemäß der InfoWeek will Microsoft sein schon 2001 eingeführtes Betriebssystem Windows XP nunmehr gar bis ins Jahr 2014 mit "Sicherheitsupdates und anderen kritischen Updates" unterstützen. Bislang gilt diese Wortmeldung zwar nur für Unternehmenskunden, die entsprechenden Updates dürften aber sicherlich auch der Allgemeinheit zugutekommen. Generell ist dies zudem eine positive Entwicklung, welche deutlich macht, welchen hohen Stellenwert die Microsoft-Betriebssysteme in der heutigen IT-Welt haben - und wo es dann einfach nicht mehr gangbar ist, daß Microsoft nur zugunsten des Absatzes neuerer Betriebssystem-Versionen den Support von älteren Betriebssystemen zurückfährt. Im konkreten Fall ergibt sich somit natürlich auch eine größere Wahlfreiheit für den Microsoft-Kunden: Man kann somit getrost Windows Vista überspringen und auf Windows 7 warten - und muß selbst dieses dann nicht sofort einsetzen, sondern kann auch hier (wichtig für den Unternehmenseinsatz) zuerst einmal das erste Service Pack abwarten.

Damit deutet sich immer stärker an, daß Windows Vista (trotz daß das neue Betriebssystem derzeit immer sorgenfreier wird) kaum jemals den Stellenwert von Windows XP wird erreichen können. Vielmehr ist zu erwarten, daß Windows Vista weder zum Releasezeitpunkt von Windows 7 (irgendwann 2010) noch später jemals die Marktdurchdringung von Windows XP wird erreichen können, geschweige denn in die Nähe der 50-Prozent-Marke kommen wird. Mit dem Launch von Windows 7 dürfte hingegen der Marktdurchdringungs-Zuwachs von Windows Vista abrupt abbrechen, zudem sollte sich Windows 7 durch den sich jetzt aufbauenden Investitionsstau (durch die Windows-Vista-Verweigererfraktion) dann auch deutlich schneller durchsetzen.

Für Gamer und Spieleentwickler bedeutet dies jedoch auch, daß die Marktdurchbringung von Direct3D10-fähigen Betriebssystemen vor dem Launch von Windows 7 kaum höher als auf 30 Prozent einzuschätzen ist, erst mittels Windows 7 wird diese Technologie dann wirklich durchgesetzt werden. Und selbst wenn unter reinen Gamer-Systemen dieser Anteil sicherlich höher liegen dürfte, ergibt sich hier immer noch ein relativ niedriger Wert, welcher es für die Spieleentwickler unrentabel erscheinen läßt, jetzt schon reine Direct3D10-Spiele zu entwickeln. Die Folge hiervon dürfte sein, daß der Ist-Zustand von grundsätzlichen DirectX9-Spielen mit Direct3D10-Aufsätzen noch eine ganze Weile Bestand haben sollte und reine Direct3D10-Spiele kaum vor dem Jahr 2010 eine Chance haben werden.

Noch hinzuweisen wäre auf einen neue Art von Artikeln bei uns, den sogenannten Techlets. Darunter zusammengefasst sollen in Zukunft Artikel erscheinen, welche Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik näher beleuchten, aber auch Grundlagen-Artikel zu anderen, die IT-Branche irgendwie tangierenden Fachgebieten sind hier nicht auszuschließen. Beim allerersten Techlet geht es dabei schlicht um die Frage, wie ein Spannungswandler funktioniert. Spannungswandler sind ein höchst wichtiges Bauteil auf Mainboards, Grafikkarten und weiteren Steckkarten und entscheiden gerade bei beiden erstgenannten Produkten häufig darüber, wie qualitätiv sich diese im Praxiseinsatz präsentieren.