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News des 23. Februar 2011

Die ComputerBase vermeldete schon letzte Woche einen rapiden Preissturz bei den Radeon HD 6870 Karten von PowerColor auf Einstiegspreise von ab 160 Euro – immerhin 20 Euro weniger als noch bei unserem Grafikkarten-Marküberblick von diesem Monat. Wir haben das in der Folge ein wenig beobachtet, um herauszufinden, ob der Preissturz allgemein von allen Grafikkarten-Herstellern mitgetragen wird oder nur bei PowerColor so auftritt. Eine Woche später läßt sich nun sagen, daß mit Sapphire ein weiterer Hersteller mit einer ähnlichen Preislage dabei ist, die anderen Grafikkarten-Hersteller offensichtlich aber noch nicht mitgezogen haben und es somit derzeit nur drei Radeon HD 6870 Grafikkarten mit Preisen von klar unter 180 Euro gibt. Eine richtige Tendenz ist das noch nicht, aber je länger PowerColor diesen attraktiven Preispunkt durchhält, um so höher steigen die Chancen, daß die anderen Grafikkarten-Hersteller gar nichts anderes tun können als nachzuziehen und die Radeon HD 6870 somit zukünftig bei 160 Euro anfängt. Dies macht auch unter der Berücksichtigung dessen Sinn, daß sich die (klar potentere) Radeon HD 6950 rapide der 200-Euro-Marke nähert und zwischen diesen beiden Grafikkarten natürlich ein gewisser Preisunterschied existieren sollte.

AMD hat in seinem Blog ein wenig zur Energieeffizienz von Bulldozer geschrieben. Im Rahmen der Halbleiterkonferenz ISSCC tauchen auch weitere kleine Details zur kommenden HighEnd-Architektur von AMD auf: So kommt ein Bulldozer-Modul (mit zwei Rechenkernen) laut der PC Games Hardware auf 213 Millionen Transistoren und 31mm² Die-Fläche – was aber leider noch gar nichts über die gesamte Größe des Prozessors aussagt (davon abgesehen dürfte die Tranistorenanzahl maßgeblich über die enthaltenen 2 MB Level2-Cache bestimmt sein). Ein Achtkern-Bulldozer ist samt Level3-Cache und den Controllern für den Hauptspeicher sowie das HyperTransport-Interface auf ca. eine Milliarde Transistoren zu schätzen (wobei auch hier der Großteil auf die Caches geht) und dürfte damit kaum unter eine Die-Fläche von 200mm² kommen. Zu den Taktraten von Bulldozer gibt es außer dem bekannten groben AMD-Ziel von 3.5 GHz dagegen keine neuen Angaben und zur Performance nur eine Abwandlung des schon einmal gehörten.

Danach soll ein Bulldozer-Modul mit zwei Rechenkernen in etwa 90 Prozent der Performance zweier sonst üblicher Rechenkerne auf die Waage bringen – dies allerdings zu einer deutlich niedrigeren Verlustleistung und bei weniger Chipfläche als mit zwei üblichen Rechenkernen. Dies zeigt überdeutlich AMDs Grundrichtung bei Bulldozer an: Es sollen faktisch doppelt so viele Rechenkerne zum gleichen Silizium-Aufwand und zur gleichen Verlustleistung angeboten werden. Damit steht und fällt Bulldozer natürlich daran, wie gut heutige Software schon auf Prozessoren mit echten sechs oder acht Rechenkernen ausgerichtet ist – im Servermarkt dürfte das wohl kein Problem sein, aber im Desktop-Markt muß sich dieses Modell erst noch beweisen. Zumindest arbeitet allerdings die Zeit für AMD und mit dem Aufkommen von Bulldozer dürften sich Software-Entwickler vermehrt der Problematik der guten Unterstützung von Sechskern- und Achtkern-Prozessoren zuwenden.

Gemäß HT4U scheint Intel den Z68-Chipsatz nun doch erst in der zweiten Jahreshälfte herauszubringen – nachdem es im Zuge des SATA3-Bugs der 6er Chipsatz-Serie zuerst auch Meldungen gegeben hatte, daß der Z68 gar schon im Februar vorgestellt werden würde. Die Zurückhaltung Intels bei diesem Chipsatz verwundert etwas, liefert doch erst der Z68 vollständige Übertaktungsmöglichkeiten für den integrierten Grafikchip der Sandy-Bridge-Prozessoren (der H67 unterstützt keinen schnelleren Speicher als DDR3/1333, womit man nur den Chiptakt des Grafikchips übertakten kann, nicht aber den Speichertakt) sowie die Möglichkeit zur CPU-Übertaktung bei gleichzeitiger Nutzung der integrierten Grafikeinheit (was der P67 wiederum nicht kann). Da Intel alle diese Funktionen letztlich schon anbietet (nur verteilt auf verschiedene Chipsätze) und innerhalb der Chipsatz-Produktion sowieso in aller Regel nur ein einziges Silizium hergestellt wird, welches dann Grundlage für alle Chipsätze derselben Serie darstellt (bei der 6er Serie sind dies bisher B65, Q67, H67, P67 sowie C202, C204, C206), ist diese Zurückhaltung nochmehr verwunderlich – aus technischer Sicht könnte Intel den Z68 wohl umgehend anbieten.

XFastest haben dagegen eine "Intel Desktop Board Roadmap" ausgegraben, welche die kommenden Intel-Mainboards zeigt und damit indirekt natürlich auch Rückschlüsse auf die Fähigkeiten der entsprechenden Intel-Chipsätze liefert. Beachtenswert sind dabei primär die mit Codenamen "Thorsby" und "Siler" genannten Mainboards auf Basis des kommenden HighEnd-Chipsatzes X68 für die Sandy-Bridge-E-Prozessoren, welche mittels dieser Roadmap zwei Details zu diesen Prozessoren klarstellen: Erstens kommen auch die Desktop-Ausführungen von Sandy Bridge E im Sockel 2011 und der früher genannte Sockel 1356 scheint somit nicht mehr anzutreten (die hellgelbe Markierung dieser Boards in der Roadmap ergibt laut der untenstehenden Legende den Sockel 2011). Und zweitens wird es auch im Desktop-Segment bei diesen Prozessoren durchgehend ein QuadChannel-Speicherinterface geben – ansonsten würde man nämlich keine acht Speicherbänke verbauen können, wie für die zwei bewußten Boards angegeben.

Intel Desktop Board Roadmap 2011

Shortcuts: Die PC Games Hardware berichtet über ein 300-Watt-Netzteil mit Gold-Zertifizierung seitens Huntkey, welches der Hersteller auf der CeBIT vorstellen will. Netzteile kleiner Wattagen, aber mit guter Qualität und guten Stromspareigenschaften sind recht selten, da die Hersteller diesen Markt zu lange den Billiganbietern überlassen haben – in letzter Zeit bessert sich diesbezüglich aber das Angebot. Ein weiterer Test der Grafikkarten-Performance unter dem Service Pack 1 von Windows 7 bei TechPowerUp zeigt erneut absolut keinen Performanceeffekt des Update-Packs. Hartware vermelden hingegen eine seitens PowerColor geplante Radeon HD 6870 "Eyefinity 6" mit sechs DisplayPort-Ausgängen. Bisher gibt es diese Grafikkarten mit sechs DisplayPort-Ausgängen im günstigen Fall als Radeon HD 5870, mittels einer Radeon HD 6870 "Eyefinity 6" kann also der Einstiegspreis ins Sechsmonitor-Vergnügen etwas sinken.

Die ComputerBase vermeldete schon letzte Woche einen rapiden Preissturz bei den Radeon HD 6870 Karten von PowerColor auf Einstiegspreise von ab 160 Euro - immerhin 20 Euro weniger als noch bei unserem Grafikkarten-Marküberblick von diesem Monat. Wir haben das in der Folge ein wenig beobachtet, um herauszufinden, ob der Preissturz allgemein von allen Grafikkarten-Herstellern mitgetragen wird oder nur bei PowerColor so auftritt. Eine Woche später läßt sich nun sagen, daß mit Sapphire ein weiterer Hersteller mit einer ähnlichen Preislage dabei ist, die anderen Grafikkarten-Hersteller offensichtlich aber noch nicht mitgezogen haben und es somit derzeit nur drei Radeon HD 6870 Grafikkarten mit Preisen von klar unter 180 Euro gibt. Eine richtige Tendenz ist das noch nicht, aber je länger PowerColor diesen attraktiven Preispunkt durchhält, um so höher steigen die Chancen, daß die anderen Grafikkarten-Hersteller gar nichts anderes tun können als nachzuziehen und die Radeon HD 6870 somit zukünftig bei 160 Euro anfängt. Dies macht auch unter der Berücksichtigung dessen Sinn, daß sich die (klar potentere) Radeon HD 6950 rapide der 200-Euro-Marke nähert und zwischen diesen beiden Grafikkarten natürlich ein gewisser Preisunterschied existieren sollte.

AMD hat in seinem Blog ein wenig zur Energieeffizienz von Bulldozer geschrieben. Im Rahmen der Halbleiterkonferenz ISSCC tauchen auch weitere kleine Details zur kommenden HighEnd-Architektur von AMD auf: So kommt ein Bulldozer-Modul (mit zwei Rechenkernen) laut der PC Games Hardware auf 213 Millionen Transistoren und 31mm² Die-Fläche - was aber leider noch gar nichts über die gesamte Größe des Prozessors aussagt (davon abgesehen dürfte die Tranistorenanzahl maßgeblich über die enthaltenen 2 MB Level2-Cache bestimmt sein). Ein Achtkern-Bulldozer ist samt Level3-Cache und den Controllern für den Hauptspeicher sowie das HyperTransport-Interface auf ca. eine Milliarde Transistoren zu schätzen (wobei auch hier der Großteil auf die Caches geht) und dürfte damit kaum unter eine Die-Fläche von 200mm² kommen. Zu den Taktraten von Bulldozer gibt es außer dem bekannten groben AMD-Ziel von 3.5 GHz dagegen keine neuen Angaben und zur Performance nur eine Abwandlung des schon einmal gehörten.

Danach soll ein Bulldozer-Modul mit zwei Rechenkernen in etwa 90 Prozent der Performance zweier sonst üblicher Rechenkerne auf die Waage bringen - dies allerdings zu einer deutlich niedrigeren Verlustleistung und bei weniger Chipfläche als mit zwei üblichen Rechenkernen. Dies zeigt überdeutlich AMDs Grundrichtung bei Bulldozer an: Es sollen faktisch doppelt so viele Rechenkerne zum gleichen Silizium-Aufwand und zur gleichen Verlustleistung angeboten werden. Damit steht und fällt Bulldozer natürlich daran, wie gut heutige Software schon auf Prozessoren mit echten sechs oder acht Rechenkernen ausgerichtet ist - im Servermarkt dürfte das wohl kein Problem sein, aber im Desktop-Markt muß sich dieses Modell erst noch beweisen. Zumindest arbeitet allerdings die Zeit für AMD und mit dem Aufkommen von Bulldozer dürften sich Software-Entwickler vermehrt der Problematik der guten Unterstützung von Sechskern- und Achtkern-Prozessoren zuwenden.

Gemäß HT4U scheint Intel den Z68-Chipsatz nun doch erst in der zweiten Jahreshälfte herauszubringen - nachdem es im Zuge des SATA3-Bugs der 6er Chipsatz-Serie zuerst auch Meldungen gegeben hatte, daß der Z68 gar schon im Februar vorgestellt werden würde. Die Zurückhaltung Intels bei diesem Chipsatz verwundert etwas, liefert doch erst der Z68 vollständige Übertaktungsmöglichkeiten für den integrierten Grafikchip der Sandy-Bridge-Prozessoren (der H67 unterstützt keinen schnelleren Speicher als DDR3/1333, womit man nur den Chiptakt des Grafikchips übertakten kann, nicht aber den Speichertakt) sowie die Möglichkeit zur CPU-Übertaktung bei gleichzeitiger Nutzung der integrierten Grafikeinheit (was der P67 wiederum nicht kann). Da Intel alle diese Funktionen letztlich schon anbietet (nur verteilt auf verschiedene Chipsätze) und innerhalb der Chipsatz-Produktion sowieso in aller Regel nur ein einziges Silizium hergestellt wird, welches dann Grundlage für alle Chipsätze derselben Serie darstellt (bei der 6er Serie sind dies bisher B65, Q67, H67, P67 sowie C202, C204, C206), ist diese Zurückhaltung nochmehr verwunderlich - aus technischer Sicht könnte Intel den Z68 wohl umgehend anbieten.

XFastest haben dagegen eine "Intel Desktop Board Roadmap" ausgegraben, welche die kommenden Intel-Mainboards zeigt und damit indirekt natürlich auch Rückschlüsse auf die Fähigkeiten der entsprechenden Intel-Chipsätze liefert. Beachtenswert sind dabei primär die mit Codenamen "Thorsby" und "Siler" genannten Mainboards auf Basis des kommenden HighEnd-Chipsatzes X68 für die Sandy-Bridge-E-Prozessoren, welche mittels dieser Roadmap zwei Details zu diesen Prozessoren klarstellen: Erstens kommen auch die Desktop-Ausführungen von Sandy Bridge E im Sockel 2011 und der früher genannte Sockel 1356 scheint somit nicht mehr anzutreten (die hellgelbe Markierung dieser Boards in der Roadmap ergibt laut der untenstehenden Legende den Sockel 2011). Und zweitens wird es auch im Desktop-Segment bei diesen Prozessoren durchgehend ein QuadChannel-Speicherinterface geben - ansonsten würde man nämlich keine acht Speicherbänke verbauen können, wie für die zwei bewußten Boards angegeben.



Shortcuts: Die PC Games Hardware berichtet über ein 300-Watt-Netzteil mit Gold-Zertifizierung seitens Huntkey, welches der Hersteller auf der CeBIT vorstellen will. Netzteile kleiner Wattagen, aber mit guter Qualität und guten Stromspareigenschaften sind recht selten, da die Hersteller diesen Markt zu lange den Billiganbietern überlassen haben - in letzter Zeit bessert sich diesbezüglich aber das Angebot. Ein weiterer Test der Grafikkarten-Performance unter dem Service Pack 1 von Windows 7 bei TechPowerUp zeigt erneut absolut keinen Performanceeffekt des Update-Packs. Hartware vermelden hingegen eine seitens PowerColor geplante Radeon HD 6870 "Eyefinity 6" mit sechs DisplayPort-Ausgängen. Bisher gibt es diese Grafikkarten mit sechs DisplayPort-Ausgängen im günstigen Fall als Radeon HD 5870, mittels einer Radeon HD 6870 "Eyefinity 6" kann also der Einstiegspreis ins Sechsmonitor-Vergnügen etwas sinken.