15

News des 15. April 2011

Bei Expreview gibt es einen ersten Test zur GeForce GT 520. Die dort getestete Karte von Inno3D läuft regulär allerdings nur mit 810/1620/667 MHz, also einem gegenüber den offiziellen Taktraten von 810/1620/900 MHz stark abgesenktem Speichertakt (die kompletten Daten der GeForce GT 520 sind in der Dienstags-News notiert). Expreview haben hier mit einer Speicherübertaktung auf 870 MHz bestmöglich gegengesteuert, unter dann letztendlich 810/1620/870 MHz lag die GeForce GT 520 bei 61 Prozent der Performance einer GeForce GT 430 DDR3 – die GeForce GT 520 ist also 39 Prozent langsamer bzw. die GeForce GT 430 ist 64 Prozent schneller. Da die GeForce GT 430 DDR3 nun aber auch nicht gerade als Heilsbringer im unteren Mainstream-Segment anzusehen ist, fällt die GeForce GT 520 damit klar in die Leistungsklasse "LowCost", auch wenn diese LowCost-Lösung merkbar an die Performance von Mainstream-Beschleunigern heranrückt.

Allerdings wäre zur GeForce GT 520 einzukalkulieren, daß es nur vereinzelt Karten mit dem nVidia-offiziellen Speichertakt von 900 MHz am Markt gibt. Die Karten von Club3D (667 MHz), Gainward (535 MHz), Zotac (800 MHz) und Asus (600 MHz) takten allesamt erheblich niedriger, allein die Karte von MSI (900 MHz) scheint diesbezüglich die nVidia-Spezifikation zu erfüllen. Bei einem erheblich niedrigerem Speichertakt wäre natürlich auch ein erheblicher Performanceverlust einzurechnen, da die GeForce GT 520 durch ihr nur 64 Bit DDR breites Speicherinterface doch maßgeblich an der Speicherbandbreite hängt, gerade wenn man die Karte mit heute üblichen Auflösungen von 1680x1050 und 1920x1200 konfrontiert. Der Preisvorteil durch den abgesenkten Speichertakt ist zudem vernachlässigbar und dürfte bei einem breiteren Angebot von Karten mit 900 MHz Speichertakt womöglich auch ganz verschwinden.

Performance-Index Spiele-Verbrauch Preislage
GeForce GT 520 @ 810/1620/667 MHz 45% ~15W ab 44 Euro
Radeon HD 6450 DDR3 45% ~15W noch nicht verfügbar
GeForce GT 520 55% ~20W ab 50 Euro
Radeon HD 6450 GDDR5 60% ~20W noch nicht verfügbar
GeForce GT 430 DDR3 90% ~30W ab 44 Euro
Radeon HD 5570 DDR3 100% 32W ab 46 Euro

Die Frage nach der Postprocessing-Qualität beim Filmabspielen konnte der Artikel von Expreview mangels entsprechender Tests im übrigen nicht beantworten – ob die GeForce GT 520 diesbezüglich gleichauf mit der im gleichen Preis- und Performancebereich liegenden Radeon HD 6450 liegt, kann somit derzeit noch nicht geklärt werden. In jedem Fall passt jedoch die Preislage dieser beiden neuen LowCost-Grafikkarten absolut noch nicht, denn mit den derzeit beiderseits aufgerufenenen 45 bis 50 Euro liegt man exakt im Preisbereich von deutlich potenterer Mainstream-Beschleuniger wie Radeon HD 5570 DDR3 und GeForce GT 430 DDR3. Selbst der niedrigere Stromverbrauch der LowCost-Modelle dürfte bis auf Ausnahmefälle kein ziehendes Argument sein, denn dafür sind die Stromverbrauchs-Unterschiede unter Last zu klein, während unter Idle alle vorgenannten Karten im Sorgenfrei-Bereich von unter 10 Watt liegen. Wenn, dann müssen Radeon HD 6450 und GeForce GT 520 deutlich unterhalb von 40 Euro kosten, um gegenüber diesen Mainstream-Beschleunigern Sinn zu machen.

Golem haben einige neue Gerüchte zur nächsten Nintendo-Konsole zusammengetragen. Beachtenswert ist dabei, daß jene trotz Vorstellung in diesem Sommer erst gegen Ende 2012 ausgeliefert werden soll – was allerdings bei Konsolen nicht wirklich ungewöhnlich wäre. Angeblich plant Nintendo keine "Wii 2", sondern wieder eine Konsole für den Core-Gamer mit Hardwarefähigkeiten (logischerweise) überhalb von Xbox 360 und Playstation 3. Wie weit Nintendo dabei geht, ist natürlich die große Frage – doch derzeit erscheint der Zeitpunkt günstig, den bisherigen Spitzenkonsolen Xbox 360 und Playstation 3 mit einem technologisch überlegenen Produkt in die Flanke zu fallen, da Microsoft und Sony mit der Entwicklung ihrer nächsten Konsolen offenbar noch lange nicht spruchreif sind. Sollte Nintendo dann auch noch 3D-Fähigkeiten obendrauf legen, könnten Microsoft und Sony regelrecht unter Zugzwang gelangen, selbst wenn 3D-Fernseher derzeit noch viel zu selten verbreitet sind, um außer dem Werbeeffekt auch einen Effekt beim Konsolero auslösen zu können.

Shortcuts: Gegenüber Tom's Hardware hat AMD bestätigt, daß die kommenden Bulldozer-Prozessoren nach einem BIOS-Update auch in Mainboards des Sockels AM3 laufen. Verzichtet werden muß dabei auf den offiziellen Speichersupport bis DDR3/1866 (dies dürfte allerdings für gute Retail-Platinen kein Hindernis darstellen) und einige Stromsparfunktionen des neuen Prozessors. Hier wären also entsprechende Tests abzuwarten, ob dies Bulldozer im Sockel AM3 wirklich behindert oder ob der Unterschied vernachlässigbar gering ist. HT4U berichten über eine passiv gekühlte Radeon HD 6850, an welcher PowerColor arbeitet. Technologisch dürfte dies sicherlich eine hochwertige Lösung sein – ob es dagegen Sinn macht, eine Grafikkarte mit 104 Watt Spiele-Verbrauch komplett passiv zu kühlen, sei dahingestellt. Nochmals HT4U berichten über eine Intel-Bestätigung, daß die 2012 antretende Ivy-Bridge-Architektur PCI Express 3.0 unterstützen und eine Grafiklösung mit 16 Shader-Einheiten haben wird. Zum Vergleich: Die Grafiklösung im Nehalem/Westmere-Chip "Clarkdale" hat 6 Shader-Einheiten, die Grafiklösung von Sandy Bridge wahlweise 6 oder 12. Zusammen mit weiteren Verbesserungen an der Ivy-Bridge-Grafiklösung kann dabei durchaus ein sehr deutliches Performanceplus herauskommen, welches im Optimalfall durchaus in die Nähe der Performance der Llano-Grafiklösung reichen könnte.

Bei Expreview gibt es einen ersten Test zur GeForce GT 520. Die dort getestete Karte von Inno3D läuft regulär allerdings nur mit 810/1620/667 MHz, also einem gegenüber den offiziellen Taktraten von 810/1620/900 MHz stark abgesenktem Speichertakt (die kompletten Daten der GeForce GT 520 sind in der Dienstags-News notiert). Expreview haben hier mit einer Speicherübertaktung auf 870 MHz bestmöglich gegengesteuert, unter dann letztendlich 810/1620/870 MHz lag die GeForce GT 520 bei 61 Prozent der Performance einer GeForce GT 430 DDR3 - die GeForce GT 520 ist also 39 Prozent langsamer bzw. die GeForce GT 430 ist 64 Prozent schneller. Da die GeForce GT 430 DDR3 nun aber auch nicht gerade als Heilsbringer im unteren Mainstream-Segment anzusehen ist, fällt die GeForce GT 520 damit klar in die Leistungsklasse "LowCost", auch wenn diese LowCost-Lösung merkbar an die Performance von Mainstream-Beschleunigern heranrückt.

Allerdings wäre zur GeForce GT 520 einzukalkulieren, daß es nur vereinzelt Karten mit dem nVidia-offiziellen Speichertakt von 900 MHz am Markt gibt. Die Karten von Club3D (667 MHz), Gainward (535 MHz), Zotac (800 MHz) und Asus (600 MHz) takten allesamt erheblich niedriger, allein die Karte von MSI (900 MHz) scheint diesbezüglich die nVidia-Spezifikation zu erfüllen. Bei einem erheblich niedrigerem Speichertakt wäre natürlich auch ein erheblicher Performanceverlust einzurechnen, da die GeForce GT 520 durch ihr nur 64 Bit DDR breites Speicherinterface doch maßgeblich an der Speicherbandbreite hängt, gerade wenn man die Karte mit heute üblichen Auflösungen von 1680x1050 und 1920x1200 konfrontiert. Der Preisvorteil durch den abgesenkten Speichertakt ist zudem vernachlässigbar und dürfte bei einem breiteren Angebot von Karten mit 900 MHz Speichertakt womöglich auch ganz verschwinden.





Performance-Index
Spiele-Verbrauch
Preislage





GeForce GT 520 @ 810/1620/667 MHz
45%
~15W
ab 44 Euro



Radeon HD 6450 DDR3
45%
~15W
noch nicht verfügbar



GeForce GT 520
55%
~20W
ab 50 Euro



Radeon HD 6450 GDDR5
60%
~20W
noch nicht verfügbar



GeForce GT 430 DDR3
90%
~30W
ab 44 Euro



Radeon HD 5570 DDR3
100%
32W
ab 46 Euro





Die Frage nach der Postprocessing-Qualität beim Filmabspielen konnte der Artikel von Expreview mangels entsprechender Tests im übrigen nicht beantworten - ob die GeForce GT 520 diesbezüglich gleichauf mit der im gleichen Preis- und Performancebereich liegenden Radeon HD 6450 liegt, kann somit derzeit noch nicht geklärt werden. In jedem Fall passt jedoch die Preislage dieser beiden neuen LowCost-Grafikkarten absolut noch nicht, denn mit den derzeit beiderseits aufgerufenenen 45 bis 50 Euro liegt man exakt im Preisbereich von deutlich potenterer Mainstream-Beschleuniger wie Radeon HD 5570 DDR3 und GeForce GT 430 DDR3. Selbst der niedrigere Stromverbrauch der LowCost-Modelle dürfte bis auf Ausnahmefälle kein ziehendes Argument sein, denn dafür sind die Stromverbrauchs-Unterschiede unter Last zu klein, während unter Idle alle vorgenannten Karten im Sorgenfrei-Bereich von unter 10 Watt liegen. Wenn, dann müssen Radeon HD 6450 und GeForce GT 520 deutlich unterhalb von 40 Euro kosten, um gegenüber diesen Mainstream-Beschleunigern Sinn zu machen.

Golem haben einige neue Gerüchte zur nächsten Nintendo-Konsole zusammengetragen. Beachtenswert ist dabei, daß jene trotz Vorstellung in diesem Sommer erst gegen Ende 2012 ausgeliefert werden soll - was allerdings bei Konsolen nicht wirklich ungewöhnlich wäre. Angeblich plant Nintendo keine "Wii 2", sondern wieder eine Konsole für den Core-Gamer mit Hardwarefähigkeiten (logischerweise) überhalb von Xbox 360 und Playstation 3. Wie weit Nintendo dabei geht, ist natürlich die große Frage - doch derzeit erscheint der Zeitpunkt günstig, den bisherigen Spitzenkonsolen Xbox 360 und Playstation 3 mit einem technologisch überlegenen Produkt in die Flanke zu fallen, da Microsoft und Sony mit der Entwicklung ihrer nächsten Konsolen offenbar noch lange nicht spruchreif sind. Sollte Nintendo dann auch noch 3D-Fähigkeiten obendrauf legen, könnten Microsoft und Sony regelrecht unter Zugzwang gelangen, selbst wenn 3D-Fernseher derzeit noch viel zu selten verbreitet sind, um außer dem Werbeeffekt auch einen Effekt beim Konsolero auslösen zu können.

Shortcuts: Gegenüber Tom's Hardware hat AMD bestätigt, daß die kommenden Bulldozer-Prozessoren nach einem BIOS-Update auch in Mainboards des Sockels AM3 laufen. Verzichtet werden muß dabei auf den offiziellen Speichersupport bis DDR3/1866 (dies dürfte allerdings für gute Retail-Platinen kein Hindernis darstellen) und einige Stromsparfunktionen des neuen Prozessors. Hier wären also entsprechende Tests abzuwarten, ob dies Bulldozer im Sockel AM3 wirklich behindert oder ob der Unterschied vernachlässigbar gering ist. HT4U berichten über eine passiv gekühlte Radeon HD 6850, an welcher PowerColor arbeitet. Technologisch dürfte dies sicherlich eine hochwertige Lösung sein - ob es dagegen Sinn macht, eine Grafikkarte mit 104 Watt Spiele-Verbrauch komplett passiv zu kühlen, sei dahingestellt. Nochmals HT4U berichten über eine Intel-Bestätigung, daß die 2012 antretende Ivy-Bridge-Architektur PCI Express 3.0 unterstützen und eine Grafiklösung mit 16 Shader-Einheiten haben wird. Zum Vergleich: Die Grafiklösung im Nehalem/Westmere-Chip "Clarkdale" hat 6 Shader-Einheiten, die Grafiklösung von Sandy Bridge wahlweise 6 oder 12. Zusammen mit weiteren Verbesserungen an der Ivy-Bridge-Grafiklösung kann dabei durchaus ein sehr deutliches Performanceplus herauskommen, welches im Optimalfall durchaus in die Nähe der Performance der Llano-Grafiklösung reichen könnte.