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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. September 2021

Golem haben sich in einem Retro-Test die 2011er Spitzen-Prozessoren Core i5-2500K & Core i7-2600K im Vergleich mit den Intel-Spitzenmodellen jüngeren Datums angesehen. Jene Prozessoren aus der Sandy-Bridge-Generation hatten seinerzeit einen hervorragenden Ruf, weil es zuzüglich zu einer gutklassigen Mehrperformance gegenüber dem Nehalem-Vorgänger eine herausragende Übertaktungseignung gab – die CPUs erreichten ausgehend von Boost-Taktraten von bis zu 3.8 GHz oftmals Overclocking-Taktraten von 4.5 GHz und mehr. Der Test bei Golem basiert dabei auf einem besondere taktfreudigen Core i7-2600K, welcher stabil mit 5.0 GHz betrieben werden konnte. Auf solcherart Taktraten war der Core i7-2600K über viele Jahre hinweg jederzeit in Reichweite der Spitzengruppe, denn Intel lieferte seinerzeit für fünf weitere CPU-Generationen nur (zumeist magere) IPC- und Taktraten-Gewinne, blieb dabei jedoch bei vier CPU-Kernen. Erst die letzten Vierkern-Spitzenmodelle aus der Skylake- und Kaby-Lake-Generation konnten sich dann auch schon unübertaktet gegenüber dem Core i7-2600K auf 5 GHz durchsetzen:

Hardware Anwendungen ohne AVX2 Spiele (FHD P1)
Core i9-11900K Rocket Lake, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz 489% 442% 256%
Core i3-10105F Comet Lake Refresh, 4C/8T, 3.7/4.4 GHz 219% 190% 155%
Core i9-10900K Comet Lake, 10C/20T, 3.7/5.3 GHz 489% 451% 235%
Core i9-9900K Coffee Lake Refresh, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz 411% 384% 214%
Core i7-8700K Coffee Lake, 6C/12T, 3.7/4.7 GHz 342% 328% 196%
Core i7-7700K Kaby Lake, 4C/8T, 4.2/4.5 GHz 214% 189% 149%
Core i7-6700K Skylake, 4C/8T, 4.0/4.2 GHz 199% 179% 134%
Core i7-2600K @ OC Sandy Bridge, 4C/8T, @ 5.0 GHz 138% 138% 131%
Core i7-2600K Sandy Bridge, 4C/8T, 3.4/3.8 GHz 100% 100% 100%
Core i5-2500K Sandy Bridge, 4C/4T, 3.3/3.7 GHz 78% 79% 73%
gemäß den Messungen seitens Golem unter 6 Anwendungen ("ohne AVX2": nur 4) und 6 Spielen (FullHD, P1), zudem wurden die Werte des Core i3-10105F aus einem weiterem Golem-Test mit identischem Test-Aufbau und damit augenscheinlicher Benchmark-Kontinuität eingebunden

Dabei hat mit dem aktuellen Retro-Test natürlich auch die Zeit für die neueren Prozessoren gearbeitet, können sich jene inzwischen besser präsentieren als zu Zeiten von "Skylake" und "Kaby Lake". So zeigen sich bei der Anwendungs-Performance inzwischen sogar beachtbare Performance-Vorteile der neueren Prozessoren im reinen Vierkern-Feld – und dann natürlich massive Vorteile aller neueren Prozessoren mit mehr als vier CPU-Kerne. Rechnet man zwei Benchmarks heraus, welche auf Sandy Bridge vergleichsweise allergisch reagierten (Y-Cruncher & Unreal Engine), verkleinern sich die Performance-Differenzen zwar etwas, ändert sich allerdings nur wenig am Gesamtbild. Zudem ist es vergleichsweise normal, dass heutzutage hier und da Benchmarks mit übergroßen Performance-Differenzen gegenüber älteren CPU-Generationen auftauchen – sei es wegen neuerer CPU-Befehlssatzerweiterungen (AVX2 bei y-Cruncher) oder aus anderen, unbekannten Gründen (Unreal Engine).

Im Spiele-Feld schrumpfen die gemessenen Performance-Differenzen hingegen erheblich und kommt der übertaktete Core i7-2600K auf Augenhöhe mit dem Core i7-6700K sowie durchaus noch in der Nähe des Core i7-7700K heraus. Zur Leistungsspitze ist es für den übertakteten Core i7-2600K zwar auch hier noch ein weiter Weg (+95%), die Differenz ist jedoch nicht mehr so extrem wie unter der Anwendungs-Performance (+254%). Erwähenswert ist daneben das vergleichsweise schwache Abschneiden des Core i5-2500K unter den Spiele-Benchmarks: Seinerzeit wurde dieser Vierkerner ohne HyperThreading unter Spielen noch grob auf dem Performance-Niveau des Core i7 gehandelt, kleinere Performance-Differenzen gab es zumeist nur wegen der minimal abweichenden Taktraten. Heuer nun zeigt sich die Limitierung auf nur 4 Threads als erhebliche Bremse im Spiele-Bereich, der Core i5-2500K verliert gegenüber dem unübertakteten Core i7-2600K unter Spielen somit sogar beachtbar stärker als unter Anwendungen.

Bei Igor's Lab hat man sich in zwei Artikeln – No.1 & No.2 – mit der neuen PS5-Revision unter der Fragestellung beschäftigt, inwiefern deren deutlich verkleinerter Kühlkörper irgendwelche realen Nachteile hätte. Diesbezüglich gab es einige voreilige YouTube-Berichte, welche zwar höhere Temperaturen in der Geräte-Abluft gemessen haben, jedoch keine Temperatur-Messungen aus dem Innenraum bzw. direkt vom PS5-SoC bieten konnten. Dies hat man bei Igor's Lab bzw. dem zugrundeliegenden Video seitens Hardware Busters International @ YouTube dann nachgeholt – mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass die Kühlleistung am SoC sogar beachtbar besser ist, sprich der SoC mit der neuen, schmächtiger wirkenden Kühlkonstruktion weniger warm wird. Flash-Speicher und VRMs werden zwar wärmer, haben allerdings auch ganz andere Toleranzbereiche, welche (mit Abstand) nicht berührt werden. In der Summe bedeutet diese Optimierung des PS5-Designs also keinen Nachteil für den Nutzer, sondern könnte vielmehr sogar der Lebensdauer der Spielekonsole (etwas) zuträglich sein.

Von AMD kommt nun auch noch ein neues Spielebundle – welches wie beim kürzlichen nVidia-Bundle auf Komplett-Geräte abzielt, nicht auf den Kauf einzelner Grafikkarten. Dabei gibt AMD mit gleich zwei Spiele-Vollversionen in Form von "Far Cry 6" und "Resident Evil Village" (samt dekorativer Ingame-Items für Far Cry 6) deutlich mehr als nVidia mit, beschränkt sein Spielebundle dafür allerdings auch auf Kombinationen von AMD-Prozessor mit AMD-Grafiklösung. Jene enthalten im Mobile-Bereich ausschließlich aktuelle Hardware, im Desktop-Bereich werden auch die Ryzen-3000-Prozessoren mitgenannt – bis auf erstaunlicherweise den (nicht aufgeführten) Ryzen 5 3600XT, obwohl ansonsten die Aufzählung komplett ist und bei den Ryzen-5000-Prozessoren auch reine OEM-Modelle gelistet werden. AMD nennt für diese Spielebundle-Aktion immerhin 14 teilnehmende Händler bzw. Systemintegratoren in Deutschland. Augenscheinlich dürften jene somit auch lieferbar auf Grafikkarten-Seite sein – wobei der hierbei gemachte Preis für die Grafikkarte natürlich der springende Punkt ist bzw. ob sich jener vielleicht doch ganz gut im Preis für das Gesamtsystem "verstecken" läßt.

AMD "Raise the Game" Spielebundle
teilnehmende Hardware Aktionszeitraum Inhalt des Spielebundles
★ Komplett-PCs mit Kombination von Ryzen 5 3600, 3600X, 5600X, Ryzen 7 3700X, 3800X, 3800XT, 5800, 5800X, Ryzen 9 3900X, 3900XT, 3950X, 5900, 5900X, 5950X zusammen mit Radeon RX 6600 XT, 6700 XT, 6800, 6800 XT, 6900 XT  (gilt somit nicht bei reinen Grafikkarten-Käufen)
★ Notebooks mit Kombination von Ryzen 5 5600HS, 5600H, Ryzen 7 5800HS, 5800H, Ryzen 9 5900HS, 5900HX, 5980HS, 5980HX zusammen mit Radeon RX 6600M, 6700M, 6800M
9. September bis 31. Dezember 2021 Spiel "Far Cry 6" in der Standard-Edition zuzüglich Ingame-Items "AMD Radeon Baseball Cap" & "AMD Ryzen T-Shirt" + Spiel "Resident Evil Village" in der Standard-Edition
Hinweis: Nicht jeder Händler nimmt an allen Aktionen teil und selbst bei den teilnehmenden Händlern muß nicht jedes Produktangebot Teil der konkreten Aktion sein.
Golem haben sich in einem Retro-Test die 2011er Spitzen-Prozessoren Core i5-2500K & Core i7-2600K im Vergleich mit den Intel-Spitzenmodellen jüngeren Datums angesehen. Jene Prozessoren aus der Sandy-Bridge-Generation hatten seinerzeit einen hervorragenden Ruf, weil es zuzüglich zu einer gutklassigen Mehrperformance gegenüber dem Nehalem-Vorgänger eine herausragende Übertaktungseignung gab - die CPUs erreichten ausgehend von Boost-Taktraten von bis zu 3.8 GHz oftmals Overclocking-Taktraten von 4.5 GHz und mehr. Der Test bei Golem basiert dabei auf einem besondere taktfreudigen Core i7-2600K, welcher stabil mit 5.0 GHz betrieben werden konnte. Auf solcherart Taktraten war der Core i7-2600K über viele Jahre hinweg jederzeit in Reichweite der Spitzengruppe, denn Intel lieferte seinerzeit für fünf weitere CPU-Generationen nur (zumeist magere) IPC- und Taktraten-Gewinne, blieb dabei jedoch bei vier CPU-Kernen. Erst die letzten Vierkern-Spitzenmodelle aus der Skylake- und Kaby-Lake-Generation konnten sich dann auch schon unübertaktet gegenüber dem Core i7-2600K auf 5 GHz durchsetzen:





Hardware
Anwendungen
ohne AVX2
Spiele (FHD P1)





Core i9-11900K
Rocket Lake, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz
489%
442%
256%



Core i3-10105F
Comet Lake Refresh, 4C/8T, 3.7/4.4 GHz
219%
190%
155%



Core i9-10900K
Comet Lake, 10C/20T, 3.7/5.3 GHz
489%
451%
235%



Core i9-9900K
Coffee Lake Refresh, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz
411%
384%
214%



Core i7-8700K
Coffee Lake, 6C/12T, 3.7/4.7 GHz
342%
328%
196%



Core i7-7700K
Kaby Lake, 4C/8T, 4.2/4.5 GHz
214%
189%
149%



Core i7-6700K
Skylake, 4C/8T, 4.0/4.2 GHz
199%
179%
134%



Core i7-2600K @ OC
Sandy Bridge, 4C/8T, @ 5.0 GHz
138%
138%
131%



Core i7-2600K
Sandy Bridge, 4C/8T, 3.4/3.8 GHz
100%
100%
100%



Core i5-2500K
Sandy Bridge, 4C/4T, 3.3/3.7 GHz
78%
79%
73%



gemäß den Messungen seitens Golem unter 6 Anwendungen ("ohne AVX2": nur 4) und 6 Spielen (FullHD, P1), zudem wurden die Werte des Core i3-10105F aus einem weiterem Golem-Test mit identischem Test-Aufbau und damit augenscheinlicher Benchmark-Kontinuität eingebunden