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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. November 2021

Laut VideoCardz kann der digitale Spannungsregler ("Digital Linear Voltage Regulator", DLVR) des Alder-Lake-Nachfolgers "Raptor Lake" für eine Absenkung der Betriebsspannung in einem nicht unerheblichen Maßstab sorgen. Genannt wurden 20-25%, woraus ein Performance-Gewinn von 7% entstehen soll. Jener Performancegewinn entsteht mutmaßlich durch Mehrtakt – was bedeutet, dass es wahrscheinlich entweder einen niedrigeren Stromverbrauch oder eine Mehrperformance geben wird, nicht jedoch beides zusammen. Bei Raptor Lake dürfte Intel diesen Vorteil eher dazu ausnutzen, um unter derselben "Intel 7" Fertigung noch mehr Effizienz-Kerne verbauen zu können. Deren Anzahl steigt bei Raptor Lake auf bis zu 16, während die Anzahl der Performance-Kerne bei den nächsten CPU-Generationen von Intel bei "8" verbleiben wird.

Serie Fert. Kerne CPU-Architektur iGPU-Arch. Speicher PCIe Sockel Release
Rocket Lake Core i-11000 Intel 14nm 8C/16T Cypress Cove Gen 12.1 (Xe) DDR4/3200 4.0 LGA1200 30. März 2021
Alder Lake Core i-12000 Intel 7 8C+8c/24T Golden Cove + Gracemont Gen 12.2 (Xe) DDR4/3200 + DDR5/4800 5.0 LGA1700 4. Nov. 2021
Raptor Lake Core i-13000 Intel 7 8C+16c/32T Raptor Cove + Gracemont Gen 12.2 (Xe) DDR4/3200 + DDR5/5600 5.0 LGA1700 Q3/2022
Meteor Lake Core i-14000 Intel 4 ? Redwood Cove + Crestmont Gen 12.7 (Xe) DDR5/? ? LGA1700 H1/2023
Arrow Lake Core i-15000 TSMC N3 8C+32c/48T Lion Cove + Skymont ? DDR5/? ? ? 2023/24
Lunar Lake Core i-16000 Intel 3 ? Lion Cove + Skymont Gen 13 DDR5/? ? ? 2024/25
Nova Lake Core i-17000 Intel 20A ? Panther Cove + Darkmont ? ? ? ? 2025/26
bezogen ausschließlich auf Desktop-Prozessoren des Consumer-Segments (non HEDT)

Auch in diesem Fall ergibt sich natürlich eine Mehrperformance bei gleichbleibendem Stromverbrauch: Die höhere Energieeffizienz ermöglicht im Singlethread-Betrieb höhere Taktraten (sofern es das Silizium mitmacht), im Multithread-Betrieb dagegen den Einsatz von mehr CPU-Kernen (wie mit Raptor Lake vorhanden). Auch bei zukünftigen CPU-Generationen wird Intel dann maßgeblich auf Verbesserungen der Energieeffizienz angewiesen sein, um die angedachten Steigerungen bei Kern-Anzahl und DDR5-Takt durchzuziehen: "Meteor Lake" wird auf "Intel 4" wechseln, "Arrow Lake" mit der Verwendung von TSMCs N3 dagegen eine absolute Besonderheit (bei Intel) sein. Danach folgen "Lunar Lake" auf "Intel 3" und "Nova Lake" auf "Intel 20A" mit jeweils verbesserter Fertigung. Diese Abfolge ergäbe dann ein weiteres Novum für Intel, denn damit würden vier aufeinanderfolgende CPU-Generationen jeweils neue Fertigungsverfahren mit sich bringen.

Bei AnandTech hat man sich intensiv mit der Performance und Stromverbrauch von Apples M1 Max auseinandergesetzt. Insbesondere beim Stromverbrauch gibt es ein paar Überraschungen: So scheint Apple kein Power-Limit zu definieren, der SoC drosselt sich somit wohl allein anhand der erreichten Temperatur. Gleichzeitig kann der Stromverbrauch durchaus gewisse Höhen erreichen: Unter Anwendungs-Benchmarks ergaben sich 35-45 Watt reine Package-Power, unter Spielen 55 Watt reine Package-Power (letzteres leider nur basierend auf einem einzigen Test unter dem GFXBench). Dass kein Power-Limit existiert, wird deutlicher, wenn man CPU- und GPU-Last gleichzeitig fährt – dann kann die Package-Power bis auf 92 Watt hinaufgehen (120 Watt an der Steckdose mit einem MacBook Pro 16"). Damit verbraucht zumindest der M1 Max doch deutlich mehr als bislang angenommen wurde – womit sich auch alle Effizienz-Vergleiche entsprechend anpassen müssen.

Nichtsdestotrotz liegt Apple bei der Energieeffizienz weiterhin vorn – nur nicht mehr ganz so drastisch wie bislang angesichts von vermuteten 30 Watt TDP gedacht. Zu beachten wäre hierbei immer auch noch der Fertigungsvorteil von Apple, welcher für einen gewissen (genauer jedoch nicht zu ermittelnden) Teil der höheren Energieeffizienz steht. Laut den von AnandTech angestellten, leider nur exemplarischen Benchmarks kommt der CPU-Part des M1 Max ausreichend schnell heraus, dass erst Ryzen 9 5950X und Core i9-12900K wirklich gleichwertig oder schneller sind. Hierbei wird interessant werden zu sehen, wie gut sich die schnellsten Mobile-Ausführungen von Alder Lake sich gegenüber dem M1 Max schlagen können. Der GPU-Part des M1 Max wird durch diese Benchmarks allerdings einigermaßen entzaubert: Im GFXBench wird selbiger noch auf der Performanceklasse einer GeForce RTX 3080 Laptop ausgemessen, doch unter realen Spielen kommt ziemlich klar nur die Performanceklasse einer GeForce RTX 3060 Laptop heraus. Dies ist immer noch erstklassig, nur eben weit entfernt von Apples Marketing-Versprechungen.

Hardware SPEC17/ST SPEC17/MT GFXBench SotTR Borderl3
Apple M1 Max 8C+2c/10T 7,49 / 12,83 53,38 / 81,07 309 fps 85 fps 42 fps
Core i9-11980HK TGL, 8C/16T + RTX 3080 Laptop - - 315 fps 140 fps 100 fps
Core i7-10750H CML, 6C/12T + RTX 3070 Laptop - - 224 fps 101 fps -
Core i9-11980HK TGL, 8C/16T, 45W + RTX 3060 Laptop 6,91 / 11,13 35,46 / 34,17 161 fps 87 fps -
Ryzen 9 5980HS Cezanne, 8C/16T, 35W 6,27 / 10,37 37,27 / 32,49 - - -
Ryzen 9 5950X Zen 3, 16C/32T, 105/142W (Desktop) 7,65 / 12,19 83,13 / 64,39 - - -
Core i9-12900K ADL, 8C+8c/24T, 125/241W (Desktop) 8,14 / 14,16 80,53 / 81,85 - - -
gemäß der Benchmarks von AnandTech unter SPEC 2017 Integer / Floating Point sowie Spiele-Tests: GFXBench Aztec Ruins 1440p, Shadow of the Tomb Raider 1080p, Borderlands 1080p

Twitterer 'Greymon55' bringt zwei Nachträge zu seinen kürzlichen Aussagen zu AMDs Zen 4 zu deren Präzisierung: Erstens wird ein genauerer Termin für den Zen-4-Start angegeben – ein Jahr von jetzt aus soll es sein, was auf Mitte November 2022 hinausläuft. Dies betrifft dann natürlich den Consumer-Start von AMDs Zen-4-Generation, im Server-Bereich bzw. im Direkt-Geschäft mit wichtigen HPC-Abnehmern soll Zen 4 bereits vorher zur Verfügung stehen. Und zweitens wurde der TDP-Rahmen der Mobile-Varianten von Zen 4 weiter eingegrenzt: Raphael-H komt wie bekannt auf 45 Watt und höher – und Phoenix-H dann auf 35 Watt. Die bisher aus den AMD-APUs genauso gezogenen 45W-Varianten wechseln somit bei Zen 4 zur Mobile-Variante der eigentlichen Zen-4-Prozessoren – womit sich die Phoenix-APU zielgenauer auf niedrige Stromverbrauchswerte konzentrieren kann.

zen4 release
Just a year later at this time.

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 13. November 2021

I need to make it more accurate.
 
Phoneix-H
TDP=35W
 
Raphael-H
TDP=45W/45W+

Quelle:  Greymon55 @ Twitter am 13. November 2021

Laut VideoCardz kann der digitale Spannungsregler ("Digital Linear Voltage Regulator", DLVR) des Alder-Lake-Nachfolgers "Raptor Lake" für eine Absenkung der Betriebsspannung in einem nicht unerheblichen Maßstab sorgen. Genannt wurden 20-25%, woraus ein Performance-Gewinn von 7% entstehen soll. Jener Performancegewinn entsteht mutmaßlich durch Mehrtakt - was bedeutet, dass es wahrscheinlich entweder einen niedrigeren Stromverbrauch oder eine Mehrperformance geben wird, nicht jedoch beides zusammen. Bei Raptor Lake dürfte Intel diesen Vorteil eher dazu ausnutzen, um unter derselben "Intel 7" Fertigung noch mehr Effizienz-Kerne verbauen zu können. Deren Anzahl steigt bei Raptor Lake auf bis zu 16, während die Anzahl der Performance-Kerne bei den nächsten CPU-Generationen von Intel bei "8" verbleiben wird.





Serie
Fert.
Kerne
CPU-Architektur
iGPU-Arch.
Speicher
PCIe
Sockel
Release




Rocket Lake
Core i-11000
Intel 14nm
8C/16T
Cypress Cove
Gen 12.1 (Xe)
DDR4/3200
4.0
LGA1200
30. März 2021


Alder Lake
Core i-12000
Intel 7
8C+8c/24T
Golden Cove + Gracemont
Gen 12.2 (Xe)
DDR4/3200 + DDR5/4800
5.0
LGA1700
4. Nov. 2021


Raptor Lake
Core i-13000
Intel 7
8C+16c/32T
Raptor Cove + Gracemont
Gen 12.2 (Xe)
DDR4/3200 + DDR5/5600
5.0
LGA1700
Q3/2022


Meteor Lake
Core i-14000
Intel 4
?
Redwood Cove + Crestmont
Gen 12.7 (Xe)
DDR5/?
?
LGA1700
H1/2023


Arrow Lake
Core i-15000
TSMC N3
8C+32c/48T
Lion Cove + Skymont
?
DDR5/?
?
?
2023/24


Lunar Lake
Core i-16000
Intel 3
?
Lion Cove + Skymont
Gen 13
DDR5/?
?
?
2024/25


Nova Lake
Core i-17000
Intel 20A
?
Panther Cove + Darkmont
?
?
?
?
2025/26


bezogen ausschließlich auf Desktop-Prozessoren des Consumer-Segments (non HEDT)