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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. Mai 2021

Laut VideoCardz hat Grafikkarten-Hersteller Zotac beim jüngsten Update seines "FireStorm" Overclocking-Tools neben den erwartbaren Neuerscheinungen GeForce RTX 3070 Ti & 3080 Ti erstaunlicherweise auch eine "GeForce RTX 3090 Ti" hinzugefügt. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dies aber nur ein reiner Platzhalter zugunsten einer möglichen bzw. hypothetischen Zukunft, steht hierbei wohl keine Information pro einer solchen Grafikkarte dahinter. Laut Igor's Lab haben diverse andere Grafikkarten-Hersteller auch keinerlei Informationen über eine solche Karte vorliegen, womit das ganze ergo derzeit eine reine Nebelkerze darstellt – sprich es gibt nichts, was derzeit auf ein wirkliches Erscheinen einer solchen "GeForce RTX 3090 Ti" hinweist.

Technik Segment Terminlage
GeForce RTX 3080 Ti GA102, 80 SM @ 384 Bit, 12 GB GDDR6X HighEnd Vorstellung 31. Mai, Launchreviews 2. Juni, Marktstart 3. Juni (?)
GeForce RTX 3070 Ti GA104, 48 SM @ 256 Bit, 8 GB GDDR6X Midrange Vorstellung 31. Mai, Launchreviews 9. Juni, Marktstart 10. Juni (?)
Radeon RX 6600 XT Navi 23, 32 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 Mainstream nicht vor Juni (oder später)
Radeon RX 6600 Navi 23, 28 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 Mainstream nicht vor Juni (oder später)
GeForce RTX 3060 6GB GA106, 22-26 SM @ 192 Bit, 6 GB GDDR6 Mainstream vermutlich Sommer 2021 (oder später)
Radeon RX 6700 Navi 22, 32-40 CU @ 192 Bit, 6/12 GB GDDR6 Midrange vermutlich Sommer 2021 (oder später)
GeForce RTX 3050 GA107, 16-18 SM @ 128 Bit, 4 GB GDDR6 Mainstream vermutlich Sommer 2021 (oder später)
Anmerkung: Hardware-Daten & Terminlagen zu noch nicht veröffentlichten Grafikkarten basieren weitgehend auf Gerüchten & Annahmen

Generell sind die Möglichkeiten nVidias zugunsten einer solchen Karte sowieso arg eingeschränkt, da die aktuelle GeForce RTX 3090 bereits 82 der physikalisch vorhandenen 84 Shader-Cluster des zugrundeliegenden GA102-Chips nutzt. Mittels eines großzügigeren Power-Limits könnte man sich zwar trotzdem etwas von der GeForce RTX 3090 absetzen. Eine echte Performance-Differenz dürfte allerdings schwierig zu erreichen sein, weil schließlich schon die Skalierung zwischen GeForce RTX 3080 und 3090 ziemlich maßvoll ausfällt (von 68 auf 82 Shader-Cluster für nur +12% Performance-Gewinn). Ein Alleinstellungsmerkmal über einen größeren Speicherausbau zu generieren, macht dann noch weniger Sinn, denn 48 GB Grafikkartenspeicher sind im Gaming-Bereich herzlich nutzlos und würden zudem einen (aus nVidias Sicht unzulässigen) Anreiz ergeben, damit eine (teurere) Quadro A6000 zu ersetzen. Das (auch spätere) Erscheinen einer "GeForce RTX 3090 Ti" darf somit generell bezweifelt werden.

Bei der PC Games Hardware hat man sich mit dem Einfluß der CPU auf RayTracing beschäftigt – gemäß der Maßgabe, dass die zusätzlichen RayTracing-Berechnungen auch mehr Last auf dem Prozessor erzeugen. Zumeist geht dies allerdings unter der sehr viel deutlicher steigenden Grafiklast mittels RayTracing unter, insofern musste die PCGH hierfür spezielle Benchmarks anstellen. Damit konnte durchaus eine gewisse höhere CPU-Belastung beim RayTracing-Einsatz nachgewiesen werden. Die nominellen Performance-Verluste bleiben zwar gering, aber unter einigen Spieletiteln sind auch die Frameraten unter RayTracing generell so niedrig, dass jene somit näher ans CPU-Limit heranrücken und der Prozessoren-Power somit ein höheres relatives Gewicht geben. Zwar dürfte es in der Praxis eher selten vorkommen, dass auf Systemen mit RayTracing-Nutzung eine so schwache CPU verbaut ist, dass das CPU-Limit tatsächlich erreicht wird – aber zumindest wurde klar nachgewiesen, dass man unter RayTracing mit einer etwas höheren CPU-Beanspruchung rechnen muß.

Nachzutragen zur gestrigen Berichterstattung über die ersten Testberichte zu Intels "Tiger Lake-H45" ist noch ein weiterer Testbericht seitens Tom's Hardware. Auch hier kam Intels "White Book" mit einem Core i9-11980HK auf 65W TDP zum Einsatz. Ein Vergleich auf identischer TDP ist auch hier nicht zu lesen, dafür wurde wiederum ein bemerkbares Lüftergeräusch festgestellt. Ansonsten bietet auch dieser Test keine beachtbaren Hinweise zur Frage, wie stark Tiger Lake-H45 mit seinen "Normal"-Modellen wirklich herauskommt. Fairerweise sei noch zu erwähnen, das Tom's Hardware wie auch Hot Hardware ihre Testberichte zu Tiger Lake-H45 beiderseits nicht unter dem Stichpunkt "Review" angekündigt haben, dies trifft nur auf den (umfangreicheren) Test seitens AnandTech zu. Wirklich nutzvoll für den an Tiger Lake-H45 interessierten Notebook-Käufer ist derzeit jedoch keiner dieser Testberichte.

Hinweis in eigener Sache:
Für die Nacht von Mittwoch zu Donnerstag hat unser Hoster auf der Hauptseite Wartungsarbeiten angesetzt, in deren Folge der Hauptseiten-Server vom 19. Mai um 23 Uhr bis 20. Mai um 9 Uhr morgens teilweise nicht erreichbar sein kann. Das 3DCenter-Forum (auf einem anderen Server liegend) ist hiervon nicht betroffen.