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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. August 2012

Seitens Jon Peddie Research liegen Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen im Q2/2012 vor – welche sich wie üblich auf den Gesamtmarkt an PC-Grafikchips beziehen und damit inklusive der mengenmäßig überaus klar dominierenden integrierten Grafiklösungen gemeint sind. Aufgrund seiner guten Verkaufszahlen an PC-Prozessoren konnte deswegen Intel in dieser Statistik weiter zulegen, während AMD etwas verlor und nVidia auf dem gleichen Stand blieb – womit sehr deutlich wird, daß in dieser Statistik die Bewegungen auf dem Prozessorenmarkt inzwischen weitaus wichtiger sind als die Bewegungen auf dem Markt der eigentlichen Grafikchips. Zu letzterem haben Jon Peddie Research derzeit keine bedeutsamen neuen Daten zu vermelden – sollte dies noch passieren, werden wir dies natürlich nachreichen und ins Verhältnis zu den früheren Daten hierzu bringen.

In der Foren-Diskussion bezüglich der Meldung über die ersten Tests zu Ivy Bridge DualCore-Desktopmodellen wurde mehrfach eine andere Ansicht zur Frage einer höheren Pro-MHz-Performance durch einen besseren TurboMode geäußert. Gemäß dieser anderen Ansicht steigert der TurboMode schließlich nur die Taktrate, bringt also seine Mehrperformance auf einem schlicht höheren Takt und damit keine höhere Pro-MHz-Performance, wenn man diese Gleichung wörtlich nimmt. Das ganze ist sicherlich ein streitbares Thema, aber wir denken, daß hierbei eine andere Herangehensweise besser ist. Diese ergibt sich aus dem Punkt, daß der Turbo-Takt aller aktuellen Prozessoren zum einen keine garantierte Größe darstellt, sondern je nach PC-System und Anwendung schwanken kann – und zum anderen daran, daß es ein Definitionsproblem gibt, welchen Turbo-Takt man nun ansetzen soll: Denjenigen, der auf alle CPU-Kerne wirkt oder den höchstmöglichen Turbo-Takt, welcher unter Umständen nur bei alleiniger Belastung eines einzelnen Rechenkerns zur Anwendung kommt.

Letztere Entscheidung wird um so diffiziler, als daß es bei AMD einen solchen Turbo-Takt für einen einzelnen Rechenkern gar nicht gibt – der niedrigste TurboCore-Takt bei AMD belastet die Hälfte der Rechenkerne, was bei einem Achtkern-Prozessor immerhin schon vier Rechenkerne sind. So ist es die vielleicht bessere Entscheidung, hier generell immer nur mit der Referenz-Taktrate zu rechnen und nicht mit den schwankenden und nicht definitionssicheren Turbo-Taktraten. Mit dieser Methode gewinnt man zudem den Zusatzpunkt, einen besser in der Praxis wirkenden TurboMode bei nominell taktgleichen Prozessoren – wie zwischen Nehalem und Sandy Bridge oder auch (schwächer) zwischen Sandy Bridge und Ivy Bridge – auch entsprechend nachweisen zu können. Zudem liegen schließlich nahezu alle Benchmarks im Web eben mit TurboMode vor, werden auch die allermeisten Beurteilungen auf Basis dieser Benchmarks getroffen – angesichts dieser Ausgangssituation ist es wohl nicht besonders sinnvoll, das künstliche Herausrechnen des TurboMode zugunsten einer definitionsmäßig perfekten Pro-MHz-Beurteilung anzustreben.

Für eine Tiefen-Beurteilung sind natürlich beide Werte von Nutzen – eine reine Pro-MHz-Performance, für welche der diesbezüglich potentiell verfälschende TurboMode am besten ausgeschaltet ist, und ein Pro-MHz-Wert über den ganzen Prozessor, welcher dann auch den Effekt des TurboMode mit einschließt. Letztlich ist dies alles eine Frage, an welchem Ankerpunkt man das ganze bemisst: Und hier würden wir im Normalfall den Referenztakt eines Prozessors im Vorteil sehen – wenn man zwei gleich getaktete Prozessoren unterschiedlicher Modellserien vor sich hat, dann fragt man nach dem Pro-MHz-Unterschied quer über alle Features hinweg, um eine vergleichende Performance-Aussage zu erhalten. Kaum jemand stellt dieselbe Rechnung allerdings auf Basis der jeweiligen TurboMode-Taktraten auf, dies ist einfach unüblich. Deswegen erscheint es uns für eine wirklichkeitsnahe Betrachung als sinnvoller, auch den Effekt des TurboMode/TurboCore in die Pro-MHz-Performance eines Prozessors mit einfließen zu lassen.

Seitens Jon Peddie Research liegen Zahlen zu den Grafikchip-Marktanteilen im Q2/2012 vor - welche sich wie üblich auf den Gesamtmarkt an PC-Grafikchips beziehen und damit inklusive der mengenmäßig überaus klar dominierenden integrierten Grafiklösungen gemeint sind. Aufgrund seiner guten Verkaufszahlen an PC-Prozessoren konnte deswegen Intel in dieser Statistik weiter zulegen, während AMD etwas verlor und nVidia auf dem gleichen Stand blieb - womit sehr deutlich wird, daß in dieser Statistik die Bewegungen auf dem Prozessorenmarkt inzwischen weitaus wichtiger sind als die Bewegungen auf dem Markt der eigentlichen Grafikchips. Zu letzterem haben Jon Peddie Research derzeit keine bedeutsamen neuen Daten zu vermelden - sollte dies noch passieren, werden wir dies natürlich nachreichen und ins Verhältnis zu den früheren Daten hierzu bringen.

In der Foren-Diskussion bezüglich der Meldung über die ersten Tests zu Ivy Bridge DualCore-Desktopmodellen wurde mehrfach eine andere Ansicht zur Frage einer höheren Pro-MHz-Performance durch einen besseren TurboMode geäußert. Gemäß dieser anderen Ansicht steigert der TurboMode schließlich nur die Taktrate, bringt also seine Mehrperformance auf einem schlicht höheren Takt und damit keine höhere Pro-MHz-Performance, wenn man diese Gleichung wörtlich nimmt. Das ganze ist sicherlich ein streitbares Thema, aber wir denken, daß hierbei eine andere Herangehensweise besser ist. Diese ergibt sich aus dem Punkt, daß der Turbo-Takt aller aktuellen Prozessoren zum einen keine garantierte Größe darstellt, sondern je nach PC-System und Anwendung schwanken kann - und zum anderen daran, daß es ein Definitionsproblem gibt, welchen Turbo-Takt man nun ansetzen soll: Denjenigen, der auf alle CPU-Kerne wirkt oder den höchstmöglichen Turbo-Takt, welcher unter Umständen nur bei alleiniger Belastung eines einzelnen Rechenkerns zur Anwendung kommt.

Letztere Entscheidung wird um so diffiziler, als daß es bei AMD einen solchen Turbo-Takt für einen einzelnen Rechenkern gar nicht gibt - der niedrigste TurboCore-Takt bei AMD belastet die Hälfte der Rechenkerne, was bei einem Achtkern-Prozessor immerhin schon vier Rechenkerne sind. So ist es die vielleicht bessere Entscheidung, hier generell immer nur mit der Referenz-Taktrate zu rechnen und nicht mit den schwankenden und nicht definitionssicheren Turbo-Taktraten. Mit dieser Methode gewinnt man zudem den Zusatzpunkt, einen besser in der Praxis wirkenden TurboMode bei nominell taktgleichen Prozessoren - wie zwischen Nehalem und Sandy Bridge oder auch (schwächer) zwischen Sandy Bridge und Ivy Bridge - auch entsprechend nachweisen zu können. Zudem liegen schließlich nahezu alle Benchmarks im Web eben mit TurboMode vor, werden auch die allermeisten Beurteilungen auf Basis dieser Benchmarks getroffen - angesichts dieser Ausgangssituation ist es wohl nicht besonders sinnvoll, das künstliche Herausrechnen des TurboMode zugunsten einer definitionsmäßig perfekten Pro-MHz-Beurteilung anzustreben.

Für eine Tiefen-Beurteilung sind natürlich beide Werte von Nutzen - eine reine Pro-MHz-Performance, für welche der diesbezüglich potentiell verfälschende TurboMode am besten ausgeschaltet ist, und ein Pro-MHz-Wert über den ganzen Prozessor, welcher dann auch den Effekt des TurboMode mit einschließt. Letztlich ist dies alles eine Frage, an welchem Ankerpunkt man das ganze bemisst: Und hier würden wir im Normalfall den Referenztakt eines Prozessors im Vorteil sehen - wenn man zwei gleich getaktete Prozessoren unterschiedlicher Modellserien vor sich hat, dann fragt man nach dem Pro-MHz-Unterschied quer über alle Features hinweg, um eine vergleichende Performance-Aussage zu erhalten. Kaum jemand stellt dieselbe Rechnung allerdings auf Basis der jeweiligen TurboMode-Taktraten auf, dies ist einfach unüblich. Deswegen erscheint es uns für eine wirklichkeitsnahe Betrachung als sinnvoller, auch den Effekt des TurboMode/TurboCore in die Pro-MHz-Performance eines Prozessors mit einfließen zu lassen.