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Hardware- und Nachrichten-Links des 27. Juli 2012

Zum ersten Test einer Radeon HD 7850 1GB wäre noch der wichtige Einwurf nachzureichen, daß dort, wo die reguläre Radeon HD 7850 2GB deutlich schneller ist (unter der Auflösung von 2560x1600), die absoluten Frameraten oftmals gar nicht mehr ausreichend selbst für die Radeon HD 7850 2GB sind – jedenfalls nicht unter 4x Multisampling Anti-Aliasing. Auch wenn es andere Titel mit ausreichenden Frameraten selbst unter 2560x1600 4xMSAA gibt, eine Radeon HD 7850 ist unabhängig der Speichermenge zumindest als grenzwertig für diese hohe Auflösung anzusehen – was bedeutet, daß man für 2560x1600 besser eine klar schnellere Grafikkarte erstehen sollte, welche dann sowieso immer mit 2 GB oder mehr Speicher ausgerüstet ist.

Zur Donnerstags-News und dort zu den Aussagen von Gabe Newell zum Thema Linux im Spielebereich wäre ebenfalls noch korrigierend anzufügen, daß die Interpretation, man wolle "zukünftig möglichst alle auf Steam angebotenen Spiele auch für Linux verfügbar machen" sehr freizügig ist. Gabe Newell hat im Original an dieser Stelle schlicht "We want to make it as easy as possible for the 2,500 games on Steam to run on Linux as well." gesagt, was im genauen also bedeutet, daß Steam alles in seiner Macht stehende tun wird, um Linux möglich zu machen – aber die Spieleentwickler letztlich nicht zu diesem Schritt zwingen wird. Auch wenn diese Original-Aussage also etwas schwächer als unsere (leicht fälschliche) Interpretation ausfällt, ist hier doch ein sehr beherzter Schritt in Richtung Linux zu sehen, welchen man nur begrüssen kann.

Unter anderem der Heise Newsticker berichten über die Facebook-Geschäftszahlen, welche mit höheren Kosten und weniger Umsatz und Gewinn pro User nicht gerade rosig ausfallen, hinzu kommt eine hohe Einmalbelastung und dann der (medial natürlich schon breit ausgeschlachtete) fallende Aktienkurs. Das Hauptproblem von Facebook ist dabei, daß das aktuelle Wachstum in erster Linie in den Schwellen- und Entwicklungsländern stattfindet – wo aber schon ganz natürlich das Geld nicht so locker sitzt wie in der westlichen Welt. Platt gesagt rennt Facebook derzeit in die "asiatische Falle" – viele neue Nutzer, aber zu drastisch niedrigerem Geldeinsatz pro User.

Und diesem Problem müssen sich nahezu alle IT-Firmen über kurz oder lang stellen, denn der asiatische Markt ist zwar äußerst volumen- und auch noch sehr wachstumsstark, findet dafür aber auf einem ganz anderen Preisniveau statt als von der westlichen Welt her gewohnt. Dabei vertuschen die Gerätepreise – die zwischen Asien und Europa nicht so unterschiedlich sind (300 Euro für einen Standard-PC mit Monitor in Asien, 500 Euro in Europa) – etwas die wahre Diffenz, welche vor allem bei den Zusatzleistungen liegt: Der Asiate kauft zwar mit Begeisterung ein iPad für den Gegenwert zweier Monatslöhne, bekommt aber die benötigten Apps meistens gleich beim Hardware-Händler illegal mit aufs Gerät kopiert. Dabei ist dies wohl nicht einmal böser Wille, sondern einfach nur dadurch zu begründen, daß die Hardware allein schon viel zu heftig ins persönliche Budget einschlägt, schlicht kein Geld für Software-Käufe mehr vorhanden ist.

Es wird an dieser Stelle zwar gern von den "neuen Mittelschichten" in Asien geredet, diese Redewendung verschleiert aber etwas, daß jene asiatischen Mittelschichten bei weitem nicht das Einkommensprofil von westlichen Mittelschichten aufweisen. Vielmehr kann man in Asien schnell schon mit einem Familieneinkommen von 700 Euro pro Monat zur "Mittelschicht" gezählt werden – die üblicherweise deutlich geringeren Lebenshaltungskosten (und auch Ansprüche) machen es möglich. Die westlichen Analysten müssen hier schlicht mit einkalkulieren, daß auf Basis dieser Einkommenslagen der Konsum an westlicher Technik nur eingeschränkt erfolgen kann und daß vor allem kaum ein Zusatzgeschäft über Apps etc. zu erwarten ist. Asien ist in erster Linie ein klarer LowCost-Markt – und nur, wenn man auf diese Herausforderung eine Antwort hat, wird man in Asien (und anderen Regionen mit Schwellen- und Entwicklungsländern) erfolgreiche Geschäfte machen können.

Zum ersten Test einer Radeon HD 7850 1GB wäre noch der wichtige Einwurf nachzureichen, daß dort, wo die reguläre Radeon HD 7850 2GB deutlich schneller ist (unter der Auflösung von 2560x1600), die absoluten Frameraten oftmals gar nicht mehr ausreichend selbst für die Radeon HD 7850 2GB sind - jedenfalls nicht unter 4x Multisampling Anti-Aliasing. Auch wenn es andere Titel mit ausreichenden Frameraten selbst unter 2560x1600 4xMSAA gibt, eine Radeon HD 7850 ist unabhängig der Speichermenge zumindest als grenzwertig für diese hohe Auflösung anzusehen - was bedeutet, daß man für 2560x1600 besser eine klar schnellere Grafikkarte erstehen sollte, welche dann sowieso immer mit 2 GB oder mehr Speicher ausgerüstet ist.

Zur Donnerstags-News und dort zu den Aussagen von Gabe Newell zum Thema Linux im Spielebereich wäre ebenfalls noch korrigierend anzufügen, daß die Interpretation, man wolle "zukünftig möglichst alle auf Steam angebotenen Spiele auch für Linux verfügbar machen" sehr freizügig ist. Gabe Newell hat im Original an dieser Stelle schlicht "We want to make it as easy as possible for the 2,500 games on Steam to run on Linux as well." gesagt, was im genauen also bedeutet, daß Steam alles in seiner Macht stehende tun wird, um Linux möglich zu machen - aber die Spieleentwickler letztlich nicht zu diesem Schritt zwingen wird. Auch wenn diese Original-Aussage also etwas schwächer als unsere (leicht fälschliche) Interpretation ausfällt, ist hier doch ein sehr beherzter Schritt in Richtung Linux zu sehen, welchen man nur begrüssen kann.

Unter anderem der Heise Newsticker berichten über die Facebook-Geschäftszahlen, welche mit höheren Kosten und weniger Umsatz und Gewinn pro User nicht gerade rosig ausfallen, hinzu kommt eine hohe Einmalbelastung und dann der (medial natürlich schon breit ausgeschlachtete) fallende Aktienkurs. Das Hauptproblem von Facebook ist dabei, daß das aktuelle Wachstum in erster Linie in den Schwellen- und Entwicklungsländern stattfindet - wo aber schon ganz natürlich das Geld nicht so locker sitzt wie in der westlichen Welt. Platt gesagt rennt Facebook derzeit in die "asiatische Falle" - viele neue Nutzer, aber zu drastisch niedrigerem Geldeinsatz pro User.

Und diesem Problem müssen sich nahezu alle IT-Firmen über kurz oder lang stellen, denn der asiatische Markt ist zwar äußerst volumen- und auch noch sehr wachstumsstark, findet dafür aber auf einem ganz anderen Preisniveau statt als von der westlichen Welt her gewohnt. Dabei vertuschen die Gerätepreise - die zwischen Asien und Europa nicht so unterschiedlich sind (300 Euro für einen Standard-PC mit Monitor in Asien, 500 Euro in Europa) - etwas die wahre Diffenz, welche vor allem bei den Zusatzleistungen liegt: Der Asiate kauft zwar mit Begeisterung ein iPad für den Gegenwert zweier Monatslöhne, bekommt aber die benötigten Apps meistens gleich beim Hardware-Händler illegal mit aufs Gerät kopiert. Dabei ist dies wohl nicht einmal böser Wille, sondern einfach nur dadurch zu begründen, daß die Hardware allein schon viel zu heftig ins persönliche Budget einschlägt, schlicht kein Geld für Software-Käufe mehr vorhanden ist.

Es wird an dieser Stelle zwar gern von den "neuen Mittelschichten" in Asien geredet, diese Redewendung verschleiert aber etwas, daß jene asiatischen Mittelschichten bei weitem nicht das Einkommensprofil von westlichen Mittelschichten aufweisen. Vielmehr kann man in Asien schnell schon mit einem Familieneinkommen von 700 Euro pro Monat zur "Mittelschicht" gezählt werden - die üblicherweise deutlich geringeren Lebenshaltungskosten (und auch Ansprüche) machen es möglich. Die westlichen Analysten müssen hier schlicht mit einkalkulieren, daß auf Basis dieser Einkommenslagen der Konsum an westlicher Technik nur eingeschränkt erfolgen kann und daß vor allem kaum ein Zusatzgeschäft über Apps etc. zu erwarten ist. Asien ist in erster Linie ein klarer LowCost-Markt - und nur, wenn man auf diese Herausforderung eine Antwort hat, wird man in Asien (und anderen Regionen mit Schwellen- und Entwicklungsländern) erfolgreiche Geschäfte machen können.