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Hardware- und Nachrichten-Links des 29./30. September 2016

Von Fudzilla kommt das Gerücht, der AMDs Vega-10-Chip würde für das professionelle Segment sogar noch dieses Jahr vorgestellt werden. Ob dies auch in Auslieferungen resultiert, wurde nicht explizit bestätigt und bleibt damit offen – ergo ist also auch ein Paperlaunch oder gar nur eine reine Ankündigung noch dieses Jahr zu einem dann deutlich späteren Auslieferungstermin möglich. Insbesondere im professionellen Segment ist es nicht einmal unüblich, schon monatelang vor der Auslieferung ein Produkt bereits vorzustellen – dies war beim jetzt erst so langsam ausgelieferten GP100-Chip auch nicht anders, jener wurde sogar deutlich vor allen anderen Pascal-Chips angekündigt. Insofern muß man sich aus dieser Meldung resultierend noch keinen Hoffnungen hingeben, der Vega-10-Chip würde im Consumer-Segment noch dieses Jahr aufschlagen – dazu waren AMDs diesbezügliche Aussagen zu eindeutig. Allenfalls mag AMD erkannt haben, das man derzeit mit der Auffüllung seines Portfolios zurückhängt und benutzt daher möglicherweise die Methode der (bewußt) verfrühten Ankündigung, um die wartenden Nutzer bei der Stange zu halten.

WCCF Tech zeigen zwei 3DMark11-Messungen einer GeForce GTX 1050 Ti aus dem Chiphell-Forum, welche von dort inzwischen aber schon wieder verschwunden sind. Nominell lief die Karte laut dem beigefügten GPU-Z-Screenshot auf den Referenz-Taktraten von 1290/1382/3500 MHz – aber das muß natürlich nichts sagen, viel wichtiger wäre es zu wissen, ob auch das referenzmäßige Power-Limit gesetzt war. So gesehen haben die vergleichsweise guten Ergebnisse – unter FullHD in Form des 3DMark11 in seiner Extreme-Einstellung erreicht man sogar beachtbar mehr Performance als eine GeForce GTX 960 – kaum einen großen Wert, weil dieses Ergebnis allein durch Verwendung einer werksübertakteten Karte oder einem Modell mit freigeschaltetem Power-Limit (samt extra Stromstecker) erklärbar wäre. Wo die "Grund-Performance" einer referenzmäßigen GeForce GTX 1050 Ti herauskommt, läßt sich daran also leider nicht sicher ermessen – einmal abgesehen davon das ein Benchmark kein Benchmark ist. Allenfalls kann man die Vermutung aufstellen, das die Performance der GeForce GTX 1050 Ti möglicherweise nicht nur auf dem Niveau der letzten Schätzung liegen, sondern vielleicht sogar besser als jene Schätzung herauskommen könnte.

GeForce GTX 950 GeForce GTX 960 GeForce GTX 1050 Ti
Technik 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1024/1188/3300 MHz 1024 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1127/1178/3500 MHz angbl. 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1290/1382/3500 MHz
3DMark11 Perf. (insg.) 9263 10882 10054
(+8,5%  /  -7,6%)
3DMark11 Extreme (insg.) 2985 3470 3867
(+29,5%  /  +11,4%)
Quelle der Messungen: GeForce GTX 1050 Ti von WCCF Tech, GeForce GTX 950 & 960 von TweakPC

Nachdem nun auch noch der Spiegel darüber berichtet, muß man es wohl doch erwähnen: Aktuelle Browser belasten mit ihrer vorherige-Sitzung-wiederherstellen-Funktion den benutzten Datenträger ziemlich stark – mit bis zu 35 GB Schreibleistung am Tag. Hierbei wird für den Fall eines Browser- oder PC-Absturzes ein Cache mit den aktuell geöffneten Seiten aufgebaut, welcher auch sehr schnell aktualisiert wird und damit bei intensivem Surfen automatisch eine hohe Aktivität auf dem Datenträger nach sich zieht. Für herkömmliche Magnetspeicher-Festplatten (HDDs) mag dies kein großes Problem sein, aber für SSDs ist diese hohe Belastung zweifelhaft im Sinne des (eher seltenen) Nutzwerts der Funktion. Zumindest für den Firefox-Browser gibt es allerdings eine Lösung in Form dessen, das Cache-Interval von original 15 Sekunden einfach zu verlängert – damit kann man die durch Firefox ausgelöste SSD-Schreiblast dramatisch reduzieren. Allerdings sollte man sich von dieser Meldung auch nicht verrückt machen lasen: Die vorgenannte Schreibleistung von bis zu 35 GB am Tag liegt noch im Rahmen der typischen Garantieversprechungen – und wie Langzeittests ausdrücklich nachgewiesen haben, halten SSDs in der Praxis viel länger durch als was die Hersteller als Garantie angeben. (Forendiskussion zum Meldung)