
Wie Hardwareluxx thematisieren, sind GeForce RTX 5090 Grafikkarten in Deutschland zuletzt nochmals teurer geworden, forciert durch ein klar zurückgehendes Angebotslevel – so dass kurzfristig sogar ein Wakü-Modell das günstigste Angebot war. Inzwischen ist eigentlich nichts mehr unterhalb von 3200 Euro zu bekommen, zumindest gemäß Geizhals-Preisvergleich (alternativ ist über den Deal-Ticker der ComputerBase noch günstigeres zu finden). Selbige Deals dürften aber auch schnell zu Ende gehen, denn nur innerhalb des Tages ging es beim Geizhals-Preisvergleich von 3000 auf 3200 Euro nach oben – ein klares Anzeichen auf laufend weiter steigende Preise und für die Einzelhändler mit Deal-Angeboten (leider) ein Anreiz, auch deren Preise noch anzuheben. Nachdem es bei der GeForce RTX 5090 in den letzten zwei Jahresmonaten eine gewisse preisliche Ruhe gab, geht es nun doch wieder beachtbar nach oben – hinein in Preisregionen, welche an die ersten Verkaufstage dieser Grafikkarte erinnern. Dabei steht der Dollar/Euro-Kurs eigentlich günstig genug, dass der US-Listenpreis von 1999 Dollar einen Euro-Verkaufspreis von ca. 2040 Euro ermöglichen sollte. Die aktuellen Abgabepreise ergeben somit eine Preisübertreibung bei der GeForce RTX 5090 von immerhin schon +57%.
| Grafikkarten | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | 29.12. | 12.1. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Radeon RX 9060 XT 8GB | 299€ | 297€ | 279€ | 279€ | 259€ | 269€ | 284€ | 297€ |
| Radeon RX 9060 XT 16GB | 359€ | 349€ | 329€ | 349€ | 339€ | 349€ | 363€ | 380€ |
| Radeon RX 9070 16GB | 620€ | 589€ | 549€ | 541€ | 539€ | 529€ | 529€ | 589€ |
| Radeon RX 9070 XT 16GB | 659€ | 659€ | 639€ | 619€ | 609€ | 593€ | 619€ | 669€ |
| Arc B570 10GB | 215€ | 188€ | 185€ | 200€ | 217€ | 217€ | 206€ | 221€ |
| Arc B580 12GB | 253€ | 249€ | 239€ | 256€ | 239€ | 239€ | 239€ | 242€ |
| GeForce RTX 5050 8GB | 252€ | 249€ | 232€ | 237€ | 243€ | 233€ | 239€ | 239€ |
| GeForce RTX 5060 8GB | 286€ | 285€ | 288€ | 289€ | 279€ | 277€ | 281€ | 289€ |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | 359€ | 350€ | 341€ | 350€ | 339€ | 348€ | 349€ | 363€ |
| GeForce RTX 5060 Ti 16GB | 415€ | 428€ | 416€ | 419€ | 419€ | 411€ | 429€ | 479€ |
| GeForce RTX 5070 12GB | 549€ | 531€ | 529€ | 530€ | 529€ | 526€ | 529€ | 540€ |
| GeForce RTX 5070 Ti 16GB | 799€ | 769€ | 766€ | 762€ | 755€ | 749€ | 749€ | 837€ |
| GeForce RTX 5080 16GB | 1096€ | 1029€ | 1027€ | 1019€ | 1019€ | 1009€ | 1079€ | 1179€ |
| GeForce RTX 5090 32GB | 2289€ | 2345€ | 2319€ | 2449€ | 2628€ | 2689€ | 2689€ | 3199€ |
| Preisindex (Ø 14 Produkte) | 106% | 103% | 100% | 102% | 101% | 101% | 103% | 110% |
| monatliche Preissteigerung | - | –2,6% | –3,0% | +1,9% | –0,5% | –0,1% | - | +8,9% |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum (sofern nicht genauer benannt) jeweils Wochenende zur Monatsmitte | ||||||||
Allerdings ist dies mitnichten ein Problem der GeForce RTX 5090 allein, denn zuletzt sind die Grafikkarten-Preise in Deutschland ganz allgemein gestiegen, gegenüber dem Stand von Mitte Dezember um im Schnitt +8,9% (nur bei der GeForce RTX 5090: +19,0%). Hier mischen sich dann auch einige Grafikkarten unter, deren Preise sich kaum bewegt haben, jener Durchschnitt zeigt also noch nicht das volle Ausmaß einzelner Preissteigerungen. Nach oben gegangen sind dabei insbesondere die Preislagen der größeren sowie VRAM-starken Grafikkarten, letzteres ist sehr deutlich an der Differenz der beiden VRAM-Ausführungen der GeForce RTX 5060 Ti zu sehen: Gegenüber der Dezember-Mitte ging das 8-GB-Modell um +4,3% nach oben, das 16-GB-Modell hingegen um +16,5%. Bei den Grafikkarten von AMD & Intel ist diese neue Preistendenz zwar auch schon zu sehen, aber nicht immer bereits derart klar. Nachdem sich die Preise des Grafikkarten-Markt im letzten halben Jahr gerade im Schnitt nur wenig bewegt hatten, sind diese +8,9% für nahezu einen ganzen Monat Differenz schon bemerkenswert viel. Man kann somit sagen, dass die Speicherkrise nunmehr auch im Grafikkarten-Markt angekommen ist.
Die ComputerBase hat ihren Benchmark-Vergleich zur Panther Lake iGPU nun noch um zwei weitere Wertereihen ergänzt, welche zum einen Strix Point und zum anderen Strix Halo mit jeweils 65 Watt aufbieten. Augenscheinlich wurde dabei jenes Powerlimit seitens der Tester explizit forciert, denn die benutzten Gerätschaften haben original wohl andere andere Powerlimits (entgegen der CB-Angabe 54/54W beim Beelink SER9 sowie bis zu 140W beim Beelink GTR9 Pro). Schade, dass dies nicht etwas genauer ausgeführt wurde, damit man sich sicher sein kann, dass hier auch wirklich vergleichbare Powerlimits anliegen. Zu beachten wäre auch, dass wenn man regulär auf 54W spezifizierte Geräte auf 65W betreibt, dann das Kühlsystem hierfür nicht geeignet sein könnte (bei dieser geringen Differenz aber nicht besonders wahrscheinlich). So oder so nähert man sich nun langsam dem Kern der Sache: Denn Strix Point gewinnt auffällig wenig zwischen 33 und 65 Watt SoC-Stromverbrauch, die große Performance-Differenz gegenüber der iGPU von Panther Lake bleibt weitgehend erhalten.
| ComputerBase | CPU | GPU | TDP | Spiele-Perf. |
|---|---|---|---|---|
| Ada Lovelace | Ryzen 9 7940HS | GeForce RTX 4070 Laptop | GPU: 115+25W | 156% |
| Strix Halo | Ryzen AI Max+ 395 | Radeon 8060S | SoC: @65W | 137% |
| Panther Lake | Core Ultra X9 388H | Arc B390 | SoC: 65/80W (?) | 100% |
| Strix Point #2 | Ryzen AI 9 HX 370 | Radeon 890M | SoC: @65W | 56% |
| Strix Point #1 | Ryzen AI 9 HX 370 | Radeon 890M | SoC: 33W | 50% |
| gemäß der Benchmarks der ComputerBase unter 3 Spielen mit FullHD Medium/High +Upscaler | ||||
Strix Point ist somit bei weitem kein Gegner der neuen Intel-iGPU, da muß AMD dann wirklich schon Strix Halo auffahren. Jenes lag im gestern besprochenen Notebookcheck-Test noch um +94% vor Panther Lake, dies allerdings auf Basis eines SoC-Powerlimits von 120/160 Watt. Insofern die ComputerBase dies für ihren Nachtest korrekt auf 65 Watt im Dauerbetrieb heruntergetrieben hat (somit äquivalent zu Panther Lake), schafft Strix Halo damit noch einen Performance-Vorteil von +37% – auf den anderen Tests der ComputerBase, aber im groben dürfte die Richtung stimmen. Strix Halo bleibt also TDP-normiert vorn, allerdings ist vom satten Vorsprung unter voller TDP das meiste nunmehr weg. Dafür braucht Strix Halo dann den deutlich höheren Silizium-Aufwand und zugleich auch spezielle Platinen, welche mit dem 256-Bit-Speicherinterface dieser Platform zurechtkommen (selten verbaut und somit für die Hersteller teurer). Die iGPU von Panther Lake ist somit weitaus effizienter angelegt bezüglich Silizium-Aufwand und ergo Massenmarkt-Tauglichkeit. Das gestrige Fazit läßt sich somit bestätigen: Panther Lake ist die derzeit klar beste Lösung im mittleren iGPU-Bereich.
Der offizielle X-Account liefert die Systemanforderungen für "007: First Light", dem am 27. Mai erscheinenden nächsten PC-Abenteuer mit James Bond. Die Anforderungen sind mit nur zwei Hardware-Kategorien vergleichsweise schmal gehalten und geben damit auch nur Aussagen für FullHD-Bedürfnisse ab – zumindest lassen sich jene augenscheinlich auch mit älterer Mainstream- bis Midrange-Hardware gut erfüllen. Prozessoren-seitig scheint das Spiel weitgehend anspruchslos zu sein, bei den Grafikkarten gehen die Hardware-Empfehlungen (wie gesagt für FullHD) auch nicht über GeForce RTX 3060 Ti oder Radeon RX 6700 XT hinaus – die wäre mit den aktuellen Grafikkarten-Serien schon von GeForce RTX 5060 oder Radeon RX 9060 XT 8GB zu erreichen. Einzig hoch angesetzt sind die nominellen VRAM-Anforderungen, welche beim Minimum schon 8 GB sehen, bei der Empfehlung dann 12 GB. Wie realistisch diese Angaben sind, bleibt aber streitbar, denn der Spieleentwickler notierte nVidia-seitig zweimalig Grafikkarten, welche dieser VRAM-Anforderung gar nicht gerecht werden: Die GeForce GTX 1660 hat nur 6 anstatt 8 GB, die GeForce RTX 3060 Ti dann nur 8 anstatt 12 GB VRAM.
| offizielle PC-Systemanforderungen für "007: First Light" | ||
|---|---|---|
| Minimum | Empfehlung | |
| gedacht für | FullHD @ 30 fps | FullHD @ 60 fps |
| System | Windows 10/11 64-Bit, 80 GB freier Festplatten-Platz | |
| CPU | Core i5-9500K oder Ryzen 5 3500 | Core i5-13500 oder Ryzen 5 7600 |
| Speicher | 16 GB RAM + 8 GB VRAM | 32 GB RAM + 12 GB VRAM |
| Grafik | GeForce GTX 1660 oder Radeon RX 5700 | GeForce RTX 3060 Ti oder Radeon RX 6700 XT |