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News des 17. Februar 2023

AMDs X3D-Prozessor "Ryzen 9 7950X3D" ist in zwei Benchmarks aufgetaucht, einmal im Geekbench 5 seitens BenchLeaks @ Twitter und einmal unter Blender seitens HXL @ Twitter. Irgendetwas zum X3D-Cache kann man hierbei natürlich nicht erfahren, an dieser Stelle interessiert nur der Performance-Abschlag, welchen das Takt- und TDP-schwächere X3D-Modell einstecken muß. Normalerweise ist der Geekbench zwar nicht wirklich geeignet für derart genaue Vergleiche, allerdings deckt sich dessen Multithread-Ergebnis perfekt mit dem, was im Blender-Benchmark herauskam: –5,4% unter Multithread lautet beiderseits das Resultat, flankiert von –1,6% im Singlethread-Test des Geekbench.

Hardware GB5 ST GB5 MT Blender
Ryzen 9 7950X Zen 4, 16C/32T, 4.5/5.7 GHz, 16+64 MB L2+L3, 170W TDP 2191 23091 590,3
Ryzen 9 7950X3D Zen 4, 16C/32T, 4.2/5.7 GHz, 16+128 MB L2+L3, 120W TDP 2157 21841 558,6
Differenz –300 MHz Base-Takt, +64 MB L3-Cache, –50W TDP –1,6% –5,4% –5,4%
Datenquellen: Ryzen 9 7950X @ Geekbench, Ryzen 9 7950X3D @ Geekbench, beide Prozessoren @ Blender

Dies sieht schon erst einmal ganz praktikabel aus für 300 MHz weniger Basetakt und vor allem den nicht unerheblichen Nachteil bei der TDP (wobei weiterhin unklar ist, ob hieraus auch ein Nachteil beim echten Power-Limit resultiert). Die gänzlich gleiche Anwendungs-Performance war von den X3D-Modellen sowieso nicht zu erwarten, ansonsten hätte AMD nicht diese abweichenden Spezifikationen (zu den regulären X3-Modellen) angesetzt. Mit diesem gewissen Nachteil könnte ein Spieler sicherlich leben – wobei dies natürlich für die anderen X3D-Modelle genauso explizit nachzuprüfen wäre, speziell der Ryzen 7 7800X3D hat schließlich auch einen um –400 MHz großen Rückschritt beim maximalen Boost-Takt zu verkraften. Zu den beiden großen X3D-Modellen wäre die nächste wichtige Frage dann jene nach der Eignung bei Spielen, welche mit X3D-Speicher schlecht zurechtkommen. Hierbei könnte es möglicherweise hilfreich sein, dass bei den beiden großen X3D-Modellen der extra Cache nur auf einem der beiden CCX sitzt.

Damit könnte das jeweils X3D-freie CCX bei jenen Spielen zum Einsatz kommen, welche eben jenen X3D-Speicher nicht mögen – das beste aus beiden Welten sozusagen. Dies ist dann prinzipbedingt beim Ryzen 7 7800X3D nicht möglich (nur ein CCX vorhanden, welches demzufolge X3D-bestückt wird), jener Prozessor könnte eine deutlich andere Performance-Charakteristik als Ryzen 9 7900X3D & 7950X3D aufweisen. Nicht umsonst schickt AMD die beiden größeren X3D-Modelle bereits am 28. Februar ins Rennen, den Ryzen 7 7800X3D dann hingegen erst am 6. April. Hier steht durchaus zu vermuten, dass man erst einmal ein positives Echo mittels der beiden größeren X3D-Modelle abgrasen will, ehe dann die eigentlichen Offenbarung im Midrange-Segment ansteht. Natürlich ist dies kein zwingender Schluß: Der Nachteil, welchen der Ryzen 7 7800X3D sich Bauart-bedingt einhandelt, könnte klein und somit für Spieler genauso negierbar sein.

VideoCardz berichten über mehrere seitens der südkoreanischen Funkregulierungs-Behörde RRA notierten neuen AMD-Grafikboards. Genannt wurde das Board "D70701" samt 6 Derivate hiervon, von "D70702" zu "D70707" gehend. VideoCardz ordnen dabei D70702 der "Radeon RX 7900 XTX" sowie D70704 der "Radeon RX 7900 XT" zu, zum Rest ergeben sich mehrere denkbare Auslegungen. Die weite Auslegung denkt an Grafikkarten auf Basis anderer RDNA3-Chips, sprich Navi 32 & Navi 33. Die engere Auslegung ordnet alles dem Navi-31-Chip zu, da es sich schließlich allesamt nur um Derivate desselben Grafikboards handeln soll. Die anderen 5 Varianten sind denkbarerweise Profi-Varianten, eventuell auch Testboards, OEM-Ausführungen oder andere Spezial-Varianten. Damit insgesamt 7 Grafikboards zu erreichen ist möglich – während hingegen ein komplettes Grafikkarten-Portfolio basierend auf drei Grafikchips kaum nur auf 7 Grafikboards insgesamt daherkommt.

nVidia hat für seine nächste GTC (Graphics Technology Conference) am 20-23. März wieder eine "Keynote" angesetzt, welche wohl seitens CEO Jensen Huang am 21. März um 16 Uhr deutscher Zeit als Livestream-Event bestritten wird. Exakte Aussagen zur Thematik dieser Keynote gibt es (logischerweise) noch nicht, insbesondere einen eventuell geplanten Vorstellungs-Termin würde man natürlich besonders gut (bis zu diesem Datum) zurückhalten. Denkbar ist es durchaus, dass nVidia zu dieser GTC-Keynote die GeForce RTX 4070 offiziell vorstellt, schließlich soll diese Grafikkarte im April an den Start gehen, da wäre eine Vorstellung Ende März nahezu perfekt. Ob es mehr als das wird, bleibt abzuwarten: Nicht unmöglich, dass auch die nachfolgenden GeForce RTX 4060 Ti & 4060 mit angekündigt werden und nVidia deren Launch dann noch innerhalb des Frühlings abhandelt.

Chip Technik TDP Segment Termin
GeForce RTX 4070 AD104-250 46 SM @ 192 Bit, 36 MB L2, 12 GB GDDR6X 200W Midrange angbl. April 2023
Radeon RX 7600 XT Navi 33 32 CU @ 128 Bit, 32 MB IF$, 8 GB GDDR6 180W Mainstream angbl. Q2/2023
Radeon RX 7600 Navi 33 28 CU @ 128 Bit, 32 MB IF$, 8 GB GDDR6 140W Mainstream angbl. Q2/2023
GeForce RTX 4060 Ti AD106-350 34 SM @ 128 Bit, 32 MB L2, 8 GB GDDR6 160W Mainstream möglw. Q2/2023
GeForce RTX 4060 AD107-400 24 SM @ 128 Bit, 24 MB L2, 8 GB GDDR6 115W Mainstream möglw. Q2/2023
Radeon RX 7800 XT Navi 32 60 CU @ 256 Bit, 64 MB IF$, 16 GB GDDR6 280W Midrange möglw. Q3/2023
Radeon RX 7700 XT Navi 32 48 CU @ 192 Bit, 48 MB IF$, 12 GB GDDR6 225W Midrange möglw. Q3/2023
GeForce RTX 4050 AD107 ~16-18 SM @ 128 Bit, ? MB L2, 8 GB GDDR6 ? Mainstream möglw. Q3/2023
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basierend auf Gerüchten & Annahmen