
Twitterer Vectral weist auf erste Modell-Daten zu den P-Core-only-Modellen von Bartlett Lake hin, VideoCardz liefern dann alle (bisher) bekannten Modell-Daten, inklusive auch der (schon releasten) Hybrid-Modelle von Bartlett Lake, welche schlicht die bekannten Alder-Lake- und Raptor-Lake-Dies bemühen. Das besonderes sind aber eben die reinen P-Kern-Modelle, da es deren Kernanzahl von 10 bzw. 12 P-Kernen bei Raptor Lake nicht gibt, sprich hierfür ein tatsächlich eigenständiges Stück Silizium im Einsatz ist. Nachfolgend sind die Modelldaten der reinen P-Kern-Modelle von Bartlett Lake aufgeführt, wobei sich die Modellnummern noch nach den üblichen TDPs von 65 Watt anhören. Die größten Modelle von Bartlett Lake sollen allerdings auch TDPs von 125 Watt erreichen, sogar unter dem K-Suffix – allerdings ohne Übertaktungsfähigkeit, dies wird im hiermit angepeilten Network/Edge-Segment auch nicht benötigt. Dies dürfte sich mit der Zeit noch alles klären, denn augenscheinlich biegt nun auch Bartlett Lake auf die Zielgerade ein, laut Twitterer Haze (wie bekannt) für einen Marktstart im März.
| BTL (P-Core-only) | Kerne | Takt | L2+L3 | iGPU | TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| Core 9 273PQE | 12P/24T | ?/5.9 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Core 9 273PE | 12P/24T | ?/5.7 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Core 9 273PTE | 12P/24T | ?/5.5 GHz | 24+36 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Core 7 253PQE | 10P/20T | ?/5.7 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Core 7 253PE | 10P/20T | ?/5.5 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Core 7 253PTE | 10P/20T | ?/5.4 GHz | 20+33 MB | Xe-LP, 32 EU | ? |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||
Nachzutragen von der CES 2026 ist noch Qualcomms Vorstellung der Snapdragon X2 Plus Modelle X2P-64-100 & X2P-42-100, CNX Software liefern die hierzu wohl detaillierteste Spezifikations-Auflistung. Die Plus-Modelle müssen mit weniger CPU-Kernen auf klar weniger Spitzentakt und augenscheinlich nur der Hälfte der iGPU auskommen, die anderen Grunddaten sind allerdings gleich zu den Elite-Modellen (Speichersupport mit bis zu LPDDR5X/9523 und NPU mit 80 TOPs). Jene werden alle gemeinsam dann im Laufe des ersten Halbjahrs in kaufbare Notebooks überführt werden, erst dann lohnen sich ernsthafte Performance-Betrachtungen. Die Benchmarks von PCMag mit verschiedenen Snapdragon-2-Prozessoren wurden hingegen auf Qualcomm Referenz-Notebooks durchgeführt, welche sich in der Vergangenheit als wenig (bis gar nicht) zielführend zur Performance-Abschätzung realer Snapdragon-Gerätschaften erwiesen hat.
| CPU-Kerne | CPU-Takt (MT/ST) | Cache | iGPU | Interface | |
|---|---|---|---|---|---|
| Snapdragon X2 Elite Extreme X2E-96-100 | 18C (12+6) | ≤4.4/5.0 GHz | 53 MB | Adreno X2-90 @ ≤1.85 GHz | 192-bit LPDDR5X/9523 |
| Snapdragon X2 Elite X2E-88-100 | 18C (12+6) | ≤4.0/4.7 GHz | 53 MB | Adreno X2-90 @ ≤1.7 GHz | 128-bit LPDDR5X/9523 |
| Snapdragon X2 Elite X2E-80-100 | 12C (6+6) | ≤4.0/4.7 GHz | 34 MB | Adreno X2-85 @ ≤1.7 GHz | 128-bit LPDDR5X/9523 |
| Snapdragon X2 Plus X2P-64-100 | 10C (6+4) | ≤4.0 GHz | 34 MB | Adreno X2-45 @ ≤1.7 GHz | 128-bit LPDDR5X/9523 |
| Snapdragon X2 Plus X2P-42-100 | 6C (6+0) | ≤4.0 GHz | 22 MB | Adreno X2-45 @ ≤0.9 GHz | 128-bit LPDDR5X/9523 |
VideoCardz berichten mit Quellverweis auf das ungarische Prohardver von einer Lieferpriorisierung nun auch bei AMD, nachdem nVidia bereits ein solches Schema eingeführt haben soll. Danach will AMD die Radeon RX 9070 XT gegenüber der Radeon RX 9070 non-XT priorisieren, bei Knappheit an GDDR-Lieferungen ergo eher das XT-Modell als das non-XT-Modell herstellen. Dies ergibt aus AMDs Sicht überaus Sinn, denn die non-XT-Variante hat nahezu denselben Kostenpunkt, aber niedrigere Abgabepreise, welche man auch nicht beliebig steigern kann – im Gegensatz zur XT-Variante, welche sich erfahrungsgemäß auch zu höheren Preispunkten noch gut verkauft. Nicht genannt wurde eine Priorisierung bei den Radeon RX 9060 XT Modellen, aber hier dürfte logischerweise die 8GB-Variante der 16GB-Variante vorgezogen werden, letztere hat einfach das viel ungünstigere Verhältnis von erzielbarem Umsatz zu VRAM-Bedarf. Ja nach konkreter Schwere der GDDR-Knappheit dürfte dies in Folge die Preise von Radeon RX 9060 XT 16GB sowie Radeon RX 9070 non-XT stärker anziehen lassen – oder auch dazu führen, dass jene Karten teilweise gar nicht mehr erhältlich sind.
Die PC Games Hardware hat sich mit der Spiele-Performance von Windows vs Linux unter verschiedenen aktuellen Grafikkarten von AMD, Intel und nVidia beschäftigt. Hierbei gab es erstaunlich hohe Performanceabschläge von nVidia- und Intel-Grafikkarten beim Wechsel von Windows 11 auf Linux (hierfür benutzt: CachyOS mit Linux-Kernel 6.17.9.2 und Mesa 25.2.7-2): nVidias RTX50-Modelle verloren dabei meistens um –23%, was auch nur minimal Auflösungs- oder Karten-abhängig war. Intels Arc B580 verlor hingegen gleich um ca. –44%, während AMDs Grafikkarten allesamt nur im Bereich einstelliger Prozentverluste blieben. Anders formuliert kann AMD die Performance seiner Grafikkarten unter Linux hochhalten, während nVidia im mittleren Bereich sowie Intel im hohen Bereich verliert. Damit gerät dann auch die Performanceordnung "durcheinander", denn während unter Windows 11 eine GeForce RTX 5080 natürlich (deutlich) vor der Radeon RX 9070 XT liegt, liegt unter Linux hingegen das AMD-Modell (minimal) vorn. Die Grafikkarten-Wahl für Linux sowie auch die nächsten Aufgaben von Intel & nVidia bei ihrem Treibersupport sollten somit klar sein.
| Performanceverlust Win11 → Linux | FullHD/1080p | WQHD/1440p | 4K/2160p |
|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5070 | –22% | –23% | –22% |
| GeForce RTX 5070 Ti | –23% | –23% | –23% |
| GeForce RTX 4080 | –11% | –11% | –12% |
| GeForce RTX 5080 | –23% | –24% | –24% |
| GeForce RTX 5090 | –23% | –25% | –23% |
| Arc B580 | –45% | –44% | –43% |
| Radeon RX 9060 XT 16GB | –6% | –6% | –6% |
| Radeon RX 7800 XT | –0,2% | –1% | –2% |
| Radeon RX 9070 | –4% | –4% | –4% |
| Radeon RX 9070 XT | –5% | –5% | –6% |
| gemäß der Benchmarks der PC Games Hardware unter 10 Spiele-Titeln | |||
Matrox @ X weisen auf 50 Jahre Matrox hin. Der kanadische Hersteller lieferte seit Ende der 70er Jahre PC-Grafikkarten und konnte sich zu den Zeiten der analogen Displayausgänge den Ruf erarbeiten, die Grafikkarten mit dem besten Displaysignal zu liefern. Vom Anbruch der 3D-Zeit wurde man zwar – wie faktisch die meisten der alteingesessenen Grafikchip-Entwickler – überrascht, konnte dann aber mit G100, G200, G400 & G450 dennoch gutklassige Beschleuniger liefern, welche auch weiterhin die Matrox-Stärke des besten Displaysignals mit sich brachten. Dennoch erreichte Matrox zu 3D-Zeiten nie mehr diese Marktmacht wie früher noch und zog sich Anfang der 2000er Jahre (nach dem Fehlschlag mit der Matrox Parhelia) aus der Weiterentwicklung von 3D-Grafikkarten und in Nischenmärkte zurück. Hierzu dürfte auch beigetragen haben, dass Matrox seinerzeit seine Karten selbst hergestellt und vertrieben hat, im Gegensatz zu nVidia – welche hierfür eine Vielzahl an Grafikkarten-Herstellern an der Hand hatten. Wie auch bei 3dfx fehlte Matrox also die Markt- und Marketingmacht der vielen Anbieter, man trat faktisch mit einer Matrox-Karten gegen ein Dutzend nVidia-basierte Karten (derselben Chip-Grundlage) an. Im seinerzeit gewählten Nischenmarkt für professionelle Zwecke ist Matrox auch jetzt noch aktiv, in der Vergangenheit mittels älteren eigenen Grafikchips und inzwischen über den Zukauf von Intel-Grafikchips.