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News des 28. März 2024

Twitterer Momomo war sehr aktiv beim Stöbern in der Import/Export-Datenbank von NBD und hat neben vielen Prototypen zu kommenden Server-Prozessoren von AMD (u.a. neuer Codename "Breithorn") sowie der Mobile-Lösungen "Strix Point" und "Fire Range" auch zwei Exemplare von "Granite Ridge" erspäht, den Desktop-Ausführungen von AMDs Zen 5. Nominell zeigt dies nur AMDs laufende Arbeit zur Vorbereitung von Zen 5 an, irgendeinen Hinweis auf genauere Zeitpläne ergibt sich hieraus allerdings nicht (da nicht bekannt ist, für welchen Arbeitsschritt diese Verschiffungen stattfanden). Allerdings ergibt sich dennoch ein ziemlicher Aufreger wegen der hiermit genannten Stromverbrauchs-Angaben: 105 Watt für den Sechskerner sowie gleich 170 Watt für den Achtkerner. Bei ersterem enstpricht dies dem TDP-Stand von Zen 4, bei zweiterem würde dies eine drastische TDP-Anhebung bedeuten.

    AMD "Granite Ridge" Prototypen

  • 6 CPU-Kerne, 105W, A0  (Quelle)
  • 8 CPU-Kerne, 170W, B0  (Quelle)

Logischerweise muß die CPU nicht dauerhaft derart viel verbrauchen – aber gleichzeitig darf sie eben dann auch so viel ziehen, bzw. mittels des PPT sogar +35% mehr als die TDP-Angabe (im Fall des Achtkerners somit 230W). Dies erscheint allein schon deswegen zu hoch, weil die Chipfläche eines Achtkerners mit demzufolge nur einem CCD zu klein sein dürfte, um die bei 230W PPT entstehende Abwärme überhaupt abführen zu können. Hier kann man fast nur darauf hoffen, dass dies alles nicht ganz derart kommt, wie es sich derzeit mittels dieser Angabe zeigt – welche ein Fehler sein könnte oder auch auf einer abgewandelten PPT-Berechnung basieren könnte. AMDs Stromverbrauchs-Steigerungen bei Zen 4 sind nur deswegen (halbwegs) durchgegangen, weil Intel in dieser Frage vorgelegt hatte. Ob dies nochmals durchgehen könnte, wäre allerdings zu bezweifeln – auch weil Intel den Prozessoren-Stromverbrauch derzeit wohl nicht noch weiter zu steigern gedenkt.

Auf Intel-Seite hat der Twitterer zudem auch einiges an Protoype-Bewegungen entdeckt: So jene zu "Arrow Lake" und "Lunar Lake" – welche in ihrer Gleichzeitigkeit andeuten, dass Lunar Lake es wohl noch zu einem 2024er Release schaffen dürfte. Und vor allem aber zu Intels "Battlemage" in den beiden Chip-Ausführungen G10 (großer Chip) und G21 (kleiner Chip) – ganz so wie es eine 2022er Intel-Roadmap versprochen hatte. Die Shipping-Angaben enthalten leider keine Details zur Hardware dieser kommenden Intel-Grafikchips, womit man hierzu weiterhin auf die wechselhaften Angaben der Gerüchteküche angewiesen ist. Auch eine Terminangabe zum Erscheinen entsprechender Desktop-Grafikkarten läßt sich hieraus nicht ableiten.

Intel BMG-G21 Intel BMG-G10/G31
Hardware lt. MLID 40 Xe-Kerne, 192 Bit GDDR6(X)-Interface, 12 GB GDDR6(X), 271mm², SKU-Varianten mit 32/40 Xe 64 Xe-Kerne, 256 Bit GDDR6(X)-Interface, 16 GB GDDR6(X), 387mm², SKU-Varianten mit 48/56/64 Xe
Hardware lt. RGT (alt) 40 Xe-Kerne, 192 Bit GDDR6-Interface, GDDR6 @ 20 Gbps, 18 MB L2-Cache, PCI Express 5.0 x8, ~250mm² Chipfläche 56 Xe-Kerne, höhere Taktraten, 192 Bit GDDR6-Interface, 12 GB GDDR6 @ 20 Gbps, 8 MB L2-Cache, 512 MB "Adamantine Cache"
Hardware lt. RGT (neu) 20 Xe-Kerne, 192 Bit GDDR6-Interface, GDDR6 @ 20 Gbps, 16 MB L2-Cache, PCI Express 5.0 x8, ~250mm² Chipfläche 32 Xe-Kerne, Taktraten "high 2 GHz", 256 Bit GDDR6(X)-Interface, 16 GB GDDR6(X), 24-32 MB L2-Cache, Chipfläche ähnlich AD103 (379mm²)
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen

Phoronix berichten über das kommende Ende von Intels 6. CPU-Familie. Jene wurde mal mit dem Pentium Pro anno 1995 in Nachfolge des Pentium-Prozessors (5. CPU-Familie, 586er) begründet, alle nachfolgenden Intel-Prozessoren von Pentium II/III/IV zu Core 1/2/i laufen Intel-intern weiterhin als 6. CPU-Familie bzw. 686er. Laut von Phoronix eingesehenen Linux-Patches wird Intel zukünftig allerdings den Sprung wagen und eine zukünftige Intel-Generation dann voraussichtlich als 7. CPU-Familie bzw. 786er laufen lassen. Welche das sein wird, ist allerdings noch nicht heraus. Zugleich gaben jene Intel-Patches auch einige bislang noch nicht genannte Codename von zukünftigen Intel-Prozessoren her: "Adams Lake" ist ein zukünftiger Consumer-Prozessor, "Cooper Forest" hingegen ein zukünftiger Server-Prozessor. Zugleich wurden die neue Core-Codenamen "Douglas Cove" (wahrschl. P-Kerne) sowie "Sheldonmont" (wahrschl. E-Kerne) genannt, wegen der Zeitgleichheit gehören jene anzunehmenderweise zu "Adams Lake".

Fertigung CPU-Architekturen max. Kerne iGPU Sockel Ausrichtung Release
Alder Lake Intel 7 Golden Cove + Gracemont 8P+8E/24T Xe LGA1700 Desktop & Mobile 4. Nov. 2021
Raptor Lake Intel 7 Raptor Cove + Gracemont 8P+16E/32T Xe LGA1700 Desktop & Mobile (tlw. mit ADL-Dies) 20. Okt. 2022
Raptor Lake Refresh Intel 7 Raptor Cove + Gracemont 8P+16E/32T Xe LGA1700 Desktop & HX-Mobile (tlw. mit ADL-Dies) 17. Okt. 2023
Meteor Lake Intel 4 Redwood Cove + Crestmont 6P+8E+2LP/22T Xe LGA1851 rein Mobile (kein HX) 14. Dez. 2023
Arrow Lake 20A + N3B Lion Cove + Skymont 8P+16E/24T Xe LGA1851 Desktop & Mobile Ende 2024
Lunar Lake TSMC N3B Lion Cove + Skymont 4P+4E/8T Xe2 rein UltraMobile Ende 2024
Arrow Lake Refresh 20A + N3B Lion Cove + Skymont 8P+32E/40T ? LGA1851 Desktop & Mobile H2/2025
Panther Lake Intel 18A Cougar Cove + Darkmont 4P+8E+4LP Xe3 ? rein Mobile (kein H/HX) Q4/25-H1/26
Nova Lake 14/16A + N2P ? + Arctic Wolf 16P+32E+4LP ? ? Desktop & Mobile H2/2026
Adams Lake ? Douglas Cove & Sheldonmont ? ? ? ? ?
Hinweise: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basierend auf Gerüchten & Annahmen: Fertigung bezogen jeweils nur auf die CPU- & GPU-Tiles

Mit dem Erscheinen des RayTracing-Patches für Diablo IV hat das Spiel nun auch offizielle PC-Systemanforderungen mit RayTracing-Einsatz bekommen. Die entsprechene Blizzard-Supportseite bietet zwar recht erschöpfende Informationen, hat jedoch augenscheinlich die Minimum- und Medium-Anforderungen auf Grafikkarten-Seite vertauscht (was nachfolgend ausgebessert wurde). Dabei ist Grafikkarten-Power entscheidend, wenn man sich an RayTracing unter Diablo IV wagen will – denn genauso wie das Spiel unter Raster-Rendering kein Grafikkarten-Prüfstein ist, dreht sich dies unter RayTracing ins glatte Gegenteil um. Ein kurzer Test der ComputerBase bestätigt dies eindrucksvoll: Mit einer GeForce RTX 4070 wurden unter der WQHD-Auflösung aus 133 fps ohne RayTracing nur noch 49 fps auf "RayTracing hoch" – was noch nicht einmal die höchste RayTracing-Stufe darstellt.

offizielle PC-Systemanforderungen für "Diablo IV"  (für Raster-Rendering)
Minimum "Medium" "High" "Ultra 4K"
gedacht für 720p@FHD "Low" @ 30 fps FullHD "Medium" @ 60 fps FullHD "High" @ 60 fps 4K "Ultra" @ 60 fps
System Windows 10/11 64-Bit, DirectX 12, 90 GB freier Festplatten-Platz, SSD empfohlen
CPU Core i5-2500K oder FX-8350 Core i5-4670K oder Ryzen 3 1300X Core i7-8700K oder Ryzen 7 2700X Core i7-8700K oder Ryzen 7 2700X
Speicher 8 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM 32 GB RAM
Grafik GeForce GTX 660 oder Radeon R9 280 oder Arc A380 GeForce GTX 970 oder Radeon RX 470 oder Arc A380 GeForce RTX 2060 oder Radeon RX 5700 XT oder Arc A770 GeForce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT
offizielle PC-Systemanforderungen für "Diablo IV" mit RayTracing
Minimum "Medium" "High" "Ultra 4K"
gedacht für FullHD "RT min" @ 30 fps FullHD "RT Medium" @ 60 fps FullHD "RT High" @ 60 fps 4K "RT Ultra" @ 60 fps
System Windows 10/11 64-Bit, DirectX 12, 90 GB freier Festplatten-Platz, SSD empfohlen
CPU Core i7-8700K oder Ryzen 7 2700X Core i7-10700 oder Ryzen 7 5800X Core i7-10700 oder Ryzen 7 5800X Core i7-12900 oder Ryzen 9 7900X
Speicher 16 GB RAM + 8 GB VRAM 16 GB RAM 32 GB RAM 32 GB RAM
Grafik RTX-GPU mit 8GB oder RDNA2-GPU mit 8GB oder Arc A7xx GeForce RTX 2060 (mit DLSS) oder Radeon RX 6800 XT oder Arc A770 GeForce RTX 4060 (mit DLSS) GeForce RTX 4080 (mit DLSS +FG)