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News des 26. April 2011

Da zu der Übersichtsliste der LowCost- und Mainstream-Beschleuniger die Frage aufgetaucht war, wie sich diesbezüglich integrierte Beschleuniger einordnen lassen, sind wir dieser Frage noch einmal nachgegangen und haben nachfolgend auch die aktuellen integrierten AMD- und Intel-Beschleuniger mit eingearbeitet. Die besten Hinweise auf die Performance dieser Grafiklösungen liefern dabei die Artikel von HT4U und der ComputerBase – wobei die vorliegenden Datenbasis dennoch vergleichsweise gering ist und die gemachten "rund"-Angaben bei der Performance somit absolut gerechtfertigt sind. Zu beachten wären bei diesen auch die großen relativen Unterschiede, welche zwischen den schwachen Lösungen trotz vermeintlich geringer absoluter Unterschiede liegen: Eine Radeon HD 6450 DDR3 bei 35% Performance-Index und eine GeForce G210 DDR2 bei 20% Performance-Index mögen optisch nahe beieinanderliegen, relativ gesehen ist die AMD-Karte in diesem Vergleich aber um satte 75% schneller.

Technik Performance-Index Spiele-Verbrauch Preislage
GeForce 210 DDR2 DirectX 10.1, nVidia GT218, 16 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 589/1402/500 MHz ~20% 15W ab 24 Euro
Radeon HD 6310 DirectX 11, AMD Bobcat, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI (shared), 500/667 MHz ~20% integrierte Lösung
HD Graphics DirectX 10, Intel Nehalem, 12 SE, 128 Bit SI (shared), 733/667 MHz ~20% integrierte Lösung
Radeon HD 4290 DirectX 10.1, AMD 890GX, 40 SE, 4 TMUs, 4 ROPs, 128 Bit SI (shared), 700/667 MHz, Sideport 64-128 MB ~20% integrierte Lösung
HD Graphics 2000 DirectX 10.1, Intel Sandy Bridge, 6 SE, 128 Bit SI (shared), 850/667 MHz, Turbo @ 1100 MHz ~25% integrierte Lösung
GeForce G210 DDR3 DirectX 10.1, nVidia GT218, 16 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 589/1402/800 MHz ~25% 18W ab 28 Euro
Radeon HD 4350 DDR2 DirectX 10, AMD RV710, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 600/500 MHz ~30% 17W ab 24 Euro
Radeon HD 4550 DDR3 DirectX 10, AMD RV710, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 600/800 MHz 35% 18W ab 24 Euro
Radeon HD 5450 DDR3 DirectX 11, AMD RV810/Cedar, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 650/800 MHz 35% 14W ab 24 Euro
HD Graphics 3000 DirectX 10.1, Intel Sandy Bridge, 12 SE, 128 Bit SI (shared), 850/667 MHz, Turbo @ 1350 MHz ~35% integrierte Lösung
Radeon HD 6450 DDR3 DirectX 11, AMD RV910/Caicos, 160 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 750/800 MHz ~50% ~20W ab 33 Euro
GeForce GT 220 DDR2 DirectX 10.1, nVidia GT216, 48 SE, 16 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 625/1360/400 MHz ~50% ~30W ab 32 Euro
Radeon HD 4650 DDR2 DirectX 10, AMD RV730, 320 SE, 32 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 600/400 MHz ~50% ~40W ab 31 Euro
Radeon HD 5550 DDR2 DirectX 11, AMD RV830/Redwood, 320 SE, 16 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 550/400 MHz ~55% ~30W ab 41 Euro
GeForce GT 520 DDR3 DirectX 11, nVidia GF119, 48 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 810/1620/900 MHz 55% ~20W ab 41 Euro
Radeon HD 6450 GDDR5 DirectX 11, AMD RV910/Caicos, 160 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 750/1800 MHz 60% 28W noch nicht verfügbar
(Listenpreis 55$)
Radeon HD 5570 DDR3 DirectX 11, AMD RV830/Redwood, 400 SE, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 650/900 MHz 100% 32W ab 46 Euro

Innerhalb der integrierten Beschleuniger ergibt sich dagegen das Bild, daß es erst einmal eine Gruppe von Radeon HD 6310 (Bobcat), HD Graphics (Nehalem) und Radeon HD 4290 (890GX) mit einer grob ähnlichen Performance gibt, welche in Desktop-Maßstäben in etwa die Performance der GeForce 210 DDR2 erreichen – der langsamsten heute noch breit angebotenen Grafikkarte. Die HD Graphics 2000 von Sandy Bridge ist dann bemerkbar schneller auf dem Niveau der GeForce G210 DDR3 und die HD Graphics 3000 von Sandy Bridge legt dann noch einmal dick was obendrauf und kommt in Desktop-Maßstäben in etwa auf der Performance der Radeon HD 5450 DDR3 heraus. Damit erreichen die integrierten Grafiklösungen ganz grob das Performance der früheren LowCost-Lösungen – sind aber weiterhin um den Faktor 2 und mehr von den neuen LowCost-Lösungen GeForce GT 520 und Radeon HD 6450 entfernt. Daß man mit den neuen integrierten Grafiklösungen den LowCost-Sektor von der Performance her ein- und überholen wollte, hat sich also bisher noch nicht bewahrheitet.

Dies kann allein die kommende Llano-Prozessorenarchitektur mit den dort verbauten Radeon-Grafikchips mit bis zu 400 Shader-Einheiten richten. Mangels Vorhandsein aller Daten zu diesen neuen integrierten Grafiklösungen und vor allem auch der Unsicherheit, wie diese Grafikchips der Mainstream-Klasse mit dem integrierten Llano-Speicherinterface zurechtkommen (bisher gibt es diesbezüglich nur Erfahrungen aus dem LowCost-Bereich), läßt sich die Performance einer "Radeon HD 6550" im Llano-Prozessor derzeit nur grob schätzen, aber es sollte durchaus in Richtung der (voraufgeführten) Radeon HD 5570 DDR3 gehen – im Sinne des Performance-Index könnte diese Radeon HD 6550 bei irgendwo zwischen 70% bis 90% herauskommen. Dies könnte nahe des Mainstream-Segments sein, aber bei größerer Speicherlimitierung durchaus auch nur etwas besser als das aktuelle LowCost-Segment – was abzuwarten bliebe, genaueres können dann nur entsprechende Tests ergeben.

In den Osternews schon verlinkt, aber noch nicht extra gewürdigt ist ein Test der Core i3-2100 & 2120 Prozessoren seitens der ComputerBase. Diese neuen Zweikern-Modelle auf Sandy-Bridge-Basis werden eher selten getestet, weil man nur zwei Rechenkerne eigentlich schon des längerem nicht mehr empfiehlt. Aufgrund der Pro/MHz-Steigerungen durch Sandy Bridge und auch der besseren Ausnutzung von HyperThreading durch neue Software kommen diese Zweikern-Modelle aber erstaunlich gut mit und kommen sogar Nehalem-Vierkernern nahe bzw. überrunden die altgedienten Recken aus der Core-2-Quad-Prozessorenserie. Hochgerechnet reicht es sogar aus, um mit einem auf ca. 3.6 GHz übertakteten Core 2 Quad mithalten zu können – auf einem Zweikern-Prozessor ohne Übertaktung wohlgemerkt. Hierzu trägt vor allem das HyperThreading-Feature der beiden Sandy-Bridge-Prozessoren bei, damit gewinnen diese unter Anwendungen ca. 14 Prozent und unter Spielen (640x480) ca. 19 Prozent hinzu.

Technik Anwendungen Spiele (640x480) Verbrauch Gesamtsystem Preislage
Core i3-2120 Sandy Bridge, 2 Kerne + HT, 3.3 GHz 90% 96% 124W ab 114 Euro
Core i3-2100 Sandy Bridge, 2 Kerne + HT, 3.1 GHz 86% 91% 118W ab 96 Euro
Phenom II X4 975 K10.5, 4 Kerne, 3.6 GHz 96% 86% 191W ab 158 Euro
Core 2 Quad Q9550 Core 2, 4 Kerne, 2.83 GHz 86% 73% 172W ab 201 Euro
Core i5-760 Nehalem, 4 Kerne, 2.8 GHz + TM 100% 100% 159W ab 163 Euro

Dies ist zwar weniger, als eine ausgereifte Vierkern-Optimierung bringen kann, aber da nicht jede Anwendung und nicht jedes Spiel über so eine Optimierung verfügt, kommen die Zweikern-Modelle mit der "Sparlösung" HyperThreading trotzdem recht weit. Das schnellere Modell in Form des Core i3-2120 kann sogar von seiner Spieleperformance her in etwas auf der Höhe des Core i5-750 eingeordnet werden, was dann schon alle Achtung wert wäre. Da diese Zweikern-Modelle eine anständige Preislage und einen exzellent niedrigen Stromverbrauch aufweisen, lohnen sie sich doch für gewisse Anwendungsfälle selbst im Spieleeinsatz: Für ein HighEnd-System nimmt man zwar weiterhin einen Vierkerner, aber dort, wo nur eine mittelprächtige Performance bei gleichzeitig wenig Stromverbrauch gewünscht wird, sind die Sandy-Bridge-Zweikerner (mit HyperThreading) eine Überlegung wert.

Breit diskutiert wird aktuell über die bei PCInlife aufgetauchten Hinweise auf die Taktraten von AMDs Bulldozer-Prozessoren geredet, es sind in diesem chinesischen Forum einige Tabellen mit Erläuterungen zu den für Bulldozer geplanten OPN-Nummern zu sehen. Dabei werden zwischen 2.4 und 3.2 GHz Grundtakt genannt, welche unter TurboCore-Einsatz um 500 und 1000 MHz erhöht werden – dies ist je nach Prozessor sehr unterschiedlich. Es handelt sich um insgesamt 18 Modelle, welche sich allerdings neben den Taktraten auch noch in der Anzahl der Rechenkerne (4, 6 oder 8) oder dem Nicht-/Vorhandensein des Level3-Caches von 8 MB unterscheiden können. Genaueres läßt sich derzeit noch nicht sagen, da die vollständigen OPN-Nummern nicht vorliegen, so daß sich die genannten Taktfrequenzen nicht einer Anzahl an Rechenkernen zuordnen lassen. Mitzunehmen läßt sich also nur der Taktraten-Bereich, in welchem AMD offenbar antreten will – was nebenbei gesagt etwas weniger ist als bisher vermutet wurde, denn da ging man von 3.5 GHz Grundtakt und einem TurboCore-Takt von 4.2 GHz aus.

Gulli berichten zu den nächsten Spielekonsolen: Erstens hat Nintendo nunmehr bestätigt, am 7. Juni diesen Jahres einen Wii-Nachfolger vorzustellen, zu dessen Innereien und zum Verkaufsstart gibt es derzeit aber nur Spekulationen. Während jene terminlich bei Nintendo auf das Jahr 2012 gehen, gibt es andererseits (angeblich) brancheninterne Meldungen, daß von Microsoft und Sony vor 2014 gar nichts neues kommen würde – gesetzt den Fall, die neue Nintendo-Konsole setzt die beiden anderen Hersteller nicht zu stark unter Druck. Letzteres hängt in erster Linie vom Konzept Nintendos ab, denn technologisch ist es kein Problem, selbst mit einem nur mittelpreisigem Gerät Xbox 360 und Playstation 3 deutlich abzuhängen. Ob Nintendo sich allerdings so weit aus dem Fenster lehnen will – gerade nach dem Erfolg des sehr abweichenden Wii-Konzepts – ist die eigentliche Frage. Gut möglich, daß Nintendo auch einfach nur eine Konsole etwas besser als Xbox 360 und Playstation 3 bringt, sich an die aktuelle Spieleentwicklung dieser beiden Konsolen dranhängt und dann versucht, mit anderen Features wie dem Controller oder möglicherweise Stereo-3D zu punkten.

Da zu der Übersichtsliste der LowCost- und Mainstream-Beschleuniger die Frage aufgetaucht war, wie sich diesbezüglich integrierte Beschleuniger einordnen lassen, sind wir dieser Frage noch einmal nachgegangen und haben nachfolgend auch die aktuellen integrierten AMD- und Intel-Beschleuniger mit eingearbeitet. Die besten Hinweise auf die Performance dieser Grafiklösungen liefern dabei die Artikel von HT4U und der ComputerBase - wobei die vorliegenden Datenbasis dennoch vergleichsweise gering ist und die gemachten "rund"-Angaben bei der Performance somit absolut gerechtfertigt sind. Zu beachten wären bei diesen auch die großen relativen Unterschiede, welche zwischen den schwachen Lösungen trotz vermeintlich geringer absoluter Unterschiede liegen: Eine Radeon HD 6450 DDR3 bei 35% Performance-Index und eine GeForce G210 DDR2 bei 20% Performance-Index mögen optisch nahe beieinanderliegen, relativ gesehen ist die AMD-Karte in diesem Vergleich aber um satte 75% schneller.





Technik
Performance-Index
Spiele-Verbrauch
Preislage





GeForce 210 DDR2
DirectX 10.1, nVidia GT218, 16 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 589/1402/500 MHz
~20%
15W
ab 24 Euro



Radeon HD 6310
DirectX 11, AMD Bobcat, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI (shared), 500/667 MHz
~20%
integrierte Lösung



HD Graphics
DirectX 10, Intel Nehalem, 12 SE, 128 Bit SI (shared), 733/667 MHz
~20%
integrierte Lösung



Radeon HD 4290
DirectX 10.1, AMD 890GX, 40 SE, 4 TMUs, 4 ROPs, 128 Bit SI (shared), 700/667 MHz, Sideport 64-128 MB
~20%
integrierte Lösung



HD Graphics 2000
DirectX 10.1, Intel Sandy Bridge, 6 SE, 128 Bit SI (shared), 850/667 MHz, Turbo @ 1100 MHz
~25%
integrierte Lösung



GeForce G210 DDR3
DirectX 10.1, nVidia GT218, 16 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 589/1402/800 MHz
~25%
18W
ab 28 Euro



Radeon HD 4350 DDR2
DirectX 10, AMD RV710, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 600/500 MHz
~30%
17W
ab 24 Euro



Radeon HD 4550 DDR3
DirectX 10, AMD RV710, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 600/800 MHz
35%
18W
ab 24 Euro



Radeon HD 5450 DDR3
DirectX 11, AMD RV810/Cedar, 80 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 650/800 MHz
35%
14W
ab 24 Euro



HD Graphics 3000
DirectX 10.1, Intel Sandy Bridge, 12 SE, 128 Bit SI (shared), 850/667 MHz, Turbo @ 1350 MHz
~35%
integrierte Lösung



Radeon HD 6450 DDR3
DirectX 11, AMD RV910/Caicos, 160 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 750/800 MHz
~50%
~20W
ab 33 Euro



GeForce GT 220 DDR2
DirectX 10.1, nVidia GT216, 48 SE, 16 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 625/1360/400 MHz
~50%
~30W
ab 32 Euro



Radeon HD 4650 DDR2
DirectX 10, AMD RV730, 320 SE, 32 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 600/400 MHz
~50%
~40W
ab 31 Euro



Radeon HD 5550 DDR2
DirectX 11, AMD RV830/Redwood, 320 SE, 16 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 550/400 MHz
~55%
~30W
ab 41 Euro



GeForce GT 520 DDR3
DirectX 11, nVidia GF119, 48 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 810/1620/900 MHz
55%
~20W
ab 41 Euro



Radeon HD 6450 GDDR5
DirectX 11, AMD RV910/Caicos, 160 SE, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit SI, 750/1800 MHz
60%
28W
noch nicht verfügbar

(Listenpreis 55$)



Radeon HD 5570 DDR3
DirectX 11, AMD RV830/Redwood, 400 SE, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit SI, 650/900 MHz
100%
32W
ab 46 Euro





Innerhalb der integrierten Beschleuniger ergibt sich dagegen das Bild, daß es erst einmal eine Gruppe von Radeon HD 6310 (Bobcat), HD Graphics (Nehalem) und Radeon HD 4290 (890GX) mit einer grob ähnlichen Performance gibt, welche in Desktop-Maßstäben in etwa die Performance der GeForce 210 DDR2 erreichen - der langsamsten heute noch breit angebotenen Grafikkarte. Die HD Graphics 2000 von Sandy Bridge ist dann bemerkbar schneller auf dem Niveau der GeForce G210 DDR3 und die HD Graphics 3000 von Sandy Bridge legt dann noch einmal dick was obendrauf und kommt in Desktop-Maßstäben in etwa auf der Performance der Radeon HD 5450 DDR3 heraus. Damit erreichen die integrierten Grafiklösungen ganz grob das Performance der früheren LowCost-Lösungen - sind aber weiterhin um den Faktor 2 und mehr von den neuen LowCost-Lösungen GeForce GT 520 und Radeon HD 6450 entfernt. Daß man mit den neuen integrierten Grafiklösungen den LowCost-Sektor von der Performance her ein- und überholen wollte, hat sich also bisher noch nicht bewahrheitet.

Dies kann allein die kommende Llano-Prozessorenarchitektur mit den dort verbauten Radeon-Grafikchips mit bis zu 400 Shader-Einheiten richten. Mangels Vorhandsein aller Daten zu diesen neuen integrierten Grafiklösungen und vor allem auch der Unsicherheit, wie diese Grafikchips der Mainstream-Klasse mit dem integrierten Llano-Speicherinterface zurechtkommen (bisher gibt es diesbezüglich nur Erfahrungen aus dem LowCost-Bereich), läßt sich die Performance einer "Radeon HD 6550" im Llano-Prozessor derzeit nur grob schätzen, aber es sollte durchaus in Richtung der (voraufgeführten) Radeon HD 5570 DDR3 gehen - im Sinne des Performance-Index könnte diese Radeon HD 6550 bei irgendwo zwischen 70% bis 90% herauskommen. Dies könnte nahe des Mainstream-Segments sein, aber bei größerer Speicherlimitierung durchaus auch nur etwas besser als das aktuelle LowCost-Segment - was abzuwarten bliebe, genaueres können dann nur entsprechende Tests ergeben.

In den Osternews schon verlinkt, aber noch nicht extra gewürdigt ist ein Test der Core i3-2100 & 2120 Prozessoren seitens der ComputerBase. Diese neuen Zweikern-Modelle auf Sandy-Bridge-Basis werden eher selten getestet, weil man nur zwei Rechenkerne eigentlich schon des längerem nicht mehr empfiehlt. Aufgrund der Pro/MHz-Steigerungen durch Sandy Bridge und auch der besseren Ausnutzung von HyperThreading durch neue Software kommen diese Zweikern-Modelle aber erstaunlich gut mit und kommen sogar Nehalem-Vierkernern nahe bzw. überrunden die altgedienten Recken aus der Core-2-Quad-Prozessorenserie. Hochgerechnet reicht es sogar aus, um mit einem auf ca. 3.6 GHz übertakteten Core 2 Quad mithalten zu können - auf einem Zweikern-Prozessor ohne Übertaktung wohlgemerkt. Hierzu trägt vor allem das HyperThreading-Feature der beiden Sandy-Bridge-Prozessoren bei, damit gewinnen diese unter Anwendungen ca. 14 Prozent und unter Spielen (640x480) ca. 19 Prozent hinzu.





Technik
Anwendungen
Spiele (640x480)
Verbrauch Gesamtsystem
Preislage





Core i3-2120
Sandy Bridge, 2 Kerne + HT, 3.3 GHz
90%
96%
124W
ab 114 Euro



Core i3-2100
Sandy Bridge, 2 Kerne + HT, 3.1 GHz
86%
91%
118W
ab 96 Euro



Phenom II X4 975
K10.5, 4 Kerne, 3.6 GHz
96%
86%
191W
ab 158 Euro



Core 2 Quad Q9550
Core 2, 4 Kerne, 2.83 GHz
86%
73%
172W
ab 201 Euro



Core i5-760
Nehalem, 4 Kerne, 2.8 GHz + TM
100%
100%
159W
ab 163 Euro





Dies ist zwar weniger, als eine ausgereifte Vierkern-Optimierung bringen kann, aber da nicht jede Anwendung und nicht jedes Spiel über so eine Optimierung verfügt, kommen die Zweikern-Modelle mit der "Sparlösung" HyperThreading trotzdem recht weit. Das schnellere Modell in Form des Core i3-2120 kann sogar von seiner Spieleperformance her in etwas auf der Höhe des Core i5-750 eingeordnet werden, was dann schon alle Achtung wert wäre. Da diese Zweikern-Modelle eine anständige Preislage und einen exzellent niedrigen Stromverbrauch aufweisen, lohnen sie sich doch für gewisse Anwendungsfälle selbst im Spieleeinsatz: Für ein HighEnd-System nimmt man zwar weiterhin einen Vierkerner, aber dort, wo nur eine mittelprächtige Performance bei gleichzeitig wenig Stromverbrauch gewünscht wird, sind die Sandy-Bridge-Zweikerner (mit HyperThreading) eine Überlegung wert.

Breit diskutiert wird aktuell über die bei PCInlife aufgetauchten Hinweise auf die Taktraten von AMDs Bulldozer-Prozessoren geredet, es sind in diesem chinesischen Forum einige Tabellen mit Erläuterungen zu den für Bulldozer geplanten OPN-Nummern zu sehen. Dabei werden zwischen 2.4 und 3.2 GHz Grundtakt genannt, welche unter TurboCore-Einsatz um 500 und 1000 MHz erhöht werden - dies ist je nach Prozessor sehr unterschiedlich. Es handelt sich um insgesamt 18 Modelle, welche sich allerdings neben den Taktraten auch noch in der Anzahl der Rechenkerne (4, 6 oder 8) oder dem Nicht-/Vorhandensein des Level3-Caches von 8 MB unterscheiden können. Genaueres läßt sich derzeit noch nicht sagen, da die vollständigen OPN-Nummern nicht vorliegen, so daß sich die genannten Taktfrequenzen nicht einer Anzahl an Rechenkernen zuordnen lassen. Mitzunehmen läßt sich also nur der Taktraten-Bereich, in welchem AMD offenbar antreten will - was nebenbei gesagt etwas weniger ist als bisher vermutet wurde, denn da ging man von 3.5 GHz Grundtakt und einem TurboCore-Takt von 4.2 GHz aus.

Gulli berichten zu den nächsten Spielekonsolen: Erstens hat Nintendo nunmehr bestätigt, am 7. Juni diesen Jahres einen Wii-Nachfolger vorzustellen, zu dessen Innereien und zum Verkaufsstart gibt es derzeit aber nur Spekulationen. Während jene terminlich bei Nintendo auf das Jahr 2012 gehen, gibt es andererseits (angeblich) brancheninterne Meldungen, daß von Microsoft und Sony vor 2014 gar nichts neues kommen würde - gesetzt den Fall, die neue Nintendo-Konsole setzt die beiden anderen Hersteller nicht zu stark unter Druck. Letzteres hängt in erster Linie vom Konzept Nintendos ab, denn technologisch ist es kein Problem, selbst mit einem nur mittelpreisigem Gerät Xbox 360 und Playstation 3 deutlich abzuhängen. Ob Nintendo sich allerdings so weit aus dem Fenster lehnen will - gerade nach dem Erfolg des sehr abweichenden Wii-Konzepts - ist die eigentliche Frage. Gut möglich, daß Nintendo auch einfach nur eine Konsole etwas besser als Xbox 360 und Playstation 3 bringt, sich an die aktuelle Spieleentwicklung dieser beiden Konsolen dranhängt und dann versucht, mit anderen Features wie dem Controller oder möglicherweise Stereo-3D zu punkten.