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News des 31. Mai 2011

Gestern schon verlinkt wurden die Computex-Bilder der Asus MARS II von TechPowerUp, mittels welcher Asus faktisch eine DualChip GeForce GTX 580 auflegt – verbaut werden zwei GF110-Grafikchips nicht mit den Taktraten der GeForce GTX 590 (607/1215/1707 MHz), sondern mit den Taktraten der GeForce GTX 580 (772/1544/2004 MHz). Wie kürzlich schon einmal ausgeführt, dürfte das gerade so im Rahmen des technisch machbaren liegen, allerdings muß man bei einer solch hochgetakteten Karte dann auch mit einem Spiele-Stromverbrauch nahe 500 Watt rechnen – nicht um sonst verbaut Asus gleich drei (!) 8polige Stromstecker, welche gemäß der PCI-Express-Spezifikation eine Stromzufuhr von 525 Watt zur Verfügung stellen. Entgegen früheren Meldungen scheinen dagegen noch höhere Taktraten als bei der GeForce GTX 580 vom Tisch – diese hatten wir auch angezweifelt, weil zwar der GF110-Chip durchaus noch höhere Taktraten verträgt, zwei Chips auf einer Karte aber dann nahezu unlösbare thermische Probleme und eine exorbiante Leistungsaufnahme verursachen würden. Mit den Taktraten der GeForce GTX 580 ist die Asus MARS II auch so potent genug, um sich mehr als deutlich (+20%) von der regulären GeForce GTX 590 absetzen zu können – natürlich kommt jedoch nichts besseres heraus, als daß, was zwei GeForce GTX 580 Karten unter SLI jetzt schon leisten können.

Laut BSN hat MSI das erste Mainboard mit PCI Express 3.0 Grafikkarten-Steckplatz vorgestellt – interessanterweise auf einr Platine mit Z68-Chipsatz. Nutzbar ist diese Funktionalität damit derzeit natürlich noch nicht, bei der Z68-Plattform liegt das PCI Express Interface für den Grafikkarten-Steckplatz in der CPU selber und momentan gibt es noch keine Sockel-1155-CPUs mit entsprechendem PCI Express 3.0 Interface. Allerdings kann man PCI Express 3.0 auf einem Z68-Mainboard als Aufrüstungs-Vorteil sehen: Wenn man im Jahr 2012 die Sandy-Bridge-CPU gegen eine Ivy-Bridge-CPU austauschen sollte, kommt man automatisch in den Genuß von PCI Express 3.0 – zumindest wenn die installierte Grafikkarte dies beherrscht. Das Auftauchen eines solchen Mainboards ist zudem ein deutlicher Hinweis darauf, daß PCI Express 3.0 spruchreif wird – höchstwahrscheinlich wird die kommende Grafikchip-Generation in Form von AMDs Southern-Islands-Architektur und nVidias Kepler-Architektur zum Jahreswechsel 2011/2012 durchgehend über PCI Express 3.0 Interfaces verfügen.

Auf der Computex hat AMD die schon vermeldete Verschiebung der Bulldozer-Prozessoren gemäß HT4U offiziell bestätigt. Der neue offizielle Termin lautet nun "Spätsommer", was technisch bis zum September gehen kann und sich damit mit den letzten inoffiziellen Informationen deckt. Die X-bit Labs bestätigen zudem die schon zu diesem Fall geäußerte Vermutung, daß das kommende B2-Stepping primär wegen des Nichterreichens der angepeilten Taktraten-Ziele mit den vorhergehenden Steppings B0 und B1 aufgelegt wird. Derzeit kommt Bulldozer mit diesen Steppings wohl auf 2.5 GHz Nominal-Takt und 3.5 GHz TurboCore-Takt, was klar unterhalb des angepeilten Taktratenziels von 3.5 GHz Nominal-Takt liegt. Der relativ hohe derzeit schon erreichte TurboCore-Takt zeigt aber womöglich an, daß das Taktratenziel durchaus erreichbar ist – eben auf Kosten eines weiteren Steppings, was allerdings einige Monate Arbeit benötigt und damit diese Terminverschiebung verursacht.

Der Planet 3DNow! vermeldet die offizielle Vorstellung von AMDs erstem Tablet-PC-CPU in Form der "Z-01 APU". Dahinter verbirgt sich allerdings kein neuer Chip bzw. Prozessorendesign, sondern schlicht die Weiterverwendung des Bobcat-Designs nun auch für Tablet-PCs: Mittels niedrigem Takt auf nur 1.0 GHz (bei allerdings zwei Rechenkernen) und niedrig getakteter Grafikeinheit (Radeon HD 6250 mit 80 Shader-Einheiten auf 280 MHz) erinnert man an den Bobcat C-50 Prozessor, unterbietet allerdings mit nur 5,9 Watt TDP dessen TDP von 9 Watt deutlich. Vermutlich passiert dies schlicht durch Produktionsselektion, das Prozessorendesign und auch die technischen Daten sind wie gesagt dieselben. Dabei dürfte jener Z-01 Prozessor sicherlich zum leistungsfähigsten gehören, was derzeit im Tablet-Bereich herumschwirrt – ganz speziell zutreffend auf die integrierte Grafiklösung mit immerhin 80 VLIW5 Shader-Einheiten, welche vermutlich deutlich mehr Power als Tegra 2 hat und eher in die Leistungsbereich des (noch nicht erhältlichem) Tegra 3 gehen dürfte.

Shortcuts: HT4U und der Heise Newsticker berichten über Multimonitoring-Lösungen mit nVidia-Grafikchips: Von Zotac kommt eine GeForce GTX 560 mit dem Support von drei Monitoren, von Galaxy eine GeForce GTX 560 Ti mit dem Support von vier Monitoren. Mit den aktuellen nVidia-Grafikchips gibt es zwar schon Multimonitoring, dieses ist jedoch zumeist auf zwei Monitore begrenzt, was im Gaming-Bereich unzureichend ist – dort sind eher drei Monitore zweckmäßig, was bislang nur die aktuellen Grafikchips von AMD anbieten. Golem berichten dagegen über einen neuen Audio-Chip seitens Creative, welche die lange Jahre verbauten Audigy-Chips ablösen soll. Technologisch erscheint der neue Chip hochwertig, allerdings liegen die Probleme von Creative eher bei der mangelhaften Windows-Unterstützung, seitdem Microsoft die proprietären Creative-APIs weitgehend von Windows Vista ausgeschlossen hat. Der neue Creative-Chip scheint jedoch mehr in die Richtung einer Qualitätsverbesserung im bestehenden Rahmen der vorgegebenen Windows-APIs zu gehen, zudem will Creative den Chip auch eher an Mainboard-Hersteller verkaufen anstatt auf extra Soundboards selber anzubieten – aber man wird sehen müssen, ob nach Jahren der weitgehenden Abstinenz noch ein bedeutsamer Markt für hochqualitative Soundlösungen existiert.

Gestern schon verlinkt wurden die Computex-Bilder der Asus MARS II von TechPowerUp, mittels welcher Asus faktisch eine DualChip GeForce GTX 580 auflegt - verbaut werden zwei GF110-Grafikchips nicht mit den Taktraten der GeForce GTX 590 (607/1215/1707 MHz), sondern mit den Taktraten der GeForce GTX 580 (772/1544/2004 MHz). Wie kürzlich schon einmal ausgeführt, dürfte das gerade so im Rahmen des technisch machbaren liegen, allerdings muß man bei einer solch hochgetakteten Karte dann auch mit einem Spiele-Stromverbrauch nahe 500 Watt rechnen - nicht um sonst verbaut Asus gleich drei (!) 8polige Stromstecker, welche gemäß der PCI-Express-Spezifikation eine Stromzufuhr von 525 Watt zur Verfügung stellen. Entgegen früheren Meldungen scheinen dagegen noch höhere Taktraten als bei der GeForce GTX 580 vom Tisch - diese hatten wir auch angezweifelt, weil zwar der GF110-Chip durchaus noch höhere Taktraten verträgt, zwei Chips auf einer Karte aber dann nahezu unlösbare thermische Probleme und eine exorbiante Leistungsaufnahme verursachen würden. Mit den Taktraten der GeForce GTX 580 ist die Asus MARS II auch so potent genug, um sich mehr als deutlich (+20%) von der regulären GeForce GTX 590 absetzen zu können - natürlich kommt jedoch nichts besseres heraus, als daß, was zwei GeForce GTX 580 Karten unter SLI jetzt schon leisten können.

Laut BSN hat MSI das erste Mainboard mit PCI Express 3.0 Grafikkarten-Steckplatz vorgestellt - interessanterweise auf einr Platine mit Z68-Chipsatz. Nutzbar ist diese Funktionalität damit derzeit natürlich noch nicht, bei der Z68-Plattform liegt das PCI Express Interface für den Grafikkarten-Steckplatz in der CPU selber und momentan gibt es noch keine Sockel-1155-CPUs mit entsprechendem PCI Express 3.0 Interface. Allerdings kann man PCI Express 3.0 auf einem Z68-Mainboard als Aufrüstungs-Vorteil sehen: Wenn man im Jahr 2012 die Sandy-Bridge-CPU gegen eine Ivy-Bridge-CPU austauschen sollte, kommt man automatisch in den Genuß von PCI Express 3.0 - zumindest wenn die installierte Grafikkarte dies beherrscht. Das Auftauchen eines solchen Mainboards ist zudem ein deutlicher Hinweis darauf, daß PCI Express 3.0 spruchreif wird - höchstwahrscheinlich wird die kommende Grafikchip-Generation in Form von AMDs Southern-Islands-Architektur und nVidias Kepler-Architektur zum Jahreswechsel 2011/2012 durchgehend über PCI Express 3.0 Interfaces verfügen.

Auf der Computex hat AMD die schon vermeldete Verschiebung der Bulldozer-Prozessoren gemäß HT4U offiziell bestätigt. Der neue offizielle Termin lautet nun "Spätsommer", was technisch bis zum September gehen kann und sich damit mit den letzten inoffiziellen Informationen deckt. Die X-bit Labs bestätigen zudem die schon zu diesem Fall geäußerte Vermutung, daß das kommende B2-Stepping primär wegen des Nichterreichens der angepeilten Taktraten-Ziele mit den vorhergehenden Steppings B0 und B1 aufgelegt wird. Derzeit kommt Bulldozer mit diesen Steppings wohl auf 2.5 GHz Nominal-Takt und 3.5 GHz TurboCore-Takt, was klar unterhalb des angepeilten Taktratenziels von 3.5 GHz Nominal-Takt liegt. Der relativ hohe derzeit schon erreichte TurboCore-Takt zeigt aber womöglich an, daß das Taktratenziel durchaus erreichbar ist - eben auf Kosten eines weiteren Steppings, was allerdings einige Monate Arbeit benötigt und damit diese Terminverschiebung verursacht.

Der Planet 3DNow! vermeldet die offizielle Vorstellung von AMDs erstem Tablet-PC-CPU in Form der "Z-01 APU". Dahinter verbirgt sich allerdings kein neuer Chip bzw. Prozessorendesign, sondern schlicht die Weiterverwendung des Bobcat-Designs nun auch für Tablet-PCs: Mittels niedrigem Takt auf nur 1.0 GHz (bei allerdings zwei Rechenkernen) und niedrig getakteter Grafikeinheit (Radeon HD 6250 mit 80 Shader-Einheiten auf 280 MHz) erinnert man an den Bobcat C-50 Prozessor, unterbietet allerdings mit nur 5,9 Watt TDP dessen TDP von 9 Watt deutlich. Vermutlich passiert dies schlicht durch Produktionsselektion, das Prozessorendesign und auch die technischen Daten sind wie gesagt dieselben. Dabei dürfte jener Z-01 Prozessor sicherlich zum leistungsfähigsten gehören, was derzeit im Tablet-Bereich herumschwirrt - ganz speziell zutreffend auf die integrierte Grafiklösung mit immerhin 80 VLIW5 Shader-Einheiten, welche vermutlich deutlich mehr Power als Tegra 2 hat und eher in die Leistungsbereich des (noch nicht erhältlichem) Tegra 3 gehen dürfte.

Shortcuts: HT4U und der Heise Newsticker berichten über Multimonitoring-Lösungen mit nVidia-Grafikchips: Von Zotac kommt eine GeForce GTX 560 mit dem Support von drei Monitoren, von Galaxy eine GeForce GTX 560 Ti mit dem Support von vier Monitoren. Mit den aktuellen nVidia-Grafikchips gibt es zwar schon Multimonitoring, dieses ist jedoch zumeist auf zwei Monitore begrenzt, was im Gaming-Bereich unzureichend ist - dort sind eher drei Monitore zweckmäßig, was bislang nur die aktuellen Grafikchips von AMD anbieten. Golem berichten dagegen über einen neuen Audio-Chip seitens Creative, welche die lange Jahre verbauten Audigy-Chips ablösen soll. Technologisch erscheint der neue Chip hochwertig, allerdings liegen die Probleme von Creative eher bei der mangelhaften Windows-Unterstützung, seitdem Microsoft die proprietären Creative-APIs weitgehend von Windows Vista ausgeschlossen hat. Der neue Creative-Chip scheint jedoch mehr in die Richtung einer Qualitätsverbesserung im bestehenden Rahmen der vorgegebenen Windows-APIs zu gehen, zudem will Creative den Chip auch eher an Mainboard-Hersteller verkaufen anstatt auf extra Soundboards selber anzubieten - aber man wird sehen müssen, ob nach Jahren der weitgehenden Abstinenz noch ein bedeutsamer Markt für hochqualitative Soundlösungen existiert.