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News des 6. Juni 2011

nVidia hat – nach GeForce GT 530 OEM und GeForce GT 545 OEM – eine weitere OEM-Grafikkarte innerhalb der GeForce 500 Serie vorgestellt, die GeForce GTX 560 Ti OEM. Diese ist jedoch keineswegs mit der regulären GeForce GTX 560 Ti zu verwechseln, sondern deutlich abweichend von dieser aufgebaut: Während für die reguläre GeForce GTX 560 Ti der GF114-Chip mit 384 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs und 256 Bit DDR Speicherinterface zum Einsatz kommt, benutzt nVidia für die GeForce GTX 560 Ti OEM den GF110-Chip und beschneidet diesen auf 352 Shader-Einheiten, 44 TMUs, 40 ROPs und 320 Bit DDR Speicherinterface. Selbst wenn diese beiden Karten halbwegs im selben Performancefeld spielen, dürfte die Performance-Charakteristik aufgrund der unterschiedlichen Hardware-Ansetzung doch sehr voneinander abweichend sein.

GeForce GTX 560 Ti GeForce GTX 560 Ti OEM GeForce GTX 570
nVidia GF114, 1950 Millionen Transistoren in 40nm auf 358mm² Die-Fläche nVidia GF110, ca. 3000 Millionen Transistoren in 40nm auf ca. 520mm² Die-Fläche
Technik DirectX 11, 2 Raster Engines, 8 Polymorph Engines mit 8 Tesselations-Einheiten, 384 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 64 SFUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface (bis GDDR5) DirectX 11, 3 oder 4 Raster Engines, 11 Polymorph Engines mit 11 Tesselations-Einheiten, 352 Shader-Einheiten, 44 TMUs, 44 SFUs, 40 ROPs, 320 Bit DDR Interface (bis GDDR5) DirectX 11, 4 Raster Engines, 15 Polymorph Engines mit 15 Tesselations-Einheiten, 480 Shader-Einheiten, 60 TMUs, 60 SFUs, 40 ROPs, 320 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
Taktraten 822/1644/2000 MHz 732/1464/1900 MHz 732/1464/1900 MHz
Speicherausbau 1024 oder 2048 MB GDDR5 1280 oder 2560 MB GDDR5 1280 oder 2560 MB GDDR5
TDP 170W 210W 219W

Gut ist dies auch am Vergleich der herauskommenden Rohleistungen zu sehen: Die reguläre GeForce GTX 560 Ti und die OEM-Ausführung dieser Karte sind sich gar nicht ähnlich, währenddessen im Vergleich zur GeForce GTX 570 die GeForce GTX 560 Ti OEM zielsicher als schlicht rechenleistungsschwächere Abwandlung der GeForce GTX 570 beschrieben werden kann. Bezüglich der Performance der GeForce GTX 560 Ti OEM wäre allerdings deren GF110-Abstammung einzurechnen, welche sich in deutlich mehr Rasterizer-Power auswirkt – wahrscheinlich liegt die GeForce GTX 560 Ti OEM damit nicht ganz so deutlich hinter der regulären GeForce GTX 560 Ti zurück, wie der Rohleistungs-Vergleich suggeriert. Trotzdem dürfte die GeForce GTX 560 Ti OEM am Ende merkbar leistungsschwächer als die reguläre GeForce GTX 560 Ti sein.

Rohleistungs-Vergleich GeForce GTX 560 Ti, 560 Ti OEM & 570

Als weiteres Gegenargument hat die GeForce GTX 560 Ti OEM zudem einen recht hohen Stromverbrauch für die gebotenen Leistung, die OEM-Karte (210W TDP) ist deutlich energie-ineffizienter als die reguläre GeForce GTX 560 Ti (170W TDP). Zu einem anständigen Preis kann man die GeForce GTX 560 Ti OEM in einem Komplett-Rechner natürlich trotzdem nehmen, der gemachte Preis sollte allerdings die etwas niedrigere Performance und den klar höheren Stromverbrauch gegenüber der regulären GeForce GTX 560 Ti wiederspiegeln. Allerdings steht zu befürchten, daß die Komplett-PC-Bauer in erster Linie den guten Namen der Karte auszunutzen versuchen (am besten noch durch das Weglassen des Hinweises "OEM") und eher höhere Preise für diese GeForce GTX 560 Ti OEM verlangen werden. Sehr schade, daß nVidia diese offensichtliche Finte durch eine klar mißverständliche Benennungspraxis direkt unterstützt.

Für einen kleinen Aufreger am Wochenende sorgten WinFuture mit der Nachricht, Microsoft hätte sich das Vorkaufsrecht von 30 Prozent der Anteile an nVidia gesichert – was faktisch eine Sperre für jeden anderen potentiellen Investor darstellt, der nVidia übernehmen wollte. Allerdings fehlt in der WinFuture-Meldung der nicht ganz unwichtige Hinweis, daß diese Vereinbarung schon vor 10 Jahren zu Zeiten der ersten Xbox geschlossen wurde. Microsoft wollte sich seinerzeit einfach absichern, daß niemand nVidia nur deswegen übernimmt, um die Nachlieferung von Xbox-Grafikchips an Microsoft zu torpedieren. Heuer ist dieser Punkt nicht mehr relevant, allerdings gilt diese Vereinbarung offensichtlich nach wie vor – was unabhängig des Alters dieser Vereinbarung ein beachtenswerter Punkt ist, wenn über eine theoretische Übernahme nVidias gesprochen wird.

AnandTech haben das Bild eines Ivy-Bridge-Wafers anzubieten, aus welchem man Rückschlüsse auf die Die-Größe dieses Prozessors treffen kann. Laut AnandTech sollte Ivy Bridge in 22nm in der Vierkern-Ausführung bei 162mm² Die-Größe landen, was maßvoll kleiner ist als Sandy Bridge in 32nm mit 216mm². Bei einer reinen Strukturverkleinerung sollte eigentlich ein größerer Unterschied herauskommen, allerdings stockt Intel bei Ivy Bridge wie bekannt die integrierte Grafik von 12 auf 16 Shader-Einheiten auf, schraubt DirectX11 dran und will durch Tweaks und mehr Takt die Grafikperformance verdoppeln – was natürlich mehr Transistoren für die integrierte Grafikeinheit erfordert als bei Sandy Bridge. Generell gesehen sind 162mm² Die-Size für einen Vierkern-Prozessor ein exzellenter Wert, Ivy Bridge dürfte für Intel eine reinrassige Cashmaschine werden.

Die-Size Technik
Intel Nehalem Gulftown 240mm² in 32nm 6 Rechenkerne + HyperThreading, 1.5 MB Level2-Cache, 12 MB Level3-Cache, keine integrierte Grafik
Intel Sandy Bridge 4C 216mm² in 32nm 4 Rechenkerne + HyperThreading, 1 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, HD Graphics 3000 mit 12 Shader-Einheiten @ DirectX10.1
Intel Sandy Bridge 2C+GT2 149mm² in 32nm 2 Rechenkerne + HyperThreading, 512 kByte Level2-Cache, 4 MB Level3-Cache, HD Graphics 3000 mit 12 Shader-Einheiten @ DirectX10.1
Intel Sandy Bridge 2C+GT1 131mm² in 32nm 2 Rechenkerne + HyperThreading, 512 kByte Level2-Cache, 4 MB Level3-Cache, HD Graphics 2000 mit 6 Shader-Einheiten @ DirectX10.1
Intel Ivy Bridge 4C ca. 162mm² in 22nm 4 Rechenkerne + HyperThreading, 1 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, Intel-Grafik mit 16 Shader-Einheiten @ DirectX11
AMD Llano 4C 228mm² in 32nm 4 Rechenkerne, 4 MB Level2-Cache, kein Level3-Cache, Radeon HD 6550 mit 400 Shader-Einheiten @ DirectX11
AMD Bulldozer 8C ca. 294mm² in 32nm 8 Rechenkerne (4 Module), 8 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, keine integrierte Grafik
nVidia hat - nach GeForce GT 530 OEM und GeForce GT 545 OEM - eine weitere OEM-Grafikkarte innerhalb der GeForce 500 Serie vorgestellt, die GeForce GTX 560 Ti OEM. Diese ist jedoch keineswegs mit der regulären GeForce GTX 560 Ti zu verwechseln, sondern deutlich abweichend von dieser aufgebaut: Während für die reguläre GeForce GTX 560 Ti der GF114-Chip mit 384 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs und 256 Bit DDR Speicherinterface zum Einsatz kommt, benutzt nVidia für die GeForce GTX 560 Ti OEM den GF110-Chip und beschneidet diesen auf 352 Shader-Einheiten, 44 TMUs, 40 ROPs und 320 Bit DDR Speicherinterface. Selbst wenn diese beiden Karten halbwegs im selben Performancefeld spielen, dürfte die Performance-Charakteristik aufgrund der unterschiedlichen Hardware-Ansetzung doch sehr voneinander abweichend sein.





GeForce GTX 560 Ti
GeForce GTX 560 Ti OEM
GeForce GTX 570






nVidia GF114, 1950 Millionen Transistoren in 40nm auf 358mm² Die-Fläche
nVidia GF110, ca. 3000 Millionen Transistoren in 40nm auf ca. 520mm² Die-Fläche



Technik
DirectX 11, 2 Raster Engines, 8 Polymorph Engines mit 8 Tesselations-Einheiten, 384 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 64 SFUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
DirectX 11, 3 oder 4 Raster Engines, 11 Polymorph Engines mit 11 Tesselations-Einheiten, 352 Shader-Einheiten, 44 TMUs, 44 SFUs, 40 ROPs, 320 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
DirectX 11, 4 Raster Engines, 15 Polymorph Engines mit 15 Tesselations-Einheiten, 480 Shader-Einheiten, 60 TMUs, 60 SFUs, 40 ROPs, 320 Bit DDR Interface (bis GDDR5)



Taktraten
822/1644/2000 MHz
732/1464/1900 MHz
732/1464/1900 MHz



Speicherausbau
1024 oder 2048 MB GDDR5
1280 oder 2560 MB GDDR5
1280 oder 2560 MB GDDR5



TDP
170W
210W
219W





Gut ist dies auch am Vergleich der herauskommenden Rohleistungen zu sehen: Die reguläre GeForce GTX 560 Ti und die OEM-Ausführung dieser Karte sind sich gar nicht ähnlich, währenddessen im Vergleich zur GeForce GTX 570 die GeForce GTX 560 Ti OEM zielsicher als schlicht rechenleistungsschwächere Abwandlung der GeForce GTX 570 beschrieben werden kann. Bezüglich der Performance der GeForce GTX 560 Ti OEM wäre allerdings deren GF110-Abstammung einzurechnen, welche sich in deutlich mehr Rasterizer-Power auswirkt - wahrscheinlich liegt die GeForce GTX 560 Ti OEM damit nicht ganz so deutlich hinter der regulären GeForce GTX 560 Ti zurück, wie der Rohleistungs-Vergleich suggeriert. Trotzdem dürfte die GeForce GTX 560 Ti OEM am Ende merkbar leistungsschwächer als die reguläre GeForce GTX 560 Ti sein.



Als weiteres Gegenargument hat die GeForce GTX 560 Ti OEM zudem einen recht hohen Stromverbrauch für die gebotenen Leistung, die OEM-Karte (210W TDP) ist deutlich energie-ineffizienter als die reguläre GeForce GTX 560 Ti (170W TDP). Zu einem anständigen Preis kann man die GeForce GTX 560 Ti OEM in einem Komplett-Rechner natürlich trotzdem nehmen, der gemachte Preis sollte allerdings die etwas niedrigere Performance und den klar höheren Stromverbrauch gegenüber der regulären GeForce GTX 560 Ti wiederspiegeln. Allerdings steht zu befürchten, daß die Komplett-PC-Bauer in erster Linie den guten Namen der Karte auszunutzen versuchen (am besten noch durch das Weglassen des Hinweises "OEM") und eher höhere Preise für diese GeForce GTX 560 Ti OEM verlangen werden. Sehr schade, daß nVidia diese offensichtliche Finte durch eine klar mißverständliche Benennungspraxis direkt unterstützt.

Für einen kleinen Aufreger am Wochenende sorgten WinFuture mit der Nachricht, Microsoft hätte sich das Vorkaufsrecht von 30 Prozent der Anteile an nVidia gesichert - was faktisch eine Sperre für jeden anderen potentiellen Investor darstellt, der nVidia übernehmen wollte. Allerdings fehlt in der WinFuture-Meldung der nicht ganz unwichtige Hinweis, daß diese Vereinbarung schon vor 10 Jahren zu Zeiten der ersten Xbox geschlossen wurde. Microsoft wollte sich seinerzeit einfach absichern, daß niemand nVidia nur deswegen übernimmt, um die Nachlieferung von Xbox-Grafikchips an Microsoft zu torpedieren. Heuer ist dieser Punkt nicht mehr relevant, allerdings gilt diese Vereinbarung offensichtlich nach wie vor - was unabhängig des Alters dieser Vereinbarung ein beachtenswerter Punkt ist, wenn über eine theoretische Übernahme nVidias gesprochen wird.

AnandTech haben das Bild eines Ivy-Bridge-Wafers anzubieten, aus welchem man Rückschlüsse auf die Die-Größe dieses Prozessors treffen kann. Laut AnandTech sollte Ivy Bridge in 22nm in der Vierkern-Ausführung bei 162mm² Die-Größe landen, was maßvoll kleiner ist als Sandy Bridge in 32nm mit 216mm². Bei einer reinen Strukturverkleinerung sollte eigentlich ein größerer Unterschied herauskommen, allerdings stockt Intel bei Ivy Bridge wie bekannt die integrierte Grafik von 12 auf 16 Shader-Einheiten auf, schraubt DirectX11 dran und will durch Tweaks und mehr Takt die Grafikperformance verdoppeln - was natürlich mehr Transistoren für die integrierte Grafikeinheit erfordert als bei Sandy Bridge. Generell gesehen sind 162mm² Die-Size für einen Vierkern-Prozessor ein exzellenter Wert, Ivy Bridge dürfte für Intel eine reinrassige Cashmaschine werden.





Die-Size
Technik





Intel Nehalem Gulftown
240mm² in 32nm
6 Rechenkerne + HyperThreading, 1.5 MB Level2-Cache, 12 MB Level3-Cache, keine integrierte Grafik



Intel Sandy Bridge 4C
216mm² in 32nm
4 Rechenkerne + HyperThreading, 1 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, HD Graphics 3000 mit 12 Shader-Einheiten @ DirectX10.1



Intel Sandy Bridge 2C+GT2
149mm² in 32nm
2 Rechenkerne + HyperThreading, 512 kByte Level2-Cache, 4 MB Level3-Cache, HD Graphics 3000 mit 12 Shader-Einheiten @ DirectX10.1



Intel Sandy Bridge 2C+GT1
131mm² in 32nm
2 Rechenkerne + HyperThreading, 512 kByte Level2-Cache, 4 MB Level3-Cache, HD Graphics 2000 mit 6 Shader-Einheiten @ DirectX10.1



Intel Ivy Bridge 4C
ca. 162mm² in 22nm
4 Rechenkerne + HyperThreading, 1 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, Intel-Grafik mit 16 Shader-Einheiten @ DirectX11



AMD Llano 4C
228mm² in 32nm
4 Rechenkerne, 4 MB Level2-Cache, kein Level3-Cache, Radeon HD 6550 mit 400 Shader-Einheiten @ DirectX11



AMD Bulldozer 8C
ca. 294mm² in 32nm
8 Rechenkerne (4 Module), 8 MB Level2-Cache, 8 MB Level3-Cache, keine integrierte Grafik