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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Januar 2020

AnandTech berichten über eine offizielle Preissenkung der GeForce RTX 2060 – und in der Tat, nVidias eigener Online-Shop bietet die Karte derzeit für 299 Dollar bzw. 319,99 Euro an, wo letzte Woche noch Preise von 349$ bzw. 369€ gelistet waren. Trotz bislang fehlender Pressemitteilung geht es dann kaum offizieller – nVidia startet somit einen (gewissen) Preiskampf gegenüber AMD, speziell gegenüber der am Dienstag zu erwartenden Radeon RX 5600 XT. Jene tritt mit 279 Dollar zwar zu einem etwas niedrigeren Preispunkt an, sollte aber (gemäß ersten 3DMark13-Benchmarks) bei der Performance nur irgendwo zwischen GeForce GTX 1660 Ti und GeForce RTX 2060 herauskommen. Mit der GeForce RTX 2060 nun aber in direkter preislicher Nähe wird sich die neue AMD-Karte in erster Linie an dieser kleinsten RTX-Karte messen lassen müssen, was ein hartes Brot für die Radeon RX 5600 XT darstellen dürfte. Dabei hätte die nVidia-Karte selbst bei einem Performance-Gleichstand noch die Vorteile des RayTracing-Features sowie der etwas besseren Speichernutzung, was bei (beiderseits) nur 6 GB Speicher durchaus relevant ist. Und wie zu sehen, aktiviert auch hier Wettbewerb letztlich diese Reserven, welche die Chip-Entwickler noch haben – jene aber mangels Wettbewerb (bislang) nicht dem Konsumenten überlassen müssen.

AMD  (FHD Perf.Index) Listenpreis nVidia  (FHD Perf.Index)
Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%) 399$ GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)
Radeon RX 5700 8GB  (980%) 349$
299$ GeForce RTX 2060 6GB  (910%)
Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%) 279$ GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)
229$ GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)
Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%) 199$ / 219$ GeForce GTX 1660 6GB  (690%)
Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%) 169$ / 159$ GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)

Nochmals AnandTech haben sich Intels Präsentationsfolien zu deren Mobile-Prozessoren "Comet Lake" & "Ice Lake" im Vergleich mit AMDs Ryzen 3000U angesehen – und sind leicht verwirrt darüber, das wenn man rein die Intel-Benchmarks miteinander vergleicht, die 14nm-Generation Comet Lake sogar leicht besser herauskommt als die 10nm-Generation Ice Lake. Intel selber ist diesem direkten Vergleich natürlich über getrennte Präsentationsfolien aus dem Weg gegangen, aber wenn man deren Ergebnisse zusammenmischt, dann ergibt sich genau dieser Eindruck – wie durch AnandTech mit einer kompilierten Benchmark-Aufstellung aufgezeigt. Natürlich steht hier mit dem Core i7-10710U von Comet Lake auch ein Sechskerner gegenüber einem Vierkerner von Ice Lake in Form des Core i7-1065G7 – was aber auf demselben Power-Budget weit weniger zählend sein dürfte als im Desktop-Segment mit weit weniger limitierter Energieaufnahme. Die eigentliche Problematik liegt wahrscheinlich darin, das aufgrund Intels vollmundiger IPC-Angaben zur Ice-Lake-Architektur jene teilweise sehr stark in den Himmel gehoben wird – dabei mißachtend den Punkt, das dieser (hohe) IPC-Gewinn auch mit deutlichen Abspeckungen bei den Taktraten erkauft wurde.

Ice Lake ist damit in der Praxis (selbst auf gleicher Kern-Anzahl) weit weniger schlagkräftig, als dieser hohe IPC-Gewinn vermuten läßt – der reale Performancegewinn liegt eher denn im einstelligen Prozentbereich. Kommt dann noch die (harsche) Limitierung auf die TDP von Ultrabook-Prozessoren (15W) hinzu, dann schrumpfen die Performance-Differenzen noch mehr, weil die Prozessoren ihre maximalen Taktraten seltener ausfahren können. In dieser sehr limitierenden Situation kann es jederzeit vorkommen, das Prozessoren auf älterer Architektur und älterer Fertigung ähnlich gute Ergebnisse erzielen – oder bessere Ergebnisse, wenn selbige mit mehr CPU-Kernen antreten. Es ist vielmehr eher beachtenswert zugunsten von Ice Lake, wie gut sich der Ice-Lake-Vierkerner gegenüber dem Comet-Lake-Sechskerner schlägt, die Performance-Differenz liegt laut den Intel-Benchmarks bei gerade einmal ca. 3% (pro des Comet-Lake-Sechskerners). Aber natürlich gilt trotzdem (und dies ist der eigentliche Aufhänger der AnandTech-Meldung): Intel bräuchte Ice Lake derzeit überhaupt nicht, man kann die gleiche Performance auch mittels Comet Lake zur Verfügung stellen – und dessen sechs CPU-Kerne sind nach AMDs Kern-Offensive im Mobile-Segment (mittels Ryzen 4000 U/H) urplötzlich zum dicken Verkaufsargument geworden (selbst wenn eine ähnliche Performance mit weniger CPU-Kernen zu erreichen eigentlich effektiver und damit fortschrittlicher ist).

Doch sobald man einmal in diesem Kern-Wettbewerb steht, machen sich die nur vier CPU-Kerne von Ice Lake vergleichsweise schlecht, zumindest bei teuren Notebooks wird dies schwerer zu verkaufen sein. Dies dürfte dann auch ein Problem der dieses Jahr nachfolgenden Tiger-Lake-Generation werden, wo Intel (nach derzeitigem Wissen) ebenfalls nur vier CPU-Kerne aufbieten wird. Dabei soll Tiger Lake noch einmal einen guten Taktraten-Sprung mit sich bringen, sprich die höhere IPC dann nicht wieder durch klar niedrigere Taktraten untermininiert werden. Aber es steht zu bezweifeln, das man selbst im Mobile-Segment noch längere Zeit mit Vierkernern oben mitmischen kann. Und als Mainstream-Angebot für günstige Notebooks sind Ice Lake & Tiger Lake dann wiederum zu schade, dies bekommt Intel auch mit Comet-Lake-Vierkernern hin. Im Endeffekt hat AMDs Kern-Offensive im Mobile-Segment damit Intels (bisherigen) 10nm Mobile-Projekten ziemlich effektiv den Saft abgedreht: Intel müsste nun zuerst einmal mit mehr CPU-Kernen daherkommen, vorher werden diese Anstrengungen immer stärker nur zu Nischenprodukten führen. Damit zieht Intel nun auch im Mobile-Segment immer weniger Nutzen aus der 10nm-Fertigung – was man wahrscheinlich erst mit der ersten wirklich breit angelegten 10nm-Generation "Alder Lake" im Jahr 2021 klären kann, wo dann die übliche Kern-Anzahl für Desktop & Mobile auch unter der 10nm-Fertigung geboten werden soll.

Kürzel Fertigung Einsatzort CPU-Kerne iGPU-Gen. Terminlage
Ice Lake ICL 10nm Mobile Sunny Cove Gen 11 Ende 2019
Comet Lake CML 14nm Mobile & Desktop Skylake Gen 9.5 Mobile Ende 2019, Desktop Frühling 2020
Tiger Lake TGL 10nm Mobile Willow Cove Gen 12 (Xe) Ende 2020
Rocket Lake RKL 14nm (GPU in 10nm) Mobile & Desktop Willow Cove Gen 12 (Xe) Anfang 2021
Alder Lake ADL angebl. 10nm angebl. Mobile & Desktop Golden Cove ? mglw. 2021/22
Meteor Lake MTL angebl. 7nm angebl. Mobile & Desktop ? ? mglw. 2022/23

Die Steam-Produktwebseite liefert die offiziellen PC-Systemanforderungen zu "Dragon Ball Z: Kakarot", dem Action-RPG von Entwickler "CyberConnect2" und Publisher "Bandai Namco", welches am 17. Januar 2020 offiziell in den Handel geht. Das Spiel auf Basis der Unreal Engine 4 kommt mit vergleichsweise niedrigen Hardware-Anforderungen daher, so dass das Minimum bereits auf den meisten älteren PCs erfüllbar ist und die Hardware-Empfehlung auch nur ein modernes Einsteiger-System oder ein älteres Mittelklasse-System erfordert. Die offiziellen Systemanforderungen enthalten allerdings bei der minimal abgeforderten AMD-Grafikkarte wahrscheinlich noch einen Fehler: Die dort genannte Radeon HD 7950 (Perf.Index 310%) ist nicht nur wesentlich stärker als ihr nVidia-Counterpart in Form der GeForce GTX 750 Ti (Perf.Index 210%), sondern liegt auch zu nahe an der Hardware-Empfehlung in Form der Radeon R9 280X (Perf.Index 390%). Wahrscheinlich ist hierbei schlicht eine "Radeon HD 7850" (Perf.Index 225%) anstatt der offiziell genannten Radeon HD 7950 gemeint – was in der nachfolgenden Aufstellung dann auch derart abgeändert wurde.

offizielle PC-Systemanforderungen zu "Dragon Ball Z: Kakarot"
Minimum Empfohlen
OS Windows 7 64-Bit, DirectX 11, 36-40 GB Festplatten-Platzbedarf
CPU Core i5-2400 oder Phenom II X6 1100T Core i5-3470 oder Ryzen 3 1200
Speicher 4 GB RAM 8 GB RAM
Gfx GeForce GTX 750 Ti oder Radeon HD 7850 * GeForce GTX 960 oder Radeon R9 280X
Die offiziell als Minimum genannte "Radeon HD 7950" kann fast nur ein Fehler sein, eher wahrscheinlich ist an dieser Stelle die "Radeon HD 7850" gemeint.
AnandTech berichten über eine offizielle Preissenkung der GeForce RTX 2060 - und in der Tat, nVidias eigener Online-Shop bietet die Karte derzeit für 299 Dollar bzw. 319,99 Euro an, wo letzte Woche noch Preise von 349$ bzw. 369€ gelistet waren. Trotz bislang fehlender Pressemitteilung geht es dann kaum offizieller - nVidia startet somit einen (gewissen) Preiskampf gegenüber AMD, speziell gegenüber der am Dienstag zu erwartenden Radeon RX 5600 XT. Jene tritt mit 279 Dollar zwar zu einem etwas niedrigeren Preispunkt an, sollte aber (gemäß ersten 3DMark13-Benchmarks) bei der Performance nur irgendwo zwischen GeForce GTX 1660 Ti und GeForce RTX 2060 herauskommen. Mit der GeForce RTX 2060 nun aber in direkter preislicher Nähe wird sich die neue AMD-Karte in erster Linie an dieser kleinsten RTX-Karte messen lassen müssen, was ein hartes Brot für die Radeon RX 5600 XT darstellen dürfte. Dabei hätte die nVidia-Karte selbst bei einem Performance-Gleichstand noch die Vorteile des RayTracing-Features sowie der etwas besseren Speichernutzung, was bei (beiderseits) nur 6 GB Speicher durchaus relevant ist. Und wie zu sehen, aktiviert auch hier Wettbewerb letztlich diese Reserven, welche die Chip-Entwickler noch haben - jene aber mangels Wettbewerb (bislang) nicht dem Konsumenten überlassen müssen.




AMD  (FHD Perf.Index)
Listenpreis
nVidia  (FHD Perf.Index)




Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%)
399$
GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)


Radeon RX 5700 8GB  (980%)
349$




299$
GeForce RTX 2060 6GB  (910%)


Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%)
279$
GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)



229$
GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)


Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%)
199$ / 219$
GeForce GTX 1660 6GB  (690%)


Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%)
169$ / 159$
GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)