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Hardware- und Nachrichten-Links des 31. Oktober 2019

Data-Miner 'Berniyh' belegt in unserem Forum die Existenz des AMD "Navi 22" Grafikchips, welcher kürzlich in einem der Linux-Treiber von AMD aufgetaucht ist. Jene Treiber enthalten daneben auch Einträge zum "Navi 23" Grafikchip, welcher bislang nur gerüchteweise bekannt war und somit das erste Mal wirklich bestätigt werden konnte. Interessanterweise wird jedoch kein "Navi 21" mehr genannt, womit durchaus die Möglichkeit existiert, das der bisherige Navi-21-Chip durch den neuen Navi-22-Chip ersetzt wurde – oder das einfach nur ein Schreibfehler vorliegt. An einer anderen Stelle im Treiber-Code sieht es schließlich exakt genauso aus – genannt werden nur "Navi 22" und "Navi 23", aber kein "Navi 21" mehr. Verwirrenderweise notiert eine andere Treiber-Datei dann doch wieder "Navi 21" – und zwar in einer Lite-Variante als "Navi 21 Lite", allerdings dann auch ausschließlich in dieser Lite-Variante. Gleiches gilt genauso für "Navi 12", welcher in dieser Treiber-Datei nur als "Navi 12 Lite" auftaucht. Wirklich einordenbar ist das ganze derzeit noch nicht – insofern soll jenes derzeit nur dokumentiert werden, eine Erklärung dessen dürfte sich später finden lassen.

bisherige Sichtungen
Navi 12 per Linux-Treiber bestätigt im Juni 2019; extra Lite-Variante im Juni 2019 per Linux-Treiber bestätigt, RRA-Zertifizierung im Oktober 2019 bekanntgeworden
Navi 20 gerüchteweise im Juni 2018 genannt, bislang allerdings nirgendwo belegt, wahrscheinlich inzwischen in "Navi 23" aufgegangen oder einfach nur die komplette Generation der Navi-2X-Chips bezeichnend
Navi 21 per Linux-Treiber bestätigt im Juni 2019; extra Lite-Variante im Juni 2019 per Linux-Treiber bestätigt
Navi 22 per Linux-Treiber bestätigt im Oktober 2019 (dafür fehlte in diesem Treiber dann "Navi 21")
Navi 23 gerüchteweise im August 2019 genannt (angeblicher "nVidia Killer"), im Oktober 2019 per Linux-Treiber bestätigt
"Navi 10" entspricht der Radeon RX 5700 Serie sowie "Navi 14" der Radeon RX 5500 Serie

Auf Imgur gibt es eine schöne (selbstlaufende) Slideshow zu den nVidia-Grafikkarten von 1997 bis 2018 (die dem Jahr 1995 zugeordnete "Vanta" stellt eine Billig-Version der Riva 128 dar und wurde erst ab 1999 verkauft). Zwei Dinge werden bei diesem optischen Vergleich augenscheinlich: Erstens die Entwicklung der Grafikboard-Größe von den "Spielzeug"-Designs der Anfangszeit hin zu den großen Boliden der Neuzeit. Interessanterweise hat nVidia dabei schon ungefähr mit der GeForce 8800 Ultra im Jahr 2007 die Größenklasse heutiger Grafikkarten-Designs erreicht, nachfolgend ändern sich Größe und Design nur noch wenig. Und zweitens ist insbesondere in der Anfangszeit die Entwicklung der Kühlkonstruktionen spannend: Ausgehend von der nicht einmal mit einem passiven Kühlkörper ausgerüsteten Riva 128 aus dem Jahr 1997 über die kleinen Lüfter der ersten GeForce-Generationen bis hin zum "Fön" der GeForce-FX-Serie und nachfolgend den kartenbedeckend großen Kühlern der modernen nVidia-Karten. Sowohl Kartengröße als auch Kühlkonstruktion korrelieren dabei natürlich mit den jeweiligen Stromverbrauchs-Werten, welche sich aus dem PCI-Zeitalter mit wenige Watt Stromverbrauch auf nunmehr konstant in der Nähe von 250 Watt liegenen Spitzenmodellen emporgeschwungen hat. Die bekannte Verlangsamung der Grafikkarten-Entwickler hat natürlich auch etwas damit zu tun, das zu früheren Zeiten eifrig Reserven beim Stromverbrauch genutzt wurden, heutzuzutage sich hingegen keiner mehr oberhalb diese Grenze von nominell 250 Watt traut.

Die ComputerBase zeigt eine von einer Asus-Veranstaltung stammende Gegenüberstellung zu Intels aktuellen und kommenden Server-Prozessoren, welche detailliert Auskunft über Intels "Cooper Lake" & "Ice Lake SP" gibt – ersterer das letzte 14nm-Halali auf weiterhin Skylake-Basis und letzterer als erste 10nm-Prozessoren im Server-Segment. Abweichend zur früheren Berichterstattung wird dabei Cooper Lake weiterhin PCI Express 3.0 zugeordnet, erst Ice Lake SP soll dann PCI Express 4.0 bringen. Der spannende Punkt bei beiden Server-Generation ist aber natürlich die steigende Kern-Anzahl pro Sockel – bei Cooper Lake will Intel auf (bis zu) 48 CPU-Kerne pro Sockel und bei Ice Lake auf (bis zu) 38 CPU-Kerne pro Sockel erhöhen. Allerdings ist nicht ganz sicher, ob Intel diesen Effekt gerade bei Cooper Lake nicht schlicht mittels zwei Dies auf einem Trägermaterial erreichen will – so wie bei Cascade Lake AP, wo es immerhin bis zu 56 CPU-Kerne pro Sockel gibt. Wie dies bei Ice Lake SP realisiert wird, ist genauso wenig klar, hoffentlich gibt es dann wenigstens monolithische Dies. Das Ice Lake im Server-Betrieb überhaupt so hoch getrieben werden soll, war bislang unklar, gibt aber durchaus einen Hoffnungsschimmer darauf, das Intel seine Probleme mit der 10nm-Fertigung scheibchenweise in den Griff bekommt.

Gänzlich scheint sich Intel darauf aber nicht verlassen zu wollen, denn die eng beieinanderliegenden Launchtermine von Copper Lake (Q2/2020) und Ice Lake SP (Q3/2020) zeigen eine gleichzeitige Existenz im Markt an – was sich Intel nicht leisten würde, könnte Ice Lake SP schon für alle Anforderungen entsprechende Lösungen anbieten. Augenscheinlich ist hier immer noch der Stromverbrauch ein Thema, denn diese 10nm-basierten Server-Prozessoren scheinen bei bis zu 38 CPU-Kernen mit bis zu 270 Watt TDP Kern-normiert nur minimal weniger zu verbrauchen wie aktuell Cascade Lake mit bis zu 28 CPU-Kernen bei bis zu 205 Watt TDP. Gewisse Vorteile auf gleicher Kern-Anzahl sind zwar zu vermuten, aber dies erfüllt ganz gewiß nicht das, was sich Intel von der 10nm-Fertigung erhofft hat – womit man sicherlich die Kern-Anzahl (zumindest im Server-Segment) massiv steigern wollte, ohne dabei die TDP erhöhen zu müssen. Eine Aussage zu aus Cooper Lake und Ice Lake SP resultierenden HEDT-Prozessoren ergab sich noch nicht – allenfalls kann man vermuten, das Intel im HEDT-Segment sicherlich nicht gleich zwei Produkt-Linien gleichzeitig ins Rennen schicken und sich somit für eine der beiden Varianten entscheiden wird.

PCI Express 4.0 PCI Express 5.0 DDR5-Speicher
AMD – Consumer Zen 2 (2019) unklar unklar
AMD – Server Zen 2 (2019) unklar Zen 4 (2021)
Intel – Consumer Tiger Lake (2020/21) unklar Tiger Lake (2020/21)
Intel – Server Ice Lake SP (2020) Sapphire Rapids (2021) Sapphire Rapids (2021)
Data-Miner 'Berniyh' belegt in unserem Forum die Existenz des AMD "Navi 22" Grafikchips, welcher kürzlich in einem der Linux-Treiber von AMD aufgetaucht ist. Jene Treiber enthalten daneben auch Einträge zum "Navi 23" Grafikchip, welcher bislang nur gerüchteweise bekannt war und somit das erste Mal wirklich bestätigt werden konnte. Interessanterweise wird jedoch kein "Navi 21" mehr genannt, womit durchaus die Möglichkeit existiert, das der bisherige Navi-21-Chip durch den neuen Navi-22-Chip ersetzt wurde - oder das einfach nur ein Schreibfehler vorliegt. An einer anderen Stelle im Treiber-Code sieht es schließlich exakt genauso aus - genannt werden nur "Navi 22" und "Navi 23", aber kein "Navi 21" mehr. Verwirrenderweise notiert eine andere Treiber-Datei dann doch wieder "Navi 21" - und zwar in einer Lite-Variante als "Navi 21 Lite", allerdings dann auch ausschließlich in dieser Lite-Variante. Gleiches gilt genauso für "Navi 12", welcher in dieser Treiber-Datei nur als "Navi 12 Lite" auftaucht. Wirklich einordenbar ist das ganze derzeit noch nicht - insofern soll jenes derzeit nur dokumentiert werden, eine Erklärung dessen dürfte sich später finden lassen.





bisherige Sichtungen





Navi 12
per Linux-Treiber bestätigt im Juni 2019; extra Lite-Variante im Juni 2019 per Linux-Treiber bestätigt, RRA-Zertifizierung im Oktober 2019 bekanntgeworden



Navi 20
gerüchteweise im Juni 2018 genannt, bislang allerdings nirgendwo belegt, wahrscheinlich inzwischen in "Navi 23" aufgegangen oder einfach nur die komplette Generation der Navi-2X-Chips bezeichnend



Navi 21
per Linux-Treiber bestätigt im Juni 2019; extra Lite-Variante im Juni 2019 per Linux-Treiber bestätigt



Navi 22
per Linux-Treiber bestätigt im Oktober 2019 (dafür fehlte in diesem Treiber dann "Navi 21")



Navi 23
gerüchteweise im August 2019 genannt (angeblicher "nVidia Killer"), im Oktober 2019 per Linux-Treiber bestätigt



"Navi 10" entspricht der Radeon RX 5700 Serie sowie "Navi 14" der Radeon RX 5500 Serie