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Hardware- und Nachrichten-Links des 8./9. Mai 2021

Auf Twitter nennt ExecutableFix frühere Gerüchte zu AMDs "Rembrandt" APU als korrekt: Bestätigt werden dabei (mit diesem sowie den nachfolgenden Tweets) 12 CUs auf RDNA2-Basis, DDR5-Speicher, der Sockel AM5 (im Desktop), 16 MB Level3-Cache sowie 8 Lanes PCI Express 4.0. Ironischerweise wurde dies gerüchteweiser allesamt bereits im letzten Herbst derart genannt – wobei eine Bestätigung der damaligen Gerüchte natürlich trotzdem schön ist bzw. darauf hindeutet, dass einiges aus der Gerüchteküche tatsächlich auch mal Hand & Fuß hat. AMDs Rembrandt-APU dürfte die Grundlage für die Ryzen 6000 U/H/G Serie geben, welche zum Jahreswechsel zu erwarten ist, vermutlich wiederum zuerst allein für den Mobile-Bereich. Die zugrundeliegende 6nm-Fertigung bietet kleinere Vorteile gegenüber der bisher genutzten 7nm-Fertigung – viel wichtiger dürfte aber natürlich die Lieferbarkeit bzw. die vorhandenen Wafer-Kapazitäten sein. Denn AMD stellt spätestens seit Renoir nunmehr erstklassige APUs auf, deren wahres Marktpotential regelmäßig durch unzureichende Liefermengen verschwendet werden – wie auch beim diesjährigen Renoir-Nachfolger "Cezanne" der Fall.

Zen 2 Zen 3
Vega-iGPU Renoir & Lucienne
Zen 2 (max 8C), Vega (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, DDR4 & LPDDR4, USB3.2
Cezanne
Zen 3 (max 8C), Vega (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, DDR4 & LPDDR4, USB3.2
RDNA2-iGPU van Gogh
Zen 2 (max 4C), RDNA2 (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, LPDDR4 & DDR5, USB3.2
Rembrandt
Zen 3 (max 8C), RDNA2 (max 12 CU), 6nm, PCIe 4.0, DDR5 & LPDDR5, USB4
Anmerkung: basierend auf Gerüchten & Leaks, Quelle: 3DCenter-Forum im Oktober 2020

Zur kürzlichen Meldung über die Prozessoren-Marktanteile im ersten Quartal 2021 gab es einige Kommentare mit zwei oft genannten Punkten: Zum einen wurde bemängelt, dass der hohe Zuwachs von AMD im Serversegment nicht entsprechend stärker gewürdigt wurde. Jener ist in der Tat beachtenswert, denn über ein Quartal steigerte AMD seinen Server-Marktanteil um 1,8 Prozentpunkte, über ein Jahr gesehen um 3,8 Prozentpunkte. Es reicht aber dennoch nicht zu einer besseren Insgesamtbewertung, weil AMD damit trotzdem noch nicht bei einem zweistelligen Marktanteil im Server-Markt steht – und in den anderen Marktsegmenten über das Jahr hinweg sehr unterdurchschnittlich hinzugewonnen hat, allein das letzte Quartal betrachtend sogar verloren hat. Der gute Marktanteils-Sockel, welchen sich AMD über die Jahre 2018 & 2019 erarbeiten konnte, konnte somit über das Jahr 2020 hinweg und auch im ersten Quartal 2021 nicht zum Sprung auf noch wesentlich höhere Marktanteile genutzt werden – mit der Ausnahme des Server-Segments. Eine schnelle Anpassung der Consumer-Marktanteile an die reale Produktqualität ist damit glasklar vom Tisch, Träumereien von 30% oder gar 40% AMD-Marktanteil sind mit diesen langsamen Steigerungsraten erst im Laufe mehrerer Dekaden erreichbar.

Indirekt gehört hierbei auch der zweite Punkt hinzu: Dabei wird angenommen, dass AMDs Waferkapazitäts-Planungen und nachfolgende Wafer-Bestellungen bei TSMC zu konservativ waren. Möglicherweise hatte AMD bei diesen Wafer-Bestellungen jedoch den aktuellen Bedarfsboom nicht vorhersehen können bzw. konnte in diesem Augenblick, wo selbiger sichtbar wurde, keine weitere Wafer zuordnern (weil TSMCs Kapazitäten erschöpft waren). Eine simplifizierte Rechnung hierzu (ohne Berücksichtigung des DIY-Markts mit seinen gänzlich abweichenden Marktanteilen): AMD hat im ersten Quartal 2021 bei 18-19% Desktop/Mobile-Marktanteil somit ca. 15½ Mio. PC-Prozessoren verkauft. Wenn selbige Stückzahl nicht mit einem Boomquartal von ca. 83½ Mio. insgesamt verkaufter PCs zusammengefallen wäre, sondern hingegen auf ein normales erstes Quartal im Maßstab der Jahre 2018/19, dann hätten jene 15½ Mio. PC-Prozessoren einen Desktop/Mobile-Marktanteil von gleich 26% ergeben. AMD hat also durchaus ausreichend an Wafern für einen erheblichen Marktanteils-Zuwachs bestellt. Nur ging der gesamte PC-Markt in eine erhebliche Wachstumsphase über, reduzierte den prozentualen Wert von AMDs Liefermengen und überließ den Großteil der Marktausweitung jenem Anbieter, welcher als einziger wirkliche Kapazitäts-Reserven hatte – Intel.

Q1/2018 Q1/2019 Q1/2020 Q1/2021
weltweite PC-Verkäufe ~60,7 Mio. Stück 58,7 Mio. Stück 53,8 Mio. Stück 83,4 Mio. Stück
Client-Marktanteile ~9,4% vs. ~90,6% ~14,4% vs. ~85,6% 17,5% vs. 82,5% ~18,4% vs. ~81,6%
AMD  (interpoliert) ~6 Mio. Stück ~8½ Mio. Stück ~9½ Mio. Stück ~15½ Mio. Stück
Intel  (interpoliert) ~55 Mio. Stück ~50 Mio. Stück ~44½ Mio. Stück ~68 Mio. Stück
weltweite PC-Verkäufe sind der Durchschnitt der Zahlen von Canalys & IDC, AMD- und Intel-Anteile interpoliert gemäß den Client-Marktanteilen (sofern nicht vorhanden der Durchschnitt von 1x Desktop + 2x Mobile), alle herauskommenden AMD/Intel-Zahlen sind nur ganz grob zu nehmen und haben eine Fehlerquote von sicherlich ±0,5 Mio. Stück

Nemez @ Twitter zeigt eine sehr feine Grafik zum (möglichen) Aufbau zukünftiger RayTracing-Beschleuniger in Consumer-Grafikchips. Zweck der Grafik ist darauf hinzuweisen, dass die Entwicklung von RayTracing-Beschleunigern bei PC-Grafikchips derzeit noch deutlich an Anfang steht (der Twitterer ordnet die aktuellen RayTracing-Beschleuniger grob bei Position "1.5" gemäß seiner Grafik ein), somit also noch erhebliche technische Möglichkeiten zur Verbesserung und Beschleunigung existieren. Die Grafikchip-Entwickler dürften dabei sicherlich alle Stufen nacheinander abarbeiten und nicht gleich zur allerhöchsten Stufe überwechseln, denn jede Stufe erfordert wohl ihren eigenen Entwicklungs- und Silizium-Aufwand. Wieviel man davon investiert, hängt an der Bedeutung dessen, wie weit RayTracing-Grafik zum jeweiligen Releasetermin verbreitet bzw. Performance-relevant ist. Dabei geht es zwar immer nur in eine Richtung – aber die Schnelligkeit dieser Entwicklung ist schwer vorzusagen bzw. wird sicherlich auch von den (limitierten) RayTracing-Möglichkeiten der neuen Konsolen-Generation limtiert.

Auf Twitter nennt ExecutableFix frühere Gerüchte zu AMDs "Rembrandt" APU als korrekt: Bestätigt werden dabei (mit diesem sowie den nachfolgenden Tweets) 12 CUs auf RDNA2-Basis, DDR5-Speicher, der Sockel AM5 (im Desktop), 16 MB Level3-Cache sowie 8 Lanes PCI Express 4.0. Ironischerweise wurde dies gerüchteweiser allesamt bereits im letzten Herbst derart genannt - wobei eine Bestätigung der damaligen Gerüchte natürlich trotzdem schön ist bzw. darauf hindeutet, dass einiges aus der Gerüchteküche tatsächlich auch mal Hand & Fuß hat. AMDs Rembrandt-APU dürfte die Grundlage für die Ryzen 6000 U/H/G Serie geben, welche zum Jahreswechsel zu erwarten ist, vermutlich wiederum zuerst allein für den Mobile-Bereich. Die zugrundeliegende 6nm-Fertigung bietet kleinere Vorteile gegenüber der bisher genutzten 7nm-Fertigung - viel wichtiger dürfte aber natürlich die Lieferbarkeit bzw. die vorhandenen Wafer-Kapazitäten sein. Denn AMD stellt spätestens seit Renoir nunmehr erstklassige APUs auf, deren wahres Marktpotential regelmäßig durch unzureichende Liefermengen verschwendet werden - wie auch beim diesjährigen Renoir-Nachfolger "Cezanne" der Fall.





Zen 2
Zen 3




Vega-iGPU
Renoir & Lucienne
Zen 2 (max 8C), Vega (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, DDR4 & LPDDR4, USB3.2
Cezanne
Zen 3 (max 8C), Vega (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, DDR4 & LPDDR4, USB3.2


RDNA2-iGPU
van Gogh
Zen 2 (max 4C), RDNA2 (max 8 CU), 7nm, PCIe 3.0, LPDDR4 & DDR5, USB3.2
Rembrandt
Zen 3 (max 8C), RDNA2 (max 12 CU), 6nm, PCIe 4.0, DDR5 & LPDDR5, USB4


Anmerkung: basierend auf Gerüchten & Leaks, Quelle: 3DCenter-Forum im Oktober 2020