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News des 20. Februar 2026

Für einige Aufregung sorgt derzeit eine Aussage seitens BenchLife (via VideoCardz), nachdem AMDs Zen 6 erst im Jahr 2027 käme – und zwar tatsächlich bezogen auf die eigentlichen Desktop-Ausführung "Olympic Ridge", somit kein Mißverständnis bezüglich der üblicherweise später erscheinenden APUs möglich. Allerdings ist diese Suppe dennoch nicht ganz so heiß wie gekocht, denn schaut man sich den ganzen Artikel bei BenchLife an, wird klar, dass diese Zeitaussage eher beiläufig im Rahmen einer Meldung über die Kernkonfigurationen von Zen 6 angesetzt wurde. BenchLife haben also nicht von einer Zen-6-Verschiebung berichtet, sondern gehen grundsätzlich davon aus, dass Zen 6 erst im Jahr 2027 erscheint. Dies ist allerdings abweichend von allen AMD-Planungen und allen bisherigen Leaks, somit nicht besonders belastbar. Man kann dies als Gegenstimme zugunsten eines späteren Termins einbuchen – aber so lange hier keine Meldung zu einer tatsächlichen Terminverschiebung daherkommt, hat dies gegenüber den anderen vorhandenen Meldungen & Leaks einfach (noch) das geringere Gewicht.

Schließlich wird die Zen-6-Prozessorarchitektur Olympic Ridge frühestens 2027 verfügbar sein.
Quelle:  BenchLife am 20. Februar 2026 (maschinell übersetzt ins Deutsche)

Generell gesprochen dürfte AMD die Zen-6-Generation für Consumer-Bedürfnisse irgendwann auf Sommer/Herbst 2026 eingeplant haben – und so lange es da keine beachtbaren Verzögerungen gibt, hält man solche Pläne auch ein und verzögert jene nicht künstlich. Letztlich muß man immer auch mit dem Release des Konkurrenzprodukts "Nova Lake" von Intel zum Jahreswechsel 2026/27 kalkulieren, ergo macht es für AMD Sinn, dass Zen 6 halbwegs vorher herauskommt und Intel bestenfalls hierzu nur aufschließen kann. Eine bewußte Verzögerung aus Gründen der Speicherkrise bringt kaum etwas, denn da kann es passieren, dass man bis zu den Jahren 2028-2030 warten muß. Nebenbei ist der potentielle Käuferkreis von Zen 6 außerhalb von Speicher-Neukäufen nicht nur auf bisherige Zen-4/5-Nutzer beschränkt (wie gestern schon gesagt), sondern natürlich könnten hier auch bisherige Nutzer von Alder Lake, Raptor Lake und Arrow Lake zuschlagen, sofern bei erstgenannten Architekturen schon auf DDR5-Speicher unterwegs (mit Dank ans Forum für diese Korrektur). Der einzige haltbare Grund für eine Verzögerung wäre eine bewußte Priorisierung der Server-Modelle. Selbst in diesem Fall dürfte man aber dennoch zum Launch im Consumer-Feld schreiten (dann eben schlicht mit schwacher Liefermenge), um Nova Lake vor allem medial vorher schon das Wasser abzugraben.

Zugleich berichtet Tippgeber HXL @ X über ein fernöstliches Gerücht, auch Intels "Nova Lake" würde (selbst in Desktop-Form) erst zur CES 2027 erscheinen. Auch dies ist wieder komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint: Denn die CES ist der übliche Termin für Intel zur Vorstellung des breiten Desktop-Portfolios (non-K-Modelle) sowie des Mobile-Portfolios einer neuen Prozessoren-Architektur. "NVL-S zur CES 2027" ist also keine falsche Aussage, noch würde jene zwingend eine Terminverschiebung beinhalten. Letzteres wäre erst der Fall, wenn man sich explizit auf die K-Modelle beziehen würde, welche Intel üblicherweise im Spätherbst des davorliegenden Jahres herausbringt – so passiert bei Alder Lake (2021), Raptor Lake (2022), dem Raptor-Lake-Refresh (2023) und letztlich Arrow Lake (2024). Von einer tatsächlichen Änderung der Intel-Planungen könnte man also nur dann reden, wenn explizit die K-Modelle von Nova Lake auf die CES 2027 verschoben sein sollten. Dies konnte der X-Nutzer aber selbst auf Rückfrage nicht bestätigen.

NVL-S is also 2027.
It appears both AMD and Intel have chosen CES 2027.

Quelle:  HXL @ X am 21. Februar 2026
 
This refers to the NVL-S. I'm not sure if it includes the K series.
Quelle:  HXL @ X am 21. Februar 2026

Von YouTuber Moore's Law Is Dead @ YouTube kommen ein paar Karten-Daten und Performance-Werte zur "GeForce RTX 5090 Ti", der kürzlich genannten wohl noch anstehenden größeren Gaming-Karte (wobei da die Namenswahl noch nicht entschieden war und man auch in Richtung einer "Titan Blackwell" denken konnte). Zu jener soll nVidia Engineering Samples bereits seit der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben, welche mit +5% mehr Shader-Prozessoren aber nicht besonders viel mehr Hardware freigeben – dies wären weiterhin nur 178-180 SM von maximal möglichen 192 Shader-Clustern. Da augenscheinlich auf 700-750 Watt betrieben, sollen damit ca. +10% Mehrperformance zur GeForce RTX 5090 herauskommen, mittels höherem Powerlimit sowie schnellerem Speicher wären vielleicht auch +15-20% denkbar. So lange es nicht oberhalb von +20% geht, stört man damit auch kaum die eigenen NextGen-Pläne – in die ein 5090er Refresh natürlich etwas hineinfrisst, aber dies muß man (seitens nVidia) einfach maßvoll halten. Sofern das Top-Modell der RTX60-Serie wieder mit richtigen Hardware-Sprung geplant ist, dürfte eine GeForce RTX 5090 Ti da nicht wesentlich störend sein.

    Daten der "GeForce RTX 5090 Ti" gemäß Moore's Law Is Dead @ YouTube

  • GB202-basierend
  • +5% mehr Shader-Prozessoren als bei der GeForce RTX 5090 (= ~23.000, 178-180 SM von maximal 192 SM)
  • 700-750 Watt im Normalbetrieb (Prototypen bis >1000W)
  • +10% Mehrperformance zur GeForce RTX 5090
  • jener Wert soll mittels besserem Binning, höherem Powerlimit und eventuell schnellerem Speicher auf +15–20% zu steigern sein
  • extrem große und schwere Karte (benötigt beide Hände zum Tragen)
  • Engineering Samples existieren bereits seit erster Jahreshälfte 2025

Vielmehr könnte jene für den zähen Übergang zur RTX60-Serie durchaus nutzvoll werden, wozu der YouTuber eine gewisse Theorie ausbreitet. Im Gegensatz zu den vorherigen Leakinfos zur GeForce RTX 5090 Ti entspringt das nachfolgende allerdings nur wohlfeilen Überlegungen und ist nicht durch irgendwelche handfesten Indizien gedeckt. Danach könnte nVidia den GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh noch nicht aufgegeben haben und jenen wohl Anfang 2027 herausbringen. Zusammen mit der GeForce RTX 5090 Ti hätte nVidia dann ein halbwegs neues Portfolio gegenüber AMDs RDNA5 und könnte die GeForce RTX 60 Serie tatsächlich auf das Jahr 2028 verschieben. Die GeForce RTX 5090 Ti wäre in diesem Sinne auch dazu da, um AMDs RDNA5 in der Spitze etwas entgegenzusetzen – ohne aber dafür eine echte neue Architektur zu bemühen. Der eigentliche Zweck für nVidia würde in diesem Gedankenmodell darin bestehen, die Gaming/Consumer-Lösungen so lange wie möglich auf der 4nm-Fertigung zu belassen, damit sich die HPC/AI-Lösungen alle Waferzuteilungen von 3/2nm krallen können und bei nVidia der Dollar um so mehr rollt. Bei diesem generellen Ansinnen wäre es dann auch zweckmäßig, die GeForce RTX 60 Serie bei Intel unter 14A fertigen zu lassen – um sich bei TSMC ganz auf die HPC/AI-Fertigung konzentrieren zu können. Dies klingt sogar sinnig, ist aber dennoch nur eine Arbeitsthese, welche belegt oder wiederlegt werden muß.

Leaker Jaykihn @ X vermeldet aktualisierte Modell-Spezifikationen zu "Bartlett Lake", wiederum bezogen auf die Modelle mit reinen P-Kernen (im Gegensatz zu den schon länger erhältlichen Modelle mit Hybrid-Architektur, welche schlicht eine Weiterverwendung von Raptor-Lake-Dies darstellt). Jene Spezifikations-Auflistung ergänzt Angaben von vor einem Monat, interessanterweise ergibt sich dabei nicht eine einzelne Abweichung – darauf hinweisend, dass die Daten wohl solide sind. Neu hinzugekommen sind die "Core 5" Modelle mit 8 P-Kernen sowie alle Angaben zur "Basepower" bzw. der PL1, was dann üblicherweise auch der offiziellen TDP-Angabe entspricht. Welchen PL2-Wert diese Prozessoren bekommen, ist somit noch nicht sicher, aber in der Vergangenheit hat Intel für diese Edge-Prozessoren der früheren NEX-Sparte gern die kräftigen PL2-Werte der üblichen Desktop-Prozessoren benutzt, bis 250 Watt also. Allerdings werden diese Edge-Prozessoren dann gewöhnlich mit tatsächlichem PL1/PL2-Unterschied betrieben – und sind auch nach wie vor nicht für den Eintritt ins Consumer-Segment gedacht, trotz Architektur-Gleichheit zu "Raptor Lake" und bekanntem Sockel LGA1700.

BTL (P-Core-only) Kerne Takt L2+L3 iGPU PL1
Core 9 273PQE 12P/24T 3.4/5.9 GHz 24+36 MB Xe-LP, 32 EU 125W
Core 9 273PE 12P/24T 2.3/5.7 GHz 24+36 MB Xe-LP, 32 EU 65W
Core 9 273PTE 12P/24T 1.4/5.5 GHz 24+36 MB Xe-LP, 32 EU 45W
Core 7 253PQE 10P/20T 3.5/5.7 GHz 20+33 MB Xe-LP, 32 EU 125W
Core 7 253PE 10P/20T 2.5/5.5 GHz 20+33 MB Xe-LP, 32 EU 65W
Core 7 253PTE 10P/20T 1.8/5.4 GHz 20+33 MB Xe-LP, 32 EU 45W
Core 5 223PQE 8P/10T 4.0/5.5 GHz 16+24 MB Xe-LP, 32 EU 125W
Core 5 223PE 8P/10T 2.9/5.4 GHz 16+24 MB Xe-LP, 32 EU 65W
Core 5 223PTE 8P/10T 2.3/5.4 GHz 16+24 MB Xe-LP, 32 EU 45W
Core 5 213PE 8P/10T 2.7/5.2 GHz 16+24 MB Xe-LP, 24 EU 65W
Core 5 213PTE 8P/10T 2.1/5.2 GHz 16+24 MB Xe-LP, 24 EU 45W
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen