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News des 16. Juni 2008

Mit dem Start der Woche hat nVidia den lange erwarteten GT200-Chip sowie die daraus resultierenden Grafikkarten GeForce GTX 260 und 280 offiziell vorgestellt, zudem gibt es natürlich auch jede Menge erster Benchmark-Resultate speziell zu letztgenannter Karte. Der GT200-Chip gestaltet sich dabei wie zuletzt schon prognostiziert als ein gewaltiges Stück Hardware, welches in fast allen Bereichen neue Maßstäbe setzt: 240 (verbesserte) Shader-Einheiten, 80 Textureneinheiten und ein 512 Bit Speicherinterface, alles zusammen untergebracht auf 1,4 Milliarden Transistoren, welche weiterhin in 65nm gefertigt werden. An diesem Punkt klärt sich auch, wieso nVidia bei den Taktraten nicht wesentlich nach oben gehen konnte – bei dieser enormen Steigerung der Transistorenzahl war wohl nicht mehr möglich in diesem Fertigungsverfahren.

Seine deutlich höhere Performance zieht der Chip dann natürlich aus der höheren Anzahl an Hardware-Einheiten, den internen Verbesserungen (welche noch Thema eines extra Artikels sein werden) und dem verdoppelten Speicherinterface. Damit ist aber auch klar, daß GT200-Grafikkarten niemals eine günstige Angelegenheit sein werden können, dafür ist der Hardware-Aufwand sowohl beim Chip als auch bei der Platine einfach zu groß. Derzeit scheinen die GeForce GTX 280 Grafikkarten für 500 bis 550 Euro noch diese Woche in den Handel zu kommen, während man für die kleinere Lösung GeForce GTX 260 mit Preisen von 350 bis 400 Euro rechnen werden muß – diese Karte soll aber erst Ende des Monats in den Handel gelangen.

Dabei hat die GeForce GTX 260 deutlich Abspeckungen gegenüber der GeForce GTX 280: Nur 192 anstatt 240 Shader-Einheiten, nur 64 anstatt 80 Textureneinheiten und nur ein 448 Bit anstatt eines 512 Bit DDR Speicherinterface. Bei den Taktraten liegt man allerdings nicht wesentlich auseinander, da es eine GeForce GTX 260 auf immerhin 576/1242/999 MHz bringt, die GeForce GTX 280 mit 602/1296/1107 MHz hier nicht wesentlich darüber liegt. Den primären Leistungsunterschied bilden somit die deaktivierten Einheiten bei der GeForce GTX 260, welche somit über 30 Prozent weniger Shaderpower und 26 Prozent weniger Speicherbandbreite gegenüber der GeForce GTX 280 verfügt. Aufgrund des "krummen" Speicherinterface wird die GeForce GTX 260 auch nicht mit den üblichen Speichermengen von 512 oder 1024 MB antreten, sondern mit 448 oder 896 MB.

Positiverweise setzt nVidia in seinen Referenzdesigns aber gleich auf 896 MB (GeForce GTX 260) bzw. 1024 MB (GeForce GTX 280), womit diesen Karten nicht wie den bisherigen HighEnd-Beschleunigern von nVidia in sehr hohen Auflösungen ab und zu der Speicher ausgehen sollte. Dies bestätigen auch die ersten Benchmarks, welcher der GeForce GTX 280 mit 1 GB Grafikkartenspeicher zudem in mehr oder weniger allen Tests hervorragende Leistungen bescheinigen. Probleme hat die Karte nur hin und wieder mit der ZweiChip-Lösung GeForce 9800 GX2, da diese aufgrund der zwei verbauten Grafikchips über eine etwas höhere Shaderpower verfügt, welche sich hier und da auszahlt. Die GeForce 9800 GX2 kann die GeForce GTX 280 zwar nicht schlagen, aber spielt doch oftmals in derselben Performance-Klasse.

Das mögen einige eventuell als enttäuschend betrachten, hatte man eventuell auf mehr gehofft. Allerdings musste nVidia auch, um die Performance der GeForce 9800 GX2 mit nur einem Chip zu erreichen, dessen Leistung gegenüber den Vorgänger-Chips G92 und G80 um mehr als 50 Prozent anheben – und hat dies schließlich auch getan. Und eine solche 50prozentige Performancesteigerung gegenüber dem Vorgängerchip sind aller Ehren wert, für ein SingleChip-Design ist die GeForce GTX 280 absolut imposant und eigentlich auch die jederzeit rundere Lösung gegenüber DualChip-Grafikkarten oder SLI-Konstruktionen. Ein Punkt spricht allerdings deutlich gegen die GeForce GTX 280 – derjenige der Leistungsaufnahme.

Denn eine TDP von sage und schreibe 236 Watt liegt eigentlich schon längst jenseits von Gut und Böse. Natürlich verbraucht die Karte in der Praxis etwas weniger, aber mit Richtung 180 Watt sollte man schon rechnen. Dieses mag aufgrund des massiven Siliziumaufwandes und der unveränderten 65nm-Fertigung nicht wirklich verwundern, trotzdem ist es irgendwie ein Rückfall in eigentlich schon überwunden geglaubte Zeiten. Aber natürlich kann sich nVidia dies letztlich leisten: Die GeForce GTX 280 ist nicht einfach eine hochklassige Lösung für den besseren Spiele-PC, sondern eine Non-Plus-Ultra-Granate für HighEnd-Maschinen, wo sich die daraus ergebenden Probleme wie Leistungsaufnahme, Lüftergeräusch und natürlich auch der exorbitant hohe Kartenpreis keine wirkliche Rolle mehr spielen.

Dies schmälert allerdings auch etwas den Wert von nVidias (erneuertem) Performance-Thron mittels der GeForce GTX 280, weil mit einfach massiver Durchschlagskraft zum entsprechend hohen Preis kann schließlich jeder kommen. Interessanter ist aber eher, was man in einem vertretbar hohen Preisfeld (selbst für HighEnd-Ansprüche bei nicht wesentlich mehr als 350 Euro) leisten kann, dort dürften sich deutlich mehr Käufer finden lassen als für 500-Euro-Boliden. Insofern wird es die nächsten Tage noch hochinteressant zu sehen sein, was die GeForce GTX 260 zu leisten im Stande ist, genauso auch wie der Konter von ATI mit der Radeon HD 4870 ausgehen wird.

Mit dem Start der Woche hat nVidia den lange erwarteten GT200-Chip sowie die daraus resultierenden Grafikkarten GeForce GTX 260 und 280 offiziell vorgestellt, zudem gibt es natürlich auch jede Menge erster Benchmark-Resultate speziell zu letztgenannter Karte. Der GT200-Chip gestaltet sich dabei wie zuletzt schon prognostiziert als ein gewaltiges Stück Hardware, welches in fast allen Bereichen neue Maßstäbe setzt: 240 (verbesserte) Shader-Einheiten, 80 Textureneinheiten und ein 512 Bit Speicherinterface, alles zusammen untergebracht auf 1,4 Milliarden Transistoren, welche weiterhin in 65nm gefertigt werden. An diesem Punkt klärt sich auch, wieso nVidia bei den Taktraten nicht wesentlich nach oben gehen konnte - bei dieser enormen Steigerung der Transistorenzahl war wohl nicht mehr möglich in diesem Fertigungsverfahren.

Seine deutlich höhere Performance zieht der Chip dann natürlich aus der höheren Anzahl an Hardware-Einheiten, den internen Verbesserungen (welche noch Thema eines extra Artikels sein werden) und dem verdoppelten Speicherinterface. Damit ist aber auch klar, daß GT200-Grafikkarten niemals eine günstige Angelegenheit sein werden können, dafür ist der Hardware-Aufwand sowohl beim Chip als auch bei der Platine einfach zu groß. Derzeit scheinen die GeForce GTX 280 Grafikkarten für 500 bis 550 Euro noch diese Woche in den Handel zu kommen, während man für die kleinere Lösung GeForce GTX 260 mit Preisen von 350 bis 400 Euro rechnen werden muß - diese Karte soll aber erst Ende des Monats in den Handel gelangen.

Dabei hat die GeForce GTX 260 deutlich Abspeckungen gegenüber der GeForce GTX 280: Nur 192 anstatt 240 Shader-Einheiten, nur 64 anstatt 80 Textureneinheiten und nur ein 448 Bit anstatt eines 512 Bit DDR Speicherinterface. Bei den Taktraten liegt man allerdings nicht wesentlich auseinander, da es eine GeForce GTX 260 auf immerhin 576/1242/999 MHz bringt, die GeForce GTX 280 mit 602/1296/1107 MHz hier nicht wesentlich darüber liegt. Den primären Leistungsunterschied bilden somit die deaktivierten Einheiten bei der GeForce GTX 260, welche somit über 30 Prozent weniger Shaderpower und 26 Prozent weniger Speicherbandbreite gegenüber der GeForce GTX 280 verfügt. Aufgrund des "krummen" Speicherinterface wird die GeForce GTX 260 auch nicht mit den üblichen Speichermengen von 512 oder 1024 MB antreten, sondern mit 448 oder 896 MB.

Positiverweise setzt nVidia in seinen Referenzdesigns aber gleich auf 896 MB (GeForce GTX 260) bzw. 1024 MB (GeForce GTX 280), womit diesen Karten nicht wie den bisherigen HighEnd-Beschleunigern von nVidia in sehr hohen Auflösungen ab und zu der Speicher ausgehen sollte. Dies bestätigen auch die ersten Benchmarks, welcher der GeForce GTX 280 mit 1 GB Grafikkartenspeicher zudem in mehr oder weniger allen Tests hervorragende Leistungen bescheinigen. Probleme hat die Karte nur hin und wieder mit der ZweiChip-Lösung GeForce 9800 GX2, da diese aufgrund der zwei verbauten Grafikchips über eine etwas höhere Shaderpower verfügt, welche sich hier und da auszahlt. Die GeForce 9800 GX2 kann die GeForce GTX 280 zwar nicht schlagen, aber spielt doch oftmals in derselben Performance-Klasse.

Das mögen einige eventuell als enttäuschend betrachten, hatte man eventuell auf mehr gehofft. Allerdings musste nVidia auch, um die Performance der GeForce 9800 GX2 mit nur einem Chip zu erreichen, dessen Leistung gegenüber den Vorgänger-Chips G92 und G80 um mehr als 50 Prozent anheben - und hat dies schließlich auch getan. Und eine solche 50prozentige Performancesteigerung gegenüber dem Vorgängerchip sind aller Ehren wert, für ein SingleChip-Design ist die GeForce GTX 280 absolut imposant und eigentlich auch die jederzeit rundere Lösung gegenüber DualChip-Grafikkarten oder SLI-Konstruktionen. Ein Punkt spricht allerdings deutlich gegen die GeForce GTX 280 - derjenige der Leistungsaufnahme.

Denn eine TDP von sage und schreibe 236 Watt liegt eigentlich schon längst jenseits von Gut und Böse. Natürlich verbraucht die Karte in der Praxis etwas weniger, aber mit Richtung 180 Watt sollte man schon rechnen. Dieses mag aufgrund des massiven Siliziumaufwandes und der unveränderten 65nm-Fertigung nicht wirklich verwundern, trotzdem ist es irgendwie ein Rückfall in eigentlich schon überwunden geglaubte Zeiten. Aber natürlich kann sich nVidia dies letztlich leisten: Die GeForce GTX 280 ist nicht einfach eine hochklassige Lösung für den besseren Spiele-PC, sondern eine Non-Plus-Ultra-Granate für HighEnd-Maschinen, wo sich die daraus ergebenden Probleme wie Leistungsaufnahme, Lüftergeräusch und natürlich auch der exorbitant hohe Kartenpreis keine wirkliche Rolle mehr spielen.

Dies schmälert allerdings auch etwas den Wert von nVidias (erneuertem) Performance-Thron mittels der GeForce GTX 280, weil mit einfach massiver Durchschlagskraft zum entsprechend hohen Preis kann schließlich jeder kommen. Interessanter ist aber eher, was man in einem vertretbar hohen Preisfeld (selbst für HighEnd-Ansprüche bei nicht wesentlich mehr als 350 Euro) leisten kann, dort dürften sich deutlich mehr Käufer finden lassen als für 500-Euro-Boliden. Insofern wird es die nächsten Tage noch hochinteressant zu sehen sein, was die GeForce GTX 260 zu leisten im Stande ist, genauso auch wie der Konter von ATI mit der Radeon HD 4870 ausgehen wird.