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News des 25. Juni 2008

Fast eine Woche nach der Radeon HD 4850 hat ATI am Mittwoch nun auch die größere RV770-Lösung in Form der Radeon HD 4870 sowie den entsprechenden RV770-Grafikchip offiziell vorgestellt. Letzterer stellt eine deutlich aufgebohrte Variante des originalen R600/RV670-Designs dar: Anstatt 320 Shader-Einheiten mit 16 Textureneinheiten gibt es beim RV770 gleich 800 Shader-Einheiten samt 40 Textureneinheiten – wobei das Verhältnis zwischen diesen Einheiten allerdings entgegen den meisten Vorab-Informationen gleich geblieben ist. Trotzdem hat der RV770-Chip damit nicht wie R600 und RV670 eine etwas zu geringe Texturierleistung – der Punkt ist hierbei, daß beim R600/RV670 die Texturierleistung nur in absoluten Zahlen etwas zu gering war, was der RV770-Chip nunmehr definitiv ausgleicht.

Ansonsten war und ist das Design mit seinem Schwerpunkt auf Shader-Leistung (die Radeon HD 4870 hat immerhin eine um ca. 28 Prozent höhere theoretische MADD-Rechenleistung als die GeForce GTX 280) klar zukunftsgewandt und dürfte somit auch in den kommenden Spielen gut dastehen (sofern sich das vorausschauend beurteilen läßt). Um die für höhere Leistungen benötigte Speicherbandbreite zur Verfügung stellen zu können, hat sich ATI dann im Gegensatz zu nVidia (512 Bit DDR Speicherinterface beim GT200-Chip) für den erstmaligen Einsatz von GDDR5-Speicher bei der Radeon HD 4870 entschieden, welcher die Speicherbandbreite gegenüber GDDR3-Speicher derzeit um ca. 80 Prozent steigern kann. Allerdings sieht man an der Radeon HD 4850, welche nur mit GDDR3-Speicher antritt, daß auch diese Variante nicht wirklich durch ihre (relativ) niedrige Speicherbandbreite ausgebremst wird.

Ganz allgemein geht das ATI-Design ganz offensichtlich sparsamer mit Speichermenge und -bandbreite um. So kommen die neuen ATI-Karten auch erst einmal nur als 512-MB-Versionen – aber selbst bei der Radeon HD 4870 waren mit dieser Speicherausstattung bisher keine Nachteile wie ein ausgehender Speicher in sehr hohen Auflösungen (und damit heftige Frameraten-Einbrüche) zu verzeichnen. nVidia hingegen benötigt offensichtlich die 1 GB Grafikkartenspeicher bei den GT200-Grafikkarten, um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen. Damit hat nVidia einen weitere Punkt, wo man mit der letztlich teureren Idee gegenüber ATI antreten muß – neben dem das Platinenlayout verteuernden 448 bzw. 512 Bit DDR-Speicherinterface. Im Punkt der Speicherbestückung ist allerdings möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen: Denn eventuell könnten sich die 1 GB Speicher der GT200-Karten langfristig noch als die zukunftssichere Wahl erweisen.

Für den Augenblick aber spricht alles nur von ATI, vergibt die versammelte Fachpresse durchweg nur Bestnoten für die beiden RV770-Beschleuniger. Die Radeon HD 4850 ist im Preisbereich von um die 150 Euro ja selbst nach den Preissenkungen von nVidia und der Ankündigung einer (minimal) taktverbesserten GeForce 9800 GTX+ der Beschleuniger der Wahl, weil das Preis/Leistungsverhältnis einfach sehr überzeugend und die Karte auch insgesamt sehr rund ausgefallen ist. Die Radeon HD 4870 scheint nach den ersten Benchmarks dies nun im Preisbereich von um die 230 Euro nachzumachen: Auch hier ist ATI wieder günstiger als der performancemäßig halbwegs passende Konkurrent (GeForce GTX 260) oder aber schneller als der preismäßig halbwegs passenden Konkurrent (GeForce GTX 9800+).

Vor allem diese nicht passende Konkurrenzsituation dürfte viel zum sich deutlich abzeichnenden Markterfolg der Radeon HD 4850/4870 Karten beitragen: nVidia kommt derzeit mit dem G92-Chip bei der Performance nicht ran, während der GT200-Chip zu teuer ist, um preislich mithalten zu können. ATI hat also mit dem RV770-Chip exakt die (allerdings riesige) Lücke zwischen diesen beiden Chips getroffen und wird es sich in der Folgezeit nun in dieser Position sicherlich gemütlich machen. nVidia hingegen wurde ziemlich kalt erwischt – obwohl der Grafikchip-Entwickler doch nach dem G80-Chip seit mittlerweile anderthalb Jahren in einer Position der weitestgehenden Unanfechtbarkeit erschien – so schnell kann es in diesem Business gehen ;).

Allerdings muß auch klar sein, daß ATI den Großteil seines aktuellen Preis/Leistungssiegs über einfach sehr günstige Preise realisiert, welche vorher für diese Hardware-Power so nicht zu erwarten waren. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob die von ATI gebotenenen Preise heutzutage schlicht schon realistisch sind (und sich damit gerade nVidia in letzterer Zeit dumm und dusselig verdient hat) oder aber ob bei ATI/AMD derzeit der nicht von der Hand zu weisende Gedanke regiert, lieber erst einmal viele Markteinteile einzukassieren und die Gewinne dann erst mit späteren Generationen zu realisieren. So oder so setzt sich zumindest die Tendenz der letzten Grafikkarten-Neuvorstellungen fort: Für ansprechenden bis exzellente Leistungen müssen es heutzutage kaum noch echte HighEnd-Beschleuniger mit Preisen von über 250 Euro sein – eine für den Grafikkarten-Käufer doch überaus positive Entwicklung.

Fast eine Woche nach der Radeon HD 4850 hat ATI am Mittwoch nun auch die größere RV770-Lösung in Form der Radeon HD 4870 sowie den entsprechenden RV770-Grafikchip offiziell vorgestellt. Letzterer stellt eine deutlich aufgebohrte Variante des originalen R600/RV670-Designs dar: Anstatt 320 Shader-Einheiten mit 16 Textureneinheiten gibt es beim RV770 gleich 800 Shader-Einheiten samt 40 Textureneinheiten - wobei das Verhältnis zwischen diesen Einheiten allerdings entgegen den meisten Vorab-Informationen gleich geblieben ist. Trotzdem hat der RV770-Chip damit nicht wie R600 und RV670 eine etwas zu geringe Texturierleistung - der Punkt ist hierbei, daß beim R600/RV670 die Texturierleistung nur in absoluten Zahlen etwas zu gering war, was der RV770-Chip nunmehr definitiv ausgleicht.

Ansonsten war und ist das Design mit seinem Schwerpunkt auf Shader-Leistung (die Radeon HD 4870 hat immerhin eine um ca. 28 Prozent höhere theoretische MADD-Rechenleistung als die GeForce GTX 280) klar zukunftsgewandt und dürfte somit auch in den kommenden Spielen gut dastehen (sofern sich das vorausschauend beurteilen läßt). Um die für höhere Leistungen benötigte Speicherbandbreite zur Verfügung stellen zu können, hat sich ATI dann im Gegensatz zu nVidia (512 Bit DDR Speicherinterface beim GT200-Chip) für den erstmaligen Einsatz von GDDR5-Speicher bei der Radeon HD 4870 entschieden, welcher die Speicherbandbreite gegenüber GDDR3-Speicher derzeit um ca. 80 Prozent steigern kann. Allerdings sieht man an der Radeon HD 4850, welche nur mit GDDR3-Speicher antritt, daß auch diese Variante nicht wirklich durch ihre (relativ) niedrige Speicherbandbreite ausgebremst wird.

Ganz allgemein geht das ATI-Design ganz offensichtlich sparsamer mit Speichermenge und -bandbreite um. So kommen die neuen ATI-Karten auch erst einmal nur als 512-MB-Versionen - aber selbst bei der Radeon HD 4870 waren mit dieser Speicherausstattung bisher keine Nachteile wie ein ausgehender Speicher in sehr hohen Auflösungen (und damit heftige Frameraten-Einbrüche) zu verzeichnen. nVidia hingegen benötigt offensichtlich die 1 GB Grafikkartenspeicher bei den GT200-Grafikkarten, um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen. Damit hat nVidia einen weitere Punkt, wo man mit der letztlich teureren Idee gegenüber ATI antreten muß - neben dem das Platinenlayout verteuernden 448 bzw. 512 Bit DDR-Speicherinterface. Im Punkt der Speicherbestückung ist allerdings möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen: Denn eventuell könnten sich die 1 GB Speicher der GT200-Karten langfristig noch als die zukunftssichere Wahl erweisen.

Für den Augenblick aber spricht alles nur von ATI, vergibt die versammelte Fachpresse durchweg nur Bestnoten für die beiden RV770-Beschleuniger. Die Radeon HD 4850 ist im Preisbereich von um die 150 Euro ja selbst nach den Preissenkungen von nVidia und der Ankündigung einer (minimal) taktverbesserten GeForce 9800 GTX+ der Beschleuniger der Wahl, weil das Preis/Leistungsverhältnis einfach sehr überzeugend und die Karte auch insgesamt sehr rund ausgefallen ist. Die Radeon HD 4870 scheint nach den ersten Benchmarks dies nun im Preisbereich von um die 230 Euro nachzumachen: Auch hier ist ATI wieder günstiger als der performancemäßig halbwegs passende Konkurrent (GeForce GTX 260) oder aber schneller als der preismäßig halbwegs passenden Konkurrent (GeForce GTX 9800+).

Vor allem diese nicht passende Konkurrenzsituation dürfte viel zum sich deutlich abzeichnenden Markterfolg der Radeon HD 4850/4870 Karten beitragen: nVidia kommt derzeit mit dem G92-Chip bei der Performance nicht ran, während der GT200-Chip zu teuer ist, um preislich mithalten zu können. ATI hat also mit dem RV770-Chip exakt die (allerdings riesige) Lücke zwischen diesen beiden Chips getroffen und wird es sich in der Folgezeit nun in dieser Position sicherlich gemütlich machen. nVidia hingegen wurde ziemlich kalt erwischt - obwohl der Grafikchip-Entwickler doch nach dem G80-Chip seit mittlerweile anderthalb Jahren in einer Position der weitestgehenden Unanfechtbarkeit erschien - so schnell kann es in diesem Business gehen ;).

Allerdings muß auch klar sein, daß ATI den Großteil seines aktuellen Preis/Leistungssiegs über einfach sehr günstige Preise realisiert, welche vorher für diese Hardware-Power so nicht zu erwarten waren. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob die von ATI gebotenenen Preise heutzutage schlicht schon realistisch sind (und sich damit gerade nVidia in letzterer Zeit dumm und dusselig verdient hat) oder aber ob bei ATI/AMD derzeit der nicht von der Hand zu weisende Gedanke regiert, lieber erst einmal viele Markteinteile einzukassieren und die Gewinne dann erst mit späteren Generationen zu realisieren. So oder so setzt sich zumindest die Tendenz der letzten Grafikkarten-Neuvorstellungen fort: Für ansprechenden bis exzellente Leistungen müssen es heutzutage kaum noch echte HighEnd-Beschleuniger mit Preisen von über 250 Euro sein - eine für den Grafikkarten-Käufer doch überaus positive Entwicklung.