News des 6. Oktober 2008

Der japanische PC Watch (maschinelle Übersetzung ins deutsche) berichtet über die ATI-Pläne für 2009, besonders interessant ist hierbei diese Präsentationsfolie. Danach sieht ATI als wichtige im kommenden Jahr zu absolvierende Schritte den Wechsel auf die 40nm-Fertigung, die Einführung von DirectX11-Grafikchips, den breiten Einsatz von GDDR5-Speicher, GPGPU-Anwendungen auch für den Normaluser sowie eine höhere Verbreitung von 3D-Monitoren. Auch wenn die 40nm-Fertigung und DirectX11 nicht direkt zusammen genannt wurden, ergibt sich eine höhere Chance, daß die Ende des zweiten Quartals bei ATI angesetzte 40nm-Generation gleich DirectX11 beherrschen wird.

Schließlich haben sich die Entwicklungszyklen inzwischen in der Tat auseinandergezogen, haben über die letzten Jahre beide Grafikchip-Entwickler maximal einen neuen HighEnd-Chip pro Jahr gebracht (bei ATI sogar recht konstant jeweils im Frühling bis Sommeranfang). Insofern dürfte der derzeit spekulativ "RV870" genannte Grafikchip wohl durchaus schon DirectX11 beherrschen, auch wenn das finale Software-Paket zu der neuen 3D-API zu dessen Launchzeitpunkt womöglich noch gar nicht zur Verfügung steht. Und da beide Grafikchip-Entwickler letztlich grob gesehen immer im gleichen Takt arbeiten, sollte somit auch nVidias im Frühjahr/Sommer 2009 zu erwartende 40nm-Generation bereits DirectX11 beherrschen.

Mit der Grafikkarten-Performance unter Stalker: Clear Sky hat man sich beim Guru3D beschäftigt. Das Spiel ist ab Mittelklasse-Grafikkarten vernünftig spielbar, den Einstieg bilden hierbei Radeon HD 4670 und GeForce 9600 GT. Zu beobachten ist auch in diesem Spiel eine gewisse Tendenz hin zu den GeForce 8/9 Grafikkarten, die doch ziemlich gut mit ATIs neuer Radeon HD 4800 Serie mithalten können. Somit überrascht dann auch wenig der eindeutige Benchmark-Sieg der GeForce GTX 280 – allerdings auch stark begünstigt durch Umstand, daß die Radeon HD 4870 X2 in diesem Spiel noch keinen Vorteil aus ihren zwei Grafikchips ziehen kann und somit regelmäßig sogar noch etwas langsamer ist wie eine einfache Radeon HD 4870.

Zwei Artikel beschäftigen sich mit den ersten Auswirkungen der Finanzkrise auf die PC-Industrie: So berichtet der Tech Report über mögliche Liquiditätsprobleme der Speicherchip-Hersteller, da die meisten Firmen dieses Sektors wirtschaftlich nicht besonders dastehen und die Speicherchip-Herstellung nun einmal ein sehr kapitalintensives Geschäft ist. Overclockers berichten hingegen zum Fall AMD, welche durch den Aufkauf von ATI bekannterweise reichlich Schulden aufgehäuft haben und diese eigentlich durch die Auslagerung der eigenen Werke in eine extra Gesellschaft samt Einstieg eines Investors reduzieren wollten. Sollte in dieser Richtung jedoch nichts zustandekommen, hätte AMD dann ernsthafte Probleme, das geplante neue Werk in New York zu finanzieren.

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