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News des 17. Oktober 2008

Die X-bit Labs berichten zur seit einiger Zeit ausstehenden Radeon HD 4850 X2, daß diese den Markt in den nächsten Wochen erreichen wird, nachdem das Referenzdesign nunmehr die Zustimmung der Grafikkarten-Hersteller gefunden hat. Interessanterweise soll auch die Radeon HD 4850 X2 mit 2x 1024 MB Grafikkartenspeicher auf den Markt kommen und so dem Beispiel der Radeon HD 4870 X2 folgen, die Taktraten liegen wahrscheinlich gleich zur SingleChip-Variante Radeon HD 4850 (625/1000 MHz). Preislich soll ATI die neue Karte angeblich zwischen 350 und 399 Dollar ansetzen, was in Euro und mit Mehrwertsteuer in Richtung 310 bis 360 Euro gehen sollte.

Damit würde man sich preislich etwas unterhalb der GeForce GTX 280 legen, welche wiederum bei der Performance spielend besiegt werden sollte, nachdem eine einzelne Radeon HD 4870 schon nahezu gleichauf mit der GeForce GTX 260 liegt. Hier ist sogar ein erheblicher Vorsprung zugunsten von ATI zu prognostizierten, theoretisch könnte ATI mehr Geld für diese Karte verlangen. Praktisch wird das ganze natürlich durch die Preislage der Radeon HD 4850 mit 1024 MB Speicher limitiert, mehr als das Doppelte dieser kann ATI bei der Radeon HD 4850 X2 logischerweise nicht verlangen. Hier scheint ATI also – angenommen die Taktraten sind gleich zur Radeon HD 4850 – einen echten Preis/Leistungshammer für das HighEnd-Segment in der Hinterhand zu haben.

Die VR-Zone hat dagegen eine erste Radeon HD 4830 vorliegen und kann damit auch die technischen Daten dieser RV770LE-basierten Grafikkarte kompletieren: Die Radeon HD 4830 kommt mit 640 Shader-Einheiten, 32 Textureneinheiten, einem 256 Bit DDR Speicherinterface und Taktraten von 575/900 MHz daher, als Speicher kommen 512 MB GDDR3 zum Einsatz. Somit liegt man bei 74 Prozent der Rechenleistung und 90 Prozent der Speicherbandbreite einer Radeon HD 4850, was doch recht nah an dieser Karte ist. Damit dürfte ein Performance-Unterschied zwischen Radeon HD 4830 und 4850 von (geschätzt) 15 bis 20 Prozent herauskommen. Preislich wird die Radeon HD 4830 bei um die 100 Euro erwartet, deren Launch soll nunmehr am 23. Oktober über die Bühne gehen.

Bei AMD scheint man gerade noch so die Kurve bekommen zu haben, denn laut dem Heise Newsticker konnte man den Quartalsverlust deutlich reduzieren und liegt operativ sogar etwas im Plus. Ganz offensichtlich hat hierzu vor allem der gestiegene Umsatz im Geschäft mit den ATI-Grafikkarten beigetragen, welcher durch den starken Start der Radeon HD 4800 Serie ausgelöst wurde. So stieg der Grafikkarten-Umsatz um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Prozessoren und Mainboard-Chipsätze hier "nur" 8 bzw. 26 Prozent vorzuweisen haben. Insgesamt scheint AMD, trotz daß man im Prozessoren-Geschäft derzeit keine marktfähigen HighEnd-Modelle hat, inzwischen den Dreh herauszuhaben, wie man in dem mit ATI vereinten Unternehmen wieder Gewinne macht.

Die Auslagerung der Werke in ein extra Unternehmen samt Abgabe der Mehrheitsanteile an diesem an einen arabischen Investor war aber dennoch der richtige Schritt, denn AMD schob einen wirklich zu hohen Schuldenberg vor sich her, welcher im Rahmen einer normalen Geschäftsentwicklung Jahrzehnte zur Tilgung benötigt hätte. Da man sowohl dieses Problem hat lösen können, als auch operativ wieder im Plus steht, sehen die Zukunftsaussichten für AMD rosiger denn je aus: Wenn man schon mit einem eher durchschnittlichen Angebot an Prozessoren und nur einem Quartal mit einer guten neuen Grafikkarten-Serie das Geschäft derart stabilisieren kann, dann kann es mit konkurrenzfähigeren Prozessoren und weiteren Erfolgen im Grafikkarten-Markt nur noch besser für AMD werden.

Ein weiterer Vorab-Test zum Intel Core i7 gibt es beim chinesischsprachigen MyDrivers (maschinelle Übersetzung ins deutsche). Auffallend war bei diesem Test wiederum der große Vorteil des Nehalem-Prozessors bei theoretischen und Anwendungs-Benchmarks, welcher sich dann unter den Spielebenchmarks nicht wiederspiegeln konnte. Sicherlich sind die derzeit zu findenden Spiele-Tests bei Nehalem-Prozessoren noch suboptimal, weil immer nur die durchschnittliche Framerate gemessen wird, eine bessere CPU unter Spielen aber gewöhnlich nur zur Steigerung der Mindest-Frameraten interessant ist – aber wenn Tests auf Auflösungen von 1024x768 und ohne Anti-Aliasing gar keinen Vorteil für die Nehalem-Architektur aufzeigen, muß das doch etwas bedenklich stimmen.

Natürlich können hier Spiele und Grafikkarten-Treiber noch nicht perfekt auf die Nehalem-Architektur angepasst sein, auf der anderen Seite hat Intel wie üblich bei brandneuen Architekturen wichtigen Software-Entwicklern schon seit Monaten Vorserien-Exemplare zum austesten und optimieren zur Verfügung gestellt. Dementsprechend müsste jetzt eigentlich schon ein gewisser Effekt zugunsten der Nehalem-Architektur unter Spielen zu beobachten sein. Da dies aber derzeit absolut noch nicht zu beobachten ist, muß die Erwartungshaltung in Bezug auf die Spiele-Performance der Nehalem-Architrektur womöglich etwas zurückgeschraubt werden. Es erscheint jedenfalls als nicht gerade wahrscheinlich, daß durch neue Grafikkarten-Treiber und Spiele-Updates innerhalb nur eines Monats bis zum Launch plötzlich 30 Prozent mehr Performance unter Spielen sichtbar werden.

Shortcuts: Die VR-Zone hat die derzeit bekannten Daten zu den kommenden Intel-Preissenkungen am 19. Oktober, 16. November, 30. November und 18. Januar 2009 zusammengestellt. Nochmals die VR-Zone hat ein Preview des kommenden nVidia-Treibers der 180er Serie, welcher auch unter dem Stichwort "Big Bang II" bekannt ist. Und letztlich hat nVidia eine neue GeForce 9600 GSO mit 48 Shader-Einheiten gegenüber Hardware.fr dementiert: Zwar wird es wohl eine kleinere Grafikkarte auf Basis des G94-Chips der GeForce 9600 GT geben, der Verkaufsname dieser Lösung steht aber noch nicht fest. Laut einem Grafikkarten-Hersteller soll sich diese Karte dann im übrigen "GeForce 9600 GS" nennen, was absolut nachvollziehbar und damit ohne diese Probleme wäre, welche eine neue GeForce 9600 GSO hervorrufen würde.

Die X-bit Labs berichten zur seit einiger Zeit ausstehenden Radeon HD 4850 X2, daß diese den Markt in den nächsten Wochen erreichen wird, nachdem das Referenzdesign nunmehr die Zustimmung der Grafikkarten-Hersteller gefunden hat. Interessanterweise soll auch die Radeon HD 4850 X2 mit 2x 1024 MB Grafikkartenspeicher auf den Markt kommen und so dem Beispiel der Radeon HD 4870 X2 folgen, die Taktraten liegen wahrscheinlich gleich zur SingleChip-Variante Radeon HD 4850 (625/1000 MHz). Preislich soll ATI die neue Karte angeblich zwischen 350 und 399 Dollar ansetzen, was in Euro und mit Mehrwertsteuer in Richtung 310 bis 360 Euro gehen sollte.

Damit würde man sich preislich etwas unterhalb der GeForce GTX 280 legen, welche wiederum bei der Performance spielend besiegt werden sollte, nachdem eine einzelne Radeon HD 4870 schon nahezu gleichauf mit der GeForce GTX 260 liegt. Hier ist sogar ein erheblicher Vorsprung zugunsten von ATI zu prognostizierten, theoretisch könnte ATI mehr Geld für diese Karte verlangen. Praktisch wird das ganze natürlich durch die Preislage der Radeon HD 4850 mit 1024 MB Speicher limitiert, mehr als das Doppelte dieser kann ATI bei der Radeon HD 4850 X2 logischerweise nicht verlangen. Hier scheint ATI also - angenommen die Taktraten sind gleich zur Radeon HD 4850 - einen echten Preis/Leistungshammer für das HighEnd-Segment in der Hinterhand zu haben.

Die VR-Zone hat dagegen eine erste Radeon HD 4830 vorliegen und kann damit auch die technischen Daten dieser RV770LE-basierten Grafikkarte kompletieren: Die Radeon HD 4830 kommt mit 640 Shader-Einheiten, 32 Textureneinheiten, einem 256 Bit DDR Speicherinterface und Taktraten von 575/900 MHz daher, als Speicher kommen 512 MB GDDR3 zum Einsatz. Somit liegt man bei 74 Prozent der Rechenleistung und 90 Prozent der Speicherbandbreite einer Radeon HD 4850, was doch recht nah an dieser Karte ist. Damit dürfte ein Performance-Unterschied zwischen Radeon HD 4830 und 4850 von (geschätzt) 15 bis 20 Prozent herauskommen. Preislich wird die Radeon HD 4830 bei um die 100 Euro erwartet, deren Launch soll nunmehr am 23. Oktober über die Bühne gehen.

Bei AMD scheint man gerade noch so die Kurve bekommen zu haben, denn laut dem Heise Newsticker konnte man den Quartalsverlust deutlich reduzieren und liegt operativ sogar etwas im Plus. Ganz offensichtlich hat hierzu vor allem der gestiegene Umsatz im Geschäft mit den ATI-Grafikkarten beigetragen, welcher durch den starken Start der Radeon HD 4800 Serie ausgelöst wurde. So stieg der Grafikkarten-Umsatz um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Prozessoren und Mainboard-Chipsätze hier "nur" 8 bzw. 26 Prozent vorzuweisen haben. Insgesamt scheint AMD, trotz daß man im Prozessoren-Geschäft derzeit keine marktfähigen HighEnd-Modelle hat, inzwischen den Dreh herauszuhaben, wie man in dem mit ATI vereinten Unternehmen wieder Gewinne macht.

Die Auslagerung der Werke in ein extra Unternehmen samt Abgabe der Mehrheitsanteile an diesem an einen arabischen Investor war aber dennoch der richtige Schritt, denn AMD schob einen wirklich zu hohen Schuldenberg vor sich her, welcher im Rahmen einer normalen Geschäftsentwicklung Jahrzehnte zur Tilgung benötigt hätte. Da man sowohl dieses Problem hat lösen können, als auch operativ wieder im Plus steht, sehen die Zukunftsaussichten für AMD rosiger denn je aus: Wenn man schon mit einem eher durchschnittlichen Angebot an Prozessoren und nur einem Quartal mit einer guten neuen Grafikkarten-Serie das Geschäft derart stabilisieren kann, dann kann es mit konkurrenzfähigeren Prozessoren und weiteren Erfolgen im Grafikkarten-Markt nur noch besser für AMD werden.

Ein weiterer Vorab-Test zum Intel Core i7 gibt es beim chinesischsprachigen MyDrivers (maschinelle Übersetzung ins deutsche). Auffallend war bei diesem Test wiederum der große Vorteil des Nehalem-Prozessors bei theoretischen und Anwendungs-Benchmarks, welcher sich dann unter den Spielebenchmarks nicht wiederspiegeln konnte. Sicherlich sind die derzeit zu findenden Spiele-Tests bei Nehalem-Prozessoren noch suboptimal, weil immer nur die durchschnittliche Framerate gemessen wird, eine bessere CPU unter Spielen aber gewöhnlich nur zur Steigerung der Mindest-Frameraten interessant ist - aber wenn Tests auf Auflösungen von 1024x768 und ohne Anti-Aliasing gar keinen Vorteil für die Nehalem-Architektur aufzeigen, muß das doch etwas bedenklich stimmen.

Natürlich können hier Spiele und Grafikkarten-Treiber noch nicht perfekt auf die Nehalem-Architektur angepasst sein, auf der anderen Seite hat Intel wie üblich bei brandneuen Architekturen wichtigen Software-Entwicklern schon seit Monaten Vorserien-Exemplare zum austesten und optimieren zur Verfügung gestellt. Dementsprechend müsste jetzt eigentlich schon ein gewisser Effekt zugunsten der Nehalem-Architektur unter Spielen zu beobachten sein. Da dies aber derzeit absolut noch nicht zu beobachten ist, muß die Erwartungshaltung in Bezug auf die Spiele-Performance der Nehalem-Architrektur womöglich etwas zurückgeschraubt werden. Es erscheint jedenfalls als nicht gerade wahrscheinlich, daß durch neue Grafikkarten-Treiber und Spiele-Updates innerhalb nur eines Monats bis zum Launch plötzlich 30 Prozent mehr Performance unter Spielen sichtbar werden.

Shortcuts: Die VR-Zone hat die derzeit bekannten Daten zu den kommenden Intel-Preissenkungen am 19. Oktober, 16. November, 30. November und 18. Januar 2009 zusammengestellt. Nochmals die VR-Zone hat ein Preview des kommenden nVidia-Treibers der 180er Serie, welcher auch unter dem Stichwort "Big Bang II" bekannt ist. Und letztlich hat nVidia eine neue GeForce 9600 GSO mit 48 Shader-Einheiten gegenüber Hardware.fr dementiert: Zwar wird es wohl eine kleinere Grafikkarte auf Basis des G94-Chips der GeForce 9600 GT geben, der Verkaufsname dieser Lösung steht aber noch nicht fest. Laut einem Grafikkarten-Hersteller soll sich diese Karte dann im übrigen "GeForce 9600 GS" nennen, was absolut nachvollziehbar und damit ohne diese Probleme wäre, welche eine neue GeForce 9600 GSO hervorrufen würde.