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News des 20. Oktober 2008

Wieder einmal Fudzilla bringen das wilde Gerücht, nVidia wolle alle seine Grafikkarten-Partern bis auf nur noch sechs Stück zusammenstreichen. Diese sechs Firmen sollen dann EVGA, PC Partner (Zotac), Asus, MSI, Palit (Gainward) und XFX sein, was große und langjährige nVidia-Partern wie beispielsweise BFG und Gigabyte außen vor lassen würde. Ehrlicherweise können wir uns das ganze immer noch nicht vorstellen, denn selbst der Versuch, auch nur mit einzelnen Firmen die Geschäftsbeziehungen zu beenden, dürfte in der Praxis nicht gerade einfach ausfallen. Wenn sich nVidia hingegen von derzeit über 20 auf dann 6 bis 8 Anbieter zurückzieht, stößt man auf dem Weg dahin erst einmal die halbe Branche vor den Kopf, was kaum ohne bleibenden Schaden machbar sein dürfte. Gänzlich unmöglich ist dieses Gerücht deswegen aber trotzdem nicht ;).

Bezüglich der Speicherproblematik bei den kommenden Nehalem-Prozessoren des Bloomfield-Cores berichtet die ComputerBase von mehreren Overclocking-Erfolgen, wo die CPU (und damit der integrierte Speichercontroller) mit bis zu 2.05 Volt lief und damit dann auch CPU-Taktraten von 4 GHz zu ereichen waren. Auf der anderen Seite vermelden HT4U neue Nehalem-Speicherkits, welche sich explizit an die 1.65-Volt-Vorgabe von Intel halten, obwohl frühere Speicher derselben Leistungsklasse oftmals gleich bis zu 1.9 Volt benötigten. Die Wahrheit dürfte wie so oft irgendwo in der Mitte dessen liegen: Zwar zerstören Spannungen überhalb dieser 1.65 Volt den Nehalem-Prozessor nicht gleich, dennoch ist Übertreibung in diesem Punkt nicht anzuraten.

Zudem gibt es derzeit noch keinerlei Langzeiterfahrungen von Systemen mit mehr als 1.65 Volt Spannung, daß ein solches System im Overclocing-Betrieb erst einmal läuft, muß also nichts sagen. Aber natürlich steht hier auch im Raum, daß Intel durchaus übervorsichtig an die Sache herangegangen sein könnte – oder sogar bewußt diese Spannung-Maßgabe sehr niedrig angesetzt hat, um Übertaktungsversuche zu limitieren (als CPU-Hersteller benötigt man mittlerweile den Marketing-Erfolg von guten Übertakungsergebnissen, will andererseits selbiges aber nicht in Masse sehen, weil die Leute ja nicht übertakten, sondern schnellere CPUs kaufen sollen). Gut möglich also, daß hier noch ein gewisser Spielraum überhalb der 1.65 Volt existiert, welchen man gefahrlos ausnutzen kann. Unwahrscheinlich ist hingegen, daß die Intel-Warnungen vor einer verkürzten Lebensdauer kompletter Nonsens sind, ab einer – bislang noch nicht herausgefundenen – Grenze dürfte dies sicherlich zutreffend sein.

Gemäß Fudzilla beherrscht der P55-Chipsatz für die Mainstream-Ausführung "Lynnfield" der Nehalem-Architektur ebenfalls nur DDR3-Speicher, lassen sich diese Mainstream-Systeme also nicht auf günstigerem DDR2-Speicher aufbauen. Allerdings ist dies nicht ganz korrekt (und im Text wird es im Gegensatz zum Titel bei Fudzilla auch richtig geschrieben): Das Problem ist hierbei nicht der Mainboard-Chipsatz, sondern der integrierte Speichercontroller der Nehalem-Prozessoren, welcher in der Tat nur DDR3-Speicher unterstützt – und nicht wie AMDs kommende AM3-Modelle sowohl DDR2 als auch DDR3. Was natürlich bei Intels Nehalem besonders bedauerlich ist, geht der offizielle Speichersupport doch nur bis zu DDR3/1066 – was man mit DDR2-Speicher genauso und spezifikationsgerecht auch hätte erreichen können.

Allerdings hat Intel den Speichercontroller anscheinend streng für die Zukunft ausgelegt, welche nun sicherlich keine weiteren Taktstufen bei DDR2-Speicher, jedoch wohl noch einige Entwicklung bei DDR3 sehen wird. Demzufolge kann man auch davon ausgehen, daß spätere Versionen der Nehalem-Architektur nicht so extrem konservativ beim Speichersupport sein werden, sowohl den offiziell unterstützten Speichertakt als auch die maximal erlaubte Speicherspannung betreffend. Ob sich dies schon mit dem Lynnfield-Core ergibt, bliebe allerdings abzuwarten: Normalerweise sollte die Zeit reichen für die entsprechenden Überarbeitungen, allerdings dürfte Intel sicherlich kaum Mainstream-Modelle mit einem deutlich besseren Speichersupport als bei den HighEnd-Modellen in den Markt schicken. Entweder wird Intel zum Lynnfield-Launch den Speichersupport allgemein (also auch für die HighEnd-Modelle) anheben, oder aber dies erst mit dem 32nm-Refresh ("Westmore") der Nehalem-Architektur Ende 2009 nachschieben.

Shortcuts: Bei Golem spricht sich der (aus den USA stammende) Symantec-Chef gegen die hohen europäischen Datenschutz-Standards und für mehr Nutzerüberwachung im Internet aus. Seine private Meinung in allen Ehren, aber als Chef einer ausgerechnet Sicherheits-Software verkaufenden Firma sollte man sich in diesem Punkt besser zurückhalten – oder anders formuliert: Hier konnte man mal lesen, was Symantec über ein absolutes Grundbedürfnis der eigenen Kundschaft denkt. Beim Heise Newsticker hat sich hingegen der Microsoft-Boss weit aus dem Fenster gelehnt, indem er Windows 7 als "Windows Vista mit aufgeräumter Benutzerschnittstelle und verbesserter Leistung" bezeichnet hat. Was sich erst einmal durchaus gut anhört (wenngleich das mit der verbesserten Leistung bei Microsoft schon seit drei Jahrzehnten erfolglos versprochen wird), beim zweiten Lesen aber vielmehr dahin deutet, daß Windows 7 nur eine zweite Edition des eher unglücklich laufenden Windows Vistas ist und kein wirklich neuer Ansatz ;).

Wieder einmal Fudzilla bringen das wilde Gerücht, nVidia wolle alle seine Grafikkarten-Partern bis auf nur noch sechs Stück zusammenstreichen. Diese sechs Firmen sollen dann EVGA, PC Partner (Zotac), Asus, MSI, Palit (Gainward) und XFX sein, was große und langjährige nVidia-Partern wie beispielsweise BFG und Gigabyte außen vor lassen würde. Ehrlicherweise können wir uns das ganze immer noch nicht vorstellen, denn selbst der Versuch, auch nur mit einzelnen Firmen die Geschäftsbeziehungen zu beenden, dürfte in der Praxis nicht gerade einfach ausfallen. Wenn sich nVidia hingegen von derzeit über 20 auf dann 6 bis 8 Anbieter zurückzieht, stößt man auf dem Weg dahin erst einmal die halbe Branche vor den Kopf, was kaum ohne bleibenden Schaden machbar sein dürfte. Gänzlich unmöglich ist dieses Gerücht deswegen aber trotzdem nicht ;).

Bezüglich der Speicherproblematik bei den kommenden Nehalem-Prozessoren des Bloomfield-Cores berichtet die ComputerBase von mehreren Overclocking-Erfolgen, wo die CPU (und damit der integrierte Speichercontroller) mit bis zu 2.05 Volt lief und damit dann auch CPU-Taktraten von 4 GHz zu ereichen waren. Auf der anderen Seite vermelden HT4U neue Nehalem-Speicherkits, welche sich explizit an die 1.65-Volt-Vorgabe von Intel halten, obwohl frühere Speicher derselben Leistungsklasse oftmals gleich bis zu 1.9 Volt benötigten. Die Wahrheit dürfte wie so oft irgendwo in der Mitte dessen liegen: Zwar zerstören Spannungen überhalb dieser 1.65 Volt den Nehalem-Prozessor nicht gleich, dennoch ist Übertreibung in diesem Punkt nicht anzuraten.

Zudem gibt es derzeit noch keinerlei Langzeiterfahrungen von Systemen mit mehr als 1.65 Volt Spannung, daß ein solches System im Overclocing-Betrieb erst einmal läuft, muß also nichts sagen. Aber natürlich steht hier auch im Raum, daß Intel durchaus übervorsichtig an die Sache herangegangen sein könnte - oder sogar bewußt diese Spannung-Maßgabe sehr niedrig angesetzt hat, um Übertaktungsversuche zu limitieren (als CPU-Hersteller benötigt man mittlerweile den Marketing-Erfolg von guten Übertakungsergebnissen, will andererseits selbiges aber nicht in Masse sehen, weil die Leute ja nicht übertakten, sondern schnellere CPUs kaufen sollen). Gut möglich also, daß hier noch ein gewisser Spielraum überhalb der 1.65 Volt existiert, welchen man gefahrlos ausnutzen kann. Unwahrscheinlich ist hingegen, daß die Intel-Warnungen vor einer verkürzten Lebensdauer kompletter Nonsens sind, ab einer - bislang noch nicht herausgefundenen - Grenze dürfte dies sicherlich zutreffend sein.

Gemäß Fudzilla beherrscht der P55-Chipsatz für die Mainstream-Ausführung "Lynnfield" der Nehalem-Architektur ebenfalls nur DDR3-Speicher, lassen sich diese Mainstream-Systeme also nicht auf günstigerem DDR2-Speicher aufbauen. Allerdings ist dies nicht ganz korrekt (und im Text wird es im Gegensatz zum Titel bei Fudzilla auch richtig geschrieben): Das Problem ist hierbei nicht der Mainboard-Chipsatz, sondern der integrierte Speichercontroller der Nehalem-Prozessoren, welcher in der Tat nur DDR3-Speicher unterstützt - und nicht wie AMDs kommende AM3-Modelle sowohl DDR2 als auch DDR3. Was natürlich bei Intels Nehalem besonders bedauerlich ist, geht der offizielle Speichersupport doch nur bis zu DDR3/1066 - was man mit DDR2-Speicher genauso und spezifikationsgerecht auch hätte erreichen können.

Allerdings hat Intel den Speichercontroller anscheinend streng für die Zukunft ausgelegt, welche nun sicherlich keine weiteren Taktstufen bei DDR2-Speicher, jedoch wohl noch einige Entwicklung bei DDR3 sehen wird. Demzufolge kann man auch davon ausgehen, daß spätere Versionen der Nehalem-Architektur nicht so extrem konservativ beim Speichersupport sein werden, sowohl den offiziell unterstützten Speichertakt als auch die maximal erlaubte Speicherspannung betreffend. Ob sich dies schon mit dem Lynnfield-Core ergibt, bliebe allerdings abzuwarten: Normalerweise sollte die Zeit reichen für die entsprechenden Überarbeitungen, allerdings dürfte Intel sicherlich kaum Mainstream-Modelle mit einem deutlich besseren Speichersupport als bei den HighEnd-Modellen in den Markt schicken. Entweder wird Intel zum Lynnfield-Launch den Speichersupport allgemein (also auch für die HighEnd-Modelle) anheben, oder aber dies erst mit dem 32nm-Refresh ("Westmore") der Nehalem-Architektur Ende 2009 nachschieben.

Shortcuts: Bei Golem spricht sich der (aus den USA stammende) Symantec-Chef gegen die hohen europäischen Datenschutz-Standards und für mehr Nutzerüberwachung im Internet aus. Seine private Meinung in allen Ehren, aber als Chef einer ausgerechnet Sicherheits-Software verkaufenden Firma sollte man sich in diesem Punkt besser zurückhalten - oder anders formuliert: Hier konnte man mal lesen, was Symantec über ein absolutes Grundbedürfnis der eigenen Kundschaft denkt. Beim Heise Newsticker hat sich hingegen der Microsoft-Boss weit aus dem Fenster gelehnt, indem er Windows 7 als "Windows Vista mit aufgeräumter Benutzerschnittstelle und verbesserter Leistung" bezeichnet hat. Was sich erst einmal durchaus gut anhört (wenngleich das mit der verbesserten Leistung bei Microsoft schon seit drei Jahrzehnten erfolglos versprochen wird), beim zweiten Lesen aber vielmehr dahin deutet, daß Windows 7 nur eine zweite Edition des eher unglücklich laufenden Windows Vistas ist und kein wirklich neuer Ansatz ;).