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News des 7./8. Januar 2010

Auf der CES hat nVidia leider wider Erwarten bislang nichts wirkliches zur kommenden Fermi-Grafikchiparchitektur gesagt, sondern wie bisher nur ein paar kurze Informationsfetzen abgesondert. So wird der GF100-Chip inzwischen schon produziert – was allerdings vermutlich nichts am Launchzeitpunkt im März ändert. Wenigstens aber gab es auf dem nVidia-Stand mal ein lauffähiges System zu sehen, welches dort eine 3D-Demo absolvierte. nVidia scheint sich ziemlich stark auf das Thema "3D" zu konzentrieren, dafür soll Fermi ein Features namens "3D Vision Surround" unterstützen, womit stereoskopisches 3D unter Zusammenschaltung von gleich drei HD-Monitoren ermöglicht wird. Interessant wäre natürlich zuerst die Frage, ob man überhaupt die Performance für Auflösungen von 3240x1920 (oder 5760x1080) hat – aber dies bleibt (noch) das Geheimnis von nVidia und wird sich auch mittels des Videos vom Unigine-Heaven-DX11-Benchmark nicht beantworten lassen.

ATI hat auf der CES 2010 die Mobility Radeon HD 5000 Serie vorgestellt, womit dann auch endlich die Daten zu den beiden bisher noch vermissten DirectX11-Chips RV810 ("Cedar") und RV830 ("Redwood") vorliegen. Der Mainstream-Chip RV830 kommt dabei wie erwartet mit 400 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface daher, der LowCost-Chip RV810 mit 80 Shader-Einheiten an einem 64 Bit DDR Speicherinterface. In beiden Fällen bedeutet dies keine oder nur eine geringe Verbesserung gegenüber den direkten Vorgängern RV730 (320 SE, 128 Bit SI) bzw. RV710 (80 SE, 64 Bit SI) – besonderes ist von diesen Chips also mitnichten zu erwarten. Allenfalls der RV830-Chip könnte für interessante Einsteigerlösungen als Ersatz für die aktuellen Radeon HD 4650/4670 Karten dienen. Genauere Details zu einzelnen RV810/RV830-Ausführungen sind aber bis auf die Vorab-Informationen zu Radeon HD 5570 und Radeon HD 5670 noch nicht bekannt.

Radeon HD 4300/4500 Radeon HD 5300/5400 Radeon HD 4600 Radeon HD 5500/5600
Chipbasis ATI RV710, 242 Mill. Transistoren in 55nm auf 72mm² Die-Fläche ATI RV810, 292 Mill. Transistoren in 40nm ATI RV730, 514 Mill. Transistoren in 55nm auf 146mm² Die-Fläche ATI RV830, 627 Mill. Transistoren in 40nm
Technik DirectX 10.1, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR3) DirectX 11, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR5) DirectX 10.1, 320 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR3) DirectX 11, 400 Shader-Einheiten, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
Lösungen Radeon HD 4350 & 4550 Radeon HD 5350, 5450 & 5470 Radeon HD 4650 & 4670 Radeon HD 5570, 5650 & 5670
Preisbereich 25-40 Euro 40-75 Euro

"Daneben" wurde natürlich auch die Mobility Radeon HD 5000 Serie vorgestellt, mittels welcher ATI DirectX11 nunmehr auch im Mobile-Bereich anbietet. Allerdings bietet diese Mobile-Serie eine gewisse Überraschung, denn der größte DirectX11-Chip in Form des RV870 wurde nicht für den Mobile-Bereich umgesetzt – was sich wohl mit dessem hohen Stromhunger begründen läßt. Daß ATI trotzdem die "Mobility Radeon HD 5850 & 5870" Lösungen ins Rennen schickt, ergibt sich daraus, daß auch ATI nunmehr auch das kleine Falschbenennungsspiel im Mobile-Sektor spielt.

Bisher hatte sich ATI diesbezüglich vornehm zurückgehalten und nVidia die "Ehre" überlassen, alle Mobile-Beschleuniger grundsätzlich eine Klasse höher zu benennen als die jeweils gleichschnellen Desktop-Beschleuniger. Nun aber trifft dies teilweise auch auf ATI zu: Die Mobility Radeon HD 5700 Serie hat eine Performance wie die Radeon HD 5600 Serie aus dem Desktop-Bereich (da dieselbe Chipbasis: RV830) und die Mobility Radeon HD 5800 Serie hat eine Performance wie die Radeon HD 5700 Serie aus dem Desktop-Bereich (da wiederum dieselbe Chipbasis: RV840).

Mobility Radeon HD 5400 Mobility Radeon HD 5600/5700 Mobility Radeon HD 5800
Chipbasis ATI RV810, 292 Mill. Transistoren in 40nm ATI RV830, 627 Mill. Transistoren in 40nm ATI RV840, 1040 Mill. Transistoren in 40nm auf 166mm² Die-Fläche
Technik DirectX 11, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR5) DirectX 11, 400 Shader-Einheiten, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5) DirectX 11, 800 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
Lösungen Mobility Radeon HD 5430 (550/800 MHz, 7W TDP), 5450 (675/800 MHz, 11W TDP) & 5470 (750/800-1600 MHz, 13-15W TDP) Mobility Radeon HD 5650 (400-650/800 MHz, 15-19W TDP), 5730 (650/800 MHz, 26W TDP), 5750 (550/1600 MHz, 25W TDP) & 5770 (650/1600 MHz, 30W TDP) Mobility Radeon HD 5830 (500/800 MHz, 24W TDP) 5850 (500-625/900-2000 MHz, 30-39W TDP) & 5870 (700/2000 MHz, 50W TDP)
von ATI gedachter Einsatzbereich Mainstream Performance Gaming Enthusiast (auch CrossFire-Lösungen möglich)
realistischer Leistungsbereich LowEnd unterer Mainstream (Gamer-Einsteigerlösungen) SingleChip: oberer Mainstream/unterer Performance
CrossFire: Performance

Eine deutliche Performance-Verbesserung gegenüber der Mobility Radeon HD 4000 Serie kann sich somit nicht ergeben, da sich an den Hardware-Daten grob nichts geändert hat. Ganz besonders gilt abzuwarten, ob sich eine Mobility Radeon HD 5870 wirklich (wie von ATI prognostiziert) gegenüber einer Mobility Radeon HD 4870 durchsetzen kann, denn bei gleicher Anzahl an Shader-Einheiten hat die neuere Lösung das nur halb so breite Speicherinterface zur Verfügung. Im Desktop-Bereich ist dieser Vergleich (Radeon HD 5770 vs. Radeon HD 4870) jedenfalls knapp an die ältere Karte gegangen. Allerdings hat die Mobility Radeon HD 5000 Serie immer den Vorteil, daß im Gegensatz zum Desktop-Segment das Argument der 40nm-Fertigung im Mobile-Segment einfach schwerer wiegt, womit die neuen Mobile-Lösungen dann doch immer vorzuziehen sind.

Allerdings dürfte es noch etwas dauern, ehe diese neuen Mobile-Lösungen in kaufbaren Notebooks stecken. Im Mobile-Bereich benötigen die Gerätehersteller in aller Regel einige Monate Vorlaufzeit, ganz besonders bei frischen Grafikchips – was in diesem Fall ganz sicher zutrifft. Dabei brauchen die leistungshungrigeren Mobile-Grafikchips in aller Regel mehr Zeit als die kleineren Mobile-Grafikchips – und so schwirrt schon das Gerücht umher, daß es mit Mobility Radeon HD 5800 Lösungen vor Mitte 2010 nichts werden wird. In einem anderen Punkt will ATI dagegen endlich einmal alte Probleme lösen: Zukünftig sollen auch die mobilen Grafiklösungen wieder mit einem Referenztreiber versorgt werden, nachdem der diesbezügliche Support der Notebook-Hersteller zumeist nur mangelhaft war und sich in dieser Frage auch nach Jahren des Lamentierens keine Besserung abzeichnete.

Auf der CES hat nVidia leider wider Erwarten bislang nichts wirkliches zur kommenden Fermi-Grafikchiparchitektur gesagt, sondern wie bisher nur ein paar kurze Informationsfetzen abgesondert. So wird der GF100-Chip inzwischen schon produziert - was allerdings vermutlich nichts am Launchzeitpunkt im März ändert. Wenigstens aber gab es auf dem nVidia-Stand mal ein lauffähiges System zu sehen, welches dort eine 3D-Demo absolvierte. nVidia scheint sich ziemlich stark auf das Thema "3D" zu konzentrieren, dafür soll Fermi ein Features namens "3D Vision Surround" unterstützen, womit stereoskopisches 3D unter Zusammenschaltung von gleich drei HD-Monitoren ermöglicht wird. Interessant wäre natürlich zuerst die Frage, ob man überhaupt die Performance für Auflösungen von 3240x1920 (oder 5760x1080) hat - aber dies bleibt (noch) das Geheimnis von nVidia und wird sich auch mittels des Videos vom Unigine-Heaven-DX11-Benchmark nicht beantworten lassen.

ATI hat auf der CES 2010 die Mobility Radeon HD 5000 Serie vorgestellt, womit dann auch endlich die Daten zu den beiden bisher noch vermissten DirectX11-Chips RV810 ("Cedar") und RV830 ("Redwood") vorliegen. Der Mainstream-Chip RV830 kommt dabei wie erwartet mit 400 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface daher, der LowCost-Chip RV810 mit 80 Shader-Einheiten an einem 64 Bit DDR Speicherinterface. In beiden Fällen bedeutet dies keine oder nur eine geringe Verbesserung gegenüber den direkten Vorgängern RV730 (320 SE, 128 Bit SI) bzw. RV710 (80 SE, 64 Bit SI) - besonderes ist von diesen Chips also mitnichten zu erwarten. Allenfalls der RV830-Chip könnte für interessante Einsteigerlösungen als Ersatz für die aktuellen Radeon HD 4650/4670 Karten dienen. Genauere Details zu einzelnen RV810/RV830-Ausführungen sind aber bis auf die Vorab-Informationen zu Radeon HD 5570 und Radeon HD 5670 noch nicht bekannt.






Radeon HD 4300/4500
Radeon HD 5300/5400
Radeon HD 4600
Radeon HD 5500/5600






Chipbasis
ATI RV710, 242 Mill. Transistoren in 55nm auf 72mm² Die-Fläche
ATI RV810, 292 Mill. Transistoren in 40nm
ATI RV730, 514 Mill. Transistoren in 55nm auf 146mm² Die-Fläche
ATI RV830, 627 Mill. Transistoren in 40nm



Technik
DirectX 10.1, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR3)
DirectX 11, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
DirectX 10.1, 320 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR3)
DirectX 11, 400 Shader-Einheiten, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5)



Lösungen
Radeon HD 4350 & 4550
Radeon HD 5350, 5450 & 5470
Radeon HD 4650 & 4670
Radeon HD 5570, 5650 & 5670



Preisbereich
25-40 Euro
40-75 Euro





"Daneben" wurde natürlich auch die Mobility Radeon HD 5000 Serie vorgestellt, mittels welcher ATI DirectX11 nunmehr auch im Mobile-Bereich anbietet. Allerdings bietet diese Mobile-Serie eine gewisse Überraschung, denn der größte DirectX11-Chip in Form des RV870 wurde nicht für den Mobile-Bereich umgesetzt - was sich wohl mit dessem hohen Stromhunger begründen läßt. Daß ATI trotzdem die "Mobility Radeon HD 5850 & 5870" Lösungen ins Rennen schickt, ergibt sich daraus, daß auch ATI nunmehr auch das kleine Falschbenennungsspiel im Mobile-Sektor spielt.

Bisher hatte sich ATI diesbezüglich vornehm zurückgehalten und nVidia die "Ehre" überlassen, alle Mobile-Beschleuniger grundsätzlich eine Klasse höher zu benennen als die jeweils gleichschnellen Desktop-Beschleuniger. Nun aber trifft dies teilweise auch auf ATI zu: Die Mobility Radeon HD 5700 Serie hat eine Performance wie die Radeon HD 5600 Serie aus dem Desktop-Bereich (da dieselbe Chipbasis: RV830) und die Mobility Radeon HD 5800 Serie hat eine Performance wie die Radeon HD 5700 Serie aus dem Desktop-Bereich (da wiederum dieselbe Chipbasis: RV840).






Mobility Radeon HD 5400
Mobility Radeon HD 5600/5700
Mobility Radeon HD 5800






Chipbasis
ATI RV810, 292 Mill. Transistoren in 40nm
ATI RV830, 627 Mill. Transistoren in 40nm
ATI RV840, 1040 Mill. Transistoren in 40nm auf 166mm² Die-Fläche



Technik
DirectX 11, 80 Shader-Einheiten, 8 TMUs, 4 ROPs, 64 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
DirectX 11, 400 Shader-Einheiten, 20 TMUs, 8 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5)
DirectX 11, 800 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit DDR Interface (bis GDDR5)



Lösungen
Mobility Radeon HD 5430 (550/800 MHz, 7W TDP), 5450 (675/800 MHz, 11W TDP) & 5470 (750/800-1600 MHz, 13-15W TDP)
Mobility Radeon HD 5650 (400-650/800 MHz, 15-19W TDP), 5730 (650/800 MHz, 26W TDP), 5750 (550/1600 MHz, 25W TDP) & 5770 (650/1600 MHz, 30W TDP)
Mobility Radeon HD 5830 (500/800 MHz, 24W TDP) 5850 (500-625/900-2000 MHz, 30-39W TDP) & 5870 (700/2000 MHz, 50W TDP)



von ATI gedachter Einsatzbereich
Mainstream
Performance
Gaming Enthusiast (auch CrossFire-Lösungen möglich)



realistischer Leistungsbereich
LowEnd
unterer Mainstream (Gamer-Einsteigerlösungen)
SingleChip: oberer Mainstream/unterer Performance
CrossFire: Performance





Eine deutliche Performance-Verbesserung gegenüber der Mobility Radeon HD 4000 Serie kann sich somit nicht ergeben, da sich an den Hardware-Daten grob nichts geändert hat. Ganz besonders gilt abzuwarten, ob sich eine Mobility Radeon HD 5870 wirklich (wie von ATI prognostiziert) gegenüber einer Mobility Radeon HD 4870 durchsetzen kann, denn bei gleicher Anzahl an Shader-Einheiten hat die neuere Lösung das nur halb so breite Speicherinterface zur Verfügung. Im Desktop-Bereich ist dieser Vergleich (Radeon HD 5770 vs. Radeon HD 4870) jedenfalls knapp an die ältere Karte gegangen. Allerdings hat die Mobility Radeon HD 5000 Serie immer den Vorteil, daß im Gegensatz zum Desktop-Segment das Argument der 40nm-Fertigung im Mobile-Segment einfach schwerer wiegt, womit die neuen Mobile-Lösungen dann doch immer vorzuziehen sind.

Allerdings dürfte es noch etwas dauern, ehe diese neuen Mobile-Lösungen in kaufbaren Notebooks stecken. Im Mobile-Bereich benötigen die Gerätehersteller in aller Regel einige Monate Vorlaufzeit, ganz besonders bei frischen Grafikchips - was in diesem Fall ganz sicher zutrifft. Dabei brauchen die leistungshungrigeren Mobile-Grafikchips in aller Regel mehr Zeit als die kleineren Mobile-Grafikchips - und so schwirrt schon das Gerücht umher, daß es mit Mobility Radeon HD 5800 Lösungen vor Mitte 2010 nichts werden wird. In einem anderen Punkt will ATI dagegen endlich einmal alte Probleme lösen: Zukünftig sollen auch die mobilen Grafiklösungen wieder mit einem Referenztreiber versorgt werden, nachdem der diesbezügliche Support der Notebook-Hersteller zumeist nur mangelhaft war und sich in dieser Frage auch nach Jahren des Lamentierens keine Besserung abzeichnete.