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News des 13. Oktober 2010

Die neueste Gerüchtelage zu nVidias GF110-Chip spricht nunmehr von 512 Shader-Einheiten und 128 Textureneinheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface. Dies verwundert etwas, weil dies gegenüber dem GF100-Chip (512 Shader-Einheiten, 64 TMUs und 384 Bit DDR Speicherinterface) kein Zugewinn an Rechenleistung ergäbe, sondern vielmehr einen deutlichen Zugewinn an Texturierleistung (+100%) und Speicherbandbreite (+33%). Zudem müsste nVidia für einen solchen Chip wiederum die Shader-Cluster umgestalten: Der GF100-Chip hat hierbei 32 Shader-Einheiten und 4 TMUs in einem Shader-Cluster, die kleineren Fermi-Chips GF104, GF106 und GF108 haben dagegen 48 Shader-Einheiten und 4 TMUs in einem Shader-Cluster. Bei einem GF110-Chip mit den vorgenannten Hardware-Daten würde ein Shader-Cluster dann aber wahrscheinlich 32 Shader-Einheiten und 8 TMUs umfassen – alternativ 16 Shader-Einheiten und 4 TMUs – in jedem Fall wäre aber eine erneute Umarbeitung dieser Shader-Cluster vonnöten.

mögliche neue nVidia HighEnd-Chips
GF100b neues Stepping des GF100-Chips mit geringerer Leistungsaufnahme, dadurch die Möglichkeit zu einer Grafikkarte mit den vollen 512 Shader-Einheiten und eventuell etwas mehr Takt zu keinem oder geringem Verlustleistungsaufschlag
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +5% bis +10%
GF110 mit 512SE neuer Chip mit 512 Shader-Einheiten und 128 TMUs an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast mit weiterer Neugestaltung der Shader-Cluster, Die-Fläche mit 430-480mm² etwas kleiner als GF100, wahrscheinlich sogar höher taktbar als dieser mit gleicher oder kleinerer Verlustleistung
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +20% bis +30%
GF110 mit 576SE neuer Chip mit 576 Shader-Einheiten und 96 TMUs an einem 384 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast nach GF104-Vorbild, Die-Fläche mit 430-480mm² etwas kleiner als GF100, wahrscheinlich sogar höher taktbar als dieser mit gleicher oder kleinerer Verlustleistung
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +20% bis +30%
GF110 mit 768SE neuer Chip mit 768 Shader-Einheiten und 128 TMUs an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast nach GF104-Vorbild, Die-Fläche mit 550-650mm² größer als GF100 und damit auch höhere Verlustleistung, Zielmarkt dieses Grafikchips wären dann eher die DualChip-Lösungen von AMD
Potential gegenüber GeForce GTX 480: ca. +50%

Die eigentliche Frage ist aber natürlich, wie nVidia aus einem solchen Chip mehr Performance herausholen will, wenn die Rechenleistung gar nicht oder nur eher geringfügig (über einen höheren Takt) steigt – eigentlich wäre dies unlogisch. Allerdings ist die Quelle der neuen Informationen zum GF110-Chip vertrauenswürdig – es ist dieselbe, welche schon die früher von uns notierten Spezifikationen zu den AMD-Chips Barts und Cayman genannt hatte, die sich nunmehr augenscheinlich als korrekt herausstellen. Daß die angepeilte Mehrleistung nur über eine höhere Texturierpower und mehr Speicherbandbreite kommt, ist zudem nicht gänzlich undenkbar, wenn man sich mal den Vorgänger-Chip GT200 der GeForce GTX 200 Serie ansieht: Dort gab es 240 Shader-Einheiten, 80 Textureneinheiten und ein 512 Bit DDR Speicherinterface – wenn man diesen Chip von den Hardware-Einheiten her verdoppelt, ist man faktisch beim GF110-Chip zu den vorgenannten Daten.

Möglicherweise begünstigen nVidia-Designs generell eine höhere Texturierpower und mehr Speicherbandbreite, mehrere frühere nVidia-Chips deuten jedenfalls darauf hin. Auch die Veränderung der Shader-Cluster bei den kleineren Fermi-Chips GF104, GF106 und GF108 ging schon in die Richtung, diesen Chips mehr Texturierpower pro Rechenleistung mit auf den Weg zu geben. Zudem spielt bei HighEnd-Projekten von nVidia auch immer der Punkt der Chipfläche und damit der generellen Herstellbarkeit eine Rolle: Ziemlich sicher ist schon, daß der GF110 nicht den GF100-Ballast für professionelle Anwendungen mit sich trägt und damit ganz gut Chipfläche gegenüber diesem einspart – all zu viel mehr an neuen Hardware-Einheiten passt da aber trotzdem nicht hinein, um nicht schnell wieder auf der Die-Größe eines GF100-Chips (oder mehr) zu landen. Möglicherweise fand es nVidia sparsamer von der Chipfläche her, mehr Textureneinheiten anstatt mehr Shader-Einheiten zu verbauen.

Unter Umständen ist diese Lösung also performanter und sogar einfacher zu realisieren als eine bisher diskutierte GF110-Option mit 576 Shader-Einheiten und 96 TMUs an einem 384 Bit DDR Speicherinterface. In beiden Fällen liegt die Performance-Prognose bei +20% bis +30% gegenüber der GeForce GTX 480, was wohl auch dazu ausreichen sollte, um dem kommenden Cayman-Chip von AMD noch knapp Paroli bieten zu können. Sein Tape-Out soll der GF110-Chip im übrigen schon lange hinter sich gehabt haben und laut unbestätigten, aber nicht unglaubwürdigen Informationen soll der Chip samt Verkaufs-Taktraten sogar schon finalisiert sein, was einen Marktstart noch in diesem Jahr ermöglichen würde. Allerdings könnte nVidia den GF110-Chip unter Umständen bewußt verzögern, damit sich erst AMD mit dem Cayman-Chip offenbaren muß und man unmittelbar danach entsprechend besser kontern kann.

Shortcuts: Wie die PC Games Hardware berichtet, sollen ausgerechnet die Übertakter-CPUs der Sandy-Bridge-Generationen mit kleineren Featureabspeckungen daherkommen: Bei den Prozessoren mit freigeschaltetem Multiplikator wird sowohl VT-d als auch TXT fehlen, beides sind Unterstützungstechnologien für Hardware-Virtualisierung. Allerdings bleibt die Basis-Technologie für Hardware-Virtualisierung in Form von VT-x erhalten, so daß es so scheint, als wolle Intel nur den professionellen Virtualisierungs-Lösungen die K-Modelle vorenthalten, die Hardware-Unterstützung der Virtualisierung für den Hausgebrauch aber nicht verhindern. Davon abgesehen hat Intel im abgelaufenen dritten Quartal trotz vorheriger Umsatzwarnung erneut Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn gepostet: Laut dem Heise Newsticker wurden erstmals 11 Milliarden Dollar Quartalsumsatz und erstmals nahezu 3 Milliarden Dollar Quartalsgewinn erzielt – dies ist weit entfernt jeglicher Krise. Abzuwarten bleibt, ob diese Zahlen wirklich auf Basis eine boomenden Marktes erreicht wurden – oder möglicherweise nur auf Basis eines höheren Marktanteils von Intel zuungunsten eines schrumpfenden Marktanteils von AMD.

Die neueste Gerüchtelage zu nVidias GF110-Chip spricht nunmehr von 512 Shader-Einheiten und 128 Textureneinheiten an einem 512 Bit DDR Speicherinterface. Dies verwundert etwas, weil dies gegenüber dem GF100-Chip (512 Shader-Einheiten, 64 TMUs und 384 Bit DDR Speicherinterface) kein Zugewinn an Rechenleistung ergäbe, sondern vielmehr einen deutlichen Zugewinn an Texturierleistung (+100%) und Speicherbandbreite (+33%). Zudem müsste nVidia für einen solchen Chip wiederum die Shader-Cluster umgestalten: Der GF100-Chip hat hierbei 32 Shader-Einheiten und 4 TMUs in einem Shader-Cluster, die kleineren Fermi-Chips GF104, GF106 und GF108 haben dagegen 48 Shader-Einheiten und 4 TMUs in einem Shader-Cluster. Bei einem GF110-Chip mit den vorgenannten Hardware-Daten würde ein Shader-Cluster dann aber wahrscheinlich 32 Shader-Einheiten und 8 TMUs umfassen - alternativ 16 Shader-Einheiten und 4 TMUs - in jedem Fall wäre aber eine erneute Umarbeitung dieser Shader-Cluster vonnöten.




mögliche neue nVidia HighEnd-Chips





GF100b
neues Stepping des GF100-Chips mit geringerer Leistungsaufnahme, dadurch die Möglichkeit zu einer Grafikkarte mit den vollen 512 Shader-Einheiten und eventuell etwas mehr Takt zu keinem oder geringem Verlustleistungsaufschlag
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +5% bis +10%



GF110 mit 512SE
neuer Chip mit 512 Shader-Einheiten und 128 TMUs an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast mit weiterer Neugestaltung der Shader-Cluster, Die-Fläche mit 430-480mm² etwas kleiner als GF100, wahrscheinlich sogar höher taktbar als dieser mit gleicher oder kleinerer Verlustleistung
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +20% bis +30%



GF110 mit 576SE
neuer Chip mit 576 Shader-Einheiten und 96 TMUs an einem 384 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast nach GF104-Vorbild, Die-Fläche mit 430-480mm² etwas kleiner als GF100, wahrscheinlich sogar höher taktbar als dieser mit gleicher oder kleinerer Verlustleistung
Potential gegenüber GeForce GTX 480: +20% bis +30%



GF110 mit 768SE
neuer Chip mit 768 Shader-Einheiten und 128 TMUs an einem 512 Bit DDR Speicherinterface, ohne den GF100-Ballast nach GF104-Vorbild, Die-Fläche mit 550-650mm² größer als GF100 und damit auch höhere Verlustleistung, Zielmarkt dieses Grafikchips wären dann eher die DualChip-Lösungen von AMD
Potential gegenüber GeForce GTX 480: ca. +50%





Die eigentliche Frage ist aber natürlich, wie nVidia aus einem solchen Chip mehr Performance herausholen will, wenn die Rechenleistung gar nicht oder nur eher geringfügig (über einen höheren Takt) steigt - eigentlich wäre dies unlogisch. Allerdings ist die Quelle der neuen Informationen zum GF110-Chip vertrauenswürdig - es ist dieselbe, welche schon die früher von uns notierten Spezifikationen zu den AMD-Chips Barts und Cayman genannt hatte, die sich nunmehr augenscheinlich als korrekt herausstellen. Daß die angepeilte Mehrleistung nur über eine höhere Texturierpower und mehr Speicherbandbreite kommt, ist zudem nicht gänzlich undenkbar, wenn man sich mal den Vorgänger-Chip GT200 der GeForce GTX 200 Serie ansieht: Dort gab es 240 Shader-Einheiten, 80 Textureneinheiten und ein 512 Bit DDR Speicherinterface - wenn man diesen Chip von den Hardware-Einheiten her verdoppelt, ist man faktisch beim GF110-Chip zu den vorgenannten Daten.

Möglicherweise begünstigen nVidia-Designs generell eine höhere Texturierpower und mehr Speicherbandbreite, mehrere frühere nVidia-Chips deuten jedenfalls darauf hin. Auch die Veränderung der Shader-Cluster bei den kleineren Fermi-Chips GF104, GF106 und GF108 ging schon in die Richtung, diesen Chips mehr Texturierpower pro Rechenleistung mit auf den Weg zu geben. Zudem spielt bei HighEnd-Projekten von nVidia auch immer der Punkt der Chipfläche und damit der generellen Herstellbarkeit eine Rolle: Ziemlich sicher ist schon, daß der GF110 nicht den GF100-Ballast für professionelle Anwendungen mit sich trägt und damit ganz gut Chipfläche gegenüber diesem einspart - all zu viel mehr an neuen Hardware-Einheiten passt da aber trotzdem nicht hinein, um nicht schnell wieder auf der Die-Größe eines GF100-Chips (oder mehr) zu landen. Möglicherweise fand es nVidia sparsamer von der Chipfläche her, mehr Textureneinheiten anstatt mehr Shader-Einheiten zu verbauen.

Unter Umständen ist diese Lösung also performanter und sogar einfacher zu realisieren als eine bisher diskutierte GF110-Option mit 576 Shader-Einheiten und 96 TMUs an einem 384 Bit DDR Speicherinterface. In beiden Fällen liegt die Performance-Prognose bei +20% bis +30% gegenüber der GeForce GTX 480, was wohl auch dazu ausreichen sollte, um dem kommenden Cayman-Chip von AMD noch knapp Paroli bieten zu können. Sein Tape-Out soll der GF110-Chip im übrigen schon lange hinter sich gehabt haben und laut unbestätigten, aber nicht unglaubwürdigen Informationen soll der Chip samt Verkaufs-Taktraten sogar schon finalisiert sein, was einen Marktstart noch in diesem Jahr ermöglichen würde. Allerdings könnte nVidia den GF110-Chip unter Umständen bewußt verzögern, damit sich erst AMD mit dem Cayman-Chip offenbaren muß und man unmittelbar danach entsprechend besser kontern kann.

Shortcuts: Wie die PC Games Hardware berichtet, sollen ausgerechnet die Übertakter-CPUs der Sandy-Bridge-Generationen mit kleineren Featureabspeckungen daherkommen: Bei den Prozessoren mit freigeschaltetem Multiplikator wird sowohl VT-d als auch TXT fehlen, beides sind Unterstützungstechnologien für Hardware-Virtualisierung. Allerdings bleibt die Basis-Technologie für Hardware-Virtualisierung in Form von VT-x erhalten, so daß es so scheint, als wolle Intel nur den professionellen Virtualisierungs-Lösungen die K-Modelle vorenthalten, die Hardware-Unterstützung der Virtualisierung für den Hausgebrauch aber nicht verhindern. Davon abgesehen hat Intel im abgelaufenen dritten Quartal trotz vorheriger Umsatzwarnung erneut Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn gepostet: Laut dem Heise Newsticker wurden erstmals 11 Milliarden Dollar Quartalsumsatz und erstmals nahezu 3 Milliarden Dollar Quartalsgewinn erzielt - dies ist weit entfernt jeglicher Krise. Abzuwarten bleibt, ob diese Zahlen wirklich auf Basis eine boomenden Marktes erreicht wurden - oder möglicherweise nur auf Basis eines höheren Marktanteils von Intel zuungunsten eines schrumpfenden Marktanteils von AMD.