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News des 30. März 2011

Mit der 270er Treiber-Generation scheint sich nVidia besonders dem TripleMonitor-Gaming anzunehmen, die prognostizieren Performance-Zuwächse sind jedenfalls mit bis zu +260% ausgesprochen hoch. Bei so hohen Zuwachsraten sollte dann auch in der Realität ein kräftiger Performanceschub ankommen – während bei den üblicherweise genannten Performancezuwächsen von "+5 Prozent dort und +15 Prozent dort" oftmals nicht einmal Benchmarks in der genannten Höhe reagieren, von einem real spürbaren Effekt gar nicht zu reden. Was nVidia genau verändert hat, um diese extremen Performancezuwächse zu erreichen, ist derzeit nicht bekannt – in jedem Fall wendet man sich damit einem Thema zu, welches bisher noch recht selten beachtet wurde. Die erste Ausführung der 270er Treiber gibt es in Form des 270.51 Beta-Treibers zum Download (siehe nachfolgend unter "Files") – AMD auf der anderen Seite hat inzwischen schon die dritte Ausführung seines 11.4 Preview-Treibers veröffentlicht. Beide Grafikchip-Entwickler scheinen im April demzufolge mit neuen, deutlich verbesserten Treibern angreifen zu wollen.

nVidia 270er Treiber – Performancezuwächse unter TripleMonitoring

Laut Fudzilla soll sich die kommende Radeon HD 6790 exzellent zum Übertakten eignen – mit Chiptaktraten von bis zu 1000 MHz, was selbst für die (Chip-gleiche) Radeon HD 6870 ein sehr gutes Resultat darstellt. Zudem könnte auch das Freischalten von deaktivierten Shader-Einheiten wieder möglich werden – dieser Punkt ist derzeit aber noch unsicher. Trifft nur einer dieser beiden Punkte ein, erhöht das die Marktaussichten der Karte natürlich ungemein. Bei (angenommen) beiden zutreffenden Punkten wird es dann aber schon wieder zu schön, um wahr zu sein – und AMD würde sich seine Verkäufe an Radeon HD 6850 & 6870 Karten selber torpedieren, was dann eher unwahrscheinlich ist. Andererseits wurde auch zur Radeon HD 6950 vermeldet, daß deren Freischaltbarkeit zur Radeon HD 6970 mit der nächsten Chipcharge enden würde – bislang ist davon aber noch gar nichts zu sehen. Natürlich bliebe abzuwarten, was die Radeon HD 6790 wirklich bieten kann – aber die Vorzeichen lassen zumindest hoffen.

SemiAccurate bringen Kunde, daß AMDs Southern-Islands-Generation angeblich schon Mitte Februar ihren TapeOut hatte (TapeOut: das erste Stück Silizium eines neuen Chips wird probegefertigt). Dies soll im übrigen früher im Jahr sein, als zu welchem Zeitpunkt die aktuelle Northern-Islands-Generation ihren TapeOut hatte – woraus SemiAccurate dann einen möglichen Southern-Islands-Launch im Juli/August 2011 ableiten. Passend zum Namen der Webseite muß hier aber gleich einmal Einspruch erhoben werden: Erstens einmal gibt es keine TapeOuts von "Northern Islands" und "Southern Islands", sondern nur den TapeOut von einzelnen Grafikchips. Wahrscheinlich bedeutet die Meldung somit im genauen, daß der bislang unbenannte größte Grafikchip der Southern-Islands-Generation seinen TapeOut hatte – mit der gesamten Generation hat dies nichts zu tun. Und zweitens ist die Theorie von SemiAccurate, daß die Southern-Islands-Generation aufgrund der geringen Änderungen zur Northern-Islands-Generation einen eher geringen Zeitabstand zwischen TapeOut und Launch benötigt, kaum haltbar.

Nicht eingerechnet wurde dabei der Umstand der neuen 28nm-Fertigung – eine Hürde, über welche die aktuelle Northern-Islands-Generation gerade nicht springen musste, womit deren Zeitabläufe auch schlecht auf die Southern-Islands-Generation übertragbar sind. Natürlich ermöglicht ein TapeOut im Februar AMD normalerweise einen Launch des ersten Southern-Islands-Chips noch in diesem Jahr – allerdings sind Juli/August eher vermessen, wir würden vorbehaltlich weiterer Informationen weiterhin vom Jahresende 2011 ausgehen. Die technologischen Schwierigkeiten werden mit jedem kleineren Fertigungsverfahren eher größer, womit auch beim Wechsel von 40nm auf 28nm wieder die bekannten Anfangsprobleme zu erwarten sind. Kritisch ist dabei weniger das Chipdesign als solches, sondern eher das Erreichen der angepeilten Taktfrequenzen im Rahmen der vorausberechneten Verlustleistung innerhalb einer ausbeutestarken Massenfertigung. Die dann notwendigen Optimierungen in der reinen Chipfertigung können den Start eines ansonsten problemlos funktionierenden Chipdesigns durchaus um Monate verzögern – wie teilweise auch bei der 40nm-Fertigung zu sehen gewesen.

Die RealWorld Technologies haben sich mit den letzte Woche schon einmal erwähnten Bulldozer-Serverbenchmarks sehr professionell auseinandergesetzt: Danach ergeben diese Benchmarks ein arg gemischtes Bild im Vergleich mit der K10-basierten "Magny Cours" Generation von Server-Prozessoren – von 40 Prozent weniger bis zu 30 Prozent mehr (pro Core sowie pro Takt) ist alles drin. Als mögliche Erklärung bietet sich hierbei an, daß stark FPU-lastiger Programmcode unter Bulldozer aufgrund der zwischen zwei Rechenkernen gesharten FPU-Einheit allgemein langsamer laufen sollte, bei eher gemixtem Programmcode Bulldozer dann wiederum seine Stärken ausspielen kann. Viel wichtiger sind aber die generellen Einwände von RealWorld Technologies gegenüber der Aussagekraft dieser Benchmarks, weil viele Umgebungsvariablen (genaue Hardware-Umgebung, Compiler-Optimierungsgrad) nicht bekannt sind und es zudem starke Hinweise auf einen ungewöhnlich niedrigen Speichertakt beim Bulldozer-System gibt (welcher aus dem Sample-Status resultieren sollte). Da sich allein mit der richtigen Compiler-Variante bis zu 30 Prozent (!) herausholen läßt, können diese Bulldozer-Benchmarks leider kaum dazu dienen, die Bulldozer-Performance vernünftig einzuschätzen.

Shortcuts: Die PC Games Hardware bringt genauere Daten zum X79-Chipsatz für die Sandy Bridge E HighEnd-Prozessoren, welche im vierten Quartal antreten sollen. Der X79-Chipsatz ermöglicht Overclocking für CPU und Speicher, zur Peripherieanbindung gibt es nativen Support von SATA III und USB 2.0 – natives USB 3.0 fehlt damit und dürfte auf X79-Boards per extra Chip gelöst werden. Der Chipsatz selber beherrscht nur PCI Express 2.0, dies spielt aber nur für die weiteren Steckkarten neben den Grafikkarten eine Rolle. Die Grafikkarten werden bei Sandy Bridge schließlich direkt über die CPU angebunden, wobei Sandy Bridge E schon PCI Express 3.0 mit 40 PCI Express Lanes (2x16 möglich) beherrscht. Nochmals die PC Games Hardware hat sich den vorgenannten 270.51 Beta-Treiber speziell unter Dragon Age II angesehen und hierbei auch unter normalen Settings und ohne SLI satte Performancezuwächse festgestellt. Die gemessenen +57% gelten natürlich nur für den speziellen Fall Dragon Age II, wo nVidia bisher klare Performanceprobleme hatte.

Mit der 270er Treiber-Generation scheint sich nVidia besonders dem TripleMonitor-Gaming anzunehmen, die prognostizieren Performance-Zuwächse sind jedenfalls mit bis zu +260% ausgesprochen hoch. Bei so hohen Zuwachsraten sollte dann auch in der Realität ein kräftiger Performanceschub ankommen - während bei den üblicherweise genannten Performancezuwächsen von "+5 Prozent dort und +15 Prozent dort" oftmals nicht einmal Benchmarks in der genannten Höhe reagieren, von einem real spürbaren Effekt gar nicht zu reden. Was nVidia genau verändert hat, um diese extremen Performancezuwächse zu erreichen, ist derzeit nicht bekannt - in jedem Fall wendet man sich damit einem Thema zu, welches bisher noch recht selten beachtet wurde. Die erste Ausführung der 270er Treiber gibt es in Form des 270.51 Beta-Treibers zum Download (siehe nachfolgend unter "Files") - AMD auf der anderen Seite hat inzwischen schon die dritte Ausführung seines 11.4 Preview-Treibers veröffentlicht. Beide Grafikchip-Entwickler scheinen im April demzufolge mit neuen, deutlich verbesserten Treibern angreifen zu wollen.



Laut Fudzilla soll sich die kommende Radeon HD 6790 exzellent zum Übertakten eignen - mit Chiptaktraten von bis zu 1000 MHz, was selbst für die (Chip-gleiche) Radeon HD 6870 ein sehr gutes Resultat darstellt. Zudem könnte auch das Freischalten von deaktivierten Shader-Einheiten wieder möglich werden - dieser Punkt ist derzeit aber noch unsicher. Trifft nur einer dieser beiden Punkte ein, erhöht das die Marktaussichten der Karte natürlich ungemein. Bei (angenommen) beiden zutreffenden Punkten wird es dann aber schon wieder zu schön, um wahr zu sein - und AMD würde sich seine Verkäufe an Radeon HD 6850 & 6870 Karten selber torpedieren, was dann eher unwahrscheinlich ist. Andererseits wurde auch zur Radeon HD 6950 vermeldet, daß deren Freischaltbarkeit zur Radeon HD 6970 mit der nächsten Chipcharge enden würde - bislang ist davon aber noch gar nichts zu sehen. Natürlich bliebe abzuwarten, was die Radeon HD 6790 wirklich bieten kann - aber die Vorzeichen lassen zumindest hoffen.

SemiAccurate bringen Kunde, daß AMDs Southern-Islands-Generation angeblich schon Mitte Februar ihren TapeOut hatte (TapeOut: das erste Stück Silizium eines neuen Chips wird probegefertigt). Dies soll im übrigen früher im Jahr sein, als zu welchem Zeitpunkt die aktuelle Northern-Islands-Generation ihren TapeOut hatte - woraus SemiAccurate dann einen möglichen Southern-Islands-Launch im Juli/August 2011 ableiten. Passend zum Namen der Webseite muß hier aber gleich einmal Einspruch erhoben werden: Erstens einmal gibt es keine TapeOuts von "Northern Islands" und "Southern Islands", sondern nur den TapeOut von einzelnen Grafikchips. Wahrscheinlich bedeutet die Meldung somit im genauen, daß der bislang unbenannte größte Grafikchip der Southern-Islands-Generation seinen TapeOut hatte - mit der gesamten Generation hat dies nichts zu tun. Und zweitens ist die Theorie von SemiAccurate, daß die Southern-Islands-Generation aufgrund der geringen Änderungen zur Northern-Islands-Generation einen eher geringen Zeitabstand zwischen TapeOut und Launch benötigt, kaum haltbar.

Nicht eingerechnet wurde dabei der Umstand der neuen 28nm-Fertigung - eine Hürde, über welche die aktuelle Northern-Islands-Generation gerade nicht springen musste, womit deren Zeitabläufe auch schlecht auf die Southern-Islands-Generation übertragbar sind. Natürlich ermöglicht ein TapeOut im Februar AMD normalerweise einen Launch des ersten Southern-Islands-Chips noch in diesem Jahr - allerdings sind Juli/August eher vermessen, wir würden vorbehaltlich weiterer Informationen weiterhin vom Jahresende 2011 ausgehen. Die technologischen Schwierigkeiten werden mit jedem kleineren Fertigungsverfahren eher größer, womit auch beim Wechsel von 40nm auf 28nm wieder die bekannten Anfangsprobleme zu erwarten sind. Kritisch ist dabei weniger das Chipdesign als solches, sondern eher das Erreichen der angepeilten Taktfrequenzen im Rahmen der vorausberechneten Verlustleistung innerhalb einer ausbeutestarken Massenfertigung. Die dann notwendigen Optimierungen in der reinen Chipfertigung können den Start eines ansonsten problemlos funktionierenden Chipdesigns durchaus um Monate verzögern - wie teilweise auch bei der 40nm-Fertigung zu sehen gewesen.

Die RealWorld Technologies haben sich mit den letzte Woche schon einmal erwähnten Bulldozer-Serverbenchmarks sehr professionell auseinandergesetzt: Danach ergeben diese Benchmarks ein arg gemischtes Bild im Vergleich mit der K10-basierten "Magny Cours" Generation von Server-Prozessoren - von 40 Prozent weniger bis zu 30 Prozent mehr (pro Core sowie pro Takt) ist alles drin. Als mögliche Erklärung bietet sich hierbei an, daß stark FPU-lastiger Programmcode unter Bulldozer aufgrund der zwischen zwei Rechenkernen gesharten FPU-Einheit allgemein langsamer laufen sollte, bei eher gemixtem Programmcode Bulldozer dann wiederum seine Stärken ausspielen kann. Viel wichtiger sind aber die generellen Einwände von RealWorld Technologies gegenüber der Aussagekraft dieser Benchmarks, weil viele Umgebungsvariablen (genaue Hardware-Umgebung, Compiler-Optimierungsgrad) nicht bekannt sind und es zudem starke Hinweise auf einen ungewöhnlich niedrigen Speichertakt beim Bulldozer-System gibt (welcher aus dem Sample-Status resultieren sollte). Da sich allein mit der richtigen Compiler-Variante bis zu 30 Prozent (!) herausholen läßt, können diese Bulldozer-Benchmarks leider kaum dazu dienen, die Bulldozer-Performance vernünftig einzuschätzen.

Shortcuts: Die PC Games Hardware bringt genauere Daten zum X79-Chipsatz für die Sandy Bridge E HighEnd-Prozessoren, welche im vierten Quartal antreten sollen. Der X79-Chipsatz ermöglicht Overclocking für CPU und Speicher, zur Peripherieanbindung gibt es nativen Support von SATA III und USB 2.0 - natives USB 3.0 fehlt damit und dürfte auf X79-Boards per extra Chip gelöst werden. Der Chipsatz selber beherrscht nur PCI Express 2.0, dies spielt aber nur für die weiteren Steckkarten neben den Grafikkarten eine Rolle. Die Grafikkarten werden bei Sandy Bridge schließlich direkt über die CPU angebunden, wobei Sandy Bridge E schon PCI Express 3.0 mit 40 PCI Express Lanes (2x16 möglich) beherrscht. Nochmals die PC Games Hardware hat sich den vorgenannten 270.51 Beta-Treiber speziell unter Dragon Age II angesehen und hierbei auch unter normalen Settings und ohne SLI satte Performancezuwächse festgestellt. Die gemessenen +57% gelten natürlich nur für den speziellen Fall Dragon Age II, wo nVidia bisher klare Performanceprobleme hatte.