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News des 13./14. Juni 2011

Aus dem Chiphell-Forum kommen neue Bulldozer-Benchmarks: Diesesmal ist es ein Bulldozer wieder mit acht Rechenkernen auf nunmehr 2.8 GHz Takt, der TurboCore-Modus war offensichtlich wiederum nicht aktiv. Die mit diesem Prozessor erzielten Werte sind etwas besser als die Werte von letzter Woche mit einem Bulldozer auf 3.2 GHz – wobei sich die arg schlechten Werte von letzter Woche nunmehr dadurch erklären lassen, daß dieser Bulldozer-Prozessor auf 3.2 GHz durch irgendeinen Bug langsamer läuft als auf 2.8 GHz Takt. Gut sind die neuen Werte deswegen aber noch lange nicht, AMD kommt zumindest mit diesem Vorserien-Exemplar nicht aus den Performance-Regionen des Phenom II heraus – was aber eigentlich das klare Ziel bei der Bulldozer-Architektur war, ist und auch sein muß.

Fritzchess SuperPI 1M Quellen
AMD Bulldozer
8 Kerne, 2.8 GHz, TurboCore inaktiv
9376 23,307 Chiphell
Intel Core i7-2600K
4 Kerne + HyperThreading, 3.4 GHz + TurboMode (max 3.8 GHz)
13125 10,015 sec OCaholic & Tom's Hardware
AMD Phenom II X6 1090T
6 Kerne, 3.2 GHz
11259 21,466 sec OCaholic & Tom's Hardware
AMD Phenom II X4 945
4 Kerne, 3.0 GHz
7323 22,79 sec ComputerBase & Tom's Hardware
Die SuperPI-Werte sind zwischen AMD und Intel kaum vergleichbar, da SuperPI heftig auf Intel optimiert ist und kein Stückchen auf AMD. Relevant bei SuperPI ist also nur der AMD-interne Vergleich. SuperPI läuft zudem generell nur auf einem Rechenkern (im Gegensatz zu Fritzchess, welches auch acht Rechenkerne nutzen kann).

Daneben noch zu erwähnen wären weitere Bulldozer-Benchmarks mit allerdings sehr hoher Fake-Wahrscheinlichkeit und eine neue AMD-Folie zu TurboCore 2.0. Letztere sagt aus, daß TurboCore 2.0 zwei wesentliche Modi haben wird: Im Normal-Modus ("All Core Boost") werden alle Rechenkerne beschleunigt, wobei dies sicherlich an den thermischen Gegebenheiten abgeregelt wird. Hinzu kommt ein zweiter Modus ("Max Turbo Boost"), welcher die Hälfte aller Rechenkerne maximal übertaktet, die Übertaktung soll dabei bis zu 1 GHz betragen. Dieser Wert erscheint recht hoch, allerdings kommt es natürlich auf den Grundtakt der jeweiligen CPU an – schon jetzt gibt es einige niedrig getaktet Intel Notebook-CPUs, deren TurboMode-Aufschlag ebenfalls 1 GHz beträgt.

AMD TurboCore 2.0

Die eigentliche sich hier ergebende Frage ist, auf was sich die bisher geäußerten TurboCore-Angaben von Llano- und Bulldozer-Prozessoren beziehen: Auf den Normalmodus oder den Max-Turbo-Boost? Bei Intel ist der offiziell angegebene TurboMode-Takt immer der maximal erreichbare Takt unter dem TurboMode, bei AMDs neuen CPUs könnte dies eventuell auch anders sein. Schlecht wäre es ja nicht, wenn AMD mittels TurboCore 2.0 mal eine Variante der automatischen Übertaktung bietet, wo zwei Rechenkerne richtig kräftig übertaktet (und die restlichen Rechenkerne abgeschaltet) werden und somit de facto ein schnell getakteter DualCore-Prozessor simuliert wird – dies war ja eigentlich einmal das ursprüngliche Ziel dieser automatischen Übertaktungsfunktionen im Zeitalter der QuadCore-Prozessoren.

Laut dem Heise Newsticker haben nach dem World IPv6 Day viele Webseiten den DualStack-Betrieb von IPv4 und IPv6 nicht wieder deaktiviert (wie eigentlich vorgesehen), sondern vielmehr einfach weiterlaufen lassen, so daß sich der IPv6-Traffic in Deutschland auch nach diesem Tag grob verdoppelt hat. Da damit einige der weltweit größten Webseiten dauerhaft unter DualStack laufen, steigt somit auch der Anreiz für mehr IPv6-Aktivitäten. Die größten Schwierigkeiten beim fließenden Umstieg auf IPv6 dürften aber sowieso nicht in Europa und den Nordamerika zu erwarten sein, da dort die Zahl der Internet-Nutzer nur noch arg gemächlich zunimmt.

Das eigentliche Problem kommt aus den Schwellen- und Entwicklungsländern mit ihren weiterhin explodierenden Nutzerzahlen, wo demnächst ganz zwangsläufig neue Nutzer nur noch eine reine IPv6-Adresse erhalten werden können. Da diese Nutzer mit reinem IPv6 dann nur noch Webseiten sehen können, die auch per IPv6 erreichbar sind, dürfte mit diesem Punkt eine größere Moderisierungswelle durch Webspace-Anbieter und Server-Hoster rollen, um die IPv6-Erreichbarkeit der gehosteten Webseiten zu garantieren. 3DCenter ist beispielsweise derzeit nicht per IPv6 zu erreichen, seitens des Webseiten-Hosters Host Europe arbeitet man aber bereits an dieser Problematik (beim Foren-Hoster Serverloft war leider noch keine aktuelle Wortmeldung zu IPv6 zu finden).

Aus dem Chiphell-Forum kommen neue Bulldozer-Benchmarks: Diesesmal ist es ein Bulldozer wieder mit acht Rechenkernen auf nunmehr 2.8 GHz Takt, der TurboCore-Modus war offensichtlich wiederum nicht aktiv. Die mit diesem Prozessor erzielten Werte sind etwas besser als die Werte von letzter Woche mit einem Bulldozer auf 3.2 GHz - wobei sich die arg schlechten Werte von letzter Woche nunmehr dadurch erklären lassen, daß dieser Bulldozer-Prozessor auf 3.2 GHz durch irgendeinen Bug langsamer läuft als auf 2.8 GHz Takt. Gut sind die neuen Werte deswegen aber noch lange nicht, AMD kommt zumindest mit diesem Vorserien-Exemplar nicht aus den Performance-Regionen des Phenom II heraus - was aber eigentlich das klare Ziel bei der Bulldozer-Architektur war, ist und auch sein muß.





Fritzchess
SuperPI 1M
Quellen





AMD Bulldozer
8 Kerne, 2.8 GHz, TurboCore inaktiv
9376
23,307
Chiphell



Intel Core i7-2600K
4 Kerne + HyperThreading, 3.4 GHz + TurboMode (max 3.8 GHz)
13125
10,015 sec
OCaholic & Tom's Hardware



AMD Phenom II X6 1090T
6 Kerne, 3.2 GHz
11259
21,466 sec
OCaholic & Tom's Hardware



AMD Phenom II X4 945
4 Kerne, 3.0 GHz
7323
22,79 sec
ComputerBase & Tom's Hardware



Die SuperPI-Werte sind zwischen AMD und Intel kaum vergleichbar, da SuperPI heftig auf Intel optimiert ist und kein Stückchen auf AMD. Relevant bei SuperPI ist also nur der AMD-interne Vergleich. SuperPI läuft zudem generell nur auf einem Rechenkern (im Gegensatz zu Fritzchess, welches auch acht Rechenkerne nutzen kann).





Daneben noch zu erwähnen wären weitere Bulldozer-Benchmarks mit allerdings sehr hoher Fake-Wahrscheinlichkeit und eine neue AMD-Folie zu TurboCore 2.0. Letztere sagt aus, daß TurboCore 2.0 zwei wesentliche Modi haben wird: Im Normal-Modus ("All Core Boost") werden alle Rechenkerne beschleunigt, wobei dies sicherlich an den thermischen Gegebenheiten abgeregelt wird. Hinzu kommt ein zweiter Modus ("Max Turbo Boost"), welcher die Hälfte aller Rechenkerne maximal übertaktet, die Übertaktung soll dabei bis zu 1 GHz betragen. Dieser Wert erscheint recht hoch, allerdings kommt es natürlich auf den Grundtakt der jeweiligen CPU an - schon jetzt gibt es einige niedrig getaktet Intel Notebook-CPUs, deren TurboMode-Aufschlag ebenfalls 1 GHz beträgt.



Die eigentliche sich hier ergebende Frage ist, auf was sich die bisher geäußerten TurboCore-Angaben von Llano- und Bulldozer-Prozessoren beziehen: Auf den Normalmodus oder den Max-Turbo-Boost? Bei Intel ist der offiziell angegebene TurboMode-Takt immer der maximal erreichbare Takt unter dem TurboMode, bei AMDs neuen CPUs könnte dies eventuell auch anders sein. Schlecht wäre es ja nicht, wenn AMD mittels TurboCore 2.0 mal eine Variante der automatischen Übertaktung bietet, wo zwei Rechenkerne richtig kräftig übertaktet (und die restlichen Rechenkerne abgeschaltet) werden und somit de facto ein schnell getakteter DualCore-Prozessor simuliert wird - dies war ja eigentlich einmal das ursprüngliche Ziel dieser automatischen Übertaktungsfunktionen im Zeitalter der QuadCore-Prozessoren.

Laut dem Heise Newsticker haben nach dem World IPv6 Day viele Webseiten den DualStack-Betrieb von IPv4 und IPv6 nicht wieder deaktiviert (wie eigentlich vorgesehen), sondern vielmehr einfach weiterlaufen lassen, so daß sich der IPv6-Traffic in Deutschland auch nach diesem Tag grob verdoppelt hat. Da damit einige der weltweit größten Webseiten dauerhaft unter DualStack laufen, steigt somit auch der Anreiz für mehr IPv6-Aktivitäten. Die größten Schwierigkeiten beim fließenden Umstieg auf IPv6 dürften aber sowieso nicht in Europa und den Nordamerika zu erwarten sein, da dort die Zahl der Internet-Nutzer nur noch arg gemächlich zunimmt.

Das eigentliche Problem kommt aus den Schwellen- und Entwicklungsländern mit ihren weiterhin explodierenden Nutzerzahlen, wo demnächst ganz zwangsläufig neue Nutzer nur noch eine reine IPv6-Adresse erhalten werden können. Da diese Nutzer mit reinem IPv6 dann nur noch Webseiten sehen können, die auch per IPv6 erreichbar sind, dürfte mit diesem Punkt eine größere Moderisierungswelle durch Webspace-Anbieter und Server-Hoster rollen, um die IPv6-Erreichbarkeit der gehosteten Webseiten zu garantieren. 3DCenter ist beispielsweise derzeit nicht per IPv6 zu erreichen, seitens des Webseiten-Hosters Host Europe arbeitet man aber bereits an dieser Problematik (beim Foren-Hoster Serverloft war leider noch keine aktuelle Wortmeldung zu IPv6 zu finden).