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Hardware- und Nachrichten-Links des 1./2. Mai 2019

Viel beachtet werden die Aussagen zu AMDs Navi-Generation von CEO Lisa Su in der Analysten-Konferenz zu AMDs jüngsten Quartalszahlen, notiert seitens Seeking Alpha. Mittels diesen wird ein Launch von Navi im dritten Quartal bestätigt, zudem gibt es auch eine erste preisliche Positionierung – Navi soll unterhalb der Radeon VII herauskommen (dabei ist wohl das Navi-Spitzenprodukt gemeint). Dies stellt dann keine Überraschung dar, denn mehr Grafikkarten für 699 Dollar Listenpreis werden sicherlich nicht benötigt bzw. wurde Navi allgemein nicht als derart hoch angesetzt eingeschätzt. In dem Sinne bleibt damit alles offen, nur das maximale Preis- und Performance-Niveau ist bekannt: Unterhalb der Radeon VII bzw. deren Performance-Niveau (ihrerseits auf Augenhöhe zur GeForce GTX 1080 Ti) wird es sein. Zum Thema RayTracing gab AMD hingegen nur eine eher ausweichende Antwort ab – was alles und nicht bedeuten kann, hier muß man wirklich den Navi-Launch abwarten. Ein Fehlen von RayTracing wäre zwar kein Weltuntergang, würde aber inzwischen eher überraschend kommen, wenn die Navi-basierte Playstation 5 bereits über dieses Feature verfügen wird.

Navi is a new architecture for us in gaming. It has a lot of new features, across the Navi architecture. Things are progressing well. We expect it to launch in the third quarter. From a positioning standpoint, I probably won't go through it in great detail right now other than to say that it is 7-nanometer, Navi, but it will be positioned below where, for example, our Radeon VII's is position today from a price point standpoint. And then, in terms of Ray tracing, again, we will talk more about our overall Navi roadmap as we get closer to the launch.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su im "Q1/2019 Results Earnings Call" am 30. April 2019, notiert von Seeking Alpha

In selbiger Analysten-Konferenz gab AMD laut dem Planet 3DNow! auch noch Termin-Aussagen zur Zen-2-basierten Epyc-Generation "Rome" von sich: Deren Auslieferung (an AMDs Partner) startet bereits im zweiten Quartal, der offizielle Launch kommt aber erst im dritten Quartal – was wohl darauf schließen läßt, das es sich um einen Termin ganz am Quartalsanfang handelt. Der 7. Juli kann somit weiterhin als im Gespräch auch (oder alleinig?) für den Epyc/Rome-Launch betrachtet werden. Eine echte Aussage zu den Zen-2-basierten "Matisse"-Consumerprozessoren der Ryzen 3000 Serie ist dies allerdings nicht, selbige wurde in der Analysten-Konferenz auch nicht mit einem konkreten Termin erwähnt. AMD hatte ursprünglich zwar einmal vor, zuerst Epyc/Rome und dann erst Matisse in den Markt zu bringen, zum Jahreswechsel 2018/19 gab es diesbezüglich jedoch eine Terminanpassung auf einen gleichzeitigen Start. Daraus könnte nun durchaus auch eine Umdrehung der ursprünglich gedachten Startreihenfolge werden – dies bleibt abzuwarten. So oder so dürfte die Ende Mai laufende Computex wichtig für Ryzen 3000 werden, da zumindest die neuen X570-Platinen dort gezeigt werden sollen. Ob es dann nachfolgend gleich zu einem echten Launch samt Marktverfügbarkeit von Ryzen 3000 kommt, ist gemäß dieser AMD-Aussagen allerdings wiederum als vakant anzusehen.

Heise berichten über Intels etwas verklausulierte Ankündigung von RayTracing bei Intels Xe-Grafikarchitektur auf der Grafik/Animations-Fachmesse FMX. So wird die Xe-Architektur grundsätzlich über eine RayTracing-Beschleunigung verfügen, allerdings ist noch unklar, was Intel hier genau beschleunigt – und vor allem, ob jene Hardware-Einheiten dann auch in jeder Xe-basierten Grafiklösung enthalten sind. Schließlich ist die Xe-Architektur sehr breit von Mobile-Einsteigerlösungen bis hin zum Supercomputer-Einsatz konzipiert, insofern müssen die geplanten Xe-basierten Comsumer-Grafikkarten nicht zwingend jene RayTracing-Beschleunigung erhalten. Insbesondere am Anfang erwartet wohl niemand von Intel beim Wiedereinstieg ins Segment der Consumer-Grafikkarten eine konkurrenzfähige RayTracing-Lösung – vielmehr überhaupt erst einmal eine Konkurrenzfähigkeit zu erlangen, wäre hierbei die allererste Zielsetzung. Insofern braucht man in diese Ankündigung sicherlich noch nicht zu viel hineinzuinterpretieren – Intel hat die technische Lösung für RayTracing halt bereits parat, was jetzt noch überhaupt nichts dazu aussagt, wann man jene im Consumer-Bereich dann einsetzen wird.

Spielepublisher Ubisoft hat am 30. April die PC-Version des im letzten Oktober erschienenen Konsolen-Titels "Starlink: Battle for Atlas" herausgebracht und notiert auf der Ankündigungsseite die PC-Systemanforderungen hierzu. Das Weltraum-Abenteuer basiert auf Ubisofts Snowdrop-Engine (benutzt u.a. für The Division 1/2) und kommt mit gleich fünf Anforderungs-Sets daher, welche die benötigte Hardware vergleichsweise gut abschätzbar machen. Das Minimum ist dabei allerdings mittels der FullHD-Auflösung vergleichsweise hoch angesetzt – wer hier mit niedrigeren Auflösungen antritt, kommt demzufolge wohl auch noch unterhalb von GeForce GTX 660 oder Radeon HD 7850 aus. Der Rest ist ziemlich selbsterklärend wie auch gut zueinander passend, irgendwelche Tendenzen zugunsten der einen oder anderen Herstellerfirma sind nicht erkennbar. Vielleicht hätte man die Radeon VII noch als passendes Äquivalent zur GeForce GTX 1080 Ti im "Elite"-Setting notieren können, aber das ist nur ein Schönheitsfehler. Beachtbar sind die gleich 8 GB Grafikkartenspeicher, welche ab dem "High"-Setting unter der WQHD-Auflösung abgefragt werden – möglicherweise ist dieses Setting aber auch noch mittels 6-GB-Grafikkarten lösbar, dies bleibt die entsprechenden Tests abzuwarten.

Minimum Empfohlen "High" "Ultra" "Elite"
gedacht für FullHD @ 30 fps FullHD @ 60 fps 1440p @ 60 fps 4K @ 30 fps 4K @ 60 fps
OS Windows 7 64-Bit, DirectX 11
CPU Core i5-2500K oder FX-6350 Core i5-4590 oder FX-8350 Core i7-4790 oder Ryzen 5 1600 Core i7-6700K oder Ryzen 7 1700X Core i7-6700K oder Ryzen 7 1700X
Speicher 8 GB RAM & 2 GB VRAM 8 GB RAM & 4 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM 16 GB RAM & 8 GB VRAM
Gfx GeForce GTX 660 oder Radeon HD 7850 GeForce GTX 970 oder Radeon R9 290X GeForce GTX 1070 oder Radeon RX Vega 56 GeForce GTX 1080 oder Radeon RX Vega 64 GeForce GTX 1080 Ti
(rein offizielle Systemanforderungen zu "Starlink: Battle for Atlas")
Viel beachtet werden die Aussagen zu AMDs Navi-Generation von CEO Lisa Su in der Analysten-Konferenz zu AMDs jüngsten Quartalszahlen, notiert seitens Seeking Alpha. Mittels diesen wird ein Launch von Navi im dritten Quartal bestätigt, zudem gibt es auch eine erste preisliche Positionierung - Navi soll unterhalb der Radeon VII herauskommen (dabei ist wohl das Navi-Spitzenprodukt gemeint). Dies stellt dann keine Überraschung dar, denn mehr Grafikkarten für 699 Dollar Listenpreis werden sicherlich nicht benötigt bzw. wurde Navi allgemein nicht als derart hoch angesetzt eingeschätzt. In dem Sinne bleibt damit alles offen, nur das maximale Preis- und Performance-Niveau ist bekannt: Unterhalb der Radeon VII bzw. deren Performance-Niveau (ihrerseits auf Augenhöhe zur GeForce GTX 1080 Ti) wird es sein. Zum Thema RayTracing gab AMD hingegen nur eine eher ausweichende Antwort ab - was alles und nicht bedeuten kann, hier muß man wirklich den Navi-Launch abwarten. Ein Fehlen von RayTracing wäre zwar kein Weltuntergang, würde aber inzwischen eher überraschend kommen, wenn die Navi-basierte Playstation 5 bereits über dieses Feature verfügen wird.


Navi is a new architecture for us in gaming. It has a lot of new features, across the Navi architecture. Things are progressing well. We expect it to launch in the third quarter. From a positioning standpoint, I probably won't go through it in great detail right now other than to say that it is 7-nanometer, Navi, but it will be positioned below where, for example, our Radeon VII's is position today from a price point standpoint. And then, in terms of Ray tracing, again, we will talk more about our overall Navi roadmap as we get closer to the launch.
Quelle:  AMDs CEO Lisa Su im "Q1/2019 Results Earnings Call" am 30. April 2019, notiert von Seeking Alpha