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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Mai 2019

Von ComputerBase, PC Games Hardware, Tom's Hardware, DSO Gaming, Overclock3D, TechPowerUp und letztlich GameGPU kommen umfangreiche Ausführungen zur Grafikkarten-Performance unter "Rage 2". Der Egoshooter auf Basis der Apex-Engine und unter (alleiniger) Benutzung der Vulkan-API startet unter FullHD mit einer guten Vorstellung, welche auf gutklassigen Frameraten noch jede Menge Midrange-Grafikkarten mitkommen läßt. Auffallend sind dann allerdings die erheblichen Anforderungssprünge, sobald man höhere Auflösungen aktiviert, insbesondere der Anforderungssprung von FullHD zu WQHD fällt ungewöhnlich heftig aus. Somit kommt in der Spitze auch keine Grafikkarte mehr auf durchschnittlich 60 fps unter der UltraHD-Auflösung im "Ultra"-Bildqualitätspreset – die GeForce RTX 2080 Ti erreicht hierbei aber wenigstens noch um die 50 fps. Die abgeforderten Grafikkartenspeicher-Mengen sind üblich, allerdings nicht wirklich niedrig – und geht man hierbei über das Limit hinaus, drohen heftige Frameratenverluste sowie (lt. der PCGH) zum Teil auch Probleme, das Spiel überhaupt zu starten.

Grafikkarten-Empfehlung für "Rage 2"
Ø 35 fps Ø 60 fps Gfx-Speicher
FullHD GeForce GTX 780 Ti, GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB, GeForce GTX 1650 oder Radeon R9 280X, Radeon R9 380, Radeon RX 470 GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 Ti oder Radeon R9 Nano, Radeon RX 590 3 GB (besser 4 GB)
WQHD GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 oder Radeon R9 290X, Radeon R9 390, Radeon RX 480 8GB, Radeon RX 570 4GB GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 oder Radeon RX Vega 64 4 GB (besser 6 GB)
UltraHD GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2080 oder Radeon VII keine (GeForce RTX 2080 Ti bei ca. 50 fps) 6 GB (besser 8 GB)
bezogen jeweils auf das "Ultra"-Bildqualitätspreset, interpoliert gemäß der Benchmarks von ComputerBase, PC Games Hardware, TechPowerUp und GameGPU

Zwischen AMD und nVidia läßt sich ein deutlicher Vorteil zugunsten von AMD-Hardware erkennen, wo in vielen Fällen AMD-Grafikkarten mit beachtbar niedrigerem Performance-Index dieselbe Performance wie (eigentlich) potentere nVidia-Beschleuniger erreichen. Beispielsweise liegt die Radeon RX 580 regelmäßig vor der GeForce GTX 1060 – und an der Leistungsspitze legt sich die Radeon VII immer wieder mit der GeForce RTX 2080 an. Die Differenzen sind zwar nicht drastisch, aber im Gesamtbild deutlich merkbar. Jene betreffen auch nicht nur neuere Grafik-Generationen, vielmehr gibt es inbesondere bei älterer Hardware eindrucksvolle Beispiele – wie wenn eine (inzwischen sicherlich angegraute) Radeon R9 290X (Perf.Index 530%) bei GameGPU fast dieselben fps-Werte auswirft wie eine brandneue GeForce GTX 1660 (Perf.Index 690%), respektive viel höhere als die eigentlich schon klar schnellere GeForce GTX 980 (Perf.Index 600%). Bezüglich der CPU-Performance gibt es hingegen nur positives zu berichten: Das Spiel erreicht schon mit einfachsten Mainstream-Prozessoren wie einem Ryzen 3 1200 hohe Frameraten á 84 fps (lt. GameGPU), kommt High-fps-Gamern somit bestmöglich entgegen.

Auf Twitter packt der bekannte Leaker 'Tum Apisak' die Spezifikationen für den Desktop-Part von AMDs Picasso-APU aus – sprich dem 12nm-basierten APU-Refresh zu "Raven Ridge". Jener gehört trotz der 3000er Nummern weiterhin der "Zen+" Klasse an, ergo gibt es die gleiche Technik wie bei Ryzen 2000G bzw. Raven Ridge – mit dann halt etwas höheren Taktraten. Jene belaufen sich bei Ryzen 3 3200G und Ryzen 5 3400G im Vergleich zu deren direkten Vorgängern jeweils auf +100 MHz mehr Basetakt sowie +300 MHz mehr (maximalen) Turbotakt. Dies liegt im Rahmen dessen, was AMD bisher schon zwischen Zen 1 und Zen+ als Performancesprung aufgeboten hatte, wird also für eine kleine Mehrperformance unter (voraussichtlich) derselben TDP von 65 Watt sorgen. Ein Wechselgrund für Benutzer von Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G ergibt sich hieraus natürlich nicht, allenfalls setzt AMD Neukäufern ein neues, leicht besseres Angebot im APU-Segment vor. Beide neuen Desktop-APUs dürften wohl zur Computex offiziell vorgestellt werden sowie direkt im Anschluß in den Handel gehen. Interessant wird hier noch die preisliche Konstellation, denn die 169 Dollar Listenpreis des Ryzen 5 2400G kann sich AMD eigentlich nicht mehr leisten, wenn man inzwischen selber 6-Kern-Modelle für ab 124 Euro im Markt stehen hat.

Basis Kerne Takt L2+L3 iGPU TDP Liste Straße Release
Ryzen 5 3400G Picasso (Zen+, 12nm) 4C/8T 3.7/4.2 GHz 2+4 MB Vega 11 65W ? ? Computex 2019
Ryzen 5 2400G Raven Ridge (Zen, 14nm) 4C/8T 3.6/3.9 GHz 2+4 MB Vega 11 65W 169$ ab 120€ 12. Febr. 2018
Ryzen 3 3200G Picasso (Zen+, 12nm) 4C/4T 3.6/4.0 GHz 2+4 MB Vega 8 65W ? ? Computex 2019
Ryzen 3 2200G Raven Ridge (Zen, 14nm) 4C/4T 3.5/3.7 GHz 2+4 MB Vega 8 65W 99$ ab 59€ 12. Febr. 2018

Die Berichterstattung der PC Games Hardware zu AMDs E3-Event "Next Horizon Gaming" wirft den sowohl beachtenswerten als auch eigentlich naheliegenden Gedanken in die Runde, das sich AMD auf diesem Event nicht zwingend mit PC-Produkten beschäftigen muß – sondern durchaus den kommenden NextGen-Spielekonsolen sowie Spielestreaming-Dienste wie Googles Stadia viel Platz einräumen könnte. All dies fällt schließlich auch (oder viel eher) unter "Next-Generation Gaming" – und wird auf einer nicht PC-zentrierten Messe wie der E3 auch viel eher Anklang finden. Alle Verlautbarungen zu NextGen-Konsolen können allerdings erst dann erfolgen, wenn die entsprechenden Konsolen-Hersteller sich bereits offenbart haben, AMD wird da garantiert nicht den Anfang geben. Sobald diese Freigabe allerdings einmal vorliegt, kann AMD sicherlich viel Zeit dafür verwenden, die Vorteile der Navi-Architektur in den NextGen-Spielekonsolen zu erklären – was dann nicht zwingend bedeutet, das viel zum Thema PC-Hardware gesagt würde. Ergo schwindet damit ein Teil der Gewißheit, das AMD sich spätestens zur E3 2019 komplett offenbaren wird – dies bleibt zwar nach wie vor die wahrscheinlichste Auflösung, aber die Wahrscheinlichkeit dessen ist nicht mehr auf demselben hohen Level wie vorher.

Der Planet 3DNow! weist in diesem Zusammenhang auf AMDs Vorträge auf der "Hot Chips 31" Konferenz hin, welche vom 18. bis 20 August auf dem Gelände der Stanford-Universität im Silicon Valley stattfindet. AMD wird hierbei mit immerhin drei Vorträgen vertreten sein, aus den vorhandenen Ankündigungs-Daten ergeben sich dabei recht zielsicher die Marschrichtungen der einzelnen Vorträge: CEO Lisa Su mit einer Keynote zum "High-Performance Computing" (19. August um 22:45 deutscher Zeit, maximal eine Stunde) sowie extra Vorträge zu "Zen 2" (18. August um 18:00 Uhr deutscher Zeit, maximal 1½ Stunden) und der "7nm Navi GPU" (21. August um 02:45 deutscher Zeit, üblicherweise eine Stunde). Normalerweise sind keine Livestreams von der Hot Chips zu erwarten, allerdings dürfte es sicherlich einige Live-Blogger geben. Normalerweise werden auf der Hot Chips aber nur bereits vorgestellte Architekturen ausgebreitet, die Hot Chips ist nicht für Architektur- oder Produktvorstellungen bekannt. Dies kann man allerdings auch als Hinweis verarbeiten – in dem Sinne, das AMD bis spätestens August sowohl Ryzen 3000 als auch Navi normalerweise bereits gelauncht haben sollte. Dies umfasst die Vorstellung als auch den eigentlichen Launch mit den unabhängigen Hardwaretests der Fachpresse, schließt allerdings nicht zwingend die Marktverfügbarkeit ein. Allerdings sind große Abstände zwischen Launchtermin und Marktverfügbarkeit derzeit eher unüblich geworden, käme dies bei allen Marktbeobachtern weniger gut an. Im Normalfall sollten also Ryzen 3000 wie auch Navi bis spätestens zur Hot Chips bereits im Markt stehen.

Von ComputerBase, PC Games Hardware, Tom's Hardware, DSO Gaming, Overclock3D, TechPowerUp und letztlich GameGPU kommen umfangreiche Ausführungen zur Grafikkarten-Performance unter "Rage 2". Der Egoshooter auf Basis der Apex-Engine und unter (alleiniger) Benutzung der Vulkan-API startet unter FullHD mit einer guten Vorstellung, welche auf gutklassigen Frameraten noch jede Menge Midrange-Grafikkarten mitkommen läßt. Auffallend sind dann allerdings die erheblichen Anforderungssprünge, sobald man höhere Auflösungen aktiviert, insbesondere der Anforderungssprung von FullHD zu WQHD fällt ungewöhnlich heftig aus. Somit kommt in der Spitze auch keine Grafikkarte mehr auf durchschnittlich 60 fps unter der UltraHD-Auflösung im "Ultra"-Bildqualitätspreset - die GeForce RTX 2080 Ti erreicht hierbei aber wenigstens noch um die 50 fps. Die abgeforderten Grafikkartenspeicher-Mengen sind üblich, allerdings nicht wirklich niedrig - und geht man hierbei über das Limit hinaus, drohen heftige Frameratenverluste sowie (lt. der PCGH) zum Teil auch Probleme, das Spiel überhaupt zu starten.




Grafikkarten-Empfehlung für "Rage 2"



Ø 35 fps
Ø 60 fps
Gfx-Speicher




FullHD
GeForce GTX 780 Ti, GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB, GeForce GTX 1650 oder Radeon R9 280X, Radeon R9 380, Radeon RX 470
GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 Ti oder Radeon R9 Nano, Radeon RX 590
3 GB (besser 4 GB)


WQHD
GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 oder Radeon R9 290X, Radeon R9 390, Radeon RX 480 8GB, Radeon RX 570 4GB
GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 oder Radeon RX Vega 64
4 GB (besser 6 GB)


UltraHD
GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2080 oder Radeon VII
keine (GeForce RTX 2080 Ti bei ca. 50 fps)
6 GB (besser 8 GB)


bezogen jeweils auf das "Ultra"-Bildqualitätspreset, interpoliert gemäß der Benchmarks von ComputerBase, PC Games Hardware, TechPowerUp und GameGPU