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Hardware- und Nachrichten-Links des 17./18. Juni 2017

Im Zuge des aktuellen Mining-Booms werden nun sogar schon die GeForce GTX 1070 Grafikkarten spürbar knapper – während vor dem Wochenende eine solche Karte noch problemlos für 380 Euro erhältlich war, geht nun mehr nichts unter 440 Euro – zu eher mittelprächtigen Verfügbarkeiten, welche eine weitere Preissteigerung schon andeuten. Auch bei der GeForce GTX 1060 sind gewisse Preissteigerungen erkennbar, wobei der aktuelle Bestpreis von 270 Euro (derzeit) noch bei weitem nicht so tragisch aussieht. Doch sollte der Mining-Troß wirklich in Richtung dieser nVidia-Grafikkarten ziehen, dürften jene Karten ebenfalls in Kürze komplett ausverkauft sein – die Nachfrage übersteigt das Angebot augenscheinlich immer noch sehr deutlich. Selbst der klare Kursrutsch von Bitcoin und anderen Crypto-Währungen vom letzten Donnerstag hat hieran bislang nichts ändern können. Die Hoffnung der Nicht-Miner liegt hierbei allerdings eher auf einem heftigen Anstieg der Mining-Schwierigkeit, welcher einem deutlichen Zuwachs an Rechenkapazität wie zu diesen Boom-Zeiten normalerweise immer folgen muß. Dann kann sich das Mining ganz schnell zum Verlustgeschäft entwickeln – gerade, wenn man die Hardware hierfür nicht bereits zur Verfügung hatte, sondern erst extra zugekauft hat. Generell gesehen könnte man natürlich dem einfachen Gedanken folgen, das wenn etwas breit in der Presse erwähnt wird, der Zug eigentlich schon längst abgefahren ist – aber die Angst, irgendetwas zu verpassen, wischt solcherart Bedenken augenscheinlich immer noch erfolgreich weg.

Ein Punkt zu den ersten beiden Tests (No.1 & No.2) zu Skylake-X, welcher in unserem Forum für Diskussionen sorgt, liegt in der vergleichsweise hohem Stromaufnahme des getesteten Core i9-7900X – speziell unter Volllast bzw. Übertaktung. Hierbei verliert Skylake-X teilweise alle seine bislang von Intel bekannte Stromverbrauchs-Zurückhaltung und kann (übertaktet) problemlos ~50% mehr Strom ziehen als selbst ein gut übertakteter Ryzen 7 1800X. Bei anderen Tests ist dies weitaus weniger drastisch ausgeprägt, aber eben überall durchgehend in der Tendenz zu sehen – und dies dann eben auch ohne Übertaktung. Erstaunlicherweise ist hier gegenüber Ryzen 7 sogar wesentlich besser aufgestellt – in glatter Umkehrung der bisherigen Verhältnisse in der Stromverbrauchs-Frage. Natürlich leistet ein Core i9-7900X auch wesentlich mehr als ein Ryzen 7 1800X – aber früher konnte Intel oftmals seine Mehrperformance zu einem gegenüber AMD nicht höherem Stromverbrauch erbringen. Diese Zeiten sind augenscheinlich vorbei – was Intel mehr an Performance zu bieten hat, zieht zumindest im Bereich dieser Enthusiasten-Plattform dann auch einen höheren Stromverbrauch nach sich. Natürlich bleibt abzuwarten, ob die kommenden Launchreviews dies ähnlich sehen bzw. wie sich die anderen Modellen von Skylake-X in dieser Frage schlagen.

Zudem vermelden Hardware Canucks @ Twitter das Eintreffen einer neuen X299 BIOS-Version kurz vor dem Wochenende – welche erhebliche Performance-Verbesserungen mit sich bringen soll. Dies sollte alle Hardwaretester für den kommenden Core-X-Launch eigentlich zum Retest zwingen bzw. dürfte eventuell auch einige abweichende Ergebnisse erklären helfen. Dabei fällt auf, das Intel hiermit dasselbe macht, was man ansonsten immer nur AMD vorgeworfen hat – unfertige Plattformen in den Markt zu werfen, welche erst in den Tagen vor dem Launch oder gar erst beim Käufer reifen müssen. Dies kann man als Ausdruck der neuen Konkurrenzsituation im CPU-Markt verstehen – und dennoch ist dies etwas, was die Hardware-Käufer ungern sehen, weil so etwas die Aussagekraft der Launchreviews (zumindest teilweise) entwertet und die Erstkäufer dann auch noch als Beta-Tester mißbraucht. Gerade da AMDs Threadripper-Plattform nun nicht vor Ende Juli antreten wird, hätte sich Intel eine derartige Knall-auf-Fall-Politik besser zugunsten eines etwas späteren Marktstarts einer dann ausgereiften X299-Plattform sparen sollen. Die Fehler der Konkurrenz zu wiederholen mag den Markt ironischerweise sogar ausgeglichener gestalten – geht aber auch zuungunsten des langjährig & mühsam aufgebauten Intel-Markennamens. Bei aller Liebe zu aggressiven Terminplanungen sind gerade PC-Plattformen keine Sache, die man unfertig in den Markt werfen sollte – was logischerweise für beide CPU-Entwickler gilt.

Im Forenthread zu Microsofts Windows-Update-Sperre nun auch für AMDs Ryzen hat sich nun eine zweite Meldung eingefunden, wonach dieser Tatbestand wirklich zutreffen soll und Microsoft ab sofort auch Ryzen-Systeme von weiteren Updates unter Windows 7/8.1 ausschließt. Beim ersten Auftreten dieser Update-Sperre in diesem April traf dies in der Praxis nur auf Systeme mit Intels Kaby Lake und AMDs Bristol Ridge zu. Systeme mit AMDs Ryzen wurden zwar seinerzeit in der Presse regelmäßig auch mit genannt – hierbei hatte man sich jedoch nur auf Microsofts generelles Statement verlassen und keinerlei Praxismeldungen herangezogen bzw. abgewartet. Am Ende hat Microsoft mit etwas Verspätung dann jedoch das getan, was das offizielle Statement bereits ankündigte: Alles ab AMDs Bristol Ridge (und damit auch Ryzen) sowie Intels Kaby Lake wird nicht mehr mit weiteren Updates für Windows 7/8.1 versorgt. Im genauen betrifft dies alle ab dieses Jahr herausgekommenen neuen CPU-Generationen, auch die kommenden Skylake-X-Prozessoren werden hiervorn betroffen sein – obwohl ihre Brüder aus der "normalen" Skylake-Generation weiterhin Microsoft-Support unter Windows 7/8.1 erfahren werden (und bei Skylake-X noch nicht einmal eine integrierte Grafiklösung dabei ist). Im Fall von Ryzen betrifft dies augenscheinlich nur eine Handvoll an Nutzern (welche sich zudem notfalls weiterhelfen können), ist aber dennoch doppelt schade, denn über die Mainboard-Hersteller sind sogar noch AMD-offizielle Windows-7-Treiber für Ryzen zu bekommen, ist die Treiber-Situation damit weitaus besser als bei Intel.

Im Zuge des aktuellen Mining-Booms werden nun sogar schon die GeForce GTX 1070 Grafikkarten spürbar knapper - während vor dem Wochenende eine solche Karte noch problemlos für 380 Euro erhältlich war, geht nun mehr nichts unter 440 Euro - zu eher mittelprächtigen Verfügbarkeiten, welche eine weitere Preissteigerung schon andeuten. Auch bei der GeForce GTX 1060 sind gewisse Preissteigerungen erkennbar, wobei der aktuelle Bestpreis von 270 Euro (derzeit) noch bei weitem nicht so tragisch aussieht. Doch sollte der Mining-Troß wirklich in Richtung dieser nVidia-Grafikkarten ziehen, dürften jene Karten ebenfalls in Kürze komplett ausverkauft sein - die Nachfrage übersteigt das Angebot augenscheinlich immer noch sehr deutlich. Selbst der klare Kursrutsch von Bitcoin und anderen Crypto-Währungen vom letzten Donnerstag hat hieran bislang nichts ändern können. Die Hoffnung der Nicht-Miner liegt hierbei allerdings eher auf einem heftigen Anstieg der Mining-Schwierigkeit, welcher einem deutlichen Zuwachs an Rechenkapazität wie zu diesen Boom-Zeiten normalerweise immer folgen muß. Dann kann sich das Mining ganz schnell zum Verlustgeschäft entwickeln - gerade, wenn man die Hardware hierfür nicht bereits zur Verfügung hatte, sondern erst extra zugekauft hat. Generell gesehen könnte man natürlich dem einfachen Gedanken folgen, das wenn etwas breit in der Presse erwähnt wird, der Zug eigentlich schon längst abgefahren ist - aber die Angst, irgendetwas zu verpassen, wischt solcherart Bedenken augenscheinlich immer noch erfolgreich weg.