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Hardware- und Nachrichten-Links des 21./22. Oktober 2017

Bei der ComputerBase sowie der PC Games Hardware hat man sich mit der Grafikkarten-Performance von ELEX beschäfigt. Der ideelle Nachfolger der Gothic- und Risen-Spiele des deutschen Spieleentwicklers Piranha Bytes kommt trotz gutklassiger Grafikqualität mit maßvollen Anforderungen daher und ist daher für heutige Hardware keine echte Anforderung, zumindest nicht bei Auflösungen bis FullHD. Unter selbiger Auflösung kommt sogar die seitens des Spieleentwicklers als Mindestanforderung genannte Radeon HD 7850 2GB auf gutklassige 25 fps unter der maximalen Bildqualität des Spiels – dabei gilt die Mindestanforderung sicherlich eher für eine niedrigere Auflösung samt zurückgedrehten Optikeffekten. Die andere an dieser Stelle als Mindestanforderung genannte Grafikkarte in Form der GeForce GTX 660 erreicht im übrigen im selben Test gerade einmal 18 fps – die PCGH vermutet hier sicher nicht zu Unrecht, das diese Karte durch ihren separierten Speicher limitiert wird, bei welchem nur 1,5 GB mit dem vollen 192-Bit-Speicherinterface angebunden sind, die restlichen 0,5 GB Speicher dagegen nur mit 64 Bit.

Wie gesagt dürften selbige Karten mit abgesenkten Details und niedrigerer Auflösung dann noch besser wegkommen – und damit auch den Weg freimachen für andere Grafikkarten von noch niedrigerer Rohleistung, welche jenes Spiel auch noch bewältigen können sollten. Zurückkommend zur maximalen Bildqualität reicht unter FullHD alles ab Radeon R9 290 oder GeForce GTX 970 schon für 40 fps aus. Unter WQHD müssen es hierfür dann schon Radeon R9 Fury X oder GeForce GTX 980 Ti sein, während unter UltraHD laut der PCGH allein eine GeForce GTX 1080 Ti jene fps-Marke ereichen sollte. Laut den Messungen der ComputerBase kommen mit (maßvoll) abgesenkter Bildqualität dann aber auch noch Radeon RX Vega 64 und GeForce GTX 1080 auf über 40 fps unter UltraHD heraus. Nur für diese UltraHD-Auflösung sind im übrigen auch gleich 4 GB Grafikkartenspeicher empfohlen, unter FullHD reichen hingegen gleich 2 GB aus – was wie gesagt sehr zugunsten älterer und schwächerer Grafikkarten geht.

Die ComputerBase hat sich zudem mit nVidia-Treiber 387.92 beschäftigt, welcher u.a. die nVidia-Performance unter Forza Motorsport 7 deutlich verbessert. GeForce GTX 1060 und 1080 konnten in den Messungen der ComputerBase auflösungsunabhängig um 12-16% zulegen, was die GeForce GTX 1080 unter FullHD wenigstens auf Augenhöhe mit der Radeon RX Vega 56 bringt, unter UltraHD dann sogar wieder etwas vor die Radeon RX Vega 64 schiebt. Damit nähert sich die nVidia-Performance unter Forza Motorsport 7 schon wieder viel eher dem allgemeinen Performance-Bild an, zumindest die großen bislang berichteten AMD-Vorteile unter diesem Titel sind somit weg. Die (sowieso anzuzweifelnde) These, AMD könnte unter neueren DirectX-12-Titel immer eine derart überragende Performance wie bisher unter Forza Motorsport 7 abliefern, wird damit ziemlich obsolet – es handelte sich vielmehr eher um einen Einzelfall und durch die neueren nVidia-Treiber wird der bisherige AMD-Vorteil dann auch noch maßgeblich abgeschliffen.