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Hardware- und Nachrichten-Links des 25./26. November 2019

Im Zuge des Launches von Threadripper 3000 hat AMD auch den 64-Kern-Prozessor "Ryzen Threadripper 3990X" schon offiziell für (Anfang) 2020 angekündigt. Die Modell-Nummer war vorher schon bekannt, allerdings die Kern-Anzahl nur vermutet worden – mit auch Gerüchte-Meldungen, welche genau gegen diese 64 CPU-Kerne sprachen. Weitere Angaben gibt es außer der TDP von 280 Watt noch nicht, sprich nichts zu Taktraten und zum Preispunkt. Da die bisherige Preislage von Threadripper 3000 aber nahe an der Preislage der aktuellen Epyc-Prozessoren liegt, kann es durchaus in Richtung 4000 Dollar/Euro für diesen Ryzen Threadripper 3990X gehen. Fehlend ist derzeit auch noch eine wegweisende Information, ob AMD hierfür erneut den Sockel sTRX40 sowie den Mainboard-Chipsatz TRX40 benutzen wird – zumindest letzterer ist immerhin auf ein 4-Kanal-Speicherinterface beschränkt und einem 64-Kern-Prozessor würde sicherlich ein 8-Kanal-Speicherinterface eher stehen. Ob AMD allerdings extra Sockel, extra Chipsatz und demzufolge extra Mainboards nur für ein einzelnes CPU-Modell mit sicherlich minimaler Stückzahl realisieren kann, wäre vor dem praktischen Gegenbeweis doch noch einigermaßen zu bezweifeln.

AMD hat ohne große Ankündigung den Ryzen 5 3500 als dato kleinstes Modell der Zen-2-basierten Ryzen-3000-Prozessoren offiziell gemacht. Laut der Produkt-Webseite handelt es sich hierbei (wie beim Ryzen 9 3900) um ein OEM-Modell, welches also üblicherweise nur im Rahmen von Komplett-PCs erscheinen wird. Technisch trägt der Ryzen 5 3600 fast exakt die Spezifikationen des nur in China vertriebenen Ryzen 5 3500X – allerdings wurde der Level3-Cache auf 16 MB halbiert, was aber kaum eine beachtbare Performance-Differenz ergeben dürfte. Sicherlich geht es hierbei in erster Linie darum, den Herstellern von Komplett-PCs ein zug- und schlagkräftiges Angebot zu machen – wobei es dann doch wieder vom Preispunkt abhängt, ob man hierbei wirklich gut dasteht: Denn ein Ryzen 5 2600 aus der Zen+ Serie mag klar weniger IPC mitbringen, hat aber dann dennoch das SMT-Feature aktiv, was erstens das Performance-Manko ausgleichen kann und zweitens langfristig sinnvoller erscheint (als nur mit insgesamt 6 CPU-Threads beim Ryzen 5 3500 überwintern zu müssen). Und einen Ryzen 5 2600 preislich zu schlagen, wird nicht ganz so einfach – die CPU wird derzeit für ab 117 Euro abgegeben. Ob AMD für den Ryzen 5 3500 einen ähnlich guten Preis macht, ist nicht bekannt – vermutlich aber eher nicht, weil man hierbei eben mit dem inzwischen gut angesehenem Siegel "Zen 2" auftrumpfen kann.

Kerne Takt L2+L3 TDP Kühler Liste Release
Ryzen 9 3950X 16C/32T 3.5/4.7 GHz 8+64 MB 105W Wraith Prism LED 749$ 25. Nov. 2019
Ryzen 9 3900X 12C/24T 3.8/4.6 GHz 6+64 MB 105W Wraith Prism LED 499$ 7. Juli 2019
Ryzen 9 3900 12C/24T 3.1/4.3 GHz 6+64 MB 65W ohne rein OEM 24. Sept. 2019
Ryzen 7 3800X 8C/16T 3.9/4.5 GHz 4+32 MB 105W Wraith Prism LED 399$ 7. Juli 2019
Ryzen 7 3700X 8C/16T 3.6/4.4 GHz 4+32 MB 65W Wraith Prism LED 329$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3600X 6C/12T 3.8/4.4 GHz 3+32 MB 65W Wraith Spire 249$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3600 6C/12T 3.6/4.2 GHz 3+32 MB 65W Wraith Stealth 199$ 7. Juli 2019
Ryzen 5 3500X 6C/6T 3.6/4.1 GHz 3+32 MB 65W Wraith Stealth China only 24. Sept. 2019
Ryzen 5 3500 6C/6T 3.6/4.1 GHz 3+16 MB 65W ohne rein OEM 14. Nov. 2019

Laut TFT Central scheint nVidia angeblich die Hardware-Bindung von G-Sync-Monitoren an G-Sync-Grafkikkarten zugunsten von Adaptive Sync (aka AMDs FreeSync) öffnen zu wollen. So hat man einen Acer-Monitor entdeckt, welcher genau diese Dual-Funktionalität anbietet – und nVidia bestätigte inzwischen auch, das hierbei Adaptive Sync direkt über nVidias G-Sync-Modul (nach Firmware-Update) realisiert wird. Selbige neue Firmware steht wohl ausschließlich für neue Monitore zur Verfügung, wird bestehenden Monitoren aber nicht mehr zukommen. Sofern nVidia dies durchzieht, dürften die Monitor-Hersteller sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und zukünftig wohl die allermeisten neuen G-Sync-Monitore mit dem Support von G-Sync und Adaptive Sync (und damit auch von FreeSync) erscheinen. Dabei gibt nVidia mit dieser Änderung wahrscheinlich noch nicht einmal wirklich etwas auf, sondern stärkt eher die eigenen Absätze an G-Sync-Modulen und damit den eigenen G-Sync-Standard – welcher ansonsten momentan schwer unter Druck gerät.

Von DSO Gaming GameGPU und Notebookcheck kommen erste Grafikkarten-Benchmarks zu Need for Speed: Heat. Das Autorennspiel auf Basis der "Frostbite 3" Spiele-Engine legt eine heutzutage vergleichsweise übliche Performance an den Tag, ohne es allerdings zu übertreiben – sprich, selbst unter der UltraHD-Auflösung mit "Ultra" Bildqualitäts-Preset schafft es eine GeForce RTX 2080 Ti noch auf ca. 55 fps. Mit dem "High"-Preset unter der FullHD-Auflösung und der Zielmarke von 40 fps kann man hingegen auch noch mit älteren Beschleunigern ganz gut mitkommen – allerdings mit einem kleinen Haken: Allein nVidia-seitig geht die Performance mit dem Alter der Grafikkarten erheblich zurück, beispielsweise schlägt eine Radeon RX 480 8GB schon eine GeForce GTX 1060 6GB oder kann sich eine Radeon R9 380X sogar mit einer GeForce GTX 970 anlegen. Demzufolge liegen AMD-Beschleuniger im Einstiegs-Bereich überall klar vorn, bei den neueren Karten sowie mit steigenden Auflösungen wäscht sich diese Differenz dann jedoch wieder weitgehend aus. Speichermengen-technisch scheinen 4 GB sowohl für FullHD & WQHD ausreichend, nur für die UltraHD-Auflösung wäre dann etwas mehr (6GB) anzuraten.

Grafikkarten-Empfehlung für "Need for Speed: Heat"
"High"-Preset @ 40 fps "Ultra"-Preset @ 60 fps
FullHD ab GeForce GTX 970, GeForce GTX 1060 3GB, GeForce GTX 1650 oder Radeon R9 380X, Radeon RX 470, Radeon RX 5500 ab GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 Super oder Radeon R9 Fury X Radeon RX 590, Radeon RX 5700
WQHD ab GeForce GTX 980 Ti, GeForce GTX 1070, GeForce GTX 1660 oder Radeon R9 290X, Radeon R9 390, Radeon RX 480 8GB, Radeon RX 580 4GB, Radeon RX 5500 ab GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 Super oder Radeon VII, Radeon RX 5700 XT
UltraHD ab GeForce GTX 1080 Ti, GeForce RTX 2070 oder Radeon RX Vega 64, Radeon RX 5700 GeForce RTX 2080 Ti @ ca. 55 fps
interpoliert gemäß der Benchmarks von DSO Gaming GameGPU & Notebookcheck