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Hardware- und Nachrichten-Links des 30./31. Januar 2016

WCCF Tech bringen eine AMD-offizielle Aussage zur (theoretischen) Rechenleistung der Radeon R9 Fury X2 – auf der VRLA hat Roy Taylor von AMD diesbezüglich 12 TeraFlops angegeben. Dies ist erstaunlich wenig, denn schon die vorhergehende Radeon R9 295X2 kam auf 11,5 TFlops – ausgehend vom kleineren Hawaii-Grafikchip. Eine Radeon R9 Fury X2 auf dem Vollausbau von zwei Fiji-Grafikchips würde mit arg niedrigen Taktraten antreten, wenn diese 12 TFlops passen sollen – im genauen ~732 MHz, was noch unterhalb der realen Taktraten der Radeon R9 Nano (~876 MHz) wäre. Es ist fast nicht vollstellbar, das AMD so tief heruntergeht, da würde sich eine solche DualChip-Karte kaum noch lohnen. Gut möglich, das jene AMD-Aussage eine bewußte Nebelkerze darstellt, um die Konkurrenz in Sicherheit zu wiegen und die Erwartungshaltung etwas nach unten zu dimmen. Ein simpler Fehler wäre genauso noch möglich, immerhin handelt es sich bei der AMD-Aussage nur um einen eingeschobenen, kurzestmöglichen Nebensatz – nicht auszuschließen, das hierbei schlicht die falsche Zahl genannt wurde (eventuell hatte Mr. Taylor ja schon die Rechenleistung des Fiji-Nachfolgers im Kopf).

Ein Forenposting bei Overclockers.co.uk legt nahe, daß die Speicherübertaktung bei AMDs Fiji-Grafikkarten nicht in einzelnen MegaHertz-Schritten möglich ist, sondern nur in sehr großen Schritte von 500 MHz zu 545,45 MHz zu 600 MHz zu 600,66 MHz. Jeder andere eingestellte Wert wird vom Grafikchip dahingehend interpretiert, als daß dann die jeweils nächstliegende dieser vier festen Taktraten benutzt wird. Konkret bedeutet dies, daß bis zu einem eingestellten Speichertakt von 522 MHz der reale Speichertakt bei 500 MHz bleibt – erst ab 523 MHz sollte der Fiji-Chip dann zu einem Speichertakt von 545,45 MHz wechseln. Die Information kommt aus solider Quelle, bleibt aber natürlich weitere Erfahrungen und Wortmeldungen hierzu abzuwarten. Generell ist darauf zu hoffen, das zukünftige Grafikkarten mit HBM-Speicher mehr Möglichkeiten zur Speicherübertaktung bieten werden als dies bei den Fiji-basierten Grafikkarten derzeit der Fall ist.

Die ComputerBase hat sich (noch im alten Jahr) angesehen, was ein Core i7-6700HQ aus Intels Skylake-Generation maximal im Vergleich zu Desktop-Prozessoren leisten kann. Hierzu wurde ein Medion-Notebook benutzt, wo diese Mobile-CPU nicht temperaturgedrosselt wird – was allerdings bei anderen Notebooks mit dieser CPU oftmals der Fall ist. Mit vier Rechenkernen samt HyperThreading und auf Taktraten von 2.6/3.5 GHz wird unter Anwendungs-Benchmarks immerhin 77% des Performanceniveaus eines Core i7-6700K (4.0/4.2 GHz) erreicht – was angesichts von 65% bis 83% von dessen Taktraten ein sehr anständiger Wert ist. Damit liegt diese Mobile-CPU dann (grob) gleichauf mit der Performance der bekannten Desktop-Modelle Core i7-3770K, Core i5-4690 oder Core i5-6600K, etwas schneller sogar als FX-8350, Core i7-2600K oder Core i5-6500. Bei der integrierten "HD Graphics 530" kommt hingegen sogar ein sehr ähnliches Ergebnis gegenüber dem Desktop heraus: Core i7-6700HQ und Core i7-6700K trennen hier nur 2,8% zugunsten des Desktop-Modells, begründet durch die 100 MHz mehr GPU-Takt beim Core i7-6700K.

Mittels der Ankündigung von neuen externen GPU-Gehäusen seitens Asus & Razer ist auch ein Dinosaurier-alter Thread in unserem Forum zum neuen Leben erwacht – das Thema "externe Grafik" wurde hierbei schon seit dem Jahr 2005 diskutiert, ehe die Diskussion dann im Jahr 2008 langsam abstarb. Der Neustart der Diskussion dreht sich um die Frage, wann sich externe Grafik endlich durchsetzt. Doch hierzu zeichnet sich (derzeit) kein freundliches Bild ab, ohne größere Anstrengungen seitens der Herstellerindustrie könnte das Thema ewig in seiner Nische bleiben – noch dazu, wo es inzwischen Massenmarkt-kompatible Alternativen wie Cloud-Gaming gibt. Es ist auch nach wie vor zu bezweifeln, das sich die Hersteller das exzellente Geschäft mit Gaming-Notebooks durch diese Idee zerstören lassen wollen – wobei es für die Chiphersteller sogar noch um mehr geht, hier steht das gesamte Preisgefüge bei Mobile-Chips zur Disposition, wenn sich externe Grafik etablieren würde.