
Leaker Jaykihn @ X weist auf einen kleinen Fehler in der Aufstellung der Nova-Lake-Modelle im kürzlichen Leak von VideoCardz hin: Hierbei werden einige Prozessorenmodelle des mittleren Bereichs als "Dual-Die" beschrieben, was aber nicht stimmt. Das zweite Compute-Die kommt ausschließlich bei den beiden Spitzen-Konfigurationen mit 44 bzw. 52 CPU-Kernen zum Einsatz, alle anderen Nova-Modelle kommen mit einem einzelnen Compute-Die aus. Dies wurde bei der 3DC-Meldung zu diesem Leak bereits (ohne Kenntnis dieser Korrektur) berücksichtigt, weil es natürlich logisch ist, dass Intel bei Prozessorenmodellen kleiner als 8 P-Kerne oder/und 16 E-Kerne nicht gleich zwei Compute-Dies ansetzt, dies wäre Silizium-Verschwendung. Um es genauer zu machen bzw. der nicht selten anzutreffenden Verwirrung gegenüber den vielen Nova-Lake-Varianten entgegenzutreten, hat der Leaker die Modellpalette mit single Compute-Die dann noch einmal in einer Infografik zusammengefasst:
Hier kommen dann nur noch die beiden Dual-Die-Varianten mit 44 und 52 CPU-Kernen oben drauf, ansonsten ist diese Aufstellung komplett. Letztere mit eingerechnet, ergeben sich im übrigen allein 21 Prozessoren-Modelle – und noch etwas mehr, wenn es zu den K-Modellen auch non-K-Modelle gibt (sicherlich) sowie wenn hier und da im Einsteiger-Bereich noch Taktratenabstufungen hinzukommen sollten (denkbar). Dies könnte am Ende durchaus eine "leicht" unübersichtliche Modellauflistung ergeben, aber natürlich deckt Intel hiermit auch DIY- und OEM-Segment in allen Performancestufen ab, sind viele Prozessoren immer nur für Teilsegmente gedacht. Konzentriert man sich allein auf die bLLC-Modelle, so wird es hiervon nur 5 Konfigurationen geben – vielleicht mit der einen oder anderen Taktratenabstufung dann ein paar CPU-Modelle mehr als nur 5, aber immer noch in einem überschaubaren Rahmen liegend. Dies läßt sich derzeit nur noch nicht wirklich darstellen, da die kompletten Modell-Daten inklusive Modellnummern und Taktraten fehlen. Selbige dürfte die Gerüchteküche sicherlich auch noch herausfinden bzw. könnte Intel höchstselbst jene derzeit noch nicht einmal finalisiert haben.
Analyst Jukan @ X berichtet über erneut steigende DRAM-Kontraktpreise im zweiten Quartal – nur diesesmal mit nach unten gehender Trendkurve, sprich die Erhöhung fällt gegenüber dem ersten Quartal deutlich ab. In jenem lag der Anstieg der DRAM-Kontraktpreise bei wohl +70% gegenüber dem Vorquartal, im laufenden zweiten Quartal sollen es nochmals +30-50% werden. Dies ist nicht schön, zeigt aber auch bei den Kontraktpreisen darauf hin, dass die Steigerungen irgendwann in ein Maximum laufen werden. Sehr interessant ist zudem die hierzu präsentierte Infografik seitens der Marktforscher von 'SigmaIntell', welche die Steigerung der Kontraktpreise über die letzten Quartale offenlegt. Hier wird nicht die durchschnittliche Steigerung aller DRAM-Klassen notiert, sondern nach vier Speichersorten unterschieden – womit auch die Steigerung bei DDR4 & DDR5 höher ausfällt als die vorgenannten +70%. Gerade jene sollen nun aber im laufenden zweiten Quartal weit weniger stark im Preis steigen – was wie gesagt darauf hindeutet, dass dann irgendwann das Preismaximum erreicht sein muß.
Vor allem aber ergibt sich hiermit eine Quantifizierung der bisherigen insgesamten Steigerung der Kontraktpreise – für welche meist nur quartalsweise Steigerungen genannt werden, aber kaum Werte zurückreichend bis zum "Normalzustand" im letzten Sommer. Gemäß dieser Infografik mit natürlich leicht ungenauen Werten (nur per Pixelzählung und ohne genaue Trennlinien ermittelbar) erreichten die DDR5-Kontraktpreise im ersten Quartal 2026 einen Stand von von +184% gegenüber dem zweiten Quartal 2025 – was immer noch beachtbar unterhalb der Steigerungsrate im deutschen Einzelhandel liegt, welche im gleichen Zeitraum bei +308% erreichte. Dies sieht erst einmal danach aus, als würden die Kontraktpreise den Einzelhandelspreisen immer noch beachtbar hinterherhinken – und somit auch keine weitere preistreibende Wirkung entfalten. Wenn sich allerdings die Prognose für das zweite Quartal bewahrheitet, sollen die DDR5-Kontraktpreise einen Preisstand von +365% erreichen – und dies würde jene dann tatsächlich wieder zu Preistreibern machen. Noch ist das ganze keine sichere Sache, aber es gilt diese Entwicklung zu beobachten – und zumindest ist klar, dass die Kontraktpreise nun inzwischen kumulativ ein ausreichend hohes Niveau erreicht haben, um das Ende der Speicherkrise zuverlässig zu verzögern.
| Q3/2025 | Q4/2025 | Q1/2026 | Q2/2026 (Progn.) | |
|---|---|---|---|---|
| DDR5-Preise im deutschen Einzelhandel | +3% ∑ +3% |
+234% ∑ +245% |
+19% ∑ +308% |
? |
| DDR5-Kontraktpreise lt. SigmaIntell | +7,5% ∑ +8% |
+42,5% ∑ +53% |
+85,5% ∑ +184% |
+63,5% ∑ +365% |
| Hinweis: Steigerung jeweils gegenüber dem Vorquartal | ||||
Shortcuts: Die Übertaktungs- und Undervolting-Tools für nVidia-Grafikkarten Green Curve und NV-UV bieten mit ihren neuesten Versionen nun auch offiziellen Support für RTX40-Modelle. Letzteres Tool ist etwas umfangreicher, ersteres kommt dafür hingegen ohne jede verpflichtende Zusatzsoftware aus. Über den Montag sind breit beachtete Gerüchte aufgetaucht, nVidia wolle angeblich einen PC-Hersteller übernehmen. Ausgangspunkt hierfür ist ein Bericht seitens SemiAccurate, welcher sich schnell verbreitete und sogar die Börsenkurse von PC-Herstellern wie Dell und HP erheblich beeinflußen konnte. nVidia hat darauf allerdings schnell reagiert und das komplette Gerücht als unwahr zurückgewiesen. Insgesamt gesehen wäre es auch sehr verwunderlich, wenn die Gelddruckmaschine nVidia sich auf ein derart margenschwaches Geschäft wie mit PCs einlassen würde.