
Auf X/Twitter findet unter einigen Enthusiasten derzeit eine größere Diskussion zur Technik von AMDs "RDNA5" statt, bei welcher Gedanken und Patente ausgetauscht werden – was aber bislang nur zu wenig griffigem geführt hat, fast eher ein Stochern im Nebel ist. Schließlich ist RDNA5 noch einigermaßen weit entfernt, AMD wird diese Grafikchip-Generation nicht vor dem Jahr 2027 herausbringen – und damit ist garantiert nicht der Jahresanfang gemeint. Zwar sollen die Tape-Outs schon gelaufen sein, aber aufgrund der großen Zeitreserven wären Änderungen nunmehr zumindest noch denkbar. Hierbei könnte man beispielsweise ein Hardware-Feintuning auf Basis bereits existierender Testchips ansetzen, etwas, was bei üblichen Hardware-Launches wegen des knappen Zeitplans normalerweise ausfällt. Wie gesagt hat diese Diskussion nur wenig griffiges zur Hardware von RDNA5 hervorgebracht, dafür aber zumindest eine Klarstellung, wie die verschiedenen Generationen von RDNA und CDNA sich bezüglich der AMD-intern benutzten "GFX"-Version unterscheiden:
It’s RDNA then CDNA +0.5.
So:
RDNA 4 = GFX12
CDNA 5 = GFX12.5
RDNA 5 = GFX13
CDNA 6 = GFX 13.5
Quelle: MrMPFR @ X am 4. Mai 2026
Prinzipiell zeigt diese Hackordnung bereits an, dass CDNA schneller als RDNA entwickelt wird. Zugleich zeigt es aber auch an, dass die Idee einer echten Zusammenfassung von RDNA und CDNA zumindest auf Entwicklungsebene vollkommen beerdigt ist. Diesbezüglich war mal "UDNA" (Unified Data Center and Gaming Architecture) im Gespräch, was nun aber wohl nicht in dieser Form passieren wird – oder wenn, dann (sehr) viel später. Doch generell war zumindest die Idee einer gemeinsamen Architektur (zum jetzigen Zeitpunkt) schon immer etwas kurios, weil die HPC/AI-Beschleuniger sich derzeit derart abkoppeln von Grafikdarstellungs-Fragen und zugleich eher feinteilig auf ihre jeweiligen GPGPU-Aufgaben ausgerichtet werden – somit komplett wesensfremd zu PC-Grafikkarten. Und desweiteren wird noch die Frage aufgestellt, wie es bei AMDs Grafikchip-Entwicklung weitergehen soll, wenn man sich immer verspätet – wie bei RDNA3 und RDNA4 passiert, nun bei RDNA5 zu beobachten und auch für RDNA6 zu erwarten. Inwiefern die Verzögerung von RDNA5 als wirkliche Verspätung gewertet werden kann, bleibt da natürlich offen (ist eher ein bewusstes Zurückhalten wegen der Speicherkrise), aber im Kern ist die Fragestellung relevant, AMD hat sich durch diese Verzögerung jederzeit einiges an Marktpotential genommen.
RDNA 4 originally H2 2024, launched Q1 2025
RDNA 5 H2 2026, now Q4 2027 or later
RDNA 6 assuming prev cadence H2 2028. now launching 2030+
The timeline slips a lot. How are they gonna counter NVIDIA on dGPU when their RDNA timeline diverges more and more from CDNA?
Quelle: MrMPFR @ X am 7. Mai 2026
Tippgeber Harukaze5719 @ X notiert TrendForce-Aussagen über eine Trendwende am Spotmarkt für NAND-Speicher, welcher dann in SSDs Verwendung findet: Danach sollen die NAND-Spotpreise um –40% innerhalb Monatsfrist verloren haben – natürlich immer einrechnend die vorherigen (viel höheren) Preisübertreibungen ist dies dennoch ein guter Schritt nach unten. Vor allem zeigt es darauf hin, dass sich nun alle eingedeckt haben, die Server-Leute ihre langfristigen Verträge haben, aus dem Consumer-Bereich nicht viel Nachfrage kommt – und somit das Pendel von Angebot zu Bedarf sich langsam wieder in Richtung "Angebot" verschiebt. Noch ist dies nur ein allererstes Anzeichen und es gibt auch sofort eine Gegenanzeige seitens Tom's Hardware, welche von extrem hochgezogenen SSD-Preisen im japanischen Einzelhandel berichten. Aber letztlich kann man den Spotmarkt immer als ersten Indikator einer kommenden Veränderung ansehen, jener ging beim Hochziehen der Preise letztlich genauso als Erster voran.
According to @trendforce , spot prices for NAND have plummeted up to 40% over the past month
Overcapacity in consumer TLC inventory and slowing demand for PC/Laptop have been cited as the causes. There is a severe discrepancy between asking prices and actual demand.
Quelle: Harukaze5719 @ X am 10. Mai 2026
Leaker Jaykihn @ X hat nun auch noch eine Klarstellung zur Größe der (beiden) iGPUs von "Razor Lake-AX" nachgereicht: Es werden 16 und 32 Shader-Cluster aka Xe3-Kerne. Da Razor Lake für Intel noch etwas entfernt ist, müsste dies noch nicht zwingend eine feststehende Größe sein, aber natürlich ergibt jene sehr wohl Sinn: 16 Shader-Cluster sind leicht über dem Niveau von "Panther Lake" (12 Xe3), während 32 Shader-Cluster dann richtig was drauf packen, aber klar unterhalb der vielleicht unrealistisch großen iGPU des gestrichenen "Nova Lake-AX" (48 Xe3) liegen. Da es zwischen Xe2 und Xe3 wieder einen guten IPC-Sprung gab (und Razor Lake-AX dann vielleicht schon eine verbesserte Version von Xe3 nutzt), gehen die 32 Xe3-Kernen von Nova Lake-AX durchaus in die Richtung sogar oberhalb der Performance einer Arc B770 bzw. Arc Pro B70 mit 32 Xe2-Kernen (auf Desktop-Niveau) – insofern Intel dieser Big-APU die notwendige Speicherbandbreite zukommen läßt. Razor Lake-AX ist als vermutlich Nachzügler zur Razor-Lake-Generation geplant, welche ihrerseits Ende 2027 starten soll, deren hauptsächliches Produktportfolio jedoch erst ab Anfang 2028 erwartet wird.
The AX series use a large iGPU and may not be a 48 Xe configuration. Razor Lake -AX has two configurations and neither are as large as that.
The ones with NVIDIA iGPU are different and come later than Razor Lake -AX.
Quelle: Jaykihn @ X am 27. April 2026
Isn't RZL-AX 24 Xe3P ?
Quelle: Game.Keeps.Loading @ X am 27. April 2026
No, it’s 16 and 32.
Quelle: Jaykihn @ X am 13. Mai 2026
Ganz pünktlich zum Ende des vorherigen nVidia-Spielebundles hat der Grafikchip-Entwickler ein neues Spielebundle für die RTX50-Grafikkarten aufgelegt, welches jenen den am 27. Mai antretenden James-Bond-Titel "007 First Light" kostenlos mitgibt. Wie üblich ist die Liste der teilnehmenden RTX50-Beschleuniger auf die mittleren und größeren Modelle beschränkt, in diesem Fall weicht nVidia jedoch vom bisherigen Prozedere ab und notiert auch die "GeForce RTX 5060 Laptop" als mit berechtigt. Damit werden inzwischen die beiden GB206-basierten Mobile-Lösungen mit bei nVidias Spielebundle bedacht, nach wie vor jedoch keine der GB206-basierten Desktop-Grafikkarten (GeForce RTX 5060 und 5060 Ti). Zumindest erfreulich ist, dass nVidia nun augenscheinlich jeden Monat ein neues Spielebundle aufzulegen scheint – und jene zuletzt allesamt mit recht interessanten Spieletiteln bestückt waren. Andersherum gedacht bedeutet dies aber wohl auch, dass für die nächste Zeit keine neuen nVidia-Grafikkarten erscheinen dürften, denn nVidia überbrückt diese Leerräume gern mit eben jenen Spielebundle-Aktionen.
| nVidia "007 First Light" RTX50-Spielebundle | ||
|---|---|---|
| teilnehmende Hardware | Aktionszeitraum | Inhalt des Spielebundles |
| GeForce RTX 5070, 5070 Ti, 5080, 5090 Desktop-Grafikkarten GeForce RTX 5060 Laptop, 5070 Laptop, 5070 Ti Laptop, 5080 Laptop & 5090 Laptop Mobile-Grafiklösungen |
13. Mai bis 10. Juni 2026 | Spiel "007 First Light" als Steam-Key |
| Hinweis: Nicht jeder Händler nimmt an allen Aktionen teil und selbst bei den teilnehmenden Händlern muß nicht jedes Produktangebot Teil der konkreten Aktion sein. | ||