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News des 13./14. Januar 2024

Der Marktstart der non-K-Modelle der 14. Core-Generation ist recht langsam angelaufen, eine große Auswahl an Händlerangeboten gibt es hierzu noch nicht. Demzufolge müssen sich manche Prozessoren preislich auch erst noch korrekt einsortieren, um mit den Vorgängern aus der 13. Core-Generation in tatsächliche Konkurrenz gehen zu können. Allerdings gibt es auch positive Ausreißer, sprich wo der Preis des 14er Modells denjenigen des 13er Modells erreicht oder gar unterbietet. Da die Hardware-Unterschiede bis auf Core i7-14700(F) und den Core i5-14600 marginal sind, kann man bei den anderen SKUs auch jederzeit zum "alten" Modell aus der 13. Core-Generation greifen, wenn einem einfach nur ein attraktiver Preis geboten wird. Mehr als 3% Performance-Gewinn darf man von den "normalen" Modellen nicht erwarten, wie gesagt mit Ausnahme von Core i7-14700(F) sowie Core i5-14600.

Hardware-Differenz Liste Straßenpreise
Core i9-13900Core i9-14900 +200 MHz Boost-Takt gleich: $549 ab 553€ → ab 612€  (+11%)
Core i9-13900FCore i9-14900F +200 MHz Boost-Takt gleich: $524 ab 567€ → ab 583€  (+3%) 
Core i7-13700Core i7-14700 4 mehr E-Kerne, +200 MHz Boost-Takt gleich: $384 ab 393€ → ab 419€  (+7%) 
Core i7-13700FCore i7-14700F 4 mehr E-Kerne, +200 MHz Boost-Takt gleich: $359 ab 413€ → ab 391€  (–5%) 
Core i5-13600Core i5-14600 +200 MHz Boost-Takt, ADL-Die → RPL-Die gleich: $255 ab 285€ → ab 285€  (±0)  
Core i5-13500Core i5-14500 +100 MHz Base-Takt, +200 MHz Boost-Takt gleich: $232 ab 256€ → ab 259€  (+1%) 
Core i5-13400Core i5-14400 +100 MHz Boost-Takt gleich: $221 ab 216€ → ab 246€  (+14%) 
Core i5-13400FCore i5-14400F +100 MHz Boost-Takt gleich: $196 ab 202€ → ab 218€  (+8%) 
Core i3-13100Core i3-14100 +100 MHz Base-Takt, +200 MHz Boost-Takt gleich: $134 ab 145€ → ab 149€  (+3%) 
Core i3-13100FCore i3-14100F +100 MHz Base-Takt, +200 MHz Boost-Takt gleich: $109 ab 124€ → ab 119€  (–4%) 
Straßenpreise gemäß Geizhals-Preisvergleich für umgehend lieferbare Angebote

Tom's Hardware zitieren einen Bericht seitens der 'Financial Times' über die Umbau-Aktivitäten von Gaming-Grafikkarten zu HPC/KI-Beschleunigern in China. So soll eine einzelne der hierzu tätigen Fabriken im November 1000 Stück an GeForce RTX 4090 Grafikkarten dementsprechend "bearbeitet" haben, im Dezember dann gleich 4000 Stück. Wirklich verwunderlich sind diese Stückzahlen allerdings nicht, denn letztlich ist von Oktober bis Mitte November gefühlt 90% der weltweiten Liefermenge an GeForce RTX 4090 nach China entschwunden. Dies müssten ganz grob geschätzt ~100'000 Karten sein – aber natürlich dürfte es neben jener Umbau-Fabrik noch einige weitere hiervon geben. Die eigentlich bedenkliche Nachricht ist eher, dass selbige chinesische Umbau-Fabriken sich derzeit schon der GeForce RTX 4090D zuwenden.

Hierzu ist wohl noch final zu klären, ob die Abspeckungen dieser Karte nicht irgendwo eine böse Überraschung (im Sinne des HPC/KI-Einsatzes) bereithalten. Doch wenn dies nicht der Fall ist, steht man wohl Gewehr bei Fuß, um auch bei der GeForce RTX 4090D wiederum den chinesischen Markt leerzukaufen – womit die chinesischen Gamer erneut in den Röhre schauen würden. Gerade weil diese Umbau-Fabriken nun einmal in der Welt sind und China weiterhin vom Erwerb der echten HPC/KI-Beschleuniger von nVidia abgeschnitten ist, bietet sich diese Möglichkeit ganz automatisch an. Springt hier keine (dato noch nicht bekannte) technische Sperre an, werden die Umbau-Fabriken ihr Werk somit einfach bei der GeForce RTX 4090D fortsetzen. Wenigstens limitieren sich somit die Auswirkungen auf den Weltmarkt: Denn Nachlieferungen an regulären GeForce RTX 4090 erreichen China nicht mehr, füllen somit wieder die Läger von Distributoren und Einzelhändlern in der "restlichen" Welt und lassen den Straßenpreis der GeForce RTX 4090 (langsam) wieder sinken.

WCCF Tech thematisieren die vielfältigen I/O-Einschränkungen von Ryzen 8000G: Der hierbei zuerst gemeldete SingleChannel-Speichersupport der beiden kleineren Modelle Ryzen 3 8300G & Ryzen 5 8500G basiert allerdings wohl auf eine fehlerhaften Angabe seitens AMD, korrekt ist hier ein gewöhnliches DualChannel-Speicherinterface (im genauen ein 128-Bit-Interface, falls jemand die Subkanäle von DDR5 mit ins Spiel bringen will). Tatsächlich eingeschränkt sind hingegen die PCI-Express-Fähigkeiten der hierbei zugrundeliegenden Chips "Hawk Point" und "Phoenix2": Die beiden größeren APUs auf "Hawk Point" Basis (WCCF schreiben wie AMD "Phoenix1" anstatt "Hawk Point", aber Chip-Stepping sowie KI-Power sprechen eindeutig für letzteres) bieten einer extra Grafikkarte nur PCI Express 4.0 x8 an, einer M.2-SSD nur PCI Express 4.0 x4. Nochmals weiter hinunter geht es bei den beiden kleineren APUs auf "Phoenix2" Basis: PCI Express 4.0 x4 für eine Grafikkarte sowie PCI Express 4.0 x2 für eine M.2-SSD.

Letzteres ist dann schon arg knapp, gerade bei der Grafikkarte. Schließlich treten die beiden kleineren APUs nur mit einer integrierten RDNA3-Grafiklösung mit 4 Shader-Clustern an, sprich gerade einmal doppelt so groß wie die Standard-iGPU der gewöhnlichen Ryzen 7000 Desktop-Prozessoren. Natürlich kann man argumentieren, dass diese APUs eigentlich nicht dafür da sind, mit extra Grafikkarte betrieben zu werden – wenn man dies wünscht, kann man gleich zu einem gewöhnlichen Desktop-Prozessor greifen. Dies ist nicht nur zielführender, sondern auch günstiger, da die neuen AMD-APUs wegen ihrer leistungsfähigen iGPUs gewöhnlich einen beachtbaren Aufpreis gegenüber den regulären Ryzen 7000 Modellen tragen. Kommen die neuen Ryzen 8000G APUs zu ihren Listenpreisen in den Markt, dürften jene gewöhnlich sogar teurer ausfallen als die jeweiligen X-Modelle – womit es finanziell wenig lohnenswert erscheint, bei der Zielsetzung einer extra Grafikkarte auf diese APUs zu setzen.

Zen 4 Basis Kerne Takt L2+L3 iGPU TDP/PPT Liste Straße Release
Ryzen 9 7950X3D Raphael-X 16C/32T 4.2/5.7 GHz 16+128 MB RDNA2, 2CU 120/162W $699 ab 559€ 28. Febr. 2023
Ryzen 9 7950X Raphael 16C/32T 4.5/5.7 GHz 16+64 MB RDNA2, 2CU 170/230W $699 ab 539€ 27. Sept. 2022
Ryzen 9 7900X3D Raphael-X 12C/24T 4.4/5.6 GHz 12+128 MB RDNA2, 2CU 120/162W $599 ab 469€ 28. Febr. 2023
Ryzen 9 7900X Raphael 12C/24T 4.7/5.6 GHz 12+64 MB RDNA2, 2CU 170/230W $549 ab 409€ 27. Sept. 2022
Ryzen 9 7900 Raphael 12C/24T 4.7/5.4 GHz 12+64 MB RDNA2, 2CU 65/88W $429 ab 399€ 10. Jan. 2023
Ryzen 7 7800X3D Raphael-X 8C/16T 4.2/5.0 GHz 8+96 MB RDNA2, 2CU 120/162W $449 ab 380€ 6. April 2023
Ryzen 7 7700X Raphael 8C/16T 4.5/5.4 GHz 8+32 MB RDNA2, 2CU 105/142W $399 ab 309€ 27. Sept. 2022
Ryzen 7 7700 Raphael 8C/16T 3.8/5.3 GHz 8+32 MB RDNA2, 2CU 65/88W $329 ab 263€ 10. Jan. 2023
Ryzen 7 8700G Hawk Point 8C/16T 4.2/5.1 GHz 8+16 MB RDNA3, 12CU 65/?W $329 ? 31. Jan. 2024
Ryzen 5 7600X Raphael 6C/12T 4.7/5.3 GHz 6+32 MB RDNA2, 2CU 105/142W $299 ab 225€ 27. Sept. 2022
Ryzen 5 7600 Raphael 6C/12T 3.8/5.1 GHz 6+32 MB RDNA2, 2CU 65/88W $229 ab 199€ 10. Jan. 2023
Ryzen 5 7500F Raphael 6C/12T 3.7/5.0 GHz 6+32 MB deaktiviert 65/88W $179 ab 169€ 22. Juli 2023
Ryzen 5 8600G Hawk Point 6C/12T 4.3/5.0 GHz 6+16 MB RDNA3, 8CU 65/?W $229 ? 31. Jan. 2024
Ryzen 5 8500G Phoenix2 2P+4E/12T 3.5/5.0 GHz 6+16 MB RDNA3, 4CU 65/?W $179 ? 31. Jan. 2024
Ryzen 3 8300G Phoenix2 1P+3E/8T 3.4/4.9 GHz 4+8 MB RDNA3, 4CU 65/?W rein OEM Ende Q1/2024

Auf Steam liest man die offiziellen PC-Systemanforderungen für "Enshrouded", dem Action-RPG des deutschen Entwicklers "Keen Games", welches am 24. Januar in den "Early Access" geht. Enshrouded wird auch im Koop-Modus (mit immerhin bis zu 16 Teilnehmern) spielbar sein, bietet eine Voxel-basierten OpenWorld und soll binnen Jahresfrist den finalen Stand erreichen. Die Hardware-Anforderungen sind nicht zumeist nicht besonders spannend bzw. beinhalten mit GeForce GTX 1060 sowie Radeon RX 580 als Grafikkarten-Minimum eine altbekannte Paarung – früher natürlich zumeist auf der Empfehlungs-Seite zu sehen. Interessant sind die Speicheranforderungen, denn man will selbst im Minimum wieder einmal gleich 16 GB PC-Hauptspeicher sehen, gleichfalls im Minimum aber auch 6 GB Grafikkartenspeicher. Da die Hardware-Empfehlung aber ebenfalls "6 GB VRAM" nennt, dürfte eine der beiden Angabe wahrscheinlich nicht ganz korrekt sein – was sich später auflösen lassen bzw. eventuell zum Ende der EarlyAccess-Phase vielleicht noch einmal präzisiert wird.

offizielle PC-Systemanforderungen für "Enshrouded" (Early Access)
Minimum Empfehlung
System Windows 10/11 64-Bit, 60 GB freier Festplatten-Platz
CPU Core i5-6400 oder Ryzen 5 1500X Core i7-8700 oder Ryzen 7 2700X
Speicher 16 GB RAM + 6 GB VRAM 16 GB RAM + 6 GB VRAM
Grafik GeForce GTX 1060 6GB oder Radeon RX 580 8GB GeForce RTX 2070 Super oder Radeon RX 6700 XT