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News des 14. März 2024

Mit dem Donnerstag hat Intel den Core i9-14900KS als neue Speerspitze seines Desktop-Portfolios in den Markt gebracht. Die KS-Ausführung bietet keine andere Hardware als der bekannte Core i9-14900K, sondern nur einen um +200 MHz höheren Boost-Takt sowie eine leicht höhere TDP (ohne aber ein höheres Powerlimit, beides liegt offiziell bei 253W). Damit ist logischerweise nicht viel Staat zu machen, im Testbericht von TechPowerUp ergibt sich hiermit eine um +3,0% höhere Anwendungs-Performance sowie eine um +1,6% höhere Spiele-Performance (1% low auf FullHD). Andere Reviews hatten teilweise noch geringere Performance-Gewinne erzielt oder auch über Schwierigkeiten zu berichten, überhaupt schneller als ein Core i9-14900K herauskommen. Dies trifft insbesondere auf den Test der PC Games Hardware zu, wo eine durchgehend höhere Performance nur unter Umgebung der nominellen Powerlimits erreichbar war. Hier könnte natürlich auch die Serienstreuung eine Rolle spielen und die PCGH einfach ein schwächeres Stück Silizium erwischt haben.

Basis Kerne P-Takt E-Takt L2+L3 iGPU PBP/MTP Liste Release
Core i9-14900KS Raptor Lake 8P+16E/32T 3.2/6.2 GHz 2.4/4.5 GHz 32+36 MB 32 EU 150/253W $699 14. März 2024
Core i9-14900K Raptor Lake 8P+16E/32T 3.2/6.0 GHz 2.4/4.4 GHz 32+36 MB 32 EU 125/253W $589 17. Okt. 2023
Core i9-14900KF Raptor Lake 8P+16E/32T 3.2/6.0 GHz 2.4/4.4 GHz 32+36 MB deaktiviert 125/253W $564 17. Okt. 2023
Core i7-14700K Raptor Lake 8P+12E/28T 3.4/5.6 GHz 2.5/4.3 GHz 28+33 MB 32 EU 125/253W $409 17. Okt. 2023
Core i7-14700KF Raptor Lake 8P+12E/28T 3.4/5.6 GHz 2.5/4.3 GHz 28+33 MB deaktiviert 125/253W $384 17. Okt. 2023

Grundsätzlich ist natürlich nicht wirklich mehr von dieser allein taktstärkeren CPU zu erwarten, welche zudem auch so nahe am absoluten Limit arbeitet, dass jene jegliche Effizienz-Vergleich haushoch verliert. Im gewissen Sinne handelt es sich um eine "Werksübertaktung" des Core i9-14900K – für welche Intel allerdings beim KS-Modell einen um immerhin 110 Dollar höheren Listenpreis ansetzt, was derzeit einen um ca. 150 Euro höheren Straßenpreis ergibt. Das Performance/Preis-Verhältnis ist somit selbst aus Enthusiasten-Sicht schlecht – was äquivalent liegt zu den KS-Modellen von 12. & 13. Core-Generation und bei diesen dazu geführt hat, dass jene selten im Einsatz zu sehen waren. Die KS-Modelle sind somit eher etwas für Extrem-Übertakter, welcher das beste Silizium aus der Raptor-Lake-Fertigung als Grundlage für ihre Übertaktungsversuche benutzen wollen – wie zugleich mit einem neuen Taktraten-Rekord von 9117 MHz (unter Zuhilfenahme von flüssigem Helium als Kühlmittel) demonstriert wurde.

ComputerBase und PC Games Hardware haben sich mit der Performance von "Outcast 2" beschäftigt, dessen 1999er Vorgänger seinerzeit (mangels 3D-beschleunigter Grafik) für enorme CPU-Anforderungen bekannt war. Die 2024er Fortsetzung setzt hingegen auf der Unreal Engine 4 auf und kommt mit maßvollen Hardware-Anforderungen daher: Wenn eine Radeon RX 7600 unter FullHD auf über 60 fps kommt, dann droht neueren Grafikkarten (der passenden Leistungsklasse) auch unter höheren Auflösungen keine echte Gefahr. Eher interessant sind da die CPU-Benchmarks der PCGH, wonach es gar nicht so einfach ist, jene 60 fps im CPU-Limit bei 1% Minimum-Frameraten zu erzielen. Dies gelingt auch nur knapp mittels eines taktstarken Intel-Modells, während AMDs X3D-Modelle hier keine Glanzstunde hinlegen und leicht unter der genannten fps-Zielmarke bleiben.

Gemäß VideoCardz hat Intel die Unterstützung für sein "Application Optimization" Feature um 12 Spiele erweitert. Offiziell funktioniert das Feature weiterhin auf 7 ausgewählten Modellen von Core i7 & i9 der 14. Core-Generation, darunter auch zwei Mobile-Prozessoren. Allerdings kann man Intels APO auch im Advanced-Modus für andere Prozessoren und andere Spiele manuell erzwingen. Der Einsatz für andere Spiele mag wenig bringen, sofern hierfür kein Intel-Profil vorliegt, aber für andere Prozessoren von 12. & 13. Core-Generation könnte dies durchaus erfolgsversprechend sein. Bedingung ist allerdings ein Mainboard-BIOS, welches das Intel-Feature "Dynamic Tuning Technology" (DTT) unterstützt. Mittels der Ausweitung des Spiele-Supports sollten die Hardwaretester Intels APO durchaus genauer ansehen, ob dies mehr ergibt als nur (große) Vorteile unter einzelnen Spiele-Titeln – oder ob damit auch über ein breites Spiele-Testfeld ein beachtbarer Performancegewinn erzielbar ist.

Die gestrige Tabelle zu den Marktanteilen der PC-Hersteller war zugegebenerweise nicht ganz einfach zu lesen, da hierbei innerhalb der Tabelle unterschiedliche Basis-Werte benutzt wurden: Die Spalten "AMD" und "Intel" gaben die jeweils interne Verteilung rein zwischen diesen beiden CPU-Herstellern an, die Spalte "insgesamt" bezog sich hingegen auf den Gesamtmarkt und gab dort den Marktanteil der jeweiligen PC-Hersteller wieder. Freundlicherweise hat ein Kommentator im 3DC-Forum aus den von Canalys veröffentlichten Daten noch die exakten Prozessoren-Hersteller-Anteile für alle genannten CPU-Hersteller und alle genannten PC-Hersteller ausgerechnet – was somit eine klarere Statistik ergibt, welcher PC-Hersteller in welchem Maß bei Intel, AMD, Mediatek & Qualcomm seine benötigten PC-Prozessoren einkauft.

Intel AMD Mediatek Qualcomm Apple
Acer 84,4% 11,3% 1,2% 3,0% -
Apple - - - - 100%
Asus 70,6% 29,0% 0,5% - -
Dell 96,9% 2,8% - 0,3% -
HP 82,3% 17,7% - - -
Huawei 95,9% 4,1% - - -
Lenovo 78,3% 21,3% 0,5% - -
Microsoft 92,9% 7,1% - - -
MSI 93,4% 6,6% - - -
Samsung 100% - - - -
andere 92,4% 7,6% - - -
CPU-Verteilung bei verschiedenen PC-Herstellern — basierend auf den Zahlen von Canalys