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News des 16. März 2026

Die PC Games Hardware hat einen weiteren der beliebten Generations-Vergleiche bei Grafikkarten aufgelegt, in diesem Fall einen zu nVidias 60er Modelle von Pascal bis Blackwell. Wie üblich gilt, dass allein die gleiche Nummer im Verkaufsnamen nicht zwingend etwas zur Gleichartigkeit im Portfolio-Standing aussagen muß: GeForce RTX 4060 & 5060 sind beispielsweise in der Hackordnung deutlich niedriger angesetzt als die früheren 60er Modelle, die GeForce GTX 1060 entstammt zudem aus einer preislich deutlich anderen Grafikkarten-Ära. Aber zumindest wurde mit diesen früheren 60er Modellen der gute Ruf aufgebaut, welchen jetzt die neueren 60er Modelle wieder etwas einreißen durch ihre maßvollen Performance-Gewinne bei zugleich mangelhafter Speicherausstattung. Selbiges wird gut über diese Benchmarks dokumentiert, wo GeForce RTX 4060 & 5060 selbst zusammengerechnet es nicht schaffen, an die Performancegewinne der früheren 60er Modelle von nVidia heranzukommen.

Hardware FHD Raster FHD RayTr.
GeForce RTX 5060 Blackwell, 30 SM @ 128-bit, 8 GB GDDR7, 145W, $299, 2025 144%  (+30%) 138%  (+27%)
GeForce RTX 4060 Ada Lovelace, 24 SM @ 128-bit, 8 GB GDDR6, 115W, $299, 2023 111%  (+11%) 109%  (+9%)
GeForce RTX 3060 12GB Ampere, 28 SM @ 192-bit, 12 GB GDDR6, 170W, $329, 2021 100%  (+34%) 100%  (+98%)
GeForce RTX 2060 6GB Turing, 30 SM @ 192-bit, 6 GB GDDR6, 160W, $349, 2019 75%  (+89%) 50%
GeForce GTX 1060 6GB Pascal, 10 SM @ 192-bit, 6 GB GDDR5, 120W, $249, 2016 39%
gemäß den Ausführungen der PCGH bzw. Benchmarks mit 20 Spiele-Titeln

VideoCardz berichten über Aussagen seitens MSI, dass die Unterversorgung mit nVidia-Grafikchips derzeit bei ca. 20% liegen soll. Logischerweise hängt dies primär an der GDDR-Versorgung, nVidia wird keine Grafikchips ausliefern, für welche kein VRAM verfübar ist bzw. hat sowie die übliche Bundle-Praxis aus Grafikchip + VRAM beibehalten. Die Unterversorgung hat wie bekannt allerdings zu steigenden Preisen geführt, so dass die Grafikkarten-Hersteller hierbei vielleicht sogar mit einem blauen Auge davonkommen. Dabei können –20% weniger Grafikchips durchaus auch zu höheren Preissteigerungsraten führen als nur +20%, für den Augenblick bewegt sich der deutsche Grafikkarten-Markt jedoch nicht weiter nordwärts. Für seine insgesamte Geschäftstätigkeit rechnet MSI im übrigen sogar mit einem Umsatzplus trotz klarem Absatz-Minus, denn in vielen Produktsegmenten galoppieren die Preise stärker als der Stückzahlen-Verlust. Gut kommen hierbei Hersteller mit großen Positionen bei RAM und SSDs weg, wie in den Komplett-PCs und Notebooks von MSI verbaut. Für die Hersteller ohne Speicher-Anteil wird es dagegen ein schlechtes Jahr, hier gibt es nur das Absatz-Minus und keinerlei ASP/Umsatz-Plus.

Notebookcheck berichten neues zum Fall der gefälschten Ryzen 5 7430U Prozessoren (Zen 3), hinter welchen sich eigentlich der Ryzen 5 5500U (Zen 2) verbirgt. Nachdem hierzu zwei (unterschiedliche) Chuwi-Notebooks entdeckt wurden, gibt es nun auch noch einen Nutzerbericht zuungunsten des Ninkear A15 Pro, welches ebenfalls genau diesen CPU-"Tausch" beinhalten soll. Interessanterweise hatten Notebookcheck genau jenes Notebook früher mal im Test und konnten dort keine Auffälligkeiten feststellen, was sich auch beim nachträglichen Check der OPN-Nummer auf der offengelegten CPU bestätigt. Aber es gab hieraus dennoch einen Erkenntnisgewinn, denn jenes Ninkear A15 Pro setzte auf das gleiche ODM-Mainboard wie das Chuwi CoreBook Plus – ein fertig mit aufgelöteter CPU produziertes Mainboard von Emdoor Digital aus Shenzhen, China. Auch das (etwas abweichende) Mainboard des Chuwi CoreBook X stammt von diesem ODM-Hersteller. Selbiger rückt damit in den Blickpunkt, womöglich sind also Chuwi und Ninkear unschuldig und wurden von ihrem Zulieferer ausgetrickst. Dies dürfte logischerweise erst mit der Massenfertigung passiert sein, denn wie gesagt war das seinerzeitige Testsample des Ninkear-Notebooks noch in Ordnung.

WCCF Tech verweisen auf einen ersten Geekbench-Wert zu einer AMD "Medusa Point" APU aus der Zen-6-Generation. Hiermit werden 10 MB Level2- und 32 MB Level3-Cache bestätigt, was +50% mehr L3-Cache gegenüber "Strix Point" von Zen 5 bedeutet. Die Mobile-APUs von Zen 6 sind allerdings wohl erst Anfang 2027 zu erwarten, für dieses Jahr dürften allein erste Desktop-Modelle von Zen 6 anstehen. Zu jenen ist es nebenbei gesagt erstaunlich ruhig, normalerweise würde man für einen prognostizierten Sommer/Herbst-Start inzwischen doch deutlich mehr kleinere Leaks erwarten, gerade im Bereich dieser Standard-Benchmarks. Schließlich sollte Zen 6 eigentlich schon seit Monaten auch außerhalb von AMD getestet werden, wie es für neue Prozessoren-Architekturen und deren umfangreichen Validierungsprozeß üblich wie notwendig ist. Denkbarerweise hat AMD das Leakgeschehen nun deutlich besser im Griff, womit eben keine Leaks passieren – weil eine Verzögerung in dieser Größenordnung ist eigentlich kaum vorstellbar. Natürlich kann im Rahmen der Speicherkrise dennoch vieles passieren, was vorab auf keinem Plan stand.

Von TechEpiphany @ X kommen die Prozessoren-Verkaufszahlen der Mindfactory, welche für diese Ausgabe die drei Jahreswochen 9-11 zusammengefasst enthalten. Umgerechnet auf den üblichen Wochen-Maßstab ergibt sich dabei ein nochmals geringeres Absatzgeschehen, der Einzelhandel an IT-Gütern liegt derzeit wohl wirklich am Boden. Weiterhin gehen die AM4-Prozessoren angesichts ihres Alters recht gut, wenngleich die AM5-Modelle natürlich dennoch (klar) vorn liegen. Interessanterweise ist das bestverkaufte non-X3D-Modell inzwischen der Ryzen 7 5800X (ein AM4-Modell) – darauf hinweisend, dass AM4-Prozessoren sich noch weitaus besser verkaufen könnten, wenn es hierzu noch X3D-Angebote geben würde. Intels Arrow Lake kann sich hingegen auch weiterhin nicht berappeln, Intel-seitig liegen hingegen die LGA1700-Modelle (Alder Lake & Raptor Lake) derzeit im Verhältnis 2,5:1 klar vorn. Dies war aber die vergangenen Wochen über auch nie wesentlich anders, Arrow Lake kommt bei den CPU-Käufern des DIY-Geschäfts schlicht nicht an.

Prozessoren-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26   (AMD in rot, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge)
Absatz Anteile Umsatz Anteile ASPs AM4, AM5, 1700, 1851
9.-11. Woche 2026 1100 Stück p.W. 87,3%   12,7% 0,34M € p.W. 89,3%   10,7% 318€   263€ 343, 617, 100, 40 p.W.
8. Woche 2026 1255 Stück 88,4%   11,6% 0,36M € 91,7%   8,3% 295€   204€ 490, 620, 70, 55
7. Woche 2026 1275 Stück 89,8%   10,2% 0,38M € 92,4%   7,6% 307€   223€ 445, 700, 120, 0
6. Woche 2026 1500 Stück 89,3%   10,7% 0,48M € 92,1%   7,9% 329€   235€ 480, 860, 120, 40
5. Woche 2026 1385 Stück 87,0%   13,0% 0,44M € 90,3%   9,7% 328€   237€ 415, 790, 120, 50
4. Woche 2026 1505 Stück 87,4%   12,6% 0,48M € 89,9%   10,1% 328€   255€ 460, 850, 120, 60
3. Woche 2026 1535 Stück 87,9%   12,1% 0,48M € 91,0%   9,0% 323€   232€ 390, 960, 150, 35
51. Woche 2025 2105 Stück 91,4%   8,6% 0,54M € 91,8%   8,2% 259€   248€ 715, 1210, 130, 50
50. Woche 2025 2120 Stück 94,3%   5,7% 0,54M € 95,9%   4,1% 261€   184€ 490, 1510, 90, 20
49. Woche 2025 3905 Stück 93,6%   6,4% 1,19M € 95,0%   5,0% 310€   236€ 950, 2705, 200, 40
48. Woche 2025 3620 Stück 95,7%   4,3% 1,03M € 96,3%   3,7% 287€   249€ 880, 2585, 80, 55
47. Woche 2025 2480 Stück 91,1%   8,9% 0,75M € 92,9%   7,1% 307€   243€ 410, 1850, 160, 60
46. Woche 2025 1815 Stück 89,3%   10,7% 0,45M € 90,0%   10,0% 252€   232€ 470, 1150, 110, 80
40. Woche 2025 1780 Stück 88,2%   11,8% 0,50M € 90,9%   9,1% 288€   216€ 360, 1210, 130, 70
34. Woche 2025 3715 Stück 91,4%   8,6% 1,09M € 92,9%   7,1% 299€   241€ 590, 2805, 200, 120
33. Woche 2025 3450 Stück 90,7%   9,3% 1,06M € 92,0%   8,0% 312€   264€ 580, 2550, 240, 80
32. Woche 2025 3880 Stück 92,0%   8,0% 1,18M € 94,3%   5,7% 313€   216€ 590, 2980, 240, 70
31. Woche 2025 2365 Stück 87,3%   12,7% 0,69M € 89,1%   10,9% 298€   252€ 435, 1630, 210, 90
30. Woche 2025 2235 Stück 93,3%   6,7% 0,64M € 95,1%   4,9% 293€   210€ 445, 1640, 120, 30
alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche

Wiederum TechEpiphany @ X liefert dann auch die Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory, erneut bezogen auf die kumulierten Jahreswochen 9-11 – mit allerdings diesesmal fehlenden Angaben zum Umsatz, Umsatz-Verteilung und durchschnittlichen Verkaufspreisen (ASP). Somit läßt sich nur sagen, dass der reine Stückzahlen-Absatz erneut zurückgegangen ist, während die Absatz-Verteilung zwischen AMD, Intel & nVidia nahezu gleich geblieben ist – ein deutlicher Hinweis auf eine grundsätzliche Marktschwäche und nicht irgendwelche Sondereffekte. Auch die Modell-Verkaufscharts lesen sich vertraut: An der Spitze liegen hierbei wieder (in dieser Reihenfolge) Radeon RX 9070 XT, Radeon RX 9060 XT, GeForce RTX 5080, GeForce RTX 5070 Ti und GeForce RTX 5070. Die nur vier Modelle der RDNA4-Generation erkämpfen sich dabei im übrigen mit 45,9% einen sogar leicht größeren Marktanteil als die 8 Modelle der Blackwell-Generation mit ihrerseits 40,9% Marktanteil. Die älteren Generationen, früher oftmals ein großer Absatzträger für AMD, sind hingegen nur noch im geringfügigen Maßstab dabei, die RDNA3-Generation kommt derzeit gerade noch auf 7,0% Marktanteil (bei der Mindfactory).

Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26   (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge)
Absatz Absatz-Anteile Umsatz Umsatz-Anteile ASPs
9.-11. Woche 2026 665 Stück p.W. 55,6%   39,9%   4,5% ? ? ?
8. Woche 2026 870 Stück 56,3%   37,9%   5,8% 0,67M € 43,0%   54,5%   2,5% 586€   1104€   331€
7. Woche 2026 1015 Stück 55,2%   42,4%   2,4% 0,76M € 45,2%   53,9%   0,9% 610€   948€   287€
6. Woche 2026 955 Stück 61,2%   32,5%   6,3% 0,67M € 51,5%   46,8%   1,7% 587€   1006€   194€
5. Woche 2026 1210 Stück 62,0%   33,9%   4,1% 0,88M € 51,0%   47,7%   1,3% 600€   1025€   232€
4. Woche 2026 1300 Stück 62,7%   34,2%   3,1% 0,99M € 51,0%   48,0%   1,0% 618€   1063€   244€
3. Woche 2026 1215 Stück 69,1%   28,4%   2,5% 0,79M € 66,7%   32,7%   0,6% 631€   754€   164€
51. Woche 2025 1680 Stück 57,4%   38,7%   3,9% 1,05M € 46,0%   52,8%   1,2% 499€   851€   187€
50. Woche 2025 2795 Stück 55,3%   40,8%   3,9% 1,89M € 42,5%   56,1%   1,4% 519€   928€   231€
49. Woche 2025 3845 Stück 69,4%   29,0%   1,6% 2,26M € 62,8%   36,7%   0,5% 532€   745€   200€
48. Woche 2025 2850 Stück 66,0%   33,0%   1,0% 1,69M € 58,7%   40,9%   0,4% 527€   733€   245€
47. Woche 2025 2605 Stück 59,9%   38,0%   2,1% 1,69M € 50,6%   48,8%   0,6% 550€   836€   177€
34. Woche 2025 2635 Stück 56,9%   42,3%   0,8% 1,92M € 43,6%   56,1%   0,3% 559€   967€   290€
33. Woche 2025 2535 Stück 54,6%   44,2%   1,2% 1,74M € 44,4%   55,2%   0,4% 559€   858€   251€
32. Woche 2025 2740 Stück 53,5%   45,4%   1,1% 1,88M € 42,3%   57,4%   0,3% 543€   865€   168€
31. Woche 2025 2045 Stück 61,6%   37,4%   1,0% 1,33M € 52,9%   46,8%   0,3% 560€   816€   197€
30. Woche 2025 1655 Stück 52,3%   47,1%   0,6% 1,13M € 43,3%   56,6%   0,1% 564€   818€   124€
alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche