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News des 19. Januar 2026

Vom koreanischen Marktplatz Danawa kommt eine Auswertung des Grafikkarten-Markts 2025 in Südkorea, welcher vor allem wegen der Verteilung der nVidia-Modelle untereinander interessant ist. Denn bei Danawa dominierte im Dezember 2025 die GeForce RTX 5060 das Verkaufsgeschehen klar mit immerhin 32,12% aller verkauften nVidia-Grafikkarten (extra Zahlen zu AMD gab es nicht, da AMD-Grafikkarten in Südkorea auf keine bedeutsamen Marktanteile kommen). Dieser hohe (nVidia-interne) Marktanteil der GeForce RTX 5060 ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil dies augenscheinlich komplett abweichend vom deutschen Retailmarkt ist. Dort liegen zwar nur die Mindfactory-Zahlen vor, jene sehen für die 50. Woche 2025 die GeForce RTX 5060 jedoch auf nur 7,5% nVidia-Marktanteil – ein drastischer Unterschied zum koreanischen Markt. Auch generell scheinen in Deutschland viel mehr HighEnd-Modelle bevorzugt werden, hierzulande führen GeForce RTX 5070 Ti & 5080 die nVidia-Statistik an. Die nVidia-interne Marktverteilung beult sich also in Deutschland eher im HighEnd-Segment aus, in Südkorea hingegen klar im Mainstream-Segment.

Danawa Mindfactory
GeForce RTX 5090 ? 4,8%
GeForce RTX 5080 ? 24,1%
GeForce RTX 5070 Ti 12,07% 27,2%
GeForce RTX 5070 11,87% 10,5%
GeForce RTX 5060 Ti 15,61% 18,0%
GeForce RTX 5060 32,12% 7,5%
jeweilig rein nVidia-interner Marktanteil; Quellen: Danawa & TechEpiphany @ X

Dieser eindeutige Unterschied zwischen beiden Märkten überrascht zuerst etwas, denn Südkorea gilt als entwickelte HighTech-Nation – und schon lange nicht mehr als Tigerstaat. Dennoch wird diese Marktverteilung auch durch Fundamentaldaten bei Bruttosozialprodukt und Kaufkraft gestützt: Das BSP pro Kopf ist in Deutschland eben ca. 50% höher, die reale Kaufkraft (Einkommensniveau vs Preisniveau) ebenfalls um ca. 30% höher liegend. Dies ist zumindest ein weiterer Beleg für die Aussage, dass die Märkte & Marktverteilungen der westlichen Welt nur einen Ausschnitt aus dem weltweiten Geschehen liefern und man dabei immer das niedrigere Einkommensniveau in den anderen Weltregionen beachten muß. In Europa und Nordamerika mögen AMD und nVidia primär ihre neuen, hochpreisigen Modelle verkaufen können, aber im Rest der Welt sind es eher Einsteiger- und Mainstream-Grafikkarten, die dort gehen – manchmal sogar von zurückliegenden Generationen, die in der westlichen Welt schon vom Markt verschwunden sind. Daher ist es auch eine Illusion, dass der durchschnittliche weltweite Grafikkarten-Preis laut Jon Peddie Research zuletzt 732 Dollar betragen soll. Dies ist eine Zahl, die in westlichen Gefilden vielleicht erreichbar ist, mitnichten jedoch weltweit.

VideoCardz berichten über eine Aussage seitens Grafikkarten-Hersteller Inno3D, wonach die Fälle von geschmolzenen 12VHPWR bzw. 12V-2x6 Stromsteckern eigentlich vergleichsweise gering sind, der Hersteller selbst hatte in seinem RMA-Center für Europa weniger als 15 Fälle bei GeForce RTX 4090 & 5090 bearbeiten müssen. Zwar fehlt hierzu die Vergleichsangabe zu den im gleichen Zeitraum verkauften Karten, aber zumindest sollen diese RMA-Fälle geringer in der Anzahl sein als durch Nutzer selber zerstörte Grafikkarten. Und in der Tat ist es durchaus so, dass die Anzahl geschmolzener 16poliger-Stromstecker angesichts der verkauften Kartenanzahl (in die Millionen gehend, nur größere Modelle der Ada-Lovelace- und Blackwell-Generationen betrachtend) vergleichsweise gering ist, das ganze ist (zum Glück) kein Massenphänomen. Trotzdem bleibt ein sehr gewichtiger und auch durch die geringe Anzahl nicht ausräumbarer Punkt: Für elektrische Schäden, die zu Bränden führen können, gibt es keine zu kleine Schadensanzahl.

Im Bereich von Batterien und Netzteilen gibt es hierzu ständig größere Produktrückrufe, wenn da selbst nur Einzelfälle auftreten – sicherlich auch deswegen, weil die Auswirkungen für den Hersteller enorm sein können, wenn ein elektrisches Gerät tatsächlich einen Wohnungsbrand oder gar Personenschaden auslöst. Insofern ist das Argument der geringen Schadensanzahl in diesem Fall nicht zielführend – gar keine Schadenfälle ist hierbei die Zielsetzung, eine geringe Anzahl ist noch zu viel. Zugleich wäre auch (erneut) zu betonen, dass die Problematik ja neu eingeschleppt wurde, zu den in der Vergangenheit in viel größerer Menge verbauten 6- und 8poligen Stromstecker liegen faktisch keine Berichte zu ähnlichen Schmelzproblematiken vor. Auch zeigen Schmelzvorfälle auf neueren Radeon-Grafikkarten mit 12V-2x6 Stromsteckern angesichts der Problemlosigkeit derselben Radeon-Grafikkarten mit konventionellen 8poligen Stromsteckern eindeutig darauf hin, wer hier der Problemverursacher ist. Noch steht hierzu eine wirkliche Lösung aus, auch wenn seit dem Redesign zu "12V-2x6" die Anzahl dieser Vorfälle glücklicherweise deutlich abgenommen hat.

Wie schon im "Speicherkrise Preisindex Januar 2026" kurz angemerkt, sind die Einzelhandelspreise externer Festplatten inzwischen günstiger als jene ihrer internen Äquivalente – obwohl bei den externen Vertretern ja immer noch ein extra Gehäuse mit Adapterplatine zum USB-Anschluß dazukommt. Aber wie üblich hängen die Preisübertreibungen weniger gefragter Güter etwas zurück und können somit im Stand voller Übertreibungen dann auch einmal die insgesamte günstigeren Preise abgeben. Momentan ist es also oftmals günstiger, diese externen Festplatten zu erstehen, jene um ihr Gehäuse zu erleichern und die reinen Festplatten dann intern zu nutzen. Sofern in naher Zukunft die Einzelhandelspreise interner Datenträger weiter deutlich anziehen und jene von externen Datenträgern nur sehr maßvoll, könnte sich diese Preisschere sogar noch weiter öffnen. Leider funktioniert dies nur für die im Heimgebrauch inzwischen eher selten gewordenen Magnetspeicher-Festplatten (konventionelle HDDs), nicht hingegen für SSDs in der beliebten wie schnellen M.2-Bauform.

intern extern Vorteil
1TB 2,5'' SATA interne SSD (kein Cache) vs 1TB 2,5'' externe SSD ab 80€ ab 77€ –4%
1TB interne HDD vs 1TB 2,5'' externe HDD ab 50€ ab 52€
2TB interne HDD vs 2TB 2,5'' externe HDD ab 80€ ab 69€ –14%
4TB interne HDD vs 4TB 2,5'' externe HDD ab 123€ ab 107€ –13%
8TB interne HDD vs 8TB 3,5'' externe HDD ab 188€ ab 164€ –13%
10TB interne HDD vs 12TB 3,5'' externe HDD ab 299€ ab 261€ –13%
18TB interne HDD vs 18TB 2,5'' externe HDD ab 419€ ab 343€ –18%
Angaben gemäß des Artikels "Speicherkrise Preisindex Januar 2026", Preisstand 18. Januar 2026

Eine weitere Detail-Erkenntnis basierend auf jenem Preisindex-Artikel liegt im Verhältnis der DDR4- zu DDR5-Preise: Hier haben von Dezember zu Januar die DDR4-Preise klar deutlicher zugelegt als die DDR5-Preise, DDR4 hat also preislich aufgeholt und ist inzwischen ebenfalls mehrfach überteuert. Aber: Noch ist damit der absolute Preispunkt von DDR4 weitaus niedriger als bei DDR5-Speicher – begünstigt auch durch den niedrigeren Ausgangspunkt. Derzeit kommt man für einen 16-GB-Riegel von DDR4 bei den niedrigsten (sinnvollen) Taktungen noch bei unter 100 Euro heraus, während die niedrigsten Taktungen von DDR5 nahezu 200 Euro kosten (geringer als DDR5/5600 getaktet wird sowieso nichts mehr günstiger angeboten). Jene im genauen 87 zu 191 Euro sehen DDR5-Speicher somit immer noch auf dem 2,2fachen Preispunkt, ergo mit ausreichend Spielraum für DDR4, um weiterhin die Fahne einer kostenschonenden Speichersorte hochhalten zu können. Setzt sich die zuletzt zu sehende Tendenz allerdings fort und erhöhen sich die DDR4-Preise auch weiterhin stärker als die DDR5-Preise, könnte dieser aktuelle Vorteil auch eines Tages wieder zunichtegemacht sein.

Juli Dez. Jan. Dec→Jan ∑ Steigerung
16GB DDR4/2133-2400 25€ 50€ 87€ +74% +248%
16GB DDR4/3200 30€ 71€ 107€ +51% +257%
16GB DDR5/5600 39€ 148€ 191€ +29% +390%
16GB DDR5/6400 50€ 185€ 238€ +29% +376%
Angaben gemäß des Artikels "Speicherkrise Preisindex Januar 2026", Preisstand 18. Januar 2026

Ein letzter Punkt, welcher sich aus jenem Preisindex-Artikel ziehen läßt, ist ein Vergleich von UDIMM- zu SODIMM-Preisen, sprich Desktop- zu Mobile-Speicher. Hiermit wird ergründet, ob es günstiger sein könnte, Mobile-Speicher mit einem entsprechenden Adapter anstatt Desktop-Speicher zu nutzen. Einzurechnen sind hierbei eigentlich noch die Adapterkosten von 8-18 Euro, weswegen die Preisdifferenz hierbei auch in Euro und nicht in Prozent angegeben wurde. Zudem muß man bei SODIMM mit oftmals niedrigeren Speichertaktungen leben, gerade im Adapter-Betrieb, siehe hierzu auch einen Erfahrungsbericht im 3DCenter-Forum. Großartig lohnen tut sich dies allerdings noch nicht, jedenfalls nicht mit neu gekauften SODIMMs. Diese Maßnahme ist nach wie vor eher etwas für noch herumliegenden Mobile-Speicher oder auch Notebooks mit überkandidelter Speicherkonfiguration, die man temporär mal um etwas Speicher erleichtern kann. Die Adapterkosten einrechnend, ist der Preisvorteil bei extra neu gekauftem SODIMM jedoch meist zu klein, um relevant zu werden bzw. lohnt sich dies im Feld von DDR3/4 sogar überhaupt nicht.

Desktop Mobile Vorteil
8GB DDR3/1600 UDIMM vs 8GB DDR3/1600 SODIMM ab 21€ ab 21€
8GB DDR4/2133-2400 UDIMM vs 8GB DDR4/2400+ SODIMM ab 60€ ab 51€ –9€
16GB DDR4/2133-2400 UDIMM vs 16GB DDR4/2400+ SODIMM ab 87€ ab 90€
8GB DDR5/5600 UDIMM vs 8GB DDR5/4800+ SODIMM ab 120€ ab 79€ –41€
16GB DDR5/5600 UDIMM vs 16GB DDR5/4800+ SODIMM ab 191€ ab 160€ –31€
32GB DDR5/5600 UDIMM vs 32GB DDR5/4800+ SODIMM ab 348€ ab 292€ –56€
Angaben gemäß des Artikels "Speicherkrise Preisindex Januar 2026", Preisstand 18. Januar 2026