
Laut der Tippgeber Jaykihn @ X & Haze @ X soll es nun endlich mit Intels BMG-G31 Grafikchip über die Ziellinie gehen – wenngleich leider nur in Form der professionellen Lösungen Arc B70 Pro und Arc B65 Pro. Jene sollen "demnächst" offengelegt werden, wobei im Profi-Bereich eine Vorstellung natürlich nicht unbedingt das gleiche wie ein Marktstart sein muß. Aber immerhin würde der BMG-G31 Chip damit endlich einmal real genutzt werden, anstatt als Silizium-Zombie nur in Ladelisten und Treibereinträgen genannt zu werden. Eine wirkliche Sicherheit, dass Intel dann eines Tages hieraus noch die Arc B700 Serie für Consumer-Bedürfnisse kreiert, ergibt sich aus dieser Verwendung für Profi-Grafikkarten aber leider auch nicht. Selbigem steht derzeit die generelle GDDR-Knappheit entgegen, wo es nicht nur zu hohe Preise für Grafikkartenspeicher gibt, sondern vor allem regelrechte GDDR-Beschaffungsprobleme. Für Profi-Karten kann man dies über die viel höheren Preise dieses Marktsegments gut übertünchen, aber für ein Consumer-Projekt wird dies nicht so einfach – gerade wenn man als letzter ankommt und nun sogar noch größere Lieferungen von den Speicherchip-Herstellern anstrebt.
B70 Pro soon.
Quelle: Jaykihn @ X am 21. Januar 2026
B65 too
Quelle: Haze @ X am 21. Januar 2026
Es besteht hiermit also die gewisse Chance darauf, dass Intel den BMG-G31 Grafikchip vorerst allein für das professionelle Segment bringt – und alles andere vom weiteren Verlauf der Speicherkrise abhängig macht. Dies würde dann aber auch bedeuten, dass da eigentlich nicht mehr mit der Arc B700-Serie für Consumer-Bedürfnisse gerechnet werden kann, denn so schnell wird uns die Speicherkrise garantiert nicht verlassen. Die Verwendung des BMG-G31 Chips allein im professionellen Segment rechtfertigt Intel-intern dann wenigstens die Entwicklung dieses Grafikchips bis zu Marktreife – ansonsten hätte man ein nahezu vollständig fertiggestelltes Chipprojekt voll abschreiben müssen. Zudem ist auch für Intel der Profi-Bereich interessanter als alles andere, dort gibt es wenigstens ordentliche Margen, kann man die höheren GDDR-Kosten auch problemlos durchreichen und zudem der Chefetage erfolgreiche Produkte im angehimmelten "AI"-Markt vermelden – durchaus wichtig für Intels Grafikkarten-Sparte, welche latent immer nahe der Abkündigung steht. Mit ein bißchen Glück ist dies jetzt nur Schwarzmalerei und Intel bringt nach der Arc Pro B65/B70 dann doch noch die Arc B700 Serie heraus. Mit ein wenig Pech fällt letztere gänzlich aus – und damit der vermutlich einzige Grafikkarten-Neustart des Jahres 2026.
| Arc B570 | Arc B580 | "Arc B7x0" | |
|---|---|---|---|
| Chipbasis | BMG-G21 | BMG-G21 | BMG-G31 |
| Hardware | 18 Xe2 @ 160-bit, 13,5 MB L2 | 20 Xe2 @ 192-bit, 18 MB L2 | 32 Xe2 @ 256-bit, 24 MB L2 |
| Speicher | 10 GB GDDR6 | 12 GB GDDR6 | 16 GB GDDR6 |
| TDP | 150W | 190W | 300W (?) |
| FHD Perf.Index | 1250% | 1460% | ? |
| 4K Perf.Index | ~189% | ~225% | ? |
| Listenpreis | $219 | $249 | ? |
| Release | 16. Januar 2025 | 13. Dezember 2024 | Anfang 2026 (?) |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||
Von TechEpiphany @ X kommen die aktuellen Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory, welche für die 3. Woche 2026 zu allererst ein nochmals zurückgehendes Verkaufsgeschehen sehen. Inzwischen liegt der wöchentliche Absatz auf dem Verkaufsniveau des Sommerlochs 2025, wo die Mindfactory aber immer noch mit den Folgen ihrer (inzwischen abgewendeten) Insolvenz zu kämpfen hatte. Für die Winterzeit überrascht ein derartig schwacher Absatz – wenngleich hier auch die Seitenchance darauf besteht, dass dies nur an der Mindfactory selber hängt. Denn die AMD-Absätze blieben hoch, erreichten damit auch immer größere Marktanteile (nur bei der Mindfactory wohlgemerkt), während die nVidia-Absätze bemerkbar und gleichzeitig auch der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) bei nVidia-Modellen jeweils zurückgingen. Letzteres steht klar gegen den Trend von zuletzt steigenden Grafikkarten-Preisen, ergo hat die Mindfactory hier vor allem den Zuspruch von nVidia-Käufern des HighEnd- und Enthusiasten-Segments verloren. Und an dieser Stelle wäre dann denkbar, dass dieser Absatz schlicht bei anderen Einzelhändlern gelandet ist, gerade da der Wettbewerb bei nVidia-Grafikkarten härter ist.
Möglicherweise hat die Mindfactory auch vorerst alle günstigen nVidia-Modelle ausverkauft und landet mit den teureren Modellen nicht mehr auf vorderen Plätzen bei den Preisvergleichen – das Endresultat ist dasselbe, mehr nVidia-Absatz bei anderen Händlern. Dass sich ausgerechnet die nVidia-Käufer allgemein so stark zurückhalten und nichts mehr an HighEnd- und Enthusiasten-Beschleunigern kaufen, während die AMD-Käufer die nunmehr höheren Grafikkarten-Preise einfach so mitgehen, ist hingegen arg unwahrscheinlich. Jene Thesen werden gestützt durch die Modellverkaufsliste der Mindfactory, welche für diese Woche in den Top 4 gleich drei AMD-Modelle sieht – sogar die Radeon RX 9070 non-XT ist mit dabei, welche bislang zumeist nur sehr tief gelistet wurde. Eine GeForce RTX 5080 kommt hingegen diese Woche nur auf Position 6 durchs Ziel, die GeForce RTX 5090 wird für diese Woche gar nicht gelistet. Ganz augenscheinlich basiert der niedrige nVidia-Absatz dieser Woche bei der Mindfactory teilweise schon auf den beginnenden Verwerfungen des Grafikkarten-Markts – wo nur noch der etwas verkauft, welcher Ware zu einem halbwegs gangbaren Preis anbieten kann.
| Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26 (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Absatz-Anteile | Umsatz | Umsatz-Anteile | ASPs | |
| 3. Woche 2026 | 1215 Stück | 69,1% 28,4% 2,5% | 0,79M € | 66,7% 32,7% 0,6% | 631€ 754€ 164€ |
| 51. Woche 2025 | 1680 Stück | 57,4% 38,7% 3,9% | 1,05M € | 46,0% 52,8% 1,2% | 499€ 851€ 187€ |
| 50. Woche 2025 | 2795 Stück | 55,3% 40,8% 3,9% | 1,89M € | 42,5% 56,1% 1,4% | 519€ 928€ 231€ |
| 49. Woche 2025 | 3845 Stück | 69,4% 29,0% 1,6% | 2,26M € | 62,8% 36,7% 0,5% | 532€ 745€ 200€ |
| 48. Woche 2025 | 2850 Stück | 66,0% 33,0% 1,0% | 1,69M € | 58,7% 40,9% 0,4% | 527€ 733€ 245€ |
| 47. Woche 2025 | 2605 Stück | 59,9% 38,0% 2,1% | 1,69M € | 50,6% 48,8% 0,6% | 550€ 836€ 177€ |
| 34. Woche 2025 | 2635 Stück | 56,9% 42,3% 0,8% | 1,92M € | 43,6% 56,1% 0,3% | 559€ 967€ 290€ |
| 33. Woche 2025 | 2535 Stück | 54,6% 44,2% 1,2% | 1,74M € | 44,4% 55,2% 0,4% | 559€ 858€ 251€ |
| 32. Woche 2025 | 2740 Stück | 53,5% 45,4% 1,1% | 1,88M € | 42,3% 57,4% 0,3% | 543€ 865€ 168€ |
| 31. Woche 2025 | 2045 Stück | 61,6% 37,4% 1,0% | 1,33M € | 52,9% 46,8% 0,3% | 560€ 816€ 197€ |
| 30. Woche 2025 | 1655 Stück | 52,3% 47,1% 0,6% | 1,13M € | 43,3% 56,6% 0,1% | 564€ 818€ 124€ |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche | |||||
Zugleich kommen von TechEpiphany @ X die aktuellen Prozessoren-Verkaufszahlen der Mindfactory, welche in der 3. Woche 2026 jedoch ebenfalls wenig erbaulich aussehen. Die Absatzmenge ist auch hier auffallend niedrig, wobei im Prozessoren-Bereich eher AMD als Intel schwächelt und letztere mal wieder auf über 10% Marktanteil (bei der Mindfactory) bringen. Beide Absatztrends zusammen sind ziemlich bedenklich, wenngleich hier natürlich die Seitenchance existiert, dass dies allein an der Mindfactory hängt und es bei anderen Händlern besser aussieht. Trifft diese Seitenchance jedoch nicht zu, dann sieht man hier den teilweise erwartetend Trend für das Jahr 2026 eines bemerkbar zurückgehenden Verkaufsgeschehens im DIY-Segment – einfach weil die Speicherpreise zu hoch sind für derart Aktivitäten. Für das Geschäft mit Komplett-PCs gehen die Prognosen für 2026 von einem Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich aus, was sich jetzt nicht ganz so dramatisch anhört. Aber Komplett-PCs haben auch den Vorteil, dass sich da erhöhte Speicherpreise besser drin verstecken lassen, zugleich gibt es auch haufenweise institutionelle Abnehmer, welche egal der Preislage ihren Bedarf erfüllen. Wirklich hart getroffen werden dürfte von der Speicherkrise aber zuerst das DIY-Segment – und womöglich sieht man hiermit bereits erste Anzeichen hierzu.
| Prozessoren-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26 (AMD in rot, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Anteile | Umsatz | Anteile | ASPs | AM4, AM5, 1700, 1851 | |
| 3. Woche 2026 | 1535 Stück | 87,9% 12,1% | 0,48M € | 91,0% 9,0% | 323€ 232€ | 390, 960, 150, 35 |
| 51. Woche 2025 | 2105 Stück | 91,4% 8,6% | 0,54M € | 91,8% 8,2% | 259€ 248€ | 715, 1210, 130, 50 |
| 50. Woche 2025 | 2120 Stück | 94,3% 5,7% | 0,54M € | 95,9% 4,1% | 261€ 184€ | 490, 1510, 90, 20 |
| 49. Woche 2025 | 3905 Stück | 93,6% 6,4% | 1,19M € | 95,0% 5,0% | 310€ 236€ | 950, 2705, 200, 40 |
| 48. Woche 2025 | 3620 Stück | 95,7% 4,3% | 1,03M € | 96,3% 3,7% | 287€ 249€ | 880, 2585, 80, 55 |
| 47. Woche 2025 | 2480 Stück | 91,1% 8,9% | 0,75M € | 92,9% 7,1% | 307€ 243€ | 410, 1850, 160, 60 |
| 46. Woche 2025 | 1815 Stück | 89,3% 10,7% | 0,45M € | 90,0% 10,0% | 252€ 232€ | 470, 1150, 110, 80 |
| 40. Woche 2025 | 1780 Stück | 88,2% 11,8% | 0,50M € | 90,9% 9,1% | 288€ 216€ | 360, 1210, 130, 70 |
| 34. Woche 2025 | 3715 Stück | 91,4% 8,6% | 1,09M € | 92,9% 7,1% | 299€ 241€ | 590, 2805, 200, 120 |
| 33. Woche 2025 | 3450 Stück | 90,7% 9,3% | 1,06M € | 92,0% 8,0% | 312€ 264€ | 580, 2550, 240, 80 |
| 32. Woche 2025 | 3880 Stück | 92,0% 8,0% | 1,18M € | 94,3% 5,7% | 313€ 216€ | 590, 2980, 240, 70 |
| 31. Woche 2025 | 2365 Stück | 87,3% 12,7% | 0,69M € | 89,1% 10,9% | 298€ 252€ | 435, 1630, 210, 90 |
| 30. Woche 2025 | 2235 Stück | 93,3% 6,7% | 0,64M € | 95,1% 4,9% | 293€ 210€ | 445, 1640, 120, 30 |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche | ||||||