
Unter den weiteren hereinkommenden Artikeln zum Ryzen 9 9950X3D2 vielleicht noch am interessantesten ist eine extra Ausarbeitung der PC Games Hardware zum Duell Ryzen 9 9950X3D vs 9950X3D2 auf jeweils gleichem Powerlimit – welches sich beim 9950X3D2 sogar auf 270W beläuft. Hierbei wurden beide X3D-16-Kerner jeweils normal und jeweils mit dem Powerlimit des anderen Prozessors ausgemessen – um herauszufinden, wie stark der Ryzen 9 9950X3D2 von seinem immerhin um 70 Watt höheren PPT profitiert. Hiernach läßt sich zum einen belegen, dass diese Differenz ziemlich klein ist, unter jenen Benchmarks gewinnt der Ryzen 9 9950X3D2 durch das höhere Powerlimit gerade einmal +2,2% unter Anwendungen sowie +1,4% unter Spielen hinzu. Da der reguläre Ryzen 9 9950X3D zudem von einem höheren Powerlimit ähnlich schwach profitiert, ergibt sich sogar die Situation, dass ein Ryzen 9 9950X3D2 @ 200W minimal schneller als ein Ryzen 9 9950X3D @ 270W herauskommt.
| Ryzen 9 9950X3D | 9950X3D @ 270W | 9950X3D2 @ 200W | Ryzen 9 9950X3D2 | |
|---|---|---|---|---|
| Powerlimit (PPT) | 200W | 270W | 200W | 270W |
| Anwendungs-Performance | 95,5% | 97,2% | 97,7% | 99,9% |
| Spiele-Performance | 97,5% | 97,2% | 98,5% | 99,9% |
| gemäß den Ausführungen bzw. Benchmarks der PC Games Hardware | ||||
Dies bedeutet letztlich, dass der Performance-Effekt zwischen beiden X3D-16-Kernern primär am verdoppelten 3D V-Cache hängt, während das höhere Powerlimit nur minimal hierzu beiträgt. Somit hätte AMD vielleicht besser darüber nachgedacht, selbiges wegzulassen oder aber zumindest zu reduzieren – denn wirklich abhängig von seinem höheren Powerlimit ist der Ryzen 9 9950X3D2 augenscheinlich nicht. Daneben wird zum Ryzen 9 9950X3D2 gern die Frage gestellt, wo da eventuell wirklich beachtbare Performance-Gewinnen stecken könnten. Jene wurden unter Windows bislang nicht erspäht, aber im Feld der Linux-Benchmarks gibt es durchaus einige Kandidaten mit wirklich sattem Performancezugewinn durch den Ryzen 9 9950X3D2. Jene bleiben allerdings zu vereinzelt, um hieraus bereits eine andere Deutung zum Ryzen 9 9950X3D2 aufstellen zu können. Hierbei gewinnen nur diejenigen, welche zufällig genau mit diesen Linux-Anwendungen zu tun haben, die stark profitieren – was eine zu geringe Breitenwirkung darstellt, um zu einem grundsätzlich anderen Urteil zu kommen. Zumindest können Linux-Arbeiter sich die CPU aber mal ansehen, wenn speziell unter Linux hier & da einiges an Mehrperformance erzielbar ist.
Der TechSpot hat seinen Blick auf die weltweiten Grafikkartenpreise in 10 Märkten rund um den Globus erneuert. Im Zeitraum seit der letzten Erhebung vor zwei Monaten hat sich dabei am insgesamten Preisniveau (trotz einzelner Schwankungen) wenig etwas getan, die Speicherkrise konnte den Markt somit noch nicht (weiter) zu einem höheren Preisniveau zwingen. Regional ist dies leicht abweichend, so stiegen die US-Preise um gemittelt immerhin +5% bzw. sanken die Preise in Australien und Deutschland hingegen um gemittelt –5%. Dabei berichtet auch TechSpot von deutlich gesunkenen Verkaufszahlen bzw. entsprechenden Händlermeldungen – was somit die bekannten Verkaufszahlen der Mindfactory bzw. deren zuletzt arg schwache Absatztendenz als sehr wohl allgemeingültig unterstützt. Trotzdem sollen die Zeichen eher auf weitere Preissteigerung stehen bzw. reduziert sich die aktuell zu sehende Differenz zwischen Listenpreis und Einzelhändlerpreise nur marginal – weil die im Hintergrund bei den Distributoren wartende Ware einen höheren Einkaufspreis haben wird. Die weiteren Preiserhöhungen bei Grafikkarten sind also durchaus da, setzen sich nur noch nicht am Markt durch, weil noch Lagerbestand zum alten Einkaufspreis vorhanden ist und die schwache Absatzzahlen jenen nur langsam aufzehren.
Jene schwachen Absatzzahlen scheinen somit einen sehr erheblichen, augenscheinlich bremsenden Einfluß auf die Grafikkarten-Preisentwicklung zu haben. Damit wird es nochmals mehr interessanter, was Jon Peddie Research Anfang Juni zum weltweiten Absatz an Grafikchips für Desktop-Grafikkarten zu sagen haben, da könnte durchaus eine Horrorzahl herauskommen. Nichtsdestotrotz gibt es derzeit schon eine gewisse Grafikartenpreis-Übertreibung im Zuge der Speicherkrise, welche allerdings je nach Markt beachtbar unterschiedlich ausfällt: In Deutschland sind es laut TechSpot derzeit gemittelt +12,5% oberhalb Listenpreisniveau, in Australien nur +9,5% und in den USA gleich +22,3% (gerechnet wurde hierbei gegenüber dem US-Listenpreis zum aktuellen Umtauschkurs und jeweiliger MwSt-Berücksichtigung). Dass die USA hierbei ganz oben stehen, dürfte sicherlich auch an der Einfuhrzoll-Situation liegen. Ansonsten liegen die regionalen Preisübertreibungen doch allesamt grob im selben Feld – auf ein letztlich weltweit ziemlich einheitliches Preisniveau hindeutend, welches somit primär von den Herstellern und weniger von der Handelskette oder/und regionalen Bedingungen bestimmt wird.