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News des 27./28. Februar 2026

Die Grafikkarten-Tests zu "Resident Evil Requiem" seitens ComputerBase und PC Games Hardware ergeben eine interessanten wie auffälligen Unterschied im Verhältnis von GeForce RTX 4090 zu 5080: Unter PathTracing lag bei der ComputerBase das ältere Ada-Lovelace-Spitzenmodell klar mit +30,9% vor der zweitbesten Blackwell-Karte (alles WQHD mit DLSS "Quality"), bei der PC Games Hardware kehrte sich das Verhältnis allerdings um und die GeForce RTX 5080 lag mit +16,0% beachtbar vor der GeForce RTX 4090. In einem Nachtest mit zusätzlichen Testszenen ist die ComputerBase der Sache dann auf den Grund gegangen. Denn am Ende hängt es nur an der Wahl der Testszenen – wenn die ComputerBase die bei der PCGH benutzte Testszene ansetzt, kam auch dort ein ähnliches Performance-Ergebnis heraus. Es handelt sich hiermit also um den seltenen Fall, dass unterschiedliche Testszenen desselben Spiels derart große Unterschiede aufwerfen, dass damit auch das insgesamte Performancebild maßgeblich beeinflußt wird.

Resident Evil Requiem, WQHD mit DLSS "Quality" 4090 vs 5080 Ergebnis-Varianz
ComputerBase – originale Testszene +30,9% pro 4090
ComputerBase – Zusatz-Testszenen 1-5 +18,9% pro 4090 +6,4% bis +25,2% pro 4090
PC Games Hardware – originale Testzene +16,0% pro 5080

Dies ist allerdings nicht der Normalfall, in aller Regel sind die Unterschiede der einzelnen Testszene ausreichend gering, so dass sich die Performance-Bilder der verschiedenen Testberichte weitgehend gleichen. Resident Evil Requiem scheint ein exemplarisches Gegenbeispiel für diesen Normalfallabzugeben, denn im Nachtest der ComputerBase erreichte zwar keiner der zusätzlichen 5 Testszenen das PCGH-Ergebnis, die Ergebnisvarianz war mit +6,4% zugunsten der GeForce RTX 4090 bis auf +25,2% zugunsten jener Karte doch ziemlich hoch (eingedenk der originalen Testszene eigentlich bis auf +30,9%). Wenn man es genau nimmt, dürfte man Resident Evil Requiem somit nicht mit nur einzelner Testszene testen, sondern müsste immer mehrere hiervon benutzen. Alternativ könnte man natürlich gezielt nach einer Testszene suchen, welche ein halbwegs mittleres Ergebnis hervorbringt – was man dann aber auch periodisch gegenprüfen müsste. Ganz nominell gedacht müsste man dies sogar eigentlich bei jedem Spiel machen, aber ein solcher Aufwand ist einfach nicht zu erbringen. Zumindest zeigt dieser Fall auf, dass wenigstens die Korrektur durch den Leser da ist – sprich, dass zumindest grobe Unterschiede auffallen und somit zukünftig beachtet werden können.

VideoCardz zeigen erste Bilder eines Bartlett-Lake-Prozessors auf einem Z790-Mainboards – im genauen dem Spitzenmodell Core 9 273PQE auf einem Asus ROG Maximus Z790 Apex. Das ganze stammt von User 'Talon2016' im Overclock.net-Forum und leider wird dort auch notiert, dass der Prozessor auf diesem Board gar nicht erst booten will. Das BIOS des Mainboards erkennt jenen wohl nicht und verweigert demzufolge den Start, trotz dass jener der Raptor-Lake-Architektur gehört. Die Zeiten, wo man einen nicht unterstützten Prozessor einfach mal booten lassen kann, sind leider (lange) vorbei. Speziell ASRock hatte auch schon angekündigt, die Bartlett-Lake-Modelle nicht mit in die BIOS-Unterstützung für normale Consumer-Platinen aufzunehmen – wie dies bei anderen Mainboard-Herstellern aussieht, bleibt noch offen. Aber zumindest ist derzeit keinerlei BIOS-Unterstützung für Bartlett Lake erkennbar, so dass die ganze Idee von "Bartlett Lake auf dem Desktop" schon allein daran scheitert. Möglicherweise reicht es irgendwann mit einem experimentellen BIOS wenigstens zu einer gewissen Performance-Bestimmung.

Analyst Jukan @ X berichtet über Ausführungen der koreanischen Sedaily über eine neue Preisrunde bei DRAM seitens der koreanischen Speicherhersteller Samsung & SK Hynix. Danach sollen die neuen Kontraktpreise für das zweite Quartal 2026 die insgesamte Preiserhöhung (nur) des Jahres 2026 auf +130% hochtreiben. Trotz dass hierbei der Anteil des Jahres 2025 fehlt, erscheint dies immer noch als "wenig" angesichts der im Einzelhandel zu sehenden Preiserhöhungen. Augenscheinlich ziehen die Kontraktpreise diesem Preisniveau nach, welches sich seinerseits primär aus den Preiserhöhungen im Spotmarkt speist, wo die Restposten verkauft werden und welches auf Preisschwankungen (sehr) viel schneller als jene Kontraktpreise reagiert. Hierzu gab es allerdings auch eine Aussage – und jene hat es dann in sich: Denn bei der DRAMeXchange, wo eben diese Spotpreise ausgemacht werden, soll sich der DDR4-Preis in Jahresfrist nunmehr glatt verzehnfacht haben. Setzt sich diese Preiserhöhung durch die Handelskette durch, sollten die Einzelhandelspreise für DRAM-Produkte sich also im Preis noch einmal grob verdoppeln.

The world's two largest DRAM manufacturers, Samsung Electronics and SK hynix, have informed their customers of plans to significantly raise DRAM prices again in Q2. With DRAM demand surging on the back of expanding global AI investment far outpacing the two companies' supply capacity, some observers project that cumulative price increases could reach 130% for the full year.
 
According to DRAMeXchange, DDR4 8Gb product prices, which stood at around $1.30 in March last year, surged to $9.30 by the end of last year, and have climbed a further ~40% to $13.00 as of February this year.
Quelle:  Jukan @ X am 27. Februar 2026 in Übersetzung eines Berichts seitens Sedaily

Gänzlich sicher ist dies aber nicht, denn aller Vermutung nach hat das aktuell zu beobachtende gleichbleibende DDR-Preisniveau im deutschen Einzelhandel primär etwas damit zu tun, dass mit jenem der Absatz so weit eingebrochen ist, dass die (niedrige) Nachfragemenge nunmehr zur Angebotsmenge passt. Auch dürfte die insgesamte Warenbewegung zu DDR-Speicher im Einzelhandel derzeit so niedrig liegen, dass die vorhandenen Lagermengen bei Einzelhändlern und Distributoren noch länger halten – sprich niemand so schnell gezwungen ist, zum vielleicht nochmals höheren Preis nachzukaufen. Hier stockt also die übliche Geschwindigkeit, mit der sich eine neue Preislage vom Spotmarkt in den Einzelhandel ausbreitet. Langfristig kann dies natürlich trotzdem nicht gut gehen und muß sich der neue Spotmarkt-Preis auch irgendwann in den Einzelhandelpreisen zeigen. Das Risiko, dass im Einzelhandel derzeit also nur eine Atempause bei den Preiserhöhungen zu sehen ist, bleibt bestehen bzw. nimmt mit dieser Meldung eigentlich noch zu.