
Mit dem neuen GeForce-Treiber 596.36 WHQL hat nVidia auch die "GeForce RTX 5070 Laptop 12GB" offiziell gemacht, eine Mobile-Grafiklösung unter Verwendung von 3-GByte-Speicherchips. Damit sind am selben 128-Bit-Interface der bisherigen GeForce RTX 5070 Laptop nunmehr gleich 12 GB VRAM möglich, erlöst nVidia dieses vorherige 8-GB-Modell ergo von deren VRAM-Problem. Weitere technischen Daten zur "GeForce RTX 5070 Laptop 12GB" fehlen noch, aber da das 128-Bit-Speicherinterface klar ist, kann es sich fast nur um eine 1:1-Kopie der bisherigen "GeForce RTX 5070 Laptop 8GB" handeln, nun eben nur mit den größeren Speicherchips und damit größerer VRAM-Menge. nVidia geht damit einen längst überfälligen Schritt, nämlich diesen 8-GB-Grafiklösungen auf Basis des 128-Bit-Speicherinterfaces des GB206-Chips endlich mehr VRAM mitzugeben – dies leider aber vergleichsweise zaghaft nur bei dieser einzelnen Mobile-Grafiklösung. Denkbarerweise ist für mehr – sprich GeForce RTX 5060 & 5060 Ti des Desktop-Segments – einfach nicht genügend an diesen 3-GByte-Speicherchips von GDDR7 vorhanden.
| RTX50 Mobile | Chip | Hardware | VRAM | TGP | Vorstellung | Release | technisches Desktop-Äquivalent |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 Laptop | GB203 | 82 SM @ 256-bit | 24 GB GDDR7 | 95-175W | CES 2025 | März 2025 | RTX5080: 84 SM @ 256-bit, 16 GB, 360W |
| GeForce RTX 5080 Laptop | GB203 | 60 SM @ 256-bit | 16 GB GDDR7 | 80-175W | CES 2025 | März 2025 | (grob) RTX5070Ti: 70 SM @ 256-bit, 16 GB, 300W |
| GeForce RTX 5070 Ti Laptop | GB205 | 46 SM @ 192-bit | 12 GB GDDR7 | 60-150W | CES 2025 | März 2025 | RTX5070: 48 SM @ 192-bit, 12 GB, 250W |
| GeForce RTX 5070 Laptop 12GB | vmtl. GB206 | vmtl. 36 SM @ 128-bit | 12 GB GDDR7 | ? | 28. April 2026 | ? | RTX5060Ti-16GB: 36 SM @ 128-bit, 16 GB, 180W |
| GeForce RTX 5070 Laptop 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 50-125W | CES 2025 | April 2025 | RTX5060Ti-8GB: 36 SM @ 128-bit, 8 GB, 180W |
| GeForce RTX 5060 Laptop | GB206 | 26 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 45-125W | 15. April 2025 | Mai 2025 | RTX5060: 30 SM @ 128-bit, 8 GB, 145W |
| GeForce RTX 5050 Laptop | GB207 | 20 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | ≤115W | 24. Juni 2025 | Juli 2025 | RTX5050: 20 SM @ 128-bit, 8 GB, 130W |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||
Selbige 3-GB-Speicherchips sollten eigentlich primär für den GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh zum Einsatz kommen und stehen wohl nur wegen dessen (erheblicher) Verzögerung überhaupt zur Verfügung. Denkbarerweise hatte nVidia jene Speicherchips lange Zeit vorbestellt und muß jetzt irgendetwas hiermit anfangen. Für die ganz großen Produktoffensiven reicht es bezüglich der Menge wohl nicht aus, insofern ist das Mobile-Segment der perfekte Abnehmer: Hier kann soviel geliefert werden wie man hat, niemand beschwert sich mit Marktdaten von Einzelhändlern in der Hand über eine (eventuell) schwache Verfügbarkeit. Nichtsdestotrotz ergibt sich somit wenigstens für Laptop-Käufer ein Gewinn, welche somit zukünftig wenigstens die GeForce RTX 5070 Laptop mit gangbarer Speicherkonfiguration (von 12 GB) erwerben können. Dies setzt aber natürlich voraus, dass der erste Preispunkt seitens Frameworks, über welchen VideoCardz berichten, ein Fehler bzw. Platzhalter darstellt: Denn +72% mehr ($699 → $1199) für eine maßvolle Speichererweiterung von 8 auf 12 GB VRAM erscheint als "ein wenig" drastisch.
Gemäß WCCF Tech stellt Grafikkarten-Hersteller Palit seine Verkaufsmarke "Galax" bzw. "KFA2" augenscheinlich ein ("KFA2" = in Europa genutzter Markenname von Galax). Das entsprechende Mitarbeiter-Team wurde bereits abberufen und jegliche Restaktivitäten – darunter auch RMA-Fälle – sollen ab sofort direkt über Palit laufen. Inwiefern Palit die Anleihen von Galax/KFA2 insbesondere bei hochgezüchteten Grafikkarten zukünftig selbst übernimmt, ist noch nicht klar. Wenn dies aber tatsächlich etwas wert gewesen wäre, hätte man diese Marken innerhalb des Palit-Konzern auch weiter leben lassen können. Vermutlich ging es Palit aber eher darum, in einem immer enger werdenden Markt die Kostenstrukturen im Griff zu behalten. Und sicherlich verkauft man kurz- und mittelfristig in der Speicherkrise einfach weniger Grafikkarten, braucht dann auch auch kein großartiges Marketing hierfür. Denkbarerweise liegt hier zudem dasselbe Problem wie schon bei EVGA zugrunde, dass sich überkandidelte Eigenkreationen immer schwerer durchbringen lassen und Palit als Konzern daher mehr auf Standardware gehen will. Ob das Erbe von Galax/KFA2 dabei noch irgendwann benutzt werden wird, muß man sehen.
Von TechEpiphany @ X kommen wieder die Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory, zusammengefasst für die 16. und 17. Woche. In diesem Zeitraum ging der Absatz nach den Zwischenhoch zur letzten Auswertung wieder nach unten, auf einen weiterhin sehr am Boden liegenden Markt hinweisend. Auffallend für diese Doppelwoche ist der stark zurückgehende Umsatzanteil für AMD, da nVidia zum einen zu vierstelligen ASP-Zahlen zurückfand und gleichzeitig auch Intel erstaunlich teuer verkaufte. Letzteres erklärt sich über gewisse Absätze zur Arc Pro B60, ersteres über weiterhin (relativ) starke Verkaufszahlen von GeForce RTX 5070 Ti und 5080 zu zugleich sogar wieder einigen Absätzen zur GeForce RTX 5090. Die Spitzenpositionen der Verkaufscharts werden zwar weiterhin (und mit Abstand) von Radeon RX 9060 XT und 9070 XT angeführt, danach fehlen AMD allerdings die weiteren Modelle, um zu einem breiteren Markterfolg zu kommen. Zumindest kann AMD somit sagen, sich mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand ehrbar aus der Affäre zu ziehen, denn beim Stückzahlen-Verhältnis reicht es nach wie vor zu über 40% für AMD.
| Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26 (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Absatz-Anteile | Umsatz | Umsatz-Anteile | ASPs | |
| 16.+17. Woche 2026 | 593 Stück p.W. | 43,0% 51,5% 5,5% | 0,49M € | 28,5% 69,0% 2,5% | 547€ 1108€ 385€ |
| 14.+15. Woche 2026 | 920 Stück p.W. | 44,8% 54,1% 1,1% | ? | ? | ? |
| 13. Woche 2026 | 675 Stück | 41,5% 51,1% 7,4% | ? | ? | ? |
| 12. Woche 2026 | 675 Stück | 48,9% 45,2% 5,9% | 0,46M € | 42,8% 55,7% 1,5% | 593€ 834€ 164€ |
| 9.-11. Woche 2026 | 665 Stück p.W. | 55,6% 39,9% 4,5% | ? | ? | ? |
| 8. Woche 2026 | 870 Stück | 56,3% 37,9% 5,8% | 0,67M € | 43,0% 54,5% 2,5% | 586€ 1104€ 331€ |
| 7. Woche 2026 | 1015 Stück | 55,2% 42,4% 2,4% | 0,76M € | 45,2% 53,9% 0,9% | 610€ 948€ 287€ |
| 6. Woche 2026 | 955 Stück | 61,2% 32,5% 6,3% | 0,67M € | 51,5% 46,8% 1,7% | 587€ 1006€ 194€ |
| 5. Woche 2026 | 1210 Stück | 62,0% 33,9% 4,1% | 0,88M € | 51,0% 47,7% 1,3% | 600€ 1025€ 232€ |
| 4. Woche 2026 | 1300 Stück | 62,7% 34,2% 3,1% | 0,99M € | 51,0% 48,0% 1,0% | 618€ 1063€ 244€ |
| 3. Woche 2026 | 1215 Stück | 69,1% 28,4% 2,5% | 0,79M € | 66,7% 32,7% 0,6% | 631€ 754€ 164€ |
| 51. Woche 2025 | 1680 Stück | 57,4% 38,7% 3,9% | 1,05M € | 46,0% 52,8% 1,2% | 499€ 851€ 187€ |
| 50. Woche 2025 | 2795 Stück | 55,3% 40,8% 3,9% | 1,89M € | 42,5% 56,1% 1,4% | 519€ 928€ 231€ |
| 49. Woche 2025 | 3845 Stück | 69,4% 29,0% 1,6% | 2,26M € | 62,8% 36,7% 0,5% | 532€ 745€ 200€ |
| 48. Woche 2025 | 2850 Stück | 66,0% 33,0% 1,0% | 1,69M € | 58,7% 40,9% 0,4% | 527€ 733€ 245€ |
| 47. Woche 2025 | 2605 Stück | 59,9% 38,0% 2,1% | 1,69M € | 50,6% 48,8% 0,6% | 550€ 836€ 177€ |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche | |||||