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News des 29. Januar 2026

Der Marktstart des Ryzen 7 9850X3D verlief eher denn geräuschlos: Der Verkauf des Prozessors wurde am Donnerstag 15 Uhr freigeschaltet, die deutsche UVP von 499 Euro umgehend erreicht und später mit mehreren Angeboten auf dieser Preislage unterfüttert. Dies hat sich dann auch in den Abend und den nächsten Morgen hinein ohne wirkliche Änderungen gehalten. Die Mindfactory verkaufte in der ersten Stunde (über) 20 Stück und bis zum Morgen dann (über) 70 Stück, was für ein Refresh-Modell nicht ganz verkehrt ist, aber natürlich keinen Vergleich zum Andrang beim originalen Ryzen 7 9800X3D darstellt. Zumindest einen großen Absatzschub gibt es mit dem Ryzen 7 9850X3D somit nicht, der "alte" Ryzen 7 9800X3D dürfte auch weiterhin die Verkaufslisten dominieren. Auf aktueller Preislage liegt der neuere Ryzen 7 9850X3D auf einem Mehrpreis von +58€ gegenüber der Boxed-Variante sowie +71€ zur Tray-Variante des Ryzen 7 9800X3D. Letztere ist beim Ryzen 7 9850X3D noch nicht wirklich im Markt angekommen, da teurer als die Boxed-Variante angeboten.

AMD Zen 5 X3D Kerne L2+L3 3DVC Takt iGPU OC TDP/PPT Listenpreis Retail Release
Ryzen 9 9950X3D2 16C/32T 16+64 MB 128 MB 4.3/5.6 GHz 200/?W ? ? unbekannt
Ryzen 9 9950X3D 16C/32T 16+64 MB 64 MB 4.3/5.7 GHz 170/200W $699 / 769€ ab 648€ 12. März 2025
Ryzen 9 9900X3D 12C/24T 12+64 MB 64 MB 4.4/5.5 GHz 120/162W $599 / 659€ ab 562€ 12. März 2025
Ryzen 7 9850X3D 8C/16T 8+32 MB 64 MB 4.7/5.6 GHz 120/162W $499 / 499€ ab 497€ 29. Jan. 2026
Ryzen 7 9800X3D 8C/16T 8+32 MB 64 MB 4.7/5.2 GHz 120/162W $479 / 529€ ab 426€ 7. Nov. 2024
Ryzen 5 9600X3D 6C/12T 8+32 MB 64 MB ? ? ? ? ? ? komplett unbestimmt
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen

VideoCardz berichten vom Erreichen des vierstelligen Preisbereichs zur GeForce RTX 5070 Ti im Dollar-Raum – die Karte ist damit in den USA schon teurer als in Deutschland, auch wenn hierzulande mit ab 926 Euro auch kein angenehmer Preispunkt mehr zu erreichen ist. Wegen des aktuellen Umtauschkurses von 1,19 Dollar zu einem Euro kann man inzwischen die Einzelhandelspreise wieder direkt vergleichen, da dies exakt dem (in den USA fehlenden) Mehrwertsteuer-Aufschlag entspricht. Nebenbei federt die Währungsentwicklung mit einem wieder leicht schwächer werdenden Dollar diese Preisentwicklung im Euro-Raum etwas ab – natürlich nicht ausreichend, um jene tatsächlich aufzuhalten. Zurückkommend zur GeForce RTX 5070 Ti zeigte sich hiermit die Folge von nVidias Lieferpriorisierung bei der RTX50-Serie, welche GeForce RTX 5060 Ti 16GB und GeForce RTX 5070 Ti besonders hart treffen sollte. Eine Lieferpriorisierung bedeutet keine vollständige Einstellung der entsprechenden Lieferungen, aber einfach so wenig Nachlieferungen, dass jene umgehend weggehen, womöglich auch nur noch Hersteller von Komplett-PCs mit diesen Karten beliefert werden, nicht aber mehr der Einzelhandel.

Und dann zieht ein (deutlich) zu geringes Warenangebot natürlich automatisch die Einzelhandelpreise nach oben, ganz egal ob der Abgabepreis des Grafikkarten-Herstellers vielleicht niedrigere Preislagen ermöglichen könnte (vergleiche: letzter Cryptomining-Hype). Bei der GeForce RTX 5070 Ti wird der maximale Einzelhandelspreis ein wenig limitiert durch die Preislage zur GeForce RTX 5080, selbige ist jedoch von der GeForce RTX 5070 Ti noch nicht erreicht. Bei der GeForce RTX 5060 Ti 16GB könnte es sogar höher hinausgehen als die Preislage zur GeForce RTX 5070, da das kleinere Modell über den größeren Grafikkartenspeicher verfügt. Diese Situation könnte vorerst so bestehen bleiben, ist aber dennoch nicht final. Letztlich hängt alles von der GDDR-Versorgung bei nVidia ab, welche den Grafikkarten-Herstellern nach wie vor die üblichen Bundles aus Grafikchip und passendem VRAM liefern. Sollte sich die GDDR-Versorgung entspannen, könnte es auch schnell wieder Nachlieferungen an GeForce RTX 5060 Ti 16GB und 5070 Ti geben. Wenn nicht, könnten diese Karte auch in einen inoffiziellen EOL-Status gehen, irgendwann wird schließlich auch die letzte Lagerware verkauft sein. In einem ganz ungünstigen Verlauf kann aus dem inoffiziellen EOL-Status sogar ein offizieller werden – nämlich dann, wenn nVidia irgendwann lieber eine Nachfolge-Generation herausbringt anstatt die RTX50-Serie noch anständig nachzuliefern (nicht vor 2027 ein Thema).

nicht priorisiert unbekannt priorisiert außerhalb stehend
8-GB-Klasse GeForce RTX 5060 GeForce RTX 5060 Ti 8GB  
 
12-GB-Klasse GeForce RTX 5070  
 
16-GB-Klasse GeForce RTX 5060 Ti 16GB
GeForce RTX 5070 Ti
GeForce RTX 5080
24-GB-Klasse  
 
GeForce RTX 5090D v2
32-GB-Klasse GeForce RTX 5090D
GeForce RTX 5090
gemäß der Ausführungen von HKPEC @ Facebook & VideoCardz

Eine gewisse Berichterstattung gibt es derzeit zu neuen Statcounter-Zahlen zur Verbreitung von Windows 10 vs Windows 11, welche für die Monate November & Dezember 2025 eine Rückwärtsbewegung zugunsten von Windows 10 aussagen. Es handelt sich hierbei um immerhin 3 Prozentpunkte weltweit, was sich wenig anhört, sich jedoch angesichts von (angeblich) inzwischen einer Milliarde an Windows-11-Installationen auf ca. 50 Millionen PC-Systeme einschätzen läßt. Dass diese Bewegung allerdings wirklich stattgefunden hat, ist generell zweifelhaft, Statcounter kann vielleicht die großen Trends wiedergeben, aber kleinere Schwankungen können immer auch einfach nur Fehlerfassungen jenes Dienstes sein. In diesem Fall wird dies auch gleich belegt durch die vorläufigen Januar-Zahlen, welche dann einen (unnatürlich) großen Sprung zugunsten von Windows 11 sehen. Die von Dezember zu Januar (angeblich) erreichten +11 Prozentpunkte entsprechen grob 200 Millionen PC-Systemen – dies ist etwas mehr als die Hälfte des Jahresabsatzes an PCs in nur einem Monat und somit schwer unrealistisch. Der Zugewinn von Windows 11 durch manuelle Upgrade-Installationen dürfte hingegen niemals so ruckartig passieren, sondern ist eher als träg laufender Prozeß zu beschreiben. Dies gilt genauso für die teilweise aufgestellte These, die November/Dezember-Zahlen würden auf die Wiederrückbesinnung zu Windows 10 hindeuten.

Doch PC-Neukäufe spielen hier natürlich keine Rolle, ergo müssten in nur einem Monat weltweit 50 Mio. Nutzer von Windows 11 auf Windows 10 zurückgewechselt sein. Dies würde üblicherweise auffallen, allein über Foren-Anfragen und Social-Media-Posts. Faktisch müsste jeder in seinem IT-Freundeskreis zumindest eine Person kennen, die dies im November/Dezember getan habt. Natürlich ist dies (mit höchster Wahrscheinlichkeit) nicht passiert, sondern Statcounter hatte viel eher wieder einen seiner typischen statistischen Aussetzer. Genauso wie der Januar-Anstieg zu steil ist, ist die November/Dezember-Rückentwicklung arg unwahrscheinlich. Nimmt man allerdings November/Dezember aus der Betrachtung heraus, ergibt sich zwischen Oktober und Januar eine vergleichsweise nachvollziehbare Entwicklung: +5,5 Prozentpunkte in drei Monaten, bei +2,2 Prozentpunkten pro Monat. Dies entspricht zudem gut dem Aufwärtstrend zwischen August und Oktober, womit die wahrscheinlichste Erklärung schlicht jene ist, dass die angebliche Rückbesinnung auf Windows 10 im November/Dezember 2025 nie stattgefunden hat, sondern einfach nur eine Falschmeldung seitens Statcounter ist. Viel eher anzunehmen gab es zwischen August 2025 und Januar 2026 einen ungebrochenen Aufwärtstrend zugunsten von Windows 11 mit Zuwachraten von grob +2 Prozentpunkten pro Monat.

Heise weisen mit einer größeren Berichterstattung auf 30 Jahre "Duke Nukem 3D" hin, da am 29. Januar 1996 die Shareware-Version des Shooterspiels freigegeben wurde. Von diesem ikonischen Moment gibt es sogar ein Foto des Uploads, beachtenswert daneben ein stilechter Tribut sowie Interviews mit den Programmierern und weitere Interview mit den Programmierern. Das zwischenzeitlich lange in Deutschland indizierte Spiel benutzte die seinerzeitige Build-Engine, welche zwar in vielen Punkten sehr fortschrittlich war, aber trotzdem keine echten 3D-Objekte bot, sondern jene mittels 2D-Sprites darstellte (wie Doom I/II). Zudem konnten die seinerzeit aufkommenden (echten) 3D-Beschleuniger nicht genutzt werden, wobei dies vermutlich sogar eher kontraproduktiv gewesen wäre: Denn die seinerzeit üblichen bilinearen Filter auf die seinerzeit üblichen armen Texturen drübergelegt hat in aller Regel ein sehr verwaschenes Bild ohne jede Texturenschärfe ergeben (wie seinerzeit beim ersten Tomb Raider, wo die Texturenqualität im 2D-Modus klar detailfreudiger war).

Mit der damalig rasanten Entwicklung von Prozessoren und Grafikkarten war die Performance unter Duke Nukem 3D aber schnell kein Thema mehr, die geforderte 3dfx-Anpassung wurde nie realisiert. Die Vollversion des Spiels erschien am 24. April 1996, während die Shareware-Version faktisch als "Demo" fungierte und dabei immerhin die volle erste Episode des Spiels (von original insgesamt drei Episoden) enthielt. Mittels der 1996er "Atomic Edition" gab es noch eine vierte Episode, hinzukommend im Laufe der Jahre eine größere Anzahl an Expansion-Packs, welche meist auf der Arbeit der Mod-Community basierten. Im Jahr 2016 schloß die "20th Anniversary World Tour" das Spiel dann mit einer fünften Episode ab, in dieser Version wird Duke Nukem 3D auch derzeit noch von diversen Spiele-Plattformen angeboten. Der 2011er Reboot "Duke Nukem Forever" war hingegen ein ziemlicher Reinfall, trotz oder wegen der 14 Jahre dauernden Entwicklungszeit. Primär konnte hiermit der anarchische Stil des Originals nicht repliziert werden, zudem war die vergleichsweise farbenfrohe Optik des Originals einer unpassenden Grau-in-Grau-Farbpalette gewichen.