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News des 4. März 2026

Wie Leaker MEGAsizeGPU @ X berichtet, plant nVidia derzeit wenigstens eine neue Consumer-Grafikkarte für das Jahr 2026 – in Form einer GeForce RTX 5050 9GB mit 96-Bit-Speicherinterface. Weitere Hardware-Details zu selbiger liegen noch nicht vor, bei wiederum Verwendung des GB207-Chips wären maximal 20 Shader-Cluster möglich – so wie bei der bisherigen GeForce RTX 5050 8GB. Interessant ist bei der 9-GB-Variante natürlich das Speicherinterface, welches zwar nur mit 96 Bit daherkommt, dafür aber GDDR7-Speicher nutzen darf – im Gegensatz zum GDDR6-Speicher der bisherigen GeForce RTX 5050 8GB. Dies ergibt die Kombination kleineres Speicherinterface mit klar stärkerem Speichertakt, was beispielsweise bei 28 Gbps Datenrate des GDDR7-Speichers auf einen kleinen Vorteil von +5% bei der nominellen Speicherbandbreite zugunsten der neuen GeForce RTX 5050 9GB hinauslaufen würde. Diese Ansetzung würde es begünstigen, dass die neue Karte auch in anderen Details möglich gleich stark zur bisherigen GeForce RTX 5050 8GB ausfällt, womöglich somit im groben einen 1:1-Ersatz ergibt und auf derselben Preislage antritt.

New product: RTX5050 9GB GDDR7 96Bit
NV knows they can give you a 5050/5060 128-bit 12G with the new 3G GDDR7 dies. But no, you got a 5050 9G 💀

Quelle:  MEGAsizeGPU @ X am 4. März 2026

Denkbar wäre natürlich dennoch auch die Verwendung eines stärkeren Grafikchips und damit eine (leicht) eigene Performance-Klasse. Dass so etwas zumindest möglich ist, darauf deutet ein weiterer Leak seitens MEGAsizeGPU @ X hin – in Form einer GB205-basierten GeForce RTX 5060. Dies ergibt dann im eigentlichen keine neue Grafikkarte, sondern eine neue Chipbasis für die bekannte GeForce RTX 5060 – bei welcher der GB205-Chip dann einfach so weit beschnitten wird, bis sich die exakte Hardware der GeForce RTX 5060 ergibt. Dies wird somit zur identischen Hardware und wahrscheinlich den nominell gleichen Taktraten führen, vielleicht mit kleineren Abweichungen bei der TDP und den Realtaktraten. Die Zielsetzung einer solchen Maßnahme einer neuen Chipbasis liegt üblicherweise darin, die Performance des Originals bestmöglich zu erreichen, damit man im Verkauf keinen Unterschied zwischen diesen beiden Karten-Varianten machen muß. Dummerweise scheinen die Grafikkarten-Hersteller hierfür aber extra Platinen auflegen zu müssen – wahrscheinlich weil der größere GB205-Chip nicht auf die regulären Platinen zur GeForce RTX 5060 passt.

RTX5060 GB205 incoming
NV has jammed AIC with 5060Ti 8G, and later realized Oh shit, no GB206 for 5060. And here comes the solution: 5060 based on GB205. Poor AICs need to make a new 5060 PCB design to house the GB205. Basically making a 5070 PCB with an 8-pin connector.

Quelle:  MEGAsizeGPU @ X am 4. März 2026

Der Leaker gibt als Grund für diese GB205-basierte GeForce RTX 5060 zu wenige verfügbare GB206-Chips an – was allerdings eine eher schwache Begründung darstellt, mittel- und langfristig kann nVidia dies problemlos steuern und der GB206-Chip sollte derzeit wegen der Zurückdrehens der Fertigung der GeForce RTX 5060 Ti sowieso nicht so besonders gehen. Eher wahrscheinlich ist, dass nVidia nun einfach noch Restbestände an eigentlich untauglichen Chips losschlagen will – was sich beim GB205-Chip besonders gut macht, denn von diesem gibt es keine "natürliche" Salvage-Version (in Form einer extra kleineren Grafikkarte). Selbiges System hatte nVidia auch schon bei früheren Grafikkarten-Generationen angesetzt, wenn jene nur lange genug liefen – beispielsweise bei der GeForce RTX 30 Serie zu Zeiten des letzten Cryptomining-Hypes. Leider gibt es derzeit keine Information, wann die beiden neuen Grafikkarten den Markt erreichen sollen, irgendwelche großen Launches sind jedoch für keine von beiden zu erwarten.

Chip Hardware VRAM TDP Liste Release
GeForce RTX 5090 GB202 170 SM @ 512-bit 32 GB 575W $1999 30. Januar 2025
GeForce RTX 5080 Super GB203 84 SM @ 256-bit 24 GB 415W ? whrschl. nicht mehr 2026
GeForce RTX 5080 GB203 84 SM @ 256-bit 16 GB 360W $999 30. Januar 2025
GeForce RTX 5070 Ti Super GB205 70 SM @ 256-bit 24 GB 350W ? whrschl. nicht mehr 2026
GeForce RTX 5070 Ti GB203 70 SM @ 256-bit 16 GB 300W $749 20. Februar 2025
GeForce RTX 5070 Super GB205 50 SM @ 192-bit 18 GB 275W ? whrschl. nicht mehr 2026
GeForce RTX 5070 GB205 48 SM @ 192-bit 12 GB 250W $549 5. März 2025
GeForce RTX 5060 Ti 16GB GB206 36 SM @ 128-bit 16 GB 180W $429 16. April 2025
GeForce RTX 5060 Ti 8GB GB206 36 SM @ 128-bit 8 GB 180W $379 16. April 2025
GeForce RTX 5060 GB206 * 30 SM @ 128-bit 8 GB 145W $299 19. Mai 2025
GeForce RTX 5050 9GB ? ? SM @ 96-bit 9 GB (GDDR7) ? ? möglw. Q2/2026
GeForce RTX 5050 8GB GB207 20 SM @ 128-bit 8 GB (GDDR6) 130W $249 Juli 2025
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen ..... * möglicherweise zukünftig auch GB205-basiert

nVidia ist die berichtete Schwäche des aktuellen nVidia-Treibers 595.71 bei Übertaktung schnell mit dem Hotfix-Treiber 595.76 angegangen – sprich, die niedrigere Spannung und damit schwachen Übertaktungswerte des offiziellen Treibers waren nicht derart geplant und somit nur ein Fehler. Ebenfalls auf der Liste der behobenen Fehler durch diesen Hotfix-Treiber steht die PathTracing-Performance unter "Resident Evil Requiem" – was nVidia laut VideoCardz aber eigentlich bereits mit dem offiziellen Treiber gefixt haben wollte. Zu letzterem ergaben sich zwar in der Tat bessere Performance-Werte in dieser Kategorie, die teilweise deutlich schlechtere Performance der GeForce RTX 4090 gegenüber der GeForce RTX 5080 wurde mit dem offiziellen Treiber jedoch noch nicht ausgebügelt. Möglicherweise liefert der neue Hotfix-Treiber dies nun nach, die Release Notes sind hierfür leider nicht spezifisch genug. Ohne einen diesbezüglich halbwegs finalen Treiber lohnt es sich natürlich kaum, die Sache neu auszutesten, könnte die hier festgestellte Performance-Diskrepanz immer noch im Rahmen von Treiberproblemen liegen. Davon abgesehen ist es etwas erstaunlich, wie viele Fehlschläge nVidias Treiber hier in sehr kurzer Zeit hingelegt haben: Zuerst ein zurückgezogener offizieller Treiber und dann ein offizieller Treiber mit einem deutlichen Übertaktungsproblem, alles innerhalb weniger Tage (passender Gag hierzu).

Gemäß VideoCardz weisen AMDs neue Desktop-APUs der "Ryzen AI 400G" Serie nur eine schwache PCIe-Anbindung auf: Es gibt maximal 12 nutzbare PCI Express 4.0 Lanes, womit eine (optionale) extra Grafikkarte also nur 8 davon abbekommen kann (4 Lanes gehen an die erste SSD). Beim Ryzen AI 5 435G sind es sogar nur 10 nutzbare PCIe 4.0 Lanes, ergibt somit eine Kombination von 8+2. Insbesondere dass hier nur PCI Express 4.0 geboten wird, macht die Sache heikel, denn damit fällt eine optionale extra Grafikkarte auf eine PCIe-Bandbreite wie vergleichsweise jene von PCI Express 3.0 x16 zurück – und dies hört sich dann schon wieder ziemlich altbacken an. Allerdings liegt der Kostenpunkt dieser Abspeckung bei weitem nicht im Bereich jener "bis zu 30% Minderperformance", welche hier und da zu lesen sind: Bei TechPowerUp sind es gemittelt –4% auf einer GeForce RTX 5090, bei der Quasarzone gemittelt –6,5% auf einer Radeon RX 9060 XT 8GB (und –2,0% auf einer 16-GB-Ausführung). Dies ist eine bekannte wie auch lästige Einschränkung bei allen modernen APUs von AMD (Desktop- wie Mobile-Bereich), aber eben doch nicht derart Performance-wirksam, dass dies dann tatsächlich zum Spielverderber werden würde.

Die PC-Welt mischt den (virtuellen) Blätter-Wald auf mit der Meldung zu einem Windows 12 schon in 2026 – und dann natürlich als KI-zentriertes Betriebssystem mit KI überall und der festen Hardware-Anforderung einer NPU (mit 40 TOPs). Die einzelnen Änderungen kann man sich zwar schon per Gerüchteküche vorstellen, laufen aber eigentlich allesamt nur auf ein "mehr von der bisherigen Strategie" seitens Microsoft hinaus. Gänzlich unglaubwürdig wäre ein solches neues Windows sicherlich nicht, es würde zudem zum typischen Zeitplan von Microsoft passen, nach dem Ende des Vorgängers (Windows 10) den Nachfolger zum aktuellen Betriebssystem (Windows 11) vorzubereiten. Andererseits ist die Speicherkrise irgendwie ein schlechter Zeitpunkt, um mit dem PC-Neukauf zugunsten eines neuen Windows zu werben – und genau dafür werden neue Windows-Versionen schließlich auch aufgelegt, als Absatz-stützende Maßnahme für die PC-Hersteller. Da aber Windows Central zumindest den Termin "2026" (mit Verweis auf Personen mit Einblick in die Windows-Roadmap) klar in Abrede stellt, passiert hier wohl weit weniger schnell etwas als gedacht.

Vielmehr hat Microsoft derzeit bei Windows 11 schon zu viele Baustellen, um derzeit zu viel Arbeit in eine nächste Windows-Generation investieren zu können. Gerade wenn die Idee existiert, KI mit der nächsten Windows-Ausgabe verpflichtend zu machen, muß Microsoft mittels Windows 11 erst einmal die vorhandenen Vorbehalte ausräumen bzw. deren Nutzwert beweisen. Ein jetzt herauskommende Windows 12 mit Zwangs-KI würde schließlich zum jetzigen Stand der Dinge eine ziemliche Bruchlandung hinlegen – wie einst bei Windows 8, als die (cleveren) PC-Hersteller noch lange Zeit auch die Installation von Windows 7 anboten. Aber wie gesagt hält derzeit die Speicherkrise all dies an, vor derem Abflauen muß man nicht an ein Windows 12 denken. Jenes dürfte für Microsoft dann in erster Linie nützlich sein, um die Zügel bei den Systemanforderungen anzuziehen – weniger bezogen auf die reine Hardware-Rechenkraft, sondern Nebendinge wie TPM, SecureBoot, Speicherschutz, NPU, Accountzwang und verpflichtendem Jugendschutz. All dies könnte man zwar auch nachträglich noch zu Windows 11 hinzufügen, aber dies bedeutet zu viel Ärger und ist mit einem "neuen" Betriebssystem erfahrungsgemäß viel einfacher durchzusetzen.